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Angst vor Schwangerschaft

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  • Angst vor Schwangerschaft

    Hallo,
    heute wende ich mich an Sie mit einem Problem was mich schon lange belastet.
    Ich bin 20 Jahre alt und habe seit fast zwei Jahren einen Freund.
    Ich verhüte mit der Pille und nehme diese auch wirklich regelmäßig und genauestens. Ein Einnahmefehler passiert nie.
    Wenn ich mit meinem Freund schlafe, verhüten wir immer noch zusätzlich mit Kondom, weil ich es sonst glaube ich nicht tun würde.
    Das eigentliche Problem:
    Immer kurz vor (1 Woche vorher ungefähr) bis zu meiner Periode habe ich totale Angst schwanger zu sein und bekomme dadurch totale Panikattacken, wenig Schlaf etc.
    Ich vertraue der Pille zwar, weiß auch wie sie wirkt, aber bekomme immer totale Panik wenn meine Periode nicht pünktlich an dem Tag kommt an dem sie im Zyklus davor gekommen ist.
    Langsam wird es so schlimm, dass ich gar nicht erst mit meinem Freund schlafen möchte, damit ich mir auch einfach keine Angst mehr machen muss.
    Von der Pille weg möchte ich eigentlich nicht, da ich sie wirklich gut vertrage und auch die Wahrscheinlichkeit gering ist schwanger zu werden, wie bei anderen Methoden.
    Geht’s noch irgendwem so, oder kann mir jemand sagen was denn nicht mit mir stimmt?



  • Re: Angst vor Schwangerschaft

    Ja, es macht keinen Sinn ein anderes Verhütungsmittel zu nehmen, die doppelte Verhütung schließt eine Schwangerschaft ohnehin mit größtmöglicher Sicherheit aus.
    Natürlich können Hormone einen Einfluss auf Ängste haben, da wäre die Frage ob du noch andere Ängste hast, bzw. ob hormonell alles gut ist?

    Du kannst einmal versuchen die Angst vor einer Schwangerschaft zu entschärfen, indem du den Gedanken mal durchspielst.
    Die vielen Möglichkeiten die man hat das Kind nicht zu behalten, die vielen Möglichkeiten die man hat wenn man es behält.
    Traust du deinem Freund vielleicht doch nicht soweit, dass er dann zu dir stehen würde?
    Wenn du weißt was genau deine Angst im Bezug auf eine Schwangerschaft ist, dann kannst du diese entkräften indem du das durchdenkst, Wege und Möglichkeiten durchspielst die einer Schwangerschaft den Schrecken nehmen, oder auch mit deinem Freund darüber sprichst.

    Wenn du noch andere Ängste hast, dann solltest du auch über eine Psychotherapie nachdenken, wenn du nur diese hast und sie nicht los wirst auch.

    Hast du denn schon vorher Ängste gehabt, auch als du noch nicht die Pille genommen hast, vielleicht im Bezug auf Petting etc.?
    Wie lange hast du diese Angst, oder andere, schon und kannst du dich vielleicht an den Beginn erinnern, möglicherweise einen Umstand der das vielleicht ausgelöst hat?

    Kommentar


    • Re: Angst vor Schwangerschaft

      Danke für deine schnelle Antwort. Nein, eigentlich habe ich sonst keine weiteren Ängste, ich versteh es auch überhaupt nicht wieso ich sie überhaupt habe. Mir ist wirklich bewusst wie unwahrscheinlich das alles ist, wenn man doppelt verhütet.
      Ich habe denke ich auch einfach Angst vor diesen ganzen Konsequenzen die eine Schwangerschaft mit sich bringen würde. Abtreibung etc. Meine Mutter ist mit 17 schwanger geworden und hat mir auch immer geraten gut zu verhüten damit nichts passieren kann, was ich nicht möchte. Meinem Freund vertraue ich schon, dass ist definitiv kein Problem an der Sache. Habe auch schon mit ihm drüber gesprochen, auch er meinte ich würde ein Drama aus nichts machen, weil die Wahrscheinlichkeit gering wäre das was passiert.

