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Viele Probleme und sorgen aber keine Lösung

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  • Viele Probleme und sorgen aber keine Lösung

    Hallo Zusammen,

    Ich weiss nicht so recht, wie ich anfangen soll, hier zu erklären, was mein Problem ist…

    Genauer gesagt habe ich viele Probleme und Sorgen, die mich beschäftigen. Ich hatte bereits einen Thread gestartet, der das Selbe ansprechen soll, doch das war gerade kurz vor einer OP und mir wurde geraten, erst die Körperlichen Leiden zu regeln.

    Das tat ich nun, die OP ist seit ca 3 Monaten vorbei und, bis noch auf ein Taubheitsgefühl, welches aber noch lange da sein kann, geht es mir gut und die Atmung durch die Nase ist viel besser geworden. Meine Seelischen Probleme allerdings sind noch da und teils auch stärker geworden…

    Ich erzähle einfach mal alles Punkt für Punkt an:


    1. Ich habe ein schlechtes Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen. Ob nun wegen meinem Aussehen oder meinen Fähigkeiten, überall schätze ich mich unterdurschnittlich ein.

    Ich habe Ziele und Träume, denke aber, ich werde diese nie erreichen. Durch diese Gedanken breche ich oft etwas ab, um dann wieder von Vorne anzufangen oder ich fange etwas schon gar nicht an. Ich habe das Gefühl, nichts erreicht zu haben im Leben, kein Talent, nichts! Und auch, dass ich bereits zu alt bin, gross noch was erreichen zu können (Eigenes Business, Fähig für ein Business zu sein). Und selbst wenn ich noch etwas erreichen kann oder Bsp. Reich werden, macht es mich traurig, dies nicht noch in jungen Jahren geschafft zu haben, um es auch voll und ganz geniessen zu können.

    Bezüglich meinem Aussehen sag ich mir immer: Ich bin klein (für einen Mann) habe keine Männliche Züge und allgemein sehe ich schlecht aus. Auch anderes fehlt es an meinem Körper.

    2. Angst etwas zu verpassen und Traurigkeit etwas verpasst zu haben.

    Mit Angst etwas zu verpassen, meine ich nicht ein spezielles Event, eine Party oder der gleichen. Es bezieht sich eher auf meine Interessen, wie Hobbys oder der gleichen. Zum Beispiel lese bzw. würde ich gerne viele Bücher lesen.

    Wenn ich in eine Bibliothek gehe, könnte ich mit 100 Bücher rausgehen, die mir ins Auge gefallen sind. Und es werden ja immer mehr Bücher veröffentlicht, mit jedem Tag, die mich interessieren könnten. Aber die Zeit reicht nicht aus. Zum einen ist da Arbeit und habe ich auch andere Hobbys.

    Doch der Gedanke, all diese Bücher nicht lesen zu können, stimmt mich sehr traurig. Das gleiche Problem habe ich auch bei einem anderen viel geliebten Hobby von mir, welches ich aber nicht erwähnen möchte, da ich immer wieder dieselben negativen antworten bekomme…

    Diese Sorge geht sogar soweit, dass ich deswegen Angst vor dem Altern und dem Tod habe. Altern, weil der Haufen immer grösser wird, sterben weil ich dann all das geplante nicht mehr machen kann und ich Dinge verpasse, die NACH meinem Tod kommen oder kommen könnte. Ich weiss, es hört sich bescheuert an. Aber der Gedanke ist für mich trotzdem ein… Problem da es mich depressiv macht.

    Bezüglich dem Thema, etwas zu verpassen, sind auch Physische Dinge. Ich habe Angst, dass, durch die Zeit, Dinge verschwinden und nicht mehr erreichbar sind, einfach weil es nicht mehr produziert wird.

    Bsp.: Alte Nokia Handy, wie wir sie damals kannten, werden nicht mehr produziert. Es ist alte Technik, heute hat jeder ein Smartphone. Und selbst die alten gebrauchten Nokia Handys die noch im Umlauf sind werden immer seltener und mit der Zeit gehen diese auch kaputt. Irgendwann wird es gar keine mehr geben.

