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Demenz verdrängen?!?

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  • Demenz verdrängen?!?

    Hallo,

    ich mache mir grosse Sorgen um meine Großmutter. Ich bin der Meinung das sie unter Demenz leidet, bevor meine Mutter vor 4 Jahren verstarb, hatte sie die selbe Vermutung wie ich jetzt, und schickte meine Großmutter zum Arzt um sich diese Vermutung bestätigen zu lassen. Meine Großmutter empfand das damals als erniedrigung und versuch des Abschiebens....was es nicht war, meine Mutter bemerkte nur das sie in allem sehr nachgelassen hat und wollte ihr helfen.

    Jetzt die momentane Situation: Meine Mutter verstarb wie schon erwähnt vor 4 Jahren und seitdem baut meine Großmutter total ab. Sie geht nicht mehr vor die Tür, da sie der Meinung ist, das ihr jeder was böses will. Freunde von mir dürfen nicht in unserer Einfahrt parken weil sich ja die Einfahrt abnutzen könnte, sie putzt die Wohnung nicht mehr, das mache ich für sie, duschen tut sie nur noch wenn ich sie dazu zwinge, sie bildet sich Dinge ein, ihre Tabletten (gegen Bluthochdruck) muss ich ihr geben sonst würde sie sie vergessen, zu ihren ehemaligen Freunden hat sie keinen Kontakt mehr, da sie der Meinung ist, das sie sie nur ausnutzen und belügen würden, sie vertraut niemandem ausser mir, sie öffnet die Tür nicht, wenn es klingelt, und zu guter letzt vergisst sie alles was man ihr sagt. ICh bemerke es auch wenn ich mich mit ihr unterhalte, sie fragt ständig nach Dingen die ich ihr vor 3 Minuten erklärt habe und sie fragt nicht nur 1x nach sondern alle 5 Minuten das gleiche.
    Ich traue mich nicht sie auf das Thema Vergesslichkeit anzusprechen, da jedesmal wenn ich das nur ansatzweise erwähne, sie grantig wird und meint, das dass wohl auch normal in ihren Alter wäre (76Jahre).
    Ich hab auch schon versucht sie zu einem Arztbesuch zu überreden, ich hab den Bluthochdruck als Grund genannt, doch sie streubt sich sogar da und will nicht zum Arzt, ich muss ihr die Bluthochdrucktabletten besorgen (incl. Rezept abholen usw.)

    Ich (25) bin zur Zeit Harz4 empfängerin und wüsste auch garnicht wie ich Job und Oma unter einen Hut bekommen sollte, doch ewig lassen die sich auch nicht hinhalten.... Und ich würde wirklich gerne arbeiten gehen, doch meine Großmutter in ein Heim zu schaffen würd ich mit meinem Gewissen nicht vereinbaren können und ne Pflegerin einstellen kann ich auch nicht da sie ja der Meinung ist das alles in Ordnung ist, also was tun....

    Sie ist gegenüber anderen Menschen sehr verschlossen, vielleicht damit man nicht merkt, das mit ihr was nicht stimmt, dadurch bemerkt man die Demenz auch nicht gleich.

    Könntet ihr mir bitte einen Tip geben, wie ich meine Großmutter an das Thema Demenz heranführen kann, ohne das sie der Meinung ist ich würd sie als verrückt abstempeln, oder sie sogar abschieben wollen, was ich ganz sicher nicht möchte.

    Ich würde ja versuchen Pflegegeld für sie zu beantragen,aber dafür müsste sie ja untersucht werden, was sie nicht zulässt.

    Vielen Dank im Vorraus und liebe Grüsse


  • Re: Demenz verdrängen?!?


    hallo,

    hm, kommt mir irgendwie so typisch vor das verhalten der grossmutter. wer möchte schon auch gerne hören, dass er allein nicht mehr wirklich zurecht kommt...

    sie muüsste schon dringend mal zum arzt um die sache abzuklären. denn es steht ja überhaupt nicht fest, an was sie leidet. das kann alles mögliche sein, nicht unbedingt eine form von alzheimer.

    ich finde es auch etwas befremdlich, dass der hausarzt schon seit längerer zeit einfach rezepte ausstellt, ohne die patientin zwischen durch mal zu sehen. da würde ich unbedingt mal das gepräch mit dem doc suchen. vielleicht ist er ja zu einem hausbesuch bereit und kann sich dann ein bild vom zustand machen.

    um eine pflegestufe zu beantragen, muss die grossmutter übrigens nicht das haus verlassen. die mitarbeiter des med. dienstes kommen zu den betreffenden nach hause.

    alles gute und lg katja

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    • Re: Demenz verdrängen?!?


      Sehr geehrte/r Holly,

      ich sehe es ähnlich wie Katja13. Ihre Großmutter muß einem Arzt zugeführt werden. Im Moment verhält sie sich auf Grund ihrer mangelnden Krankheitseinsicht selbstgefährdend, wenn auch nicht unbedingt im juristischen Sinne. Sie sollten sich zunächst an den Hausarzt wenden. Er sollte Ihre Großmutter, ggfs. auch schriftlich, zu einem Besuch auffordern, da ein "blindes Verschreiben" von Medikamenten über eine längeren Zeitraum hinweg nicht zu verantworten ist. Ihre Großmutter hat langfristig nichts davon, wenn Sie Ihr die Wahrheit vorenthalten, daher sollten Sie möglichst offen mit ihr sprechen. Weisen Sie auch darauf hin, daß Sie nicht immer für sie sorgen können. Notfalls müssten Sie oder der Hausarzt beim Vormundschaftsgericht die Einrichtung einer Betreuung für sie anregen. Wenn Sie ihr emotional zu nahe stehen und sich scheuen, Entscheidungen gegen ihren Willen zu fällen, um Ihre Beziehung zueinander nicht zu gefährden, sollte als Betreuer eine unabhängige Person, wie z.B. ein Berufsbetreuer diese Funktion wahrnehmen.
      Die Pflegestufe können Sie in der Tat bei der zuständigen Pflegeversicherung beantragen, ohne daß zuvor ein Hausarztbesuch stattfand. Ein Arzt vom medizinischen Dienst wird dann zu Ihrer Großmutter nach Hause kommen, um sich ein Bild vor Ort zu machen.

      Mit freundlichen Grüssen,

      Spruth

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