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      • Re: Angst vor Schwangerschaft

        Noch als Info, entschuldige, bin etwas vergesslich.
        Ich nehme die Pille schon seit Jahren, habe auch am Anfang auch nur auf sie "vertraut". Irgendwann hab ich aber wirklich Probleme gehabt mit Nebenwirkungen, die alle die gleichen waren wie bei einer bestehenden Schwangerschaft. Wechsel seitdem öfters die Pille, ich denke das trägt auch zu meiner Angst bei. Also dieses Erlebnis dass ich schon beim Arzt war weil der "Verdacht" einer Schwangerschaft besteht. (wegen den Nebenwirkungen)

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        • Re: Angst vor Schwangerschaft

          Versuch mal die Ängste zu entkräften, auch wenn deine Mutter früh schwanger wurde wäre es dennoch kein Beinbruch, oder hast du Angst sie oder sonst jemanden zu enttäuschen?
          Nimm dem Gedanken den Schrecken.
          Nimm auch den Konsequenzen den Schrecken, selbst wenn du schwanger werden würdest, hättest du es dennoch in der Hand was du daraus macht, kannst dich immer noch entscheiden.
          Versuch dir da beruhigendes zurecht zu legen, was du anwenden kannst wenn du wieder ngst hast.

          Kommentar


          • Re: Angst vor Schwangerschaft

            "ich denke das trägt auch zu meiner Angst bei."

            Angst lässt sich ausgesprochen gut behandeln.
            Haben Sie schon mal an eine Psychotherapie gedacht?

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            • Re: Angst vor Schwangerschaft

              Hallo, ich habe dasselbe Problem wie Laura oben und frage mich, ob ich eventuell auch eine Kandidatin für eine Psychotherapie wäre...
              Ich habe die Pille 6 Jahre lang ohne Probleme genommen. Seit ca. zwei Monaten aber mache ich mir absurde Gedanken, warum sie nicht gewirkt haben könnte (Probleme beim Schlucken, evtl. beim Husten wieder hochgekommen usw. - Tired hat mir diesbezüglich schon mal geholfen). Der Grund ist, dass ich ab März eine neue (befristete) Stelle in einer neuen Stadt antrete - eine riesige Chance für mich, auf die ich mich sehr freue. Im Umkehrschluss habe ich jetzt aber panische Angst davor, dass eine ungewollte Schwangerschaft dazwischen kommt. Deshalb bilde ich mir alle möglichen Schwangerschaftsanzeichen ein, schlafe schlecht und denke fast ununterbrochen darüber nach, ob ich schwanger sein könnte oder nicht. Ich weiß, dass mein Freund zu mir stehen würde, falls es so wäre - er hört mir immer sehr geduldig zu, allerdings ist mittlerweile selbst er genervt von meinen "Problemen". Und dadurch, dass ich mich nicht geschützt fühle, schlafen wir noch seltener miteinander, als es einer Wochenendbeziehung gut tut. Teilweise haben wir doppelt mit Kondomen verhütet, allerdings mögen wir das beide nicht besonders. Und nach den letzten beiden Malen ohne Kondom fiebere ich jetzt auf den Tag meiner Periode hin, in der Hoffnung, dass sie dann auch kommt... Früher hatte ich auch manchmal Zweifel, aber dann kam die Periode und alles war okay, bzw. ich hab mir vor Augen geführt, wie gering die Wahrscheinlichkeit ist, dass etwas passiert, wenn man keine Pille vergisst. Heute beruhigt mich das nicht mehr und mir schießen 100 "aber was wenn"-Sätze durch den Kopf, einer absurder als der andere. Ich habe schon Angst, wenn ich nur aufstoßen muss, ob das die Pillenwirkung beeinträchtigt.
              Besteht Ihrer Meinung nach eine Chance, dass ich mich, wenn ich erstmal die neue Stelle angetreten habe, wieder beruhige? Andere Ängste als die oben geschilderte habe ich nicht.
              Ich glaube, das Problem ist, dass ich momentan zu einem Schwangerschaftsabbruch tendieren würde und mich damit aktiv gegen ein Kind entscheiden müsste - und eine Verhütung ist doch nochmal etwas anderes, als gezielt einen Abbruch zu veranlassen. Vor diesem Entschluss habe ich furchtbare Angst, auch wenn mein Freund die Entscheidung mittragen würde.
              Haben Sie einen Tipp für mich, wie ich mit dem Ganzen besser klar kommen kann? Oder würden Sie mir zu einer Psychotherapie raten, wenn es in den nächsten Monaten nicht besser wird?

