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1.Schritt als Angehöriger

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  • 1.Schritt als Angehöriger

    Hallo,
    ein Hausarzt hat meinen Vater bereits zu einem Neurologen verwiesen aufgrund eines Verdachts auf Altersdemenz. Leider will dieser nicht zu einem Arzt gehen. Wir haben bereits alles versucht ihm zu einem Besuch zum Neurologen zu überreden, leider aber vergebens! Da ich das Gefühl habe das sich die Vergesslichkeit mehr und mehr verschlimmert würde ich gerne was unternehmen. Was kann ich tun?


  • RE: 1.Schritt als Angehöriger


    Ich kann Ihnen nur aus eigener Erfahrung sagen, dass auch mein Vater nicht zum Arzt gegangen ist, bis es schon recht weit fortgeschritten war. Leider ist es wohl so, dass später im Verlauf der Krankheit der eigene Wille nicht mehr so stark ausgeprägt ist, bzw. die Ängste wohl auch nicht mehr. Mein Tip wäre, sehr sensibel und einfühlsam mit dem Thema umzugehen, und erstmal nicht auf den Arzt zu pochen, sondern wieder Gras drüber wachsen lassen, und in ein paar Monaten einfach mit ihm zum Arzt zu gehen.
    Möglichst Frustrierungsgefühle vermeiden, denn die Betroffenen haben sowieso schon damit zu kämpfen und brauchen Vertraute, die Ihnen nicht so bedrohliche Sachen direkt ins Gesicht sagen.

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    • RE: 1.Schritt als Angehöriger


      Hallo #5,

      ich kenne das Problem ebenfalls. Ich habe lange Zeit auf meine Mutter einreden müssen, bis sie endlich einmal zum Arzt gegangen ist (ungefähr 1 Jahr lang). Ich denke, dass Problem liegt darin, dass die Betroffenen selbst in "lichten Momenten" sehr wohl mitbekommen, dass etwas mit Ihnen nicht stimmt. Meine Mutter pflegt dann immer zu sagen: "Ich bin ganz durcheinander!" Dann haben die Betroffenen erstens einfach Angst, dass ein Neurologe diese Vermutung bestätigt. Zweitens könnte ich mir vorstellen, dass es ihnen einfach peinlich ist, vergesslich zu sein. Ist teilweise daran zu merken, dass viele recht gute Mechanismen entwickeln, ihre Vergesslichkeit zu überspielen.

      Ich habe damals mit meinem Vater über meine Vermutung geredet und ihn gebeten, mit ihr einen Arzt aufzusuchen. Das hat zumindest in diesem Fall funktioniert. Auf jeden Fall sollten Sie ihn jedoch begleiten. Ich habe damals den Fehler gemacht, es nicht zu tun, weil ich beruflich sehr eingespannt war. Meine Mutter hat jedoch inzwischen einige Schutzmechanismen entwickelt, mit denen sie nicht so stark involvierte Leute ganz gut täuschen konnte. Und letztlich hat sie mir nicht erzählt, was bei der Untersuchung rauskam, so dass ich genauso schlau wie vorher war. Auf jeden Fall erfordert es sehr viel Kraft, jemanden in einer solchen Situation, davon zu überzeugen, dass er einen Arzt aufsuchen muss.

      Schöne Grüße
      Martina S.

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