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Hund oder Katze oder lieber nicht …?

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  • Hund oder Katze oder lieber nicht …?

    Hallo Ihr Lieben,
    ich lebe ja mit meiner Mutter (88, Alzheimer-Demenz, Diagnose seit 2009) in einem Haus mit Garten (sie unten, ich oben - theoretisch, eigentlich fast nur noch nachts und dann in Hör- und Sichtweite durch Videoanlage).

    Seit 2008 kam immer eine Freigänger-Katze zu Besuch, die mit ihrem Charme meine Mutter sehr oft aufgeheitert hat. Die Katze musste nun leider wegen einer Krankheit eingeschläfert werden, aber im Laufe der Jahre haben wir und auch die gesamte Nachbarschaft uns so an das tierische Miteinander gewöhnt, dass in mir - der vielleicht verhängnisvolle Gedanke - aufkommt, selbst ein Tier anzuschaffen.
    Meine Mutter sagt: Katze - weil sie es tatsächlich noch erinnert. Ich denke an einen Hund, den ich dann eventuell auch für eine spätere eventuelle Tätigkeit als Demenzbetreuer einsetzen könnte. Ich habe Hundeerfahrung und komme gut mit Tieren zurecht.

    In mir kämpfen zwei Seelen. Ich bin zutiefst überzeugt, dass ein Tier die ganze Situation entkrampfen würde und Balsam für die Seele meiner Mutter wäre. Andererseits bin ich, da ich die Betreuung alleine mache, schon weit über das normale Maß hinaus gefordert. Mutter, berufliche Tätigkeit (die allerdings inzwischen fast gegen Null tendiert), Haus und Hof und nun noch Hund???

    Eine Katze ist entspannender und fordert weniger Betreuung (wenn sie nicht die Wände hoch geht) und ist ja äußerst "putzig", lässt sich aber schwerer führen und ich weiss nicht, ob ich es aushalten würde, wenn die nachts ihre eigenen Wege geht. Ein Hund ist noch mehr wie ein zusätzliches Familienmitglied und die Kosten sind auch nicht ohne, doch so ein eher mittelgroßer Mischling ist meist ganz gut zu halten und ich habe ja Erfahrung.

    Eigentlich möchte ich mir die Arbeit nicht antun und brauche auch selbst kein Tier als Seelentröster - doch der Gedanke lässt mich nicht los.

    Hat jemand Erfahrung, wie sich ein Demenzkranker mit Tier im Haushalt verhält? Kann man die beiden mal alleine lassen, wie ist es nachts, wie ist es mit Stolpergefahr … Könnt Ihr mir ein paar Pro und Kontras nennen? Wäre toll.

    LG, Eva Franziska



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    Mein Steckbrief (Stand Juni 2012): Mutter, 88, betreut von mir (Tochter), 55, selbstständig. Keine weiteren Verwandten; Wohnen im selben Haus; Schweregrad: Ende mittleres Stadium; Verstärkte Auffälligkeiten seit zirka 2006 nach Narkose wegen Arm-OP. Therapie nach Diagnose seit August 2009: Citalopram 20mg, Aricept 5mg (3 Jahre bekommen, leider nun abgesetzt um das Herz zu schonen), 2x/Woche Krankengymnastik (jetzt als Hausbesuch) wegen Gang-Ataxie; 1x/Woche tiergestützte Ergotherapie mit Hirnleistungstraining; 1x/Woche Begeitung bei kurzen Spaziergängen mit Gesprächaustausch und anschließendem Singen, oder einfache Gymnastikübungen). Ich versuche hauptsächlich mit Hilfe integrativer Validation (Nicole Richard) die Grundstimmung zu stabilisieren.

  • Re: Hund oder Katze oder lieber nicht …?


    Da keiner einer Idee hat, wie er meine tierische Frage beantworten kann, gebe ich sie mir mal vorest selber:

    Habe mir ein paar Tage lang bei allen Handlungen vorgestellt, wie es wäre nun noch ein Tier zu betreuen. Da erkannte ich, dass das wohl wirlich eine Nummer zu groß ist.

    Dann konnte ich meine Mutter sogar motivieren eine Katze im Tierheim anzuschauen. Das war zur Entscheidungsfindung hilfreich. Wir waren uns beide einige, das würde zu schwierig.

