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Meine Ängste und Symptome werden immer schlimmer

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  • Meine Ängste und Symptome werden immer schlimmer

    Hallo zusammen,

    Ich habe in meinem letzten Post über meine Angst vor Schizophrenie geschrieben. Leider muss ich gestehen das diese nur noch schlimmer wird, auch beim unterlassen von google. Ich bekomme langsam das Gefühl, psychotisch zu werden und immer mehr den Bezug zur Realität zu verlieren.

    Ich sammle mir in meinen Gedanken immer mehr Dinge zusammen, die dafür sprechen. Ich fühle mich einfach ausgeliefert.

    Beispiele:
    -In Gesprächen klingen manche Sätze für mich sehr laut und bedrohlich, sie fühlen sich dann wie ein Echo in meinem Kopf an.
    - Ich spüre eine gewisse Entfremdung. Alles wirkt wie in einem Traum.
    - Ich habe zudem das Gefühl, meine Gedanken werden laut. Wenn ich beispielsweise an etwas denke, höre ich bestimme Dinge an die ich denke sehr deutlich ( ich weiß, das es mein Gedanke ist)
    - Ich schlafe nicht mehr vernünftig und wache oft auf
    - Wenn ich Musik höre, hören sich die Geräusche und Töne verändert an, als würde ich sie nicht wirklich wahrnehmen.
    - Zudem habe ich das Gefühl den Bezug zu meinem Körper zu verlieren ( Zähne fühlen sich merkwürdig an seit Wochen ! Und ab und zu fühle ich meine Schlüsselbeine verändert, als würden sie gegen meinen Brustkorb drücken)
    - Kann mich auch auf fast nichts mehr konzentrieren
    - Ich bin jeden Tag depressiv und freudlos

    All das macht mich sehr fertig und ich weiß nicht mehr weiter. Mein Termin beim Psychiater ist erst in zwei Monaten. Ich habe Angst das es dann schon zu spät ist und ich schon psychotisch bin. Ich habe aus Verzweiflung auch ab und zu wieder gegoogelt, war ein Fehler.
    Mein Halbbruder hat übrigens eine Angsterkrankung mit Depressionen Panikattacken usw.
    Kann ich das vielleicht ebenso haben oder habe ich mir durch meinen langen Cannabis-Konsum mein Leben versaut und werde Schizophren? Ich habe schreckliche Angst.


  • Re: Meine Ängste und Symptome werden immer schlimmer

    Es spricht alles für eine Angststörung.
    Du brauchst eine Psychotherapie die dir hilft, eventuell beim Psychiater anrufen um einen früheren Termin bitten, ggf. über ein Medikament gegen Angststörung nachdenken.
    Selber kannst du Sport machen,der definitiv hilft, Entspannungstechniken, üben deine Gedanken in andere Bahnen zu lenken.

    Du hast Google mit Angstgedanken ersetzt, kreierst Listen die du nicht bei Google liest, sondern selber erstellst und statt danach zu googlen, überprüfst du dich nun intensiver.
    Es ist dasselbe Prinzip, es ist gut dass du nicht mehr Googlest, du musst aber etwas finden wodurch du deine Gedanken vom Googlen in deinem Gehirn abhalten kannst.

    Die gute Nachricht ist, solange du solche Gedanken hast bist du nicht psychotisch.

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    • Re: Meine Ängste und Symptome werden immer schlimmer

      Danke für deine Antwort, ich denke oft über eine Angststörung nach und es klingt auch plausibel.

