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Agoraphobie

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  • Agoraphobie

    Hallo

    Ich bin 30 Jahre alt und seit mittlerweile 2-3 Jahren leide ich an „ Agoraphobie“ Ich kann seit einer gewissen, dass Haus nicht mehr verlassen. Manchmal nur ein paar Meter und dann bin ich froh wenn ich schnell wieder zuhause bin. Es ist echt seltsam.




    Es startete ganz langsam – Am anfang schob ich es darauf das ich vielleicht etwas mit meinen Kreislauf hatte oder eventuell zu wenig gegessen hatte. Und verwarf schnell den Gedanken.




    Und dann geschah es immer öfter bis ich nur noch ganz ganz selten die Wohnung verlassen hatte und jetzt so gut wie gar nicht mehr. Es schränkt mich total ein früher war ich eher die Person die viel unterwegs war. Auch oft alleine oder lange strecken. Kein Problem gewesen. Ich bin gesetzlich Krankenversichert.




    Machen Psychologen auch Hausbesuche, ich meine zumindest beim ersten mal, so das einen vielleicht Medikamente verschrieben bekommt und man beim nächsten mal vielleicht schon selbst in die Praxis gehen kann? Gibt es es vielleicht etwas was man machen konnte?




    mfg


  • Re: Agoraphobie

    Hi,
    ja es gibt Therapeuten die auch mal Hausbesuche machen, ich denke dass dies aber bei Kassenpatienten weniger der Fall ist und seit die Wartelisten ausgebucht sind, haben die auch kaum Zeit dafür.
    Außerdem kann dir ein Psychologe kein Medikament verschreiben.
    Ein Psychiater könnte das, wo es aber mit Hausbesuch auch schwierig würde.

    Wenn du jemanden hast dem du vertraust, versuche dich in dessen Begleitung wieder an das hinaus gehen zu gewöhnen.

    Ich denke ohne das Haus zu verlassen wäre Hilfe in erster Linie über den psychiatrischen Dienst möglich, ggf. auch eine Einweisung um dich zu stabilisieren (natürlich nur wenn du auch einverstanden bist).

    Psychotherapeuten haben mittlerweile Wartelisten bis weit ins nächste Jahr und vorher würde dann auch kaum eine persönliche Kontaktaufnahme stattfinden.

    Wende dich an den psychiatrischen oder sozialen Dienst und schau ob die dir weiter helfen können, oder mach einen Termin bei einem Psychiater und versuche mit einem Taxi hin zu kommen bzw. in Begleitung einer Vertrauensperson.

    Kommentar


    • Re: Agoraphobie

      PS,
      natürlich kannst du die Psychiater ab telefonieren und nach Hausbesuchen fragen, so überlaufen wie die sind wäre es aber ein riesen Glück einen zu finden.

      Eine weitere Möglichkeit wäre vielleicht der HA, da statten ja noch ein paar Hausbesuche ab, eventuell kann er dir ein Medikament verschreiben.
      Es müsste aber telefonisch Kontakt gehalten werden ob es wirkt und eventuell auch nochmal was anderes versucht werden muss.
      Bis so ein Medikament gegen die Phobie wirkt dauert es ca drei Wochen, es gäbe aber auch noch die Möglichkeit für ein zusätzliches sedierendes Bedarfsmedikament, was dir eventuell helfen würde Termine wahrzunehmen, aber auch dies sollte vor einem Termin einmal ausprobiert werden und auch das geht natürlich nicht ohne Arzt der es verschreibt.

      Dazu muss er die Medis ja wahrscheinlich noch selber vorbei bringen, da du ja das Haus nicht verlässt, schwierig bei dem Arbeitsaufkommen das die Ärzte momentan haben.
      Wie gesagt, sozialer oder psychiatrischer Dienst, die machen auf jeden Fall Hausbesuche, nur ob die (Psychiater) dir dann auch Medi geben dürfen/können weiß ich nicht, normalerweise müssen die Leute dazu auch in eine Ambulanz, oder zu einem niedergelassenen Psychiater, soviel ich weiß.
      Die können dir aber sagen welche Optionen du hast, wie du am schnellsten an Hilfe kommst, ob sie vielleicht jemanden kennen der Hausbesuche macht, oder welche Vorteile es hätte in einem Ambulanz bzw. Klinik zu gehen.
      In die Notfallambulanz der städtischen Kliniken kannst du während der Öffnungszeiten jeder Zeit gehen, da es dringend zu sein scheint auch ohne Termin.
      Informiere dich wie du wo hin kommen könntest, Taxi, Krankenwagen, was auch immer, frag an den Stellen nach die damit jeden Tag zu tun haben.

      Glück brauchst du in jedem Fall um jemanden zu finden, der das als Hausbesuch macht, aber fragen kostet ja nichts.

      Wie stehst du zu einem Klinikaufenthalt?
      Wäre das eine Alternative für dich?
      Zum Einstellen von Medikamenten und dich wieder an die Welt da draußen anzunähern wäre es sicher nicht verkehrt, besonders wenn es eine Klinik mit Schwerpunkt Psychosomatik ist.

      Hast du jemanden der dich unterstützt, oder bei dem du dir vorstellen kannst dass du ihn fragen würdest ob er dir helfen kann?

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      • Re: Agoraphobie

        "wäre Hilfe in erster Linie über den psychiatrischen Dienst möglich"

        Es gibt in jeder Region einen Sozialpsychiatrischen Dienst (SpDi), dessen Sozialarbeiter oft sehr erfahren sind und auch Hausbesuche machen.

        Wo stammt denn die Diagnose Agoraphobie her? Waren Sie schon mal bei einem Psychiater?

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        • Re: Agoraphobie

          Vielen Dank für die Antworten. Ich habe bereits selbst im internet geschaut und nach den Symptomen geguckt und da fiel mir das wort Agoraphobie auf, was wirklich in manchen Situationen zutrifft. Ich hab auch schon nach einigen maßnahmen gesehen was man selbst tun kann - nur leider bisher ohne erfolg. Ich denke ich brauche echt jemanden mit den ich über meine vergangenheit sprechen kann.

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          • Re: Agoraphobie

            Symptome psychischer Erkrankungen sind oft überlappend, oder eine Grunderkrankung begünstigt weitere Störungen.
            Meist kann nur ein Arzt eine genaue Diagnose stellen und selbst dann ist nicht ausgeschlossen dass diese wieder geändert wird, wenn er dich besser kennt.

            Wo du deine Vergangenheit erwähnst, da scheint ja dann wohl etwas im Argen zu liegen und vielleicht auch die Ursache, was dann eventuell eine ganz andere Diagnose hervorbringen würde.

            Es ist aber auf jeden Fall wichtig dass du so gut es geht gegen die Symptome angehst, je mehr du ihnen nachgibst desto größer wird der Raum den sie einnehmen.
            Taste dich Schritt für Schritt vor, halte die Angst aus und verlängere die Zeit des Aushaltens, du wirst auch sicher spüren wenn es zu viel wird und kannst dann dementsprechend abbrechen und versuche das alles mit positiven Impulsen zu verbinden.
            Die Erfahrung das nichts passiert und du so stark warst es zu versuchen, verdrängt irgendwann die Angst, also positive Erlebnisse in diesem Zusammenhang müssen geschaffen werden.
            Wäre halt gut wenn du da jemanden an deiner Seite hättest, aus der Familie, dem Freundeskreis.

            Professionelle Hilfe solltest du dir auf jeden Fall suchen, das macht für dich einiges leichter.

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