    Ich bin zwar noch offen, aber ich werde jetzt erst einmal versuchen eine Haushaltshilfe mit Tier zu finden, oder einen Tierbesuchsdienst zu bestellen (z.B. "4 Pfoten für Sie" Hunde-Besuchsdienst für Menschen mit Demenz in Köln, die wollen den Dienst übrigens auch ausweiten auf den Erftkreis)

    Also denn ...

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    • Re: Hund oder Katze oder lieber nicht …?


      Hallo, Eva-Franziska,
      ihr habt euch ja nun schon entschieden und - wie ich meine - richtig. Auch im Interesse des Tiers.

      Beispiel: zu meiner Mutter kam immer der Nachbarskater, dem war's zu Hause wohl zu laut und lebhaft. Ein lieber, anhänglicher Kerl. Er ging mit meiner Mutter plus Freundin sogar immer mit zur Bushaltestelle, schlug sich dort ins Gebüsch und wartete, bis sie wieder zurückkamen.

      Er starb mit 6 Jahren an Nierenversagen. Ich bin überzeugt, dass es daran lag, dass er Unmengen von Trockenfutter und sonstigen ungesunden "Leckerbissen" bekam. Er saß zuletzt fast nur noch am Teich und trank und trank ...
      Er wurde auch oft mit ins Schlafzimmer genommen - ohne Katzenklo. Manchmal wenn ich morgens kam, schoss er an mir vorbei zur Haustür, raus in den Garten, um endlich Pipi machen zu können.

      LG louisanne

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      • Update: Hund oder Katze oder lieber nicht …?


        Hallo liebes Forum,
        wollte nur mal berichten.
        Wir haben jemanden gefunden, die mit ihrem Hündchen 1x/Woche 4 Stunden kommt und auch etwas im Haushalt macht, kocht, bügelt.
        Geplant sind 2x/Woche (wenn die Höherstufung auf Pflegestufe 2 klappt).
        Sie war schon 4x da und hat ihren mittelgroßen Hund, der ein unterentwickeltes Bein hat und auf drei Beinen läuft, dabei. Beide finden guten Zugang zu meiner Mutter. Ich denke auch, Menschen, die Tiere mögen, sind schon mal eine gute Basis.
        Es ist kein Schoßhund, lässt sich aber gerne kraulen und wenn die beiden mittags entspannen, sehe ich, dass meine Mutter immer mal wieder liebevoll nach ihm schaut. Bisher hatte ich den Eindruck, dass sie nach dem Besuch auch ein paar Stunden ausgelichener ist als sonst.
        Geplant ist nun mit dem neuen Rollstuhl (darüber werde ich auch noch berichten) und dem Hund, einen Spaziergang zu machen.
        Vielleicht für den ein oder anderen eine Anregung.
        LG, Eva Franziska



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        Mein Steckbrief (Stand August 2012): Mutter, 88, betreut von mir (Tochter), 55, selbstständig. Keine weiteren Verwandten; Wohnen im selben Haus; Schweregrad: Ende mittleres Stadium; Verstärkte Auffälligkeiten seit zirka 2006 nach Narkose wegen Arm-OP. Therapie nach Diagnose seit August 2009: Citalopram und Aricept nach 3 Jahren nun abgesetzt, 2x/Woche Krankengymnastik (jetzt als Hausbesuch, klappt aber bisher nur 1x) wegen Gang-Ataxie; 1x/Woche tiergestützte Ergotherapie mit Hirnleistungstraining; 1x/Woche Begeitung bei kurzen Spaziergängen (jetzt nur noch mit Rollstuhl möglich) mit Gesprächaustausch und anschließendem Singen, oder einfache Gymnastikübungen), 1x/Woche Besuch von Haushaltshilfe mit Hund. Ich versuche hauptsächlich mit Hilfe integrativer Validation (Nicole Richard) die Grundstimmung zu stabilisieren.

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        • Re: Update: Hund oder Katze oder lieber nicht …?


          Liebe Eva-Franziska, das hört sich doch super an und ich muss gestehen, dass mich Ihre Möglichkeiten ein bisschen neidisch machen.