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              • Re: Angst vor Schwangerschaft

                Vielleicht hast du ja generell Angst dass was dazwischen kommen könnte, deine Ängste könnten sich genauso auf eine Krankheit einschießen, sie haben sich für die Schwangerschaft entschieden weil du da wohl den größeren Bezug zu hast.
                Es sind also einfach Ängste, dass etwas schief gehen könnte was du aber nicht beeinflussen kannst und die Fokussierung auf die Schwangerschaft ist nur ein Versuch die Kontrolle wieder zu gewinnen, der natürlich nach hinten los geht.
                Dementsprechend würde ich da mal ansetzen, nicht bei einer ungewollten Schwangerschaft, sondern bei einer möglichen Angst eine Chance verstreichen zu lassen und der Angst nie wieder solch eine Chance zu bekommen.
                Wenn du das Gefühl hast da nicht mit klar zu kommen, dann such dir einen Therapieplatz.
                Das solltest du jetzt tun, denn die Wartelisten sind lang und absagen kannst du jeder Zeit, wenn du den Platz dann doch nicht brauchst.

                Kommentar


                • Re: Angst vor Schwangerschaft

                  Das klingt sehr logisch, was du schreibst, Tired - mir war gar nicht bewusst, dass sich die Angst auch auf etwas anderes hätten beziehen können. Die eigentliche Angst ist also nicht die, dass ich zu doof bin, die Pille "richtig" zu nehmen, sondern eben die Angst, dass noch was schief geht, bevor ich im März anfange. Danke - allein die Erkenntnis hat mir glaub ich schon ein bisschen geholfen, dass ich das jetzt ein bisschen distanzierter betrachten kann. Und das mit der Therapie werde ich mir auf jeden Fall überlegen - auch wenn es nicht so leicht ist, sich einzugestehen, dass man Hilfe braucht und nicht "allein" klar kommt.
                  Hast du vielleicht noch einen Tipp für mich, wie ich damit umgehen soll, wenn ich wieder zum Beispiel eine Stunde nach der Einnahme ein Globusgefühl habe und die Sorge wieder da ist? Einfach ablenken? Mir vor Augen führen, dass ich die Pille nicht vergessen hab und sie bestimmt wirkt?
                  Eines macht mir allerdings wirklich noch Sorgen, etwas was ich mir nicht einbilde: Seit ein paar Wochen treten die Montgomery-Drüsen an meiner Brust sehr viel deutlicher hervor, wenn mir kalt ist. Ich hab den Fehler gemacht, zu googeln, und natürlich stand irgendwo, das sei ein Schwangerschaftsanzeichen. Aber die Brust kann sich doch bestimmt auch einfach so mal verändern, oder? Bzw. das kann doch alles Mögliche sein?

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                  • Re: Angst vor Schwangerschaft

                    Eine Schwangerschaft ist ja eine hormonelle Veränderung die solche Symptome hervorruft, Frau hat aber sehr häufig mal hormonelle Schwankungen die auch solche Veränderungen machen und das passiert wesentlich öfter.
                    Es gibt also keine solchen Symptome die auf eine Schwangerschaft hindeuten, sondern nur auf hormonelle Schwankungen die jede mal hat und die auch durch Ängste ausgelöst werden können.