      Aber es gibt einfach ein paar Dinge die ich mir nicht erklären kann.
      Folgendes :
      Ich hatte in meiner Jugend und Kindheit depressive Phasen, die nie länger als 2 Wochen waren. So wie ich gelesen habe, ist genau DAS ein Frühsymptom einer Schizophrenie, die schleichend beginnt. Natürlich wurde ich vom Arzt mit einer depressiven Episode diagnostiziert, aber muss so eine nicht länger als 2 Wochen andauern ???
      Naja, dazu kommt die Abflachung der Gefühle, nach meiner zweiten „depressiven Episode“ mit 15 (auch nur 2 Wochen lang) ging es mir nie wie vorher. Meine Gefühle flachten ab und waren nie so intensiv wie vorher. In diesen zwei Wochen bezog ich manchmal Dinge auf mich selber, beispielsweise wenn ein Lied im Radio lief, welches über Hoffnung handelte, habe ich dies auf mich und meine aktuelle Lage bezogen. Klingt für mich alles nach klassischer Vorphase für eine Schizophrenie.
      In dieser Zeit habe ich dann auch viel Cannabis geraucht…
      Ich bin mir langsam einfach zu 100% sicher, bald daran zu erkranken. Da meine depressiven Gefühle Tag für Tag schlimmer werden. Ich leide zudem auch nicht an Panikattacken, was bei einer Angststörung normalerweise der Fall ist.

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      • Re: Meine Ängste und Symptome werden immer schlimmer

        Ich weiß nicht wo du dazu gelesen hast, aber es klingt nicht nach einer klassischen Vorphase für eine Psychose.
        Informiere dich über Fachleute und nicht über Google.
        Es klingt einfach nach depressiven Phasen und einer Angststörung.

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        • Re: Meine Ängste und Symptome werden immer schlimmer

          Erfahrungsberichte, auf eigentlich nicht so unseriösen Seiten. Welt.de sowie Stern. Ist ja auch eigentlich egal. Ich habe im Juni meinen Termin beim Psychiater. Ich hoffe, die Angst frisst mich bis dahin nicht auf.

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          • Re: Meine Ängste und Symptome werden immer schlimmer

            Auch Erfahrungsberichte sind mit Vorsicht zu genießen.
            Auch weil meist noch viel mehr rein gehören würde, als drinnen steht und weil man nicht von etwas das passen könnte auf sich selber schließen kann.
            Bei psychischen Erkrankungen sind die Symptome dermaßen überlappend, dass sich die meisten Laien frei aussuchen können zu welcher Diagnose das passt.
            Deshalb ist es eher kontraproduktiv sich im Netz darüber zu informieren, wenn es nicht um eine gestellte Diagnose geht, da die Abgrenzung unterschiedlicher Erkrankungen nur ein Fachmensch leisten kann.

            Für mich jedenfalls hört sich nichts nach einer Psychose an, auch nicht nach dem Frühstadium, ich bin zwar kein Fachmensch, aber mir fehlen dazu in den Beschreibungen Dinge die dann doch anders sind als bei Depressionen und Angststörungen.

            Übrigens, so viele junge Leute haben das, ich hatte da auch schon als Kind meine Phasen, das ist aber kein Hinweis auf frühe Symptome einer Psychose, ganz und gar nicht.
            Da muss man auch das Gesamtbild kennen, wie war die Kindheit, die Persönlichkeit, das Selbstbewusstsein, Erfahrungen, Ängste, Schwierigkeiten... u.v.m.
            Da hat man meist schnell eine andere Ursache als die befürchtete gefunden, das nähere ist aber Sache von Psychiatern und Psychotherapeuten.

            Du tust gut daran nicht mehr dazu im Netz zu lesen, auf deinen Termin zu warten und dann alles mit deinem Arzt zu besprechen und ganz wichtig, danach nicht versuchen über Google dessen Diagnose zu bestätigen oder zu entkräften indem du zu nicht diagnostizierten Erkrankungen googlest.
            Denn dann kommst du auf keinen grünen Zweig mehr.

            Noch so zur Info, Psychosen sind in den meisten Fällen sehr gut zu behandeln, andere psychischen Erkrankungen sind nicht immer gut zu behandeln, egal welche Diagnose gestellt wird/ist hat erst einmal keine Bedeutung für den Verlauf.
            Es ist also kein lebenszerstörendes Urteil, für jemanden der eine Psychose hat, die Zeiten sind vorbei und manch Neurotiker lebt ein schlechteres Leben als die meisten mit Psychose.
            Also steigere dich da nicht so hinein, am Ende ist die Diagnose für einen persönlich gar nicht mal so von Belang, wenn man seinen Weg damit gefunden hat, mal abgesehen davon dass es meiner Meinung nach bei dir keine Hinweise auf eine solche Erkrankung gibt.
            Was du natürlich in der Tiefe mit deinem Psychiater besprechen musst, erzähle ihm auch ganz offen von deiner Befürchtung, das ist wichtig.