          Seitdem meine Mutter in einem Heim ist, habe ich eine etwas gespaltene Einstellung Hundbesitzern gegenüber. Hat sich einfach so entwickelt, ich habe nicht konkret darüber nachgedacht und die können ja auch nichts dafür. Aber jetzt denke ich immer, wenn jeder Hundebesitzer einen Senioren mit auf seine Spaziergänge nehmen würde, kämen diese mindestens 3 x am Tag an die frische Luft. Das gelingt uns nur höchstens 1 x am Tag, wenn ich es tue. Von vitaminreicher Aufbaukost und warmen Kuschelplätzchen an jeder Ecke, will ich gar nicht erst sprechen.

          Aber ein Strafgefangener hat ja auch mehr "Ausgang"....

          Ja, ja, die Vergleiche hinken, sind aber offensichtlich. Ich hätte eigentlich auch gerne einen Hund.

          Allen ein entspanntes Wochenende.

          Gruß - Marge

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          • Re: Update: Hund oder Katze oder lieber nicht …?


            Ja Marge,
            der Vergleich lädt zum Nachdenken ein. Ich bin selbst sehr erschüttert darüber, wie ich vor meiner Mutter den alten Menschen gesehen habe. Nicht, dass ich da respektlos gewesen wäre, aber es hat mich nicht so sehr gestört, wenn es denen mal nicht gut ging. Und den Pflegekräftemangel habe ich auch als unabwendbar hingenommen. Mir scheint, dass kaum irgendwo das gnadenlose Wesen unserer Gesellschaft so traurig offenbar wird, wie in der Einstellung dem alten Menschen gegenüber.

            Das Hundethema lässt mich immer noch nicht los - vielleicht, weil ich etwas von dem erwarte, was ich selbst nicht geben kann oder will: bedingungslose Annahme?

            Na ja - möge Ihr Wunsch nach einem entspannten Wochenende in Erfüllung gehen - das wäre ja super.

            LG, Eva Franziska

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            • Re: Update: Hund oder Katze oder lieber nicht …?


              Hallo Eva Franziska,

              ich habe erst heute Ihren Beitrag gelesen und würde Ihnen gerne meine Situation schildern.
              Ich pflege meine an Alzheimer Endstadium erkrankte Mutter auch ganz alleine.
              Ich habe ein großes Haus mit einem großen Garten dazu.
              Ich habe eine Perserkatze, die im April nächsten Jahres 16 Jahre alt wird.
              Bis zum 15.11. vergangenes Jahres hatte ich eine Mischlingshündin (Berner Sennenhund-Bobtail), die 13 1/2 Jahre alt wurde.
              Mir fehlt ein Hund und ich werde mir wieder einen zulegen.
              Von meiner Sicht aus muß ich sagen, daß ich den Hund brauche.
              Er gibt mir einen Ausgleich zu der Pflege. Immer wenn ich mit meiner Hündin spazieren ging, wich der Druck und ich konnte meine Gedanken fliegen lassen. Ich konnte einfach mal nicht an Pflege und Pflichten denken.
              Auch im Haus half mein Hund mir mal, wenn meistens auch nur für kurze Zeit, die Anspannung zu mindern.
              Wenn ich sie ansah, wenn sie schlief oder dalag, spielte usw. kam ein Lächeln auf mein Gesicht und der Tag war gleich schöner - egal ob Regen, Schnee oder sonstiges.
              Tiere geben einem Menschen unheimlich viel zurück.
              Meine Mutter liegt ja nun schon fast vier Jahre im Bett. Aber wenn jemand kam und mein Hund sich überschwenglich darüber freute und bellte, der Besucher mit dem Hund sprach, hörte sie zu, versuchte zu reden und so etwas wie ein Lächeln lag auf ihrem Gesicht.
              Also selbst so einer kranken Person konnte der Hund noch etwas geben.
              Ich habe außerdem noch vier Zwerghasen, die im Garten leben.
              Ich bestelle etwas Land in meinem Garten.
              Also sie sehen, ich habe sehr viel zu tun, aber alles klappte.
              Ich bin ja an Fibromyalgie erkankt und letztes Jahr kam auch noch Krebs dazu.
              Also ich brauche die Tiere. Sie geben mir auch Lebensmut.

              Vielleicht hilft Ihnen meine Geschichte, sich zu entscheiden, doch vielleicht einem "armen" Tier - vielleicht aus dem Tierheim - auch eine schöne Lebenszeit und ein wunderschönes Zuhause zu geben.
              Ich bin auch so egoistisch, daß ich sage, wenn meine Mutter nicht mehr da sein sollte, bin ich nicht alleine. Auch deshalb werde ich mir wieder einen Hund anschaffen.

              mlG

              Ellen Maria

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              • Re: Update: Hund oder Katze oder lieber nicht …?