                    Vielleicht hilft es dir jede Pille ganz bewusst einzunehmen, dir ein paar Sekunden zu nehmen und wenn Zweifel auftreten einfach zu sagen, ich habe die Pille bewusst genommen da kann nichts sein und damit ist das Thema erledigt.
                    Folge nicht den Gedanken die dir das Gegenteil suggerieren wollen, versuch sie abzulenken, vertiefe dich nicht darin.

                    Kommentar



                    • Re: Angst vor Schwangerschaft

                      Das Globusgefühl deutet auch nicht darauf hin das was schief gelaufen ist, eine Pille die im Hals steckt löst einen unangenehmen und heftigen Hustenreiz aus, ein Globusgefühl ist eher die Folge von Verkrampfung aufgrund der Angst und Fixierung auf diesen Vorgang.

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                      • Re: Angst vor Schwangerschaft

                        Das mit den Ängsten würde passen - als ich das bemerkt habe, hatte ich schon 2 Wochen lang Panik gehabt, schwanger zu sein oder zu werden... Und außerdem haben wir zu der Zeit doppelt verhütet, bis ich wieder 7 Pillen des damals neuen Blisters genommen hatte (das war vermutlich unnötig, aber ich hab mich eben nicht sicher gefühlt). Von dem her wäre eine Schwangerschaft quasi ein medizinisches Wunder In 3 Wochen habe ich auch einen Termin bei meiner FA, sie wird mir sicher auch bestätigen, dass alles okay ist.
                        Ja, ich nehme die Pille schon ein paar Wochen so ein - mit einem Glas Wasser am Schreibtisch, in aller Ruhe. Und wenn ich wieder Probleme habe, die Pille gleich runterzuschlucken, versuche ich mir immer zu sagen: Ich habe sie nicht vergessen, ich hatte weder Erbrechen noch Durchfall und ich nehme kein Antibiotikum. Und wenn es wirklich so schwierig wäre, die Pille zu nehmen - von wegen sie bleibt im Hals hängen oder sonst was - dann wäre das bekannt bzw. würde in der Packungsbeilage stehen. Solche Gedanken helfen mir meistens - und die 0 Komma irgendwas Prozent, die besagen, dass die Pille nicht immer wirkt, die kann ich ja eh nicht beeinflussen.
                        Vielen Dank, Tired - es hilft sehr, dass alles mit jemandem zu besprechen, der das weniger emotional und mit Abstand betrachtet. Und ich hoffe, dass ich, wenn nächste Woche meine Periode kommt, wieder entspannter werde. Weil meinen Ängsten Raum geben und immer doppelt verhüten, obwohl das eigentlich nicht notwendig ist, möchte ich auch nicht...
                        Schönes Wochenende dir!

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                        • Re: Angst vor Schwangerschaft

                          "Weil meinen Ängsten Raum geben..."

                          Die Frage ist noch nicht restlos geklärt, ob es sich wirklich "nur" um die selektive Angst vor einer Schwangerschaft handelt, oder ob es nicht noch andere Bereiche gibt, in denen Sie irgendwelche Befürchtungen haben?

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                          • Re: Angst vor Schwangerschaft

