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Rolle

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  • Rolle

    Hallo,

    ich war gerade auf der Suche nach Informationen und bin dabei auf dieses Forum gestoßen.

    Meine Mutter ist an Alzheimer erkrankt, diagnostiziert wurde die Krankheit als sie Mitte-Ende 50 war. Jetzt ist sie 64 und es ist ein Stadium erreicht, wo ich merke, dass ich mich von ihr als meine Mutter/starke Frau/Gesprächspartnerin endgültig und für immer (und ich habe das lange verdrängt) verabschieden muss. Ich habe ganz oft ein schlechtes Gewissen, dass ich mich viel mehr kümmern müsste, auch um meinen Vater, der auf einmal eine völlig andere Rolle einnehmen muss...

    Es gibt 1000 Alltagsfragen und Sorgen und es tut gut, Eure Erfahrungen zu lesen.

    Anna


  • RE: Rolle


    Liebe Anna,

    nun, hier darf man fragen und das beste Mittel gegen ein schlechtes Gewissen ist der erste Schritt, etwas ändern zu wollen.

    Lieben Gruss
    Auguste

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    • RE: Rolle


      Ich hatte die ganzen Jahren, in denen mein Vater erkrankt war, versucht zu verdrängen. Ich bin ihm aus dem weg gegangen und die Schuldgefühle haben mich fast aufgefressen. Auch heute noch.
      Ich hab die ganze Sache bis kurz vor seinem Tod verdrängt. Als er kaum noch atmen konnte, ist es wie eine Lawine über mir zusammen gebrochen. Die nächsten Stunden kann ich gar nicht beschreiben. Ich denke das Verdrängen ist eine ganz natüprliche Reaktion. Eine Art Schutzmechanismus, damit man irgendwie weiter funktioniert. Und ich denke es geht den meisten Angehörigen so.

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      • RE: Rolle


        Selbst wenn du Tag und Nacht aufopfernd pflegst, so wird es auch dann Momente geben in denen du deine ganze Kraft brauchst um erneut ans Bett zu treten, um eine Pampers zu wechseln, vielleicht ein schwieriges Gespräch zu führen......etc. Es ist unheimlich schwer zu pflegen. Aber manchmal, wenn man sich getraut hat den ersten Schritt zu tun, dann ist es plötzlich auch was sehr schönes, denn du fühlst das du etwas gutes für einen lieben Menschen tust. Du wirst abends im Bett liegen und auch wenn der Tag noch so schwer war, denken fühlen und wissen, dass es nicht umsonst war, dass es sich lohnt und das du vielleicht sogar ein lächeln bekommen hast als Dank. Ich wünsche dir die nötige Kraft um es zu versuchen. Solltest du dann merken, dass du es nicht schaffst, dann hast du es aber versucht. Du kannst dann immer noch anderweitig Hilfe holen (Caritas, Pflegedienst usw....)
        Versuche es und überfordere dich nicht. Probiere es in kleinen Schritten, damit du merkst, ob du es auf Dauer machen möchtest. Viel viel Kraft wünsche ich dir Gruß Bine

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