    Das soll nur ein Beispiel sein. Mir sind die alten Handys nicht wichtig. Auch wenn ich es auch schade finde, macht es mir nichts aus.

    3. Ich habe sehr viele (zu viele) Interessen.

    Ich würde gerne ein Instrument lernen, Kampfsport, Zeichnen/ Malen, Animation, Diverse Sprachen usw. Auch sehe ich öfter neue Dinge, die mich Interessieren. Die Liste wird lang. Leider habe ich keine Zeit, neben meinen drei Hobbys die ich schon lange habe (und auch nur ungern zurückschrauben würde oder gar ganz aufgeben) und Arbeit, noch mehr hinein zu stopfen. Oft sind dies Hobbys wo ich auch mich verbessern möchte. Und auch das bereitet mir täglich sorgen und stimmt mich traurig.


    Ich sollte vielleicht noch erwähnen, dass ich bereits in Psychiatrischer Behandlung bin, bis jetzt hatte ich aber nur 2 Sitzungen. Ich nahm vorher schon das Medikament Sertralin. Nun verschrieb mir der Psychiater ein neues Medikament namens Brintellix Vortioxetinum. Die erste 5 Tage 5 mg zum Testen (wegen Nebenwirkungen) und ab nun 10 mg.

    Leider weiss ich noch nicht, wie ich bestimmte Themen (die ich auch hier nicht erwähnte) besprechen soll, da diese mir Peinlich sind.

    Schöne Grüsse und danke fürs Lesen.


  • Re: Viele Probleme und sorgen aber keine Lösung

    Hi,
    was meinst du damit dass du in psychiatrischer Behandlung bist und zwei Sitzungen hattest?
    Bist du in medizinischer Betreuung bei einem Psychiater, wo du nur kurz redest und dementsprechend die Medikation vorgenommen wird? Oder in einer Psychotherapie, bei einem Therapeuten?
    Oder beides?

    Was ist denn mit deinen Interessen?
    Sind deine Hobbys überhaupt das was sie sein sollten, Erholung?
    Kampfsport wäre sicher was Gutes, für dich?
    Was ist mit sozialen Kontakten?

    Was hast du seit deinen letzten Threads verändert, oder versucht zu verändern?

    Fürs erste wäre es sicher sinnvoll, dich für eine überschaubare Anzahl von Aktivitäten zu beschränken, anstatt überall ein bisschen was zu machen und dann auch dran zu bleiben, also nicht wieder sein lassen nur weil die Geduld nicht ausreicht.
    Geduld kann man lernen und man kann auch lernen, kleine Fortschritte als etwas großes zu sehen.
    Relativieren ist das Zauberwort, nur Genies kommen so schnell voran bei ihren Interessen, wie du es gerne hättest und selbst die sind meist auf bestimmte Themen beschränkt und kommen auch irgendwann an ihr Lmit.
    Hobbys sind Interessen, danach sollte man sie wählen, nicht nach dem Faktor der möglichen Steigerung, denn dann werden sie zum Leistungsdruck, Erfolge sollten zwar eine Rolle spielen aber nicht über der Freude an dem Hobby stehen.
    Du bist ein Mensch, es gibt keinen Grund weshalb du etwas schnell können müsstest und auch keinen Grund dafür sich täglich verbessern zu wollen.
    Hobbys sind für Entspannung und Spaß da, nicht für unendliche Leistungssteigerung.
    Also überdenke nochmal was du dir wünschst und ob deine Hobbys dafür geeignet sind, oder ob sie nur dein Bedürfnis dich steigern zu können bedienen, ohne einen Nutzen für deine Erholung zu haben.
    Du brauchst eher etwas um Energie los zu werden, rein körperlich und etwas zum runter kommen, ohne den Anspruch zu haben besser zu sein als andere.
    Es geht um dich und was dir gut tut, nicht um ein besser sein, sondern um ein "man selbst" sein.
    Anscheinend lenkst du dich mit deinen Hobby eher von dir ab, als dass sie dir dabei helfen zu dir selbst zu finden.