                            Hallo Herr Dr. Riecke,

                            andere Ängste als die Angst vor einer Schwangerschaft habe ich nicht. Mir ist gerade aufgefallen, dass ich Ihnen die Vorgeschichte zu dem ganzen Theater nicht erzählt habe - die würde vielleicht erklären, warum ich mich so auf das Thema Schwangerschaft versteift habe.
                            Im November habe ich es geschafft, nach einer Stunde meine Pille in meine Hand zu niesen. Ich weiß, das klingt extrem unwahrscheinlich, aber Aussehen und Konsistenz haben gepasst und ich hatte morgens und am Abend davor nichts gegessen. Es war die erste Pillenwoche, ich war furchtbar verunsichert und habe zur Sicherheit abends eine Pille nachgenommen. Ein paar Tage später habe ich mit meiner FA darüber gesprochen, auch wie es weitergeht mit der Einnahme - und eigentlich war soweit alles okay, sie hat mich beruhigt. Aber danach ging es trotzdem los mit meinen Ängsten, ständig hat irgendwas nicht gepasst - die Pille war minimal beschädigt und ich hatte Angst, dass sie nicht mehr wirkt (das war aber sowieso in der 2. Einnahmewoche), dann hatte ich ständig das Globusgefühl usw. Ich hab gedacht: Falls ich tatsächlich die Pille ausgeniest habe, wer garantiert mir dann, dass die anderen da angekommen sind, wo sie hin sollen?
                            Ich glaube, eigentlich hätte ich mich nach 7 Pillen des anschließenden Blisters wieder beruhigt (meine jetzige Stelle ist unbefristet, von dem her wäre ich abgesichert gewesen; auch meine Periode kam ganz normal), aber weil ich mich zu der Zeit beworben habe, war ich einfach gestresst und verunsichert. Als dann die Zusage für die neue, befristete Stelle kam, hatte ich erst recht Angst, dass irgendwas schief gegangen sein könnte - obwohl wir die erste Woche des neuen Blisters doppelt verhütet haben, damit ich mich wieder sicher fühlen konnte. Es hat aber nichts gebracht und seither ist es mit der Angst eher schlimmer als besser geworden.
                            Ich weiß nicht, ob der Vorfall im November schuld daran ist, dass ich so unsicher bin - ich hatte das nicht mehr so auf dem Schirm, weil ich nach dem Gespräch mit meiner Ärztin eigentlich wieder entspannt war. Ich habe immer gedacht, die Bewerbungssituation bzw. die neue Stelle seien schuld an meiner Unsicherheit, daran, dass ich Probleme mit dem Schlucken usw. habe.
                            So, ich glaube, jetzt habe ich wirklich nichts mehr vergessen zu erzählen...
                            Würden Sie mir denn raten, doppelt zu verhüten, wenn ich mich unsicher und nicht ausreichend geschützt fühle? Oder würden Sie sagen (wie ich es glaube), dass das meiner Angst nur Nahrung gibt?

                            Kommentar


                            • Re: Angst vor Schwangerschaft

                              "Würden Sie mir denn raten, doppelt zu verhüten, wenn ich mich unsicher und nicht ausreichend geschützt fühle?"

                              Ihre Angst braucht im Moment eine Art rationales Widerlager. So wie Sie die erklärenden Worte Ihrer Ärztin auf der akustischen Ebene beruhigen, tut das das doppelt verhüten auf der Handlungsebene.

                              Das ist aber kein Dauerzustand.

                              Wenn Sie sich zu einer Psychotherapie anmelden, könnten Sie auf Dauer Ihre Angst los werden.
                              Sie wollen ja sicher nicht bis zum Kinderwunsch warten...

                              Nur nebenbei: Unbehandelt könnte sich Ihre Angst dann auf das Bangen verlagern, dass Sie nicht schwanger werden. Es würde sich in die Hoffnung, dass die Periode ausbleibt, umkehren.

                              Vielleicht können Sie mal dies als Gedankenexperiment "durchspielen"...

                              Kommentar


                              • Re: Angst vor Schwangerschaft

                                Momentan ist es für mich nur schwer vorstellbar, dass sich meine Angst umkehrt - ich hoffe sehr, dass es nicht dazu kommen wird. Aber wer weiß... Ich werde mich, sobald ich umgezogen bin, zu einer Psychotherapie anmelden - diese Angstgedanken sind auf Dauer wirklich zermürbend, sie drehen sich nur im Kreis und beschäftigen sich teilweise mit Dingen, die ich nicht mehr nachprüfen kann (zum Beispiel ob ich im November, als ich eine beschädigte Pille weggeworfen habe, die aus dem Reserveblister genommen habe oder nur bereit gelegt - aber wie realistisch ist das, wo ich doch über 6 Jahre lang nie eine einzige Pille vergessen habe und immer sehr gewissenhaft damit umgegangen bin?).
                                Würden Sie mir wie Tired auch einfach Ablenkung raten, wenn mir wieder solche Gedanken kommen? Die logischen Erklärungen (was Sie als rationales Widerlager bezeichnet haben) wirken momentan leider nicht immer...
                                Ich habe jetzt gemeinsam mit meinem Freund beschlossen, mir einen "Termin" zu setzen, ab dem ich mir keine Sorgen mehr zu machen brauche; gerade bin ich relativ zuversichtlich, dass ich das schaffe, wenn diese Woche meine Periode kommt und sonst alles normal ist. Bis dahin werden wir doppelt verhüten, wenn ich das möchte - mal schauen, wie mutig ich bin...

