• Sie können sich hier registrieren, um Beiträge zu schreiben. Registrierte Nutzer können sich oben rechts anmelden.
  • Liebe Forennutzer,
    wir möchten unser Forum noch besser an Ihre Bedürfnisse und Wünsche anpassen. Dazu haben wir eine kurze Online-Umfrage erstellt. Die Teilnahme ist selbstverständlich anonym und dauert nur wenige Minuten. Vielen Dank!

    Hier geht's zur Umfrage

OP bei Demenz?

Einklappen

X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • OP bei Demenz?

    Hallo Beratungsteam,
    nach einem Jahr melde ich mich wieder zurück! Meine Mutter ist im
    letzten Jahr von einer leichten Demenz zu einem vollkommenen Pflegefall geworden. Ich habe noch nie in meinem Leben einen solchen rasanten Verfall gesehen ohne Ihr nur im geringsten ein
    Arzt oder ein Medikament hätte helfen können. Sie kann nicht mehr sprechen liegt starr im Bett, muss laufend gewickelt und gefüttert werden.
    Vor ca 3. Wochen kam sie in ein KKH /Akutgeriatrie und dort stellten die Ärzte einen Überdruck im Kopf fest! Nun sollen wir uns entscheiden, ob wir einer OP sogenannte "Shunt-OP" zustimmen!? Wer kennt einen solchen Eingriff und kann uns weiterhelfen!?
    Wir danken für jeden Tipp!
    Gruss
    Rosenmädchen


  • Re: OP bei Demenz?


    Hallo Rosenmädchen; wie alt ist Ihre Mutter?
    Ein Freund unserer Familie hat diese Operation machen lassen. Er war nicht dememt, sondern litt unter starken Gleichgewichtsstörungen und stürzte auch häufig. Diese OP wurde im Februar 2005 gemacht und der Mann(damals 79) liegt als Schwerstpflegefall halbseitig gelähmt seit nun 2 Jahren fest im Bett. Wie argumentieren Ihre Ärzte? Wenn Ihre Mutter schon jetzt praktisch fest liegt, gefüttert und gewickelt werden muss, was soll dann eine solche OP bringen. Die Demenz ist dadurch nicht rückhängig zu machen. Die Ärzte müssen Ihnen das erklären! Vielleicht brauchen sie nur einen Fall mehr in ihrer Experimentierreihe. Es gibt sicher auch erfolgreiche OP's dieser Art. Aber es ist doch wirklich die Frage, ob dadurch die Lebensqualität noch verbessert wird, wenn ein Mensch schon in einem späten Stadium der Demenz ist.
    Grüsse preston.

    Kommentar


    • Re: OP bei Demenz?


      Hallo Preston! Danke für ihren Beitrag!
      Also meine Mutter ist 73 und die Ärzte versprechen sich durch
      diese OP eine Verbesserung ihrer Mobilität, soll heißen, dass
      sie evtl. wieder gehen und sprechen könnte! In ihrem Kopf ist zuviel "Liquore" also Gehirnwasser,
      was die Motorik behindern soll!
      Wir wurden auch aufgeklärt, dass muss ich schon zur Ehrenrettung
      der Ärzte dazu sagen, aber die Angst in unserer Familie bleibt,
      das bei der OP etwas "schiefgehen" könnte und wir uns dann ein
      Leben lang Vorwürfe machen müssten.Ob diese OP ein Experiment ist, wissen wir natürlich nicht, deshalb suchen wir Leute, die davon berichten können.
      Die Demenz geht natürlich nicht mehr weg!
      Also nochmal Danke für ihren Betrag!
      Gruss Rosenmädchen

      Kommentar


      • Re: OP bei Demenz?


        Hallo Rosenmädchen,

        ich entsinne mich, schon mal was von Ihnen gelesen
        zu haben.

        Diese Entwicklung klingt nicht gut. Demenz ist allerdings nur ein vager Überbegriff für eine Vielzahl von Krankheiten, die ähnliche Symptome mit sich bringen und für mich ist die Frage, was zu einer so heftigen Verschlechterung geführt hat. Hat sich denn jemand bemüht, das Krankheitsbild genauer zu diagnostizieren ? Ob möglicherweise auch Infarkte diesen schnellen Fortschritt auf den Plan gerufen haben ?

        Ich selbst habe keine Erfahrung (auch nicht gehörte) zu Shunts. Zu dem, was man im Internet erfahren kann, soll es den Liquor im Gehirn ablaufen lassen, weil sonst noch zusätzliche Probleme (wie evtl. Erblindung) drohen.
        Die Frage an die behandelnden Ärzte ist, was soll der Shunt bei der Mama bringen ?

        Generell finde ich, das OPs mit Vollnarkose und einem Menschen desser Gehirn bereits organisch geschädigt ist, eher umgangen werden sollten.
        Aber es gilt immer die Devise, wenn es erforderlich ist, dann muss man halt ja sagen.

        Tut mir leid, nicht mehr helfen zu können.

        Herzlichst
        Auguste

        Kommentar



        • Re: OP bei Demenz?


          Hallo Rosenmädchen,

          ich hätte gerne geholfen, aber kenne keinen der in so einer Situation war. Für einen anderen zu entscheiden ist immer das schlimmste und schwierigste.

          Viel Kraft wünsche ich Euch!
          Gruss Juttalina

          Kommentar


          • Re: OP bei Demenz?


            Sehr geehrtes Rosenmädchen,

            vermutlich meint man einen Liquorshunt, bei dem eine "Leitung" mit einem Druckventil aus dem Hirnkammersystem in eine andere Region des Körpers (Herz, Bauchraum) gelegt wird. Steigt der Druck im Hirn wird er dadurch abgebaut. Man setzt diese Therapieform z.B. bei Fällen mit einem Normaldruckhydrocephalus (NPH) ein, wenn die entlastende Lumbalpunktion, bei welcher man versuchsweise eine größere Menge "Nervenwasser" ablässt, zu einer deutlichen klinischen Verbesserung führt. Beim NPH besteht die Klinik typischerweise aus einer Demenz, einer Gangstörung, die der eines Parkinsonpatienten ähnelt, und einer Inkontinenz. Die Prognose hängt u.a. davon ab, wie lange die Symptome bereits bestehen, und wie groß der therapeutische Erfolg der Punktion war. Wenn sich eine erhebliche Verbesserung eingestellt hat, würde ich vermutlich dem Eingriff zustimmen, allerdings kann ich in Ihrem speziellen Fall keine Empfehlung aussprechen, da ich Ihre Mutter nicht persönlich kenne. Der Eingriff ist im Vergleich mit anderen neurochirurgischen Eingriffen nicht sehr riskant, allerdings sollten Sie sich hierüber konkret von den behandelnden Arzt informieren lassen.

            Mit freundlichen Grüssen,

            Spruth

            Kommentar