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Demenz Sprachlos

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  • Demenz Sprachlos

    Meine 81- Jährige Mutter hat langer Zeit eine vaskuläre Demenz. Ich betreue sie 24 Stunden seit 1 1/2 Jahren.
    Wir haben alle Stadien durch von hyperaktiv bis ganz still, von Schluckstörungen bis Wahnvorstellungen, aber nun redet sie seit 1 Woche nichts mehr. Dies kenne ich schon aus max 1 tägigen Erlebnissen, aber eine ganze Woche nicht sprechen? Irgendwie habe ich alles versucht (Vorlesen, in Ruhe lassen, Düfte, streicheln, aber bleibe hier der Alleinunterhalter. Was kann ich machen?
    Danke im voraus bine


  • RE: Demenz Sprachlos


    Sehr geehrte bine110,

    könnte Ihre Mutter einen weiteren Schlaganfall mit daraus resultierender Aphasie (Sprachstörung) erlitten haben? Ansonsten könnte ein Mutismus im Rahmen der Demenz vorliegen, in diesem Fall ist zumindest eine medikamentöse Therapie sehr schwierig. Sprechen Sie mit dem behandelnden Neurologen/Gerontopsychiater Ihrer Mutter über eine eventuelle antriebssteigernde Therapie (z.B. mit einem SSRI). Daneben könnte ein Therapieversuch mit einem der gängigen Antidementiva unternommen werden, in diesem fortgeschrittenen Fall z.B. mit Memantine, obgleich eine Zulassung für diese Indikation nicht vorliegt.

    Mit freundlichen Grüssen,

    Spruth

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    • RE: Demenz Sprachlos


      hallo spruth!
      lieben Dank für die sehr nette und gute Antwort.
      Also ich glaube nicht das sie einen kleine "Schlag" hatte, eher ihre Idee mit dem Mutismus käme in Frage.
      Leider ist der Hausarzt nicht der Partner des Vertrauens. Die Geriatrie in der sie stat. war, hat nichts getan, als die Patienten in Ruhe zu lassen.
      Das Problem ist, sie ist 81 Jahre alt, COPD, ausgebranntes Lungenemphysem, Verschlüsse der Arterien überall. Ich kann sie bewegungstechnisch nicht belasten, sie dehydriert mir hier ständig (Metabolische Alkalose) dementsprechend Kaliumverlust ohne Ende. Dann wird sie im Krankenhaus wieder auftransfundiert und das war es. Ich stehe dann wieder alleine 24 Stunden am Bett und sie redet plötzlich nichts mehr für Tage oder Wochen, dann kommt wieder tagelang ein "sorry" Laberdurchfall". Ich versuche Kaliumreich zu kochen, Hochkalorische Kost, Notfallmed. gegen Asthma, trinken animieren und und und. Aber ich bin doch verdammt einsam in der Pflege.
      Wirkliche kompetente Hilfe bekommt man finde ich nicht wirklich in meinem Umfeld. Da helfen auch die 200 neuen Kräfte der Caritas niemandem etwas, wenn die in 34 Stundenkursen "Demenz/Alzheimer" """lernen""".
      Aber vielleicht finde ich ja einen Neurologen, der mal ins Haus kommt.
      Gruß Bine110


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      • RE: Demenz Sprachlos


        Liebe Frau Biene,
        wie gut kann ich sie verstehen. Mir geht es nicht ganz so schlimm wie Ihnen aber es reicht schon dicke.
        Schade, dass wir so alleine sind!
        Mfg
        E.Theißen

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        • RE: Demenz Sprachlos


          Lieber Theissen,
          glaub ich gerne, dass es dir über aus reicht.
          Habe heute wieder was schlimmes vom Nachbarssohn gehört, der vor zwei Monaten seine alte kranke Mutter bis zum Schluss pflegte. Er war nach dem Tod so fertig mit den Nerven, dass er sich nicht mehr ins Haus traute und 14 Tage lang in der Garage schlief. Er dachte, wenn er in sein Zimmer geht, dann kommt Mutter hinterher.......
          es ist völlig krass, was wir in der Pflege durchmachen und ich weiß mitlerweilen das man komplett sein Leben dabei verlieren kann.
          Wir müssen unbedingt die Kraft behalten um uns selber zu schützen!!!!!!!!!!!!!!!!! Evtl. mal eine Kurzzeitpflege für 4 wochen oder die Caritas hat für 8 Euro auch mal jemanden, der einen ablöst. Schreib mir wenn du magst. Lieben Gruß bine

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          • Grippeschutzimpfung


            Guten Tag,seit vielen Jahren lasse ich mich (56) gegen Grippe impfen.In diesem Jahr sagte mein Ärztin,dass unter 60-jährige eine andere Impfung bekommen als ältere.Dies habe ich noch nie gehört.
            Kann mir jemend dazu etwas sagen.
            Danke

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