                                Kommentar


                                • Re: Angst vor Schwangerschaft

                                  Eine Beziehung, die man nicht mehr abbrechen kann, weil sie schon sehr zur Gewohnheit geworden ist, das ist gleichzusetzen mit schwanger werden. Wie oben, so unten heißts immer.

                                  Verlieben, picken bleiben ist praktisch ein Kind bekommen und für dieses Kind Frau und Mutter zu sein ( verfügbar und lieb immer) . Das könnte dahinter stecken. Neuer Job, neue Stadt, neues Leben und wie du angedeutet hast, dein Freund ist bereits recht genervt. Er würde dir sehr, sehr gut helfen können, indem er dich noch sicherer sein lässt, nämlich nix, nix machen, was schwanger macht. Das wär wohl das Geringste, was er für dich zu tun hätte jetzt! Warum tut er es nicht???

                                  Warum kommt er trotzdem immer wieder mit Sexwünschen auf dich zu, wo du bereits sehr durchgebeutelt bist und nur noch an das denken musst?? Das könnte man doch leicht beheben, indem man einfach sagt, komm, dann lassen wir das, bis du dich wieder sicher fühlst...

                                  Dein Feeling ist mehr als deutlich eine Absage zu Kinderwunsch im Moment! Ist deine Lust auf Sex so groß, dass du poppen musst UNBEDINGT?????
                                  Es gibt zusätzliches, was auch gut tut und wenns richtige Liebe ist, dann ist da Null Problem.

                                  Er setzt dir das Messer aber an und sagt, das halte ich so nicht aus. Zugleich findet er, du gefällst mir nur, wenns Poppen passt. Das wiederum macht dir Sorge. So schnell ist er sauer? Und daher bist du äusserst verunsichert. Man kann keine Familie gründen, keine glücksbringende, sorgenfreie Paarzeit haben, wenn der Partner leicht gereizt wird, wenn er nicht sehr behutsam und rücksichtsvoll ist, wenn er genervt ist, was gleichzusetzen ist mit Böse sein.

                                  Jetzt stehst du zwischen zwei Stühlen. Ihn willst du keinesfalls Nerven, aber du fragst schon um einen Termin beim Nervenarzt und lässt dich lieber krank werden, durcheinander als wie, ganz, ganz fertig mit den Nerven, UNGLÜCKLICH sein, nur weil......

                                  Schiebs nicht auf, verzichte auf Geschlechtsverkehr, jetzt bereits. Dann schau, was passiert.

                                  Hab keine Angst vor Ärger und Zorres mit deinem Freund. Es ist einfach ehrlich, was da passiert, da steckt keine böse Absicht dahinter. Wenns passt, dann gibts Humor, Gemütlichkeit, Sorglosigkeit und heiteres Wohlbehagen. Passt es leider nicht, dann bringen solche komischen Gefühle und Ideen das ans Licht- nein bedeutet das. Nein, pass auf, das wird eher nicht dein Ziel werden. Bewahre dich vor groben Fehlern.

                                  Ein grober Fehler ist, pausenlos in Stress zu leben. Das macht krank, das bringt dich aus deiner Glückslinie- die ist nun mal gut fühlen dürfen. Da fließt alles richtig, da zieht man sich nicht zusammen, da ist man nicht verkrampft und der Körper kann ungehindert seine Tätigkeit verrichten, Hormone ausschütten richtig, den Stoffwechsel einfach und normal auf die Reihe kriegen. Bei Stress und ständiger Angst geht das nicht.

                                  Also, was ist nun schuld? Geschlechtsverkehr haben!!!!