                Hallo, liebe Ellen Maria,

                Sie sprechen mir aus der Seele.

                Ich habe die Hundeidee immer noch im Kopf und träume davon. Wenn mal wieder ein besonderer Tiefpunkt gekommen ist, schaue ich mir ein Bild von meiner Mutter an, wo sie so gerührt auf die damals noch lebende Katze schaut, die uns als Freigänger oft besuchte. Das gibt mir immer wieder Kraft. Ich schaue jeden Tag im Internet nach Tieren im Tierheim, in der Hoffnung Klarheit zu bekommen. Habe auch vielen Leuten Bescheid gesagt - falls sie was hören, an uns zu denken.

                Lustig war, dass eine Nachbarin sagte, wenn meine Mutter mal nicht mehr ist, hätte ich doch jemanden, der meine Mutter kannte. Ich denke, sie meinte auch eher, dass die Leere dann besser zu überwinden wäre.

                Unser Garten ist zirka 7x25m, wovon gut ein Drittel auch Anbau ist, mit Hochbeeten. Das habe ich vor 4 Jahren angefangen, wollte die Selbstversorgung lernen und meiner Mutter was Lebendiges vor Augen bieten. Auch lasse ich sie immer alles frisch probieren und so bekommt sie viele Vitamine.

                Mir fehlt die innere Sicherheit, ob es richtig wäre, ich bin aber ganz offen.

                Ihr Beitrag ruft in mir innerlich große Zustimmung hervor.
                Es freut mich, dass Ihre Mutter von dem tierischen Leben bei Ihnen profitieren durfte und darf.

                Alles, alles Gute und lieben Gruß, Eva Franziska

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                • Re: Update: Hund oder Katze oder lieber nicht …?


                  Therapeutisch gesehen stellen Hunde, Katzen, Kaninchen, ja, auch Ziervögel für den Erkrankten eine Bereicherung dar. Natürlich muss sich das jeweilige Tier vom Wesen her dazu eignen. Ich würde hier aber in jedem Fall erst einmal zu einem Besuch durch einen Therapiehund raten. Angebote findet man im Netz.

                  Für das eigene Wohlbefinden sollte die Anschaffung eines Tieres - zusätzlich zur Pflegearbeit und womöglich zum Beruf - gut bedacht werden. Im Falle von EllenMaria, die viele Jahre Erfahrung mit Hund und Katzen hat, sieht das sicher noch einmal anders aus. Wenn man sich aber erstmals einen Hund anschaffen will, halte ich das in einer solchen Situation für eine Herausforderung. Man sollte hier nicht egoistisch handeln und unbedingt auch an das Tier denken.

                  Jede Katze, jeder Hund, jedes andere Tier hat das Recht ein "Für-immer-Tier" zu sein und nicht ein "Ich-probier-es-mal-aus-Tier". Die Lebenserwartung einer Katze liegt - sofern sie drinnen lebt - bei 15 Jahren. Dem Freigänger gesteht man laut Statistik 5 Jahre zu. Bei Letzterem muss man aber auch mit Flöhen und dem durch sie übertragenen Bandwurm rechnen...Impfungen sind besonders beim Freigänger wichtig: Tollwut, Katzenseuche, Katzenschnupfen, Leukose, FIP...

                  Der Stubentiger sollte ebenfalls in etwas größeren Intervallen gegen Katzenseuche und Katzenschnupfen geimpft werden, da man die Erreger auch beim Tierarztbesuch einfangen kann oder mit den Schuhen in die Wohnung tragen kann.

                  Hunde leben ebenfalls zwischen 12 und 18 Jahren. Das will überlegt sein. Man übernimmt eine Verantwortung. Auch hier sind regelmäßige Tierarztbesuche und Impfungen notwending. Wenn die Tiere älter werden, häufen sich auch die Krankheiten und die Konsultationen beim Arzt...

                  Ich weiß, wovon ich spreche, ich habe im letzen Jahr 3 Katzen verloren: 19, 15 und 14 Jahre alt.

                  Während der Krankheit meines Vaters kamen die Tiere eindeutig zu kurz. Oft war ich viel zu erschöpft, um mich so um sie zu kümmern, wie ich das eigentlich möchte. Auch muss man die eigene Lebenserwartung in Relation zur Lebenszeit des Tieres setzen. Wo soll es hin, wenn einem selbst etwas zustößt?