    Kommentar


    • Re: Viele Probleme und sorgen aber keine Lösung

      Ich bin in Behandlung für vorerst unbestimmte Zeit.

      Es geht mir nicht bei allen Interessen darum, unbedingt ein "Profi" darin zu werden. Klar, möchte ich, bei bsp Kampfsport oder einem Instrument besser werden, aber ich möchte nun nicht so gut darin werden, damit ich an bsp Wettkämpfe teilnehmen zu können. Es soll, wie du sagst, einfach ein Hobbys sein, eine Interesse, in die ich mich tiefer einsinken kann.

      Aber da ich eben so wenig Zeit und so viele Interessen habe, ist mein Problem. Ich weiss, dass ich eben aussortieren sollte, was ich nun eben nicht machen oder lernen kann. Das kann ich auch bei ein paar Interessen wie bsp ein instrument. Aber das verlangen ein Instrument zu lernen ist nicht so hoch wie das verlangen für das Lernen von Zeichnen.

      Aber dies ist ja nicht nur mein einziges Problem. Momentan ist sehr stark mein schlechtes Selbstbewusstsein ein starkes Problem.

      Zum beispiel sehe ich öfters, ob in Filmen / Serien, comics, Videospiele oder auch einfach draussen oder in den Medien, wie alle anscheinend Erfolgreich sind, viel gelernt haben einen guten Job haben. Und hier bin ich, als Kind und vor allem in der Jugend nicht viel gelernt für die Schule, allgemein ungebildet und keine Talente hat, dennoch aber selbstständig werden möchte und ein eigenes Geschäfts eröffnen möchte. Auch hatte ich irgendwie meine Jugend verpasst. Viele Dinge die normale Teens erfahren haben, hab ich verpasst.

      Nun, wo ich bald 30 Jahre bin, wird mir dies bewusst. Doch ich kann nichts dagegen machen.

      PS: Kann man Stichwörter nachträglich in seinem Thread eintragen? Hatte das vergessen zu machen.

      Kommentar


      • Re: Viele Probleme und sorgen aber keine Lösung

        Nein, du selber kannst an dem Thread nichts verändern.

        In Sachen viele Interessen, mach eine Pro und Contra Liste, entscheide dich dann und hake ab was da sonst noch steht.

        Das was du verpasst hast, in Sachen Bildung und Erlebnissen, das kannst du immer noch nachholen.
        Davon abgesehen, geht es wohl der Mehrheit so wie dir, sie konnten ihre Kapazitäten aus unterschiedlichsten Gründen, nicht ausschöpfen.
        In den Medien spielen diese Menschen keine große Rolle, du betrachtest dort eine einseitige Welt die so nicht ist und nimmst es als Wahrheit, also vielleicht mal versuchen deine Denkmuster zu ändern, da relativiert sich sicher schon mal einiges.
        Menschen die viel verdienen, erfolgreich sind und dazu noch zufrieden, sind in der Minderheit.

        Es kommt doch darauf an wie zufrieden man mit seinem Leben ist, nicht darauf was andere erreicht haben.
        Zufriedenheit ist Bildungsunabhängig, solange du gut von deinem Erwerb leben kannst und noch Kapazitäten für dich selber hast, solange du dir gesundes Essen leisten kannst, Freizeitaktivitäten und am Ende des Monats ein bissl was über bleibt.
        Finde heraus was dir gut tut und verfolge das, den Rest brauchst du nicht und orientiere dich nicht an denen in den Medien, das suggeriert zwar die Normalität, aber keiner der dort vertreten ist steht für Normalität, es wird einfach nur etwas verkauft was die Leute sehen wollen und die wollen keine Menschen mit Problemen sehen die sie selber schon haben.
        Du orientierst dich an einer nicht realen Welt!