                                  Hast ddu den nicht, dann bist du deine "Krankheit" los.

                                  Kommentar


                                  • Re: Angst vor Schwangerschaft

                                    Wahrscheinlich auch deinen Wochenendfreund.

                                    In diesem Fall, juchee, auf in ein neues Leben, jetzt wird alles umgkrempelt!!! Nix Angst mehr, nur noch nett!!!

                                    Ich wünsche dir eine wunderschöne freie Zeit. Frei von Angst und Sorge und eine sehr erfolgreiche Beschäftigung- eine, wo du spürst, da bin ich richtig, das ist genau die Beschäftigung, die ich kann und gern mache.

                                    Lieben Gruß


                                    Elektraa

                                    Kommentar


                                    • Re: Angst vor Schwangerschaft

                                      "Würden Sie mir denn raten, doppelt zu verhüten, wenn ich mich unsicher und nicht ausreichend geschützt fühle?"



                                      Nur nebenbei: Unbehandelt könnte sich Ihre Angst dann auf das Bangen verlagern, dass Sie nicht schwanger werden. Es würde sich in die Hoffnung, dass die Periode ausbleibt, umkehren.

                                      Vielleicht können Sie mal dies als Gedankenexperiment "durchspielen"...
                                      Bei meiner These wär das, man hat Angst nie wieder eine Partnerschaft abzukriegen, dass man alleine bleibt, also nie wieder schwanger werden könnte mit wem, den man lieben darf.

                                      Ich kann immer wieder sehen, es geht immer nur um das eine- abgewandelt auf die unterschiedlichsten Ebenen.

                                      Was für den Jobsuchenden Arbeitslosigkeit ist, das ist für den Beziehungssuchenden: keiner da, der einen braucht, will.

                                      Am Hungertuch nagen hier- übertragen auf die Beziehungsebene: in der Partnerschaft keine Liebe kriegen, ständig abgespeist werden mit ein paar Krümmel "Liebe".

                                      Keine Geborgenheitsgefühle im Beziehungsstatus- Angst ...

                                      Bieziehung ist alles, alles ist Beziehung heißts ja.

                                      Kommentar


                                      • Re: Angst vor Schwangerschaft

                                        Hallo Elektraa, danke für deinen langen Beitrag und deine guten Wünsche!
                                        Ich glaube allerdings, du hast einen völlig falschen Eindruck von meinem Freund und unserer Beziehung. Es ist nicht nur "irgendeine" Wochenendbeziehung - wir sind seit über 6,5 Jahren zusammen, wir lieben uns und er ist immer für mich da - auch jetzt - und ich würde sagen, wir reden über die "wichtigen" Themen so oft wie Paare, die zusammen leben, wenn nicht noch öfter. Er hört mir immer geduldig zu, wenn ich ihm zu erklären versuche, was denn jetzt bei der 5. Pille schief gelaufen ist oder warum ich Angst habe, schwanger zu sein. Nur wenn ich zum 100. Mal überlege, ob sich die Pille nicht doch irgendwie in meinem Mund aufgelöst hat, mich immer weiter reinsteigere und auf immer blödere Gedanken komme (wie dass ich im November evtl. eine Pille vergessen haben KÖNNTE) - wird er leicht ungeduldig, was ich ihm aber nicht übel nehmen kann (ich kann sehr anstrengend sein, was dieses Thema angeht...) Das meinte ich mit genervt.
                                        Aber selbst dann hört er mir noch zu und versichert mir zum x-ten Mal, dass ich ganz bestimmt nicht schwanger bin. Und wenn's so wär, wäre er für mich da - ob ich das Kind nun behalten möchte oder nicht. Und nein, wir müssen nicht ständig "poppen" - er würde mich nie zu irgendwas zwingen oder mich drängen. Und wenn ich nicht will, wird er auch nicht wütend, sondern eher besorgt - er hat einen guten Freund, der seit ein paar Jahren Angst- und Zwangsstörungen hat, und er hat Angst, dass es bei mir auch so schlimm wird mit meiner Schwangerschaftspanik. Daher weiß er auch, wie das ist, und dass ich das nicht mit Absicht mache.
                                        Natürlich will ich ihn nicht verlieren, aber das wird nicht passieren, nur weil ich eine Weile keinen Sex haben möchte - und den haben wir erst, wenn ich mich wieder sicher fühle. Da hast du absolut Recht - Druck und Stress bringen überhaupt nichts. Nur ist es ja nicht nur so, als würde nur mein Freund wieder ein "normales" Sexualleben haben wollen - ich ja auch. Und ich habe eben Angst, dass, wenn ich immer meine Angst zulasse und den Sex ablehne, das irgendwann gar nicht mehr geht, dass ich gar nicht mehr will, vor lauter Panik, es könnte ja was passieren. Es ist ja irgendwie ein Stück Lebensqualität, das mir da verloren geht, einfach, weil mein Kopf durchdreht. Und wenn ich den nicht bremsen kann... Meinst du denn wirklich, dass das funktionieren könnte - einfach keinen Sex haben, bis ich mich wieder sicher fühle? Ohne Psychotherapie, sondern mit Entspannung und ohne Erwartungen? Das wäre natürlich das beste...
                                        Ich hoffe ja nach wie vor, dass ich die Stelle antreten kann und dann alles wieder okay ist. Ich will schon bestimmt ein Dreivierteljahr von meiner jetzigen Stelle weg und was Neues machen, und am liebsten natürlich frei von Angst und Sorge, wie du geschrieben hast.
                                        Nochmal danke!
                                        Liebe Grüße
                                        Tina