                  Also nicht gedankenlos handeln - verantwortungsvoll vorgehen.
                  Mehr wollte ich eigentlich gar nicht zu der Frage beitragen.
                  Herzlichst .. Leona

                  Kommentar


                  • Re: Update: Hund oder Katze oder lieber nicht …?


                    Danke, Leona für die klaren Worte!

                    Wir hatten früher schon Tiere und es ist wirklich dem Tier gegenüber unfair, wenn man es nur aus egoistischen Gründen hat. Deshalb würde ich mich schon verpflichten, es auf Lebenszeit zu versorgen, das ist eine schwere Entscheidung.

                    Aber Sie haben vollkommen Recht und es müsste eigentlich klar sein, dass ich es nicht machen sollte, denn die Versorgung meiner Mutter fordert wirklich alles und "nach" meiner Mutter, kommen vielleicht so manche Schwachstellen bei mir zum Vorschein, die jetzt noch durch die Stresshormone in Schach gehalten werden. Nur, wenn die Verzweiflung wieder so groß ist, droht mein Verstand auszusetzen, also am besten suche ich mir Leute, die mich dann bremsen.

                    Ich kann hier aber auch mal ein Update geben:
                    Jedesmal, wenn ich drauf und dran war, den Gedanken in die Tat umzusetzen, kam eine Freigängerkatze zu Besuch (als wäre sie vom Himmel gefallen). Bis auf 10 Tage um die Karnevalszeit, wo sie sicher in "aller Stille" gefeiert hat, kam sie bisher fast täglich mal vorbei, sie holt uns sogar zum Spazierengehen ab. Auch haben wir sonst noch viel tierischen Besuch, von Therapeuten und einer Haushaltshilfe, die 1/Woche ihren Hund mitbringt.

                    Aber man weiß ja nie, ob es sich einmal mit dem passenden Wesen fügt, so dass es dann doch richtig ist.

                    Wenn bei mir wieder die Fantasie durchgeht, werde ich hier schnell um Hilfe rufen ….!

                    LG, Eva Franziska

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                    • Re: Update: Hund oder Katze oder lieber nicht …?


                      Hallo Leona,
                      hallo Eva Franziska,

                      ich habe mir in meiner Nähe ein Tierheim ausgesucht und immer wenn ich Lust habe, nehme ich mir eine Auszeit und hole mir einen Hund und gehe mit ihm spazieren (in der Nähe des Tierheimes).
                      Die Tierheimbetreuer sind dafür immer sehr dankbar und natürlich auch der Hund.
                      Man kann sich aber auch einer Katze widmen und mit ihr schmusen oder auch sie kämmen - sofern es eine Langhaarkatze ist, allerdings mögen es manchmal auch Kurzhaarkatzen -.
                      Meine Hausärztin hat auch zwei Hunde und da sie einen privaten Umbruch hat, suchte sie sich Hundesitter. Am Montag nachmittag bin ich dran und hole mir die zwei in der Praxis ab und werde einen langen Spaziergang machen.
                      Sehen Sie, man muß gar nicht ein eigenes Tier haben. Es warten überall arme Geschöpfe auf uns, um sich ihnen zu widmen.
                      Allerdings bin ich auch auf der Suche nach einem eigenen neuen Hund.
                      Ich habe aber genaue Vorstellungen. Ich schaffe mir nicht irgendeinen an. Er muß in diese ganze Situation reinpassen. Es muß alles stimmen.
                      Deshalb dauert es auch ein wenig. Aber irgendwann sehe ich einen und dann springt mein Herz und sagt: "Das ist er!"
                      Und meine Tiere habe ich bis zu ihrem Ende bei mir. Keines habe ich je wieder weggegeben. Auch bekamen und bekommen sie alle ihre Impfungen - selbst die Kaninchen - und alle drei Monate bekommt meine Lina (Katze) ihre Wurmtablette. Auch mein Hund bekam alles was er brauchte, auch im Alter die Schmerzbehandlung. Alle Tiere bekommen und bekamen auch alle notwendigen Behandlungen, die sie aus Krankheitsgründen benötigen oder benötigten.
                      Allerdings bleiben meine Tiere Tiere und ich vermenschliche sie nicht.

