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Unnötiges Gedankenkarussell

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  • Unnötiges Gedankenkarussell

    Hallo Zusammen,

    ich weiß garnicht wo ich anfangen soll.

    Es hat alles angefangen als vor 3 Jahren mein Vater gestorben ist, meine Freundin mich verlassen hat und ich meinen Job verloren habe.

    Mittlerweile stehe ich jobtechnisch wieder ganz gut da aber....

    Egal was ich mache oder was passiert ist, ich zermarter mir den Kopf.

    Ich bin vor wenigen Wochen mit einer Frau intim geworden, wir haben allerdings nicht miteinander geschlafen.

    In meinen Gedanken gehe ich diesen Abend trotzdem Schritt für Schritt ab und suche jedes einzelne Detail was ich evtl übersehen habe.

    Vielleicht habe ich ja doch irgendwo einen Fehler gemacht, wo durch sie schwanger werden könnte.

    Es macht mich wahnsinnig!

    Ich war vor einer Woche auf einer Party. Leider war ich recht betrunken, sodass ich nicht mejr weiß wir genau ich heim gekommen bin.

    Ich bin von der Party los, habe irgendwo auf dem weg meine Schuhe ausgezogen und bin barfuß weiter. Dann bin ich in meinem Bett aufgewacht.

    warum mache icj mir Gedanken darüber, dass ich auf dem Weg irgendwas angestellt habe? Oder habe ich noch eine mit nach Hause genommen? Was ist wenn ja, was haben wir gemacht?

    Auch wenn ich alle Situationen für ausgeschlossen halte, gehen diese Gedanken einfach nicht weg.

    es schlägt mir so auf den Magen, dass mir jeden Tag schlecht ist und ich mind. 1 Vomex am Tag nehme. Zuvor allerdings auch schon.

    ich denke ich habe Angst davor, nicht mehr die Kontrolle über mich selbst und der Situation zu haben.


  • Re: Unnötiges Gedankenkarussell

    Mittlerweile nehme ich seit fast 1 1/2 Jahren fast täglich Vomex weil unbekannte Situationen mir immer auf den Magen schlagen und ich unruhig werde.

    Ich hatte es aber gut im Griff und es wurde weniger, aber seit den o.g. Situationen wieder sehr regelmäßig.

    Ich weiß das ich mir damit wahrscheinlich schade, aber im momentan hilft es mir dass ich runter komme.

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    • Re: Unnötiges Gedankenkarussell

      Ich bin kein Experte, aber es hört sich an als würde sich da ein Zwang manifestieren bei dem es um Kontrolle geht, Kontrolle über dein Leben.
      Mag sein dass dies mit den Verlusten zusammenhängt, halte ich sogar für recht wahrscheinlich.

      Da du schon so lange damit zu kämpfen hast wäre sicher eine Psychotherapie ratsam, um das alles aufzubröseln, zu verarbeiten und Strategien gegen das Bedürfnis der Kontrolle zu entwickeln.

      Kommentar


      • Re: Unnötiges Gedankenkarussell

        Wahrscheinlich.
        Gegen die Verluste konnte ich nichts machen, nichts steuern.

        Dennoch wäre vllt ein Tipp willkommen, kurzfristig von diesen Gedanken loszukommen, weil es nervt gewaltig. Ich bekomme gefühlt täglich einige graue Haare mehr ;-)

        Weist du, ich zähle täglich die Fakten zusammen, die eine mögliche Schwangerschaft eigentlich zu 99,9% ausschließen. A. Das Alter der Frau, B. nimmt sie soweit ich weiß die Pille, C. Wir hatten keinen Sex (okay sie hat sich versucht auf mich drauf zu setzen, was ich aver abgeblockt habe), D. Ich hatte keinen Orgasmus, dass hätte ich glaub ich mitbekommen.

        auf dem partyheimweg.

        ich sehe mich die Straße runter laufen, ich weiß das ich mir die Schuhe ausgezogen hab und es mega frisch war.

        Am nächsten Morgen war alles an Ort und Stelle. Nix verloren, nix kaputt, keine Verletzungen oder so.

        Und ganz ehrlich, welche Frau würde einen rotzevollen, barfüssigen Typen mit nach Hause nehmen bzw. ihm nach Hause folgen :-D zumal ich wahrscheinlich eh zu nichts mehr in der Lage gewesen wäre...

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        • Re: Unnötiges Gedankenkarussell

          Das sind dann wieder diese positive Gedanken wo ich sage, ach komm, da war nix und wird nix sein.

          dennoch gewinnt das negative irgendwann wieder die Oberhand.

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          • Re: Unnötiges Gedankenkarussell

            Da gibt es mehrere Möglichkeiten.
            Einmal solltest du dein Leben ausfüllen, mit Dingen die dich ausfüllen, Freunde treffen, Sport machen (welcher erwiesenermaßen auch gegen Ängste hilft) Entspannungstechniken erlernen.

            Dann, versuche deine Gedanken in andere Richtungen zu lenken sobald du merkst dass sie in eine zwanghafte Richtung gehen.
            Beschäftige dich mit was anderem dass sie ablenkt, Musik, Rechnen, Kreuzworträtsel, Sport.

            Oder versuche die Gedanken zu akzeptieren aber ohne Wertung vorbei ziehen zu lassen, lass sie einfach geschehen, treiben, ohne drauf einzusteigen.

            Oder, überlege dir Gegenargumente, überlege nicht ob die Situation so oder so war, sondern sage dir sie war so und damit ist sicher es kann nichts passiert sein, weil alleine die Angst das suggeriert und es keine Basis für diese Angst gibt....., also nicht überlegen dass doch was sein könne sondern im Keim ersticken mit der Sicherheit dass es nicht sein kann.

            Du kannst auch weiter denken, egal ob was war oder nicht, dein Leben wird das nicht beenden, es wird keinen negativen Einfluss auf dich haben, es ist kein Zunami oder eine unheilbare Krankheit um die es da geht, sondern etwas das jeder Mensch bewältigen kann ohne daran kaputt zu gehen.

            Dir kann also nicht passieren, davon abgesehen dass nichts passiert ist.

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            • Re: Unnötiges Gedankenkarussell

              Du hast Recht.
              In der eigenen Vorstellung ist es eh immer schlimmer als es in Wirklichkeit war.

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