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                                        • Re: Angst vor Schwangerschaft

                                          "Meinst du denn wirklich, dass das funktionieren könnte - einfach keinen Sex haben, bis ich mich wieder sicher fühle?"

                                          Das könnte vielleicht klappen, aber auch Jahre dauern.

                                          Die Entscheidung für eine Psychotherapie ist ja nur ein Entschluss, Anmeldung und Beginn liegen dann ohnehin noch Monate auseinander.

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                                          • Re: Angst vor Schwangerschaft

                                            Hallo zusammen,
                                            falls hier irgendjemand mitliest, ein kleines Update zu meiner Angst vor Schwangerschaft. Ich habe keine Psychotherapie begonnen (okay, ich war zu feige) und ganz weg sind die Ängste nicht. Ich habe aber gemerkt, dass sie meist auftreten, wenn es mir generell nicht geht - zum Beispiel ist letzte Woche meine Oma gestorben und ich habe meine Weisheitszähne rausbekommen. Und ich hab natürlich nichts Besseres zu tun, als mich zu fragen, ob die Pille nicht irgendwo in den geschwollenen und gefühllosen Backen verloren gegangen sein könnte...
                                            Das klingt jetzt erstmal nicht besonders positiv, aber was mir hilft, ist mir in Erinnerung zu rufen, dass es mir gerade generell nicht gut geht und mein Kopf deshalb spinnt und nicht, weil es konkreten Anlass zur Sorge gibt. Die Erkenntnis habe ich im Laufe der Monate gewonnen und es bringt mich immer wieder zurück auf den Teppich, weil dieser Zusammenhang bei mir ganz oft vorkam.
                                            Vielleicht hilft das der ein oder anderen Mitleserin: einfach mal in sich gehen und nachfühlen, warum und wann die Ängste auftreten und ob es einen Zusammenhang zu den "äußeren Umständen" gibt. Küchenpsychologie, ich weiß, aber wie gesagt, mir hilft das meistens.
                                            Liebe Grüße, Tina
                                            P.S.: Was ist denn eigentlich mit den Experten passiert? Ich habe den Eindruck, die sind nicht mehr da..?

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                                            • Re: Angst vor Schwangerschaft

                                              Das hört sich doch ganz gut an und wenn es nicht weiterhin besser wird, solltest du über eine Psychotherapie nachdenken.

                                              Die Verträge der Experten sind ausgelaufen.

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