                      Alles Gute für die Zukunft Ihnen und auch Ihren Angehörigen.
                      LG
                      Ellen Maria

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                      • Re: Update: Hund oder Katze oder lieber nicht …?


                        Hallo, liebe Ellen Maria,

                        hatte auch schon überlegt, als Hundesitter oder Katzensitter zu fungieren. Doch leider sind die Tierheime bei uns im Kölner Raum zu weit weg und meine Mutter fühlt sich sicherer in der näheren Umgebung. Wir gehen aber auch, so oft es geht, in den nahegelegenen Park und sprechen alle Hunde an.
                        :-)
                        Eventuell könnte man privat einen Hund betreuen ... Hm.

                        Ansonsten habe ich den digitalen Sender AnimalPlanet dazu gekauft und den schauen wir auch oft, gleich kommt Tierarzt Dr. Dreesen. Zu schön. Und wenn es immer noch nicht genug ist, habe ich lustige Katzenvideos auf DvD.

                        Schon gesehen?
                        youtube(dot)com/watch?v=58oMb-Sq2QU

                        Aber so ein eigenes …. hach … Den größten Stress bei den Freigängern habe ich eigentlich damit, die nicht zu binden, denn man will sie ja nicht den Besitzern abspenstig machen.

                        Vermenschlichen mag ich auch nicht, aber die Katze "vertiericht" uns, würde ich sagen. Die will, dass ich mit ihr auf Mäusejagd gehe. Wo das noch hinführt?

                        Tierische Grüße an alle,
                        Eva Franziska

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                        • Re: Hund oder Katze oder lieber nicht …?

                          Hallo liebe Eva Franziska,

                          ich weiß, daß dies nun wirklich fast ein Jahr alter Beitrag war, aber bei mir regnet es und ich dachte, ich schaue mich mal wieder im Forum um. Früher war die Zeit dafür ja sehr gut wie gar nicht vorhanden.
                          Meine Frage ist nur, wie ging es weiter mit Tieren??
                          Meine Katze ist genau auf den Tag sechs Wochen nach meiner Mutter mit über 16 Jahren eingeschläfert worden.
                          Meine Tiere sind ausnahmslos alle in meinem Garten begraben. An ihren Geburts- und Todestagen stelle ich eine kleine Laterne auf ihre Gräber. Und auch an den Totensonntagen brennen die Lichter.
                          Ich weiß, manche Nachbarn und auch hier im Forum denken, ich hätte sie nicht mehr alle, aber das ist mir egal.
                          Zweimal war ich nahe an einem neuen Hund. Aber es sollte wohl nicht sein und bis jetzt war nicht der richtige dabei. Suchen werde ich aber weiter.
                          Aber eine neue Katze kam nach drei Monaten wieder in mein Heim. Eine Katze, die ihre sechs Jahre mit "Kinderbekommen" verleben mußte.
                          Und dann, wie dies nicht mehr möglich war, mußte die Katze aus ihrem alten Zuhause raus. Sie konnte ja kein Geld mehr erbringen.
                          Sie ist eine weiße reinrassige British Shorthair. Sie ist immer noch nicht so richtig bei mir angekommen. Sie tut sich unheimlich schwer damit.
                          Sie scheint immer etwas mißtrauisch zu allem, was ich tue, zu sein.
                          Selbst in der Küche, wo ihre Näpfe stehen, läßt sie das Fressen sein und rennt raus, wenn ich reinkomme und mich in der Küche bewege.
                          Einzig allein nachts, wenn sie neben mir auf ihrer Decke in meinem Bett liegt, läßt sie sich überall genüßlich streicheln. Ihr Schnurren sagt mir dann "Danke". Und zum gemeinsamen Spielen fordert sie mich auch immer auf.
                          Sie stellt sich immer auf die Hinterfüße und streift dann an meinem Bein empor. Ein Besucher nennt sie nur noch Lippizaner.
                          Mein Haus war einfach zu leer ohne Haustier. Die Kaninchen wohnen ja in einem wunderschönen, großen Stall das ganze Jahr im Garten.
                          Natürlich schmuse ich auch mit ihnen und genieße das auch genauso wie meine Kaninchen es genießen. Sie zanken sich regelrecht, wer zuerst an der Tür sein darf, wenn sie aufgeht und meine Hand in den Stall kommt.
                          Also ohne Tiere werde ich bis an mein Ende NIE sein.

                          LG
                          Ellen Maria

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