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Magnetfeldresonenz bei Demenz u. Parkinson

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  • Magnetfeldresonenz bei Demenz u. Parkinson

    Hallo,

    meine Mutter 64-jährig leider an Demenz. Hinzugekommen ist jetzt eine Parkinsonsymptomatik mit beginnender Steifigkeit.

    Bestehen Chancen die Allgemeinsituation durch Magnetfeldresonanztherapie zu verbessern und die Muskulatur zu lockern?

    Grüße
    Andrea

  • RE: Magnetfeldresonenz bei Demenz u. Parkinson


    Sehr geehrte Andrea,

    meines Wissens gibt es keinen wissentschaftlichen Nachweis einer Wirksamkeit der von Ihnen angesprochenen Therapieform bei Patienten mit einem Parkinsonsyndrom.
    Hingegegen dürfte Ihre Mutter sehr wohl von einer Physiotherapie auf neurophysiologischer Grundlage und einer medikamentösen Behandlung der Bewegungsstörung profitieren. Wenden Sie sich mit ihr diesbezüglich an einen Neurologen.
    Zu allererst aber sollte die Ursache des Parkinson- und, soweit noch nicht erfolgt, des dementiellen Syndroms abgeklärt werden. Es besteht die Möglichkeit, dass beide Syndrome Ausdruck derselben Erkrankung sind, andererseits können auch einige Medikamente, die z.T. zur Behandlung von Verhaltensauffälligkeiten bei Demenzpatienten eingesetzt werden, ein Parkinson-Syndrom auslösen. In diesem Falle wäre eine Medikamentenumstellung oder Dosisreduktion zu diskutieren.

    Mit freundlichen Grüssen,

    Spruth

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    • Parkinson auslösen


      Hallo nochmal, ich hatte schonmal angefragt wg. Risperdal. Gehört Risperdal auch zu den Medis, die evtl. P. auslösen können? Seitdem meine Mutter, 76, dieses Zeug nimmt, hat sie nämlich auffällige Beschwerden, die sie vorher nicht hatte: Nach schon ca. einer halben Minute Stehen fangen ihre Füße, dann die Beine an, zu zittern, das ist nach wenigen Sekunden dann so extrem, daß schließlich der ganze Körper mitgeschüttelt wird! Laufen ist dann natürlich erst recht unmöglich. Das stört sei selber auch sehr und sie hat einmal deswegen sogar geweint, was mir sehr naheging. War deshalb mit ihr beim Neurologen, versuchte auch, mit ihm über meine Bedenken bzgl. Risperdal zu reden. Ich habe auch dieses Forum erwähnt. Der Neurologe aber wollte nichts von diesem Forum hören und meinte nur, das sei alles Panikmache von Konkurrenzunternehmen. Es herrsche ein großer Konkurrenzkampf, und die eine Firma mache gern die Produkte der anderen schlecht. Kein Medikament sei ohne Nebenwirkungen, und Risperdal sei nicht mehr und nicht weniger riskant, als andere Medikamente auch. Na toll! Jetzt weiß ich genausoviel, wie vorher!

      Jedenfalls habe ich erreicht, daß dieses Zeug testweise langsam abgesetzt wird, und wir müssen sehen, wie es ihr dann geht. Ich habe wirklich den Eindruck, daß es ihr ohne Neuroleptikum besser ging, als mit (sie hat eine gefäßbedingte Demenz, kein Alzheimer). Nun könnte man meinen, ja gut, es ist aber auch eine Verschlechterungstendenz der Krankheit gegeben, so daß das auch der normale Verlauf sein könnte. Aber dann wäre das doch wohl nicht so schnell und so extrem aufgetreten und vor allem auch nicht so auffallend zeitnah mit der Gabe dieses Medikaments?

      Könnte nicht bei einer gefäßbedingten Demenz ein durchblutungsförderndes Mittel, kombiniert mit gesunder Ernährung und Fordern des Patienten, geistig und körperlich (leider Wunschtraum in dem Pflegeheim), ausreichen? Ich habe nämlich den Verdacht, daß ein Neuroleptikum oft eher der Bequemlichkeit des Pflegepersonals dient, als dem Patienten... die Patienten sind dann nämlich weniger unruhig, laufen nicht mehr weg. usw. ... die Lebensqualität hat sich jedenfalls bei meienr Mutter dadurch NICHT verbessert, im Gegenteil, der Unterschied ist erschreckend und tut mir regelrecht weh.

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      • P.S.


        Das soll jetzt natürlich nicht heißen, daß ich Risperdal / andere Neuroleptika grundsätzlich schlecht finde. Ich bin mir nur nicht so sicher, ob das speziell bei meiner Mutter wirklich angebracht ist.

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        • RE: Parkinson auslösen


          Sehr geehrte(r) Ullili,

          der Hinweis auf und die Aufklärung über mögliche Nebenwirkungen eines Medikamentes hat sicher nichts mit "Panikmache" zu tun. Ich denke, jeder weiß mittlerweile, daß es das Medikament ohne Nebenwirkungen nicht gibt, und der Patient sollte wissen, was er einnimmt und gemeinsam mit dem Arzt über den Einsatz entscheiden. Nicht selten ist es sogar so, daß mögliche Nebenwirkungen zunehmen, je wirksamer ein Präparat ist. Dies heißt also noch lange nicht, daß das Medikament schlecht ist. Meist gilt der alte Satz "Jedes Ding ist Gift und kein Ding ist Gift. Allein die Dosis macht, ob ein Ding Gift ist", Zitat Paracelsus (1493 - 1541).


          Lassen Sie mich an dieser Stelle bitte, bezugnehmend auf den implizierten Vorwurf des behandelnden Neurologen ihrer Mutter (oder vielleicht habe ich dies auch nur falsch verstanden?), nocheinmal darauf hinweisen, daß es sich bei diesem Forum um eine unabhängige Plattform des Unternehmens Medicine Worldwide zum Erfahrungs- und Wissensaustausch handelt, auch wenn es von der Firma Merz gesponsort wird und am rechten Rand Werbung mit mitunter bizarrem Inhalt steht. Meine Beiträge, und ich vermute auch die der meisten anderen Forenteilnehmern, resultieren aus einer freien Meinungsbildung die sich auf eigene Erfahrungen oder nachvollziehbare wissenschaftliche Erkenntnisse begründet.

          Zurück zu Ihren Fragen:
          Auch das Neuroleptikum Risperidon (Handelsname: Risperdal) kann extrapyramidal-motorische Nebenwirkungen haben, also ein Parkinson-Syndrom hervorrufen, auch wenn diese im Vergleich zu einigen der klassischen, typischen Neuroleptika seltener auftreten. Gleichzeitig kann sich sein Einsatz aber auch günstig auf bestimmte psychiatrische Symptome (Wahn, Agitation, Aggression,...) des Patienten auswirken und somit seine Lebensqualität verbessern (z.T. natürlich auch dadurch, daß der Umgang mit dem Patienten leichter wird, grundsätzlich aber zu sagen, der Einsatz eines Neuroleptikums diene der Bequemlichkeit des Pflegepersonals, halte ich für unzulässig). Am Ende wird es immer um eine Abwägung von Wirkung und Nebenwirkung im Einzelfall gehen.

          Mit freundlichen Grüssen,

          Spruth

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