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            • Re: Meine Ängste und Symptome werden immer schlimmer

              Das hört sich schon so an, als hättest du dich da ein bisschen auf die Schizo fixiert. Eher ein Symptom für Angststörungen. Wenn du das nächste mal ins Grübeln kommst, geh ne Runde joggen. Sport macht den Kopf klarer. Man kann auch immer mal was naturheilkundliches versuchen: Lavendel, Baldrian oder mein Favorit, die Cassia siamea novea. So ein bisschen pflanzliche Beruhigung der Nerven wirkt manchmal Wunder. Ist vielleicht einen Versuch wert, um die Zeit bis zum Therapeutengespräch zu überbrücken.

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              • Re: Meine Ängste und Symptome werden immer schlimmer

                Lieber Lu_kvs...

                Man kann sich in jede Sache hineinsteigern, egal in welche.

                Ich kenne diese Wahrnehmungen, die du derzeit hast recht gut aus eigener Erfahrung. Das hab ich auch mal so erlebt und auch ich konnte mich nicht mehr einkriegen vor Angst und Panik damals.
                Es ist ganz schön zehrend, in so einem Dauerhochstresslevel zu sein und extrem anstrengend.

                Du wirst es nicht glauben, aber mir passiert das sicher nie wieder, ich kann mich sicher nie je wieder in meinem Leben in solche Geschichten hineinsteigern. Dafür bin ich einfach zu "alt" dafür, nicht mehr in der Lage, irgendwie zu faul und zu träge, als dass ich mich so derart "jagen" lasse von irgendwas, oder irgendwem.

                Wenn ich dir einen Rat geben darf- hab mal für ein paar Tage hintereinander keine Zeit, keine Lust,
                keinen Bock dauf, dich um diese "Krankheit" zu kümmern, die dir so zu schaffen macht- schau mal von dieser Sache weg und auf eine andere hin.

                Zieh dir mal die Turnschuhe an und beweg dich langsam aber beständig wie wenn alles okay wäre. Tritt sicher auf beim gehen, achte auf deine Fersen, deine Zehen, deine Haltung, geh extrem aufmerksam und konzentriert "nur so dahin"- komplett sorgfältig und total "richtig" setze einen Schritt vor den anderen...
                Mach bewusst in jeder Minute alles, alles was du tust vollkommen genau, bewusst, wie wenn nichts wichtiger wäre, als das, was du im Moment machst.
                Das sind Übungen, um deinen "fliehenden" Geist wieder auf den Boden zu bringen und dich wieder zu fassen können im wahrsten Sinn des Wortes und dir wieder Halt zu geben und wieder Ruhe in dir zu schaffen und Gelassenheit.
                Man kann nicht hochnervös und zicke-zacke funktionieren und ZUGLEICH sehr sorgfältig und achtsam bedächtig schreiten, oder sein Bettzeug abziehen und seehr, seeehr gründlich aus allen Zimmerecken den Staub wegwischen, oder sich in liebevollster Manier ein Schnitzerl zubereiten, oder einen Berg hinaufgehen, drei Stunden lang.
                Du darfst dir die Zeit nicht stehlen lassen von solchen kindlichen Fürchten und Zähneklappern über etwas, das nur da ist, weil du dich damit so viel beschäftigst.

                Dumm ist der, der Dummes TUT. Es ist in die eine irrsinnige Vielfalt- du hast alles in dir, natürlich auch die Veranlagung zu einem "Irren"- aber auch zu einem Sportler, oder zu einem guten Zubereiter von köstlichen Speisen- oder sonst noch alles mögliche.

