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Medikamente

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  • Medikamente

    Guten Tag, auch meiner Mutter wurden die Medikamente zeitweise gestrichen-Budgetgründe und angeblich keine Aussicht auf erfolg im letzten Stadium.
    Wir haben den Neurologen gewechselt, der durchaus bereit war, wieder Medikamente zu verschreiben.Sie bekommt jetzt Medik. aus der gruppe der memantine, die scheinen sehr gut anzuschlagen-demnächst soll das noch mit aricept kombiniert werden.

    Bitte geben Sie nicht auf.Sie könnte den Arzt wecheseln, vielleicht sogar mehrmals, sie könnten sich an die KRANKENKASSE WENDEN.....
    Wichtig ist in jedem Fall eben ein FACHARZT, kein Allgemeinmediziner.
    Wichtig ist, dass sich das Umfeld der Tante gut über die erkrankung und mögliche medikamente informiert, um nicht so leicht aus dem feld geschlagen zu werden....
    das ist unsere persönliche erfahrung.

    Gruß

    G.K.


  • RE: Medikamente


    Hallo,
    vielen herzlichen Dank für die prompte Antwort.
    Tja, das frustriende daran ist, daß ich mich mit allen möglichen Medikationen auskenne, die Medikation aus dem Arzt quasi herausgequetscht haben (vor über einem Jahr), der Hausarzt hat damals Axura einfach schwupp sie wupp abgesetzt, dann bin ich auf die Barrikaden, ein Neurologe wurde hinzugezogen. Der Zustand meiner Tante hat sich daraufhin deutlich gefangen. Auf was warten die denn immer? Auf eine Alzheimer-Wunderheilung. Ich kann das " Das bringt nichts mehr" micht mehr hören. Leider ist kein andere Neurologe weit und breit. Das Memantine wurde abgezetzt (heimlich ohne Absprache mit beinem Vater, der der Betreuer ist) und meine Tante hatte kurz darauf einen weiteren Apoplex. vielleicht hat dieser Schlaganfall nicht unmittelbar mit dem Absetzen zu tun,aber gerade jetzt sollte doch das Medikament weiter gegeben werden. Meine Tante kann nicht mehr richtig schlucken. Es ist aber nachgewiesen, daß man mit diesen Antidementiva helfen kann. Daß der Neurologe uns so in den Rücken fällt, macht mich bestürzt und sehr traurig. Ich dachte immer, es kommt darauf an ein entsprechendes Fachwissen zu haben. Pustekuchen. Mir ist genau bekannt, wann welches Medikament in welcher Dosierung gegeben werden soll, wie man mit betroffenen Patienten umgehen soll, welche Möglichkeiten es gibt und wo die Grenzen sind.Trotzdem bin ich hilflos, weil die beiden Herren auf stur stellen. Der Hausarzt hat sogar noch versucht, das Ginko auf Privatrezept zu verordnen. Mir reicht es langsam. Wenn in deren Familie jd. erkrankt, dann wird wie selbstverständlich ein Achetylcholinesterasehemmer (Reminyl, Exelon oder Aricept) in Kombination mit Axura bzw. Ebixa verordnet.Und noch Clopridogrel und Risperidon obendrauf. Dann spielen die Tagestherapiekosten absolut keine Rolle mehr. Vielleicht sollten wir zum Anwalt rennen. Denen sind am liebsten Angehörige, die hoffen, daß der Erkrankten bald unter die Erde kommen. Das ist einfach unmenschlich uns würdelos.
    Danke nochmals für die Antwort und das Mutmachen!
    Auch Ihnen alles Gute und viel Kraft und Hoffnung!
    Schilli

    Kommentar


    • RE: Medikamente


      Sehr geehrte/r Schilli,

      Sie befinden sich wirklich in einer mißlichen Situation. Das Vertrauensverhältnis zwischen Ihnen und dem Arzt ist erschüttert und sofern dies auch für Ihren Vater gilt ist das die schlechtest vorstellbare Grundlage für die zukünftigeärztliche Versorgung Ihrer Tante durch den Neurologen. Interessant wäre, was die Argumente für das Absetzen ds Präparates waren. Therapeutische Unwirksamkeit? Nebenwirkungen? Eigentlich sollte stets eine Behandlung nach dem aktuellen Wissensstand erfolgen.

      Mit freundlichen Grüssen,

      Spruth

      Kommentar


      • RE: Medikamente


        Sehr geeherter Herr Dr. Spruth,

        Ganz herzlichen Dank für Ihre Antwort.
        Mein Vater hat inzwischen versucht, dem Hausarzt unseren Standpunkt zu erläutern. Er hat meinem Vater zugesichert, daß er nochmals mit dem Neurologen Rücksprache halten werde. Nun ist schon fast eine Woche vergangen und leider hat sich noch nichts getan(kein Telefonat, keine Rückmeldung). Das ganze sieht für mich wie eine Hinhaltetaktik aus...
        Um noch einmal ganz klar herauszustellen was die Gründe für das Absetzen waren: (Das soll jedem Mut machen, der das hier liest....lasst Euch nichts gefallen und gebt nicht auf, auch wenn die ärztliche Behandlung in dem einen oder anderen Fall eher der Vorgehensweise eines knallharten Wirtschaftsunternehmens gleichen mag)

        1.Das Medikament Axura hat nichts mehr gebracht(ungeachtet dessen, daß die Erhaltung des Status Quo schon ein Erfolg ist)

        2. Das Budget

        3. Sinngemäßes Zitat des Hausarztes:" Ich kann doch auch nichts dafür, daß nicht alle 100 Jahre alt werden"

        Die Tante hat Axura ausgezeichnet vertragen, hat mit meiner Mutter noch Anfang April zweistimmige Lieder von früher gesungen, war "eitel" (Prüfender Blick in den Spiegel!!!) und gepflegt, nun kann sie kaum noch schlucken.
        Es gab keinerlei Nebenwirkungen... es ging eben nicht bergauf. Da dies oftmals nicht der Fall sein kann, erwarte ich selbst von einem Hausarzt (gerade dann, wenn er ein großes Altenpflegeheim betreut), daß er diesen Zustand entsprechend auswertet und die Medikation danach ausrichtet.
        Ginko (auch noch auf Privatrezept) zu verordnen - im Stadium 3- ist schon ein starkes Stück.

        Danke nochmals für die Antwort, wir werden wohl einen anderen kompetenten Arzt aufsuchen, der menschenwürdig handelt, Achtung auch vor Demenzpatienten zeigt und eben nicht durch grenzenlose Ignoranz geprägt ist.

        NIEMALS AUFGEBEN!!!

        Wir danken Ihen vielmals für Ihre Antwort.

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