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Minimentalstatustest

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  • Minimentalstatustest

    Sehr geehrter Dr. Spruth,
    Meine Mutter hatte letztes Jahr im Juli eine eigehende neurologische Untersuchung .
    Im Rahmen dieser Untersuchung hat sie auch einen Minimentalstatustest mit 26 Punkten absolviert(von 30).
    Diese Untersuchung war ohne Befund!
    Im Dezember vregangenen Jahres hat sie aufgrund eines Muskelfaserrisses im rechten Oberarm diesen Test wiederholt.
    Diesmal mit lediglich 19 Punkten.
    Die behandelnde Ärztin sagte dies sei ,unter dem Eindruck des Muskelfaserrisses, und der damit verbundenen starken Schmerzen normal.
    Sie bat uns in einem Jahr nocheimal wegen eines Testes vorstellig zu werden.
    Da meine Mutter den Befund zugeschickt bekam, war ich neugierig ,und öffnete ihn.
    In dem befund stand noch etwas von einem Hirnorganischem Psychosyndrom:
    Wie ist das in diesem Zusammenhang zu sehen .
    Ergänzend möchte ich noch erwähnen das meine Mutter vor eineinhalb Jahren eine TIA hatte die aber folgenlos geblieben ist.
    Einzig sie "verdreht" seitdem Dinge wie hinauf oder herunter.
    Im Rahmen der Untersuchungen zu dieser TIA wurde auch eine Kernspinaufnahme des Schädelos meiner Mutter gemacht.
    Hier wurde eine Gehirnvolumenminderung bei meiner Mutter(72 Jahre)festgestellt.
    Wie ist dies alles im Zusammnehang zu sehen??

  • RE: Minimentalstatustest


    Sehr geehrte(r) Frau/Herr v. Zitzewitz,

    zunächst einmal meine Standardantwort:
    ich kann und möchte und darf keine diagnostischen Einschätzungen per Internet vornehmen, die einen Patienten betreffen, den ich nicht selbst kenne und von dem mir auch keine Krankenunterlagen vorliegen. Sie sollten Ihre Fragen mit dem behandelnden Arzt Ihrer Mutter besprechen. Ich möchte mich auf einige allgemeine Aussagen beschränken:
    1. Der Mini-Mental-Status-Test ist ein Screeningverfahren, welches eine grobe Einschätzung des Hirnleistungsvermögens eines Patienten erlaubt. Er liefert Informationen über Gedächtnis, Sprache, Objekt-Handhabung und räumliche Leistungen, ist dabei aber störanfällig, wie Sie selbst schon richtig bemerkten und seine Ergebnisse werden darüber hinaus beeinflusst durch Intelligenzgrad und Bildungsniveau des Patienten, den durchführenden Prüfer und die Version des Tests, diegewählt wird (2 Varianten). Dieser Test dauert nur ca. 10 Minuten und ist nicht geeignet, eine differenzierte Beurteilung der kognitiven Defizite eines beeinträchtigten Patienten zu ermöglichen. Allenfalls kann er als erstes Verfahren eingesetzt werden, um zu ermitteln, welcher Patient dann eine ausführliche Neuropsychologische Testung benötigt. Selbst hier versagt der Test oft, wenn sich das Psychometrische Profil durch Einbußen im Bereich sog. subkortikaler Funktionen auszeichnet.
    2. Meine persönliche Meinung ist, daß ein Testergebnis von 19 Punkten zuniedrig ist, als daß es nur durch Schmerzen erklärt werden könnte. Anders verhält es sich, wenn der Patient unter dem Einfluß starker Schmerzmittel stand.
    3. Der Begriff Psychosyndrom beschreibt ein Muster psychischer Störungen nicht näher bestimmter Art, hirnorganisch ist dies, wenn ihm eine diffuse Hirnschädigung zugrunde liegt, unabhängig von deren Ursache. Wie sie sehen, eine recht allgemeine Umschreibung.
    4. Eine Hirnvolumenminderung im Alter ist bis zu einem gewissen Grad normal, wichtig wäre hier zum einen, welches Ausmaß sie erreicht, welche Regionen des Gehirns sie vor allem betrifft und ob es zu einem messbaren Fortschreiten im Verlauf kommt.

    Letztlich bin ich der Meinung, Sie sollten mit Ihrer Mutter nocheinmal einen Neurologen oder eine spezialisierte Gedächtnissprechstunde (Adressen in Ihrer näheren Umgebung u.a. unter www.alzheimerforum.de) zur weiteren/nochmaligen Abklärung der Beschwerden aufsuchen.

    Mit freundlichen Grüssen,

    Spruth

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    • RE: Minimentalstatustest


      Sehr geehrter Dr. Spruth,
      Hier der Befund des MRT meiner Mutter im Wortlaut.

      1 TIA mit Sprachstörungen, V. a. Sklerodermie MRT das Schädels (pd+T2-tse-tra, T1-se-cor vor und nach Magnevist i.v.) von 08 .10.02 ; Nasennebenhöhlen und Orbitae beidseits frei. Symmetrische Schädelkalotte. Nicht verlagerte Medianstrukturen, weite innere und äußere Liguorräume. Im periventrikulären Marklagerbereich multiple in der T2-und Protonendichte gewichteten Sequenz signalintense Einlagerungen. linksbetont ohne Korrelat in der Tl-Nativsequenz und ohne pathologisches KM-Enhancement, Beurteilung : Deutliche diffuse cerebrale Volumenminderung. Multiple, wohl postischämische Marklagerläsionen beidseits peri-ventriculär. Keine Schrankenstörung.
      Wie ist dies zu verstehen ?
      Kann man daraus auf eine Alzheimererkrankung schliessen?
      Bitte um Antwort wir sind sehr verzweifelt

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      • RE: Minimentalstatustest


        Sehr geehrte Frau v. Zitzewitz,

        die beschriebenen Veränderungen sind unspezifisch, eine Diagnose lässt sich daraus nicht ableiten. Ich möchte Ihnen nochmals empfehlen mit Ihrer Mutter einen Neurologen oder (Geronto-)Psychiater aufzusuchen. Eine Abklärung über das Internet ist nicht möglich.

        Mit freundlichen Grüssen,

        Spruth

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        • RE: Minimentalstatustest


          Sehr geehrter Dr. Spruth,

          vielen Dank für ihre freundlichen Antworten, wir werrden die nächsten Schritte gemeinsam in Angriff nehmen.

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