                Vielleicht bist du grad recht unterfordert, oder überfordert, machst grad das Falsche, hast grad das Falsche- daher bist du so wenig hoch, so viel "tief"- weil nicht da ist, was du bräuchtest, um dich gut zu fühlen. Ich überbrücke meine "Leerzeiten" immer, indem ich etwas erledige, was auch zum guten Leben dazugehört und was nie schadet, wenn man sich mal auf das alles konzentriert ( statt Liebe pflegen mit wem, oder andere Freuden auszuleben, die ein Mensch gern auslebt und wenn er das nicht hat, gern tief sinkt und in Sorgen aufgeht...)...

                Kurz und bündig- nimm dir mehr Zeit für den Ausbau deiner Gesundheit- dafür ist notwendig, dich weniger dem "Kranken" hinzugeben. Leg mal den Schalter um, hör auf, dich dauernd wegen etwas zu plagen und zu jagen, was irrrelevant ist. Heute ist dran, dass du Frühlingsfit machst- dich, deine Umgebung, deinen Körper.

                Fühl dich umarmt

                Steh auf, geh rum- wenn du wieder in diesen haltlosen Zustand kommst, dann kann das manchmal nur daran liegen, dass du angespannt bist und das führt dann dazu, dass sich dein Geist dann alles mögliche einredet, weil etwas nicht richtig steht und liegt bei dir.

                Ich lag mal auf der Intensiv recht lange, da waren auch solche Horror-Ideen in mir, wo ich extrem viel Arges "Träumte". Man sagt, dass das fast jeder so hat, der länger liegt. Also könnte durchaus sein, dass ein körperlicher Missstand zugleich einen psychischen Missstand auslöst- weil sich beides ja gegenseitig durch Impulse informiert. Du hörst "Error"- vielleicht brauchst du wirklich nichts weiter, als einfach einen gesünderen Lebenswandel?
                Bei mir war damals große Krise insgesamt, diese Panikzeit war die Ankündigung einer weit besseren Zeit. Denk nicht nach- du hast bestimmt viel zu machen, mach das, dann wenn du fertig bist, dann kannste eh wieder Sorgen schieben.
                Du bist nicht in der richtigen Spur- daher red ich so viel, damit du einsiehst, das kann man ändern.

                Lieben Gruß

                Elektraa




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                • Re: Meine Ängste und Symptome werden immer schlimmer

                  Das hört sich schon so an, als hättest du dich da ein bisschen auf die Schizo fixiert. Eher ein Symptom für Angststörungen. Wenn du das nächste mal ins Grübeln kommst, geh ne Runde joggen. Sport macht den Kopf klarer. Man kann auch immer mal was naturheilkundliches versuchen: Lavendel, Baldrian oder mein Favorit, die Cassia siamea novea. So ein bisschen pflanzliche Beruhigung der Nerven wirkt manchmal Wunder. Ist vielleicht einen Versuch wert, um die Zeit bis zum Therapeutengespräch zu überbrücken.
                  Eigentlich weiß das inzwischen eh jeder- aber mir scheint, man glaubts nicht, weil es so simpel ist- joggen gehen, statt eingehen...ggg...Gartenlust, statt Daseinsfrust...
                  Lieber Herbyman, ich bin auch der Meinung, alleine schon, wenn man sich in der Natur aufhält, ist das, als ob man Medizin einnimmt. Die Aromen, die alle Pflanzen aus"atmen"- die bringen schon was, wenn wir sie einatmen.
                  Bei mir hat Baldrian sofort Tiefschlaf möglich gemacht, wenn man mir ein Stamperl verabreicht hat im Spital, falls ich Einschlafprobleme hatte dort.
                  Ich habe gehört, Baldrian macht aber nicht müde, nur gelassen und ruhig und soll daher auch sehr gut sein, wenn man vor Prüfungen steht, die nervös machen.
                  Vielleicht braucht irgendwer zufällig diesen Hinweis, wenn er hier rein schaut.

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