        Was bedeutet denn in Behandlung?
        In was für einer Behandlung befindest du dich?

        Kommentar



        • Re: Viele Probleme und sorgen aber keine Lösung

          Bzgl der Angst vor dem Tod und nicht alles erleben zu können. Ich sehe nur 2 Möglichkeiten, nachdem man gestorben ist:

          1) Es gibt ein Bewusstsein danach und es geht weiter, evtl erlebst du ein neues Leben
          2) Es gibt kein Bewusstsein danach, unsere Existenz ist Zufall. Dann würde sich der Zufall früher oder später wiederholen, es könnten in der Zwischenzeit eine schiere Unendlichkeit an Zeit vergehen, da du kein Bewusstsein hättest, wäre es egal wie viel Zeit verstreicht, du würdest aus deinem erleben umittelbar wieder auftauchen (auch wenn eine schiere Unendlichkeit vergangen wäre)

          Insofern denke ich, wird es so oder so weiter gehen...

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          • Re: Viele Probleme und sorgen aber keine Lösung

            Mittlerweile spüre ich so oder so nichts mehr. Mir kommen einfach die Tränen, wenn ich daran denken muss, es wird der Rest meines Lebens so sein.

            Mit dem Wissen, zu nichts fähig zu sein, klein uns hässlich zu sein.

            Mit Behandlung mein ich, ich besuche einen Psychiater, nehme Medikamente und der Psychiater hat mich nun für vorerst 3 Wochen Krankgschrieben. In diesen drei Woche soll ich "an mir arbeiten". Ich soll dinge unternehmen und mein Tag Planen um eine Routine zu bekommen. Soll Übungen für meine Achtsamkeit. Bsp ein Bonbon lutschen und mich ständig auf den Geschmack des Bonbons konzentrieren. Oder beim Zähne putzen jede einzelnen Zahn mit Achtsamkeit putzen.

            Aber ich sehe keinen Sinn darin und mir fehlt die Motivation und kraft dazu.

            Ich bin mittlerweile so tief in diesem Loch, ich kenne schon gar nichts anderes mehr und dies ist für mich Standard geworden... Was nicht heisst das ich mich daran gewöhnt habe.

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            • Re: Viele Probleme und sorgen aber keine Lösung

              Du solltest dir unbedingt einen Psychotherapeuten suchen und auch dem Psychiater sagen dass du die Übungen nicht umsetzen kannst.

              Das Medikament braucht Zeit um zu wirken, mag sein dass sich da noch einiges tut.
              Am besten führst du ein Stimmungstagebuch, in das du parallel auch Aktivitäten und Gedanken schreibst, auch wie es mit den Übungen ist und nimmst es beim nächsten mal mit zum Psychiater.
              Und nicht vergessen, unbedingt um eine Psychotherapie kümmern.

              Autosuggestion wäre vielleicht auch ein guter Ansatz, du kannst dein Denken beeinflussen, am Besten auch mal mit Fachleuten besprechen, Psychiater, Psychotherapeut.

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              • Re: Viele Probleme und sorgen aber keine Lösung

                Hallo Wulpinger,
                sag mal, wie sieht denn dein unmittelbarer soziales Umfeld aus? Gibt es da Menschen, denen du vertraust? Hast du (gute) Freunde?
                Du brauchst doch offensichtlich mal positive Motivation, und statt jeden Zahn einzeln zu putzen (sowas mag gegen Gedankenkreisen genau so lange helfen, wie du halt putzt..) solltest du mit Menschen Zeit verbringen, die dir zeigen, was du draufhast. So klein, häßlich, nutzlos ist kaum jemand, dass es nicht zig Menschen gäbe, die anderer Meinung sind und das auch kundtun. Du bist ja völlig fixiert auf dich und dein von dir so wahrgenommenes auswegloses "Elend", die Gesellschaft anderer Menschen, die dich kennen, könnte dir dagegen helfen.
                LG, V

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