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Röcheln beim Atmen

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  • Röcheln beim Atmen

    Hallo, liebe Forumbetreuer!

    Ich pflege meine Mutter(96) jetzt schon seit 2 Jahren bei mir. Vor 3 Wochen war sie kurz im Krankenhaus, sie hatte fast eine Woche keinen Stuhlgang. Sie war auch ausgetrocknet. Sie bekam Infusionen und schon nach 3 Tagen war sie wieder fast auf dem Damm und sah blühend aus. Jetzt lege ich noch viel mehr Wert aufs Trinken. Ich stehe 3x in der Nacht auf wenn sie auf wenn meine Mutter aufs Klo muß und ich lasse sie eine ganze Tasse warmen Tee trinken, den ich in der Thermosflasche bereit halte. Es geht ihr jetzt viel besser, das Trinken scheint das Wichtigste zu sein. Mama hat jedoch immer so ein Röcheln, sie muß sich auch immer räuspern und sie scheint eine Menge Schleim zu haben, den sie nicht abspucken kann. Ich gebe ihr vom Arzt empfohlenen Sirup, es ist schon besser geworden, doch das Röcheln beunruhigt mich. Wie bekomme ich es los?
    Im Entlassungsbericht des Krankenhauses stand latente Herzinsuffizienz (sie hat es schon sehr lange)
    Ich freue mich sehr auf eine Antwort.
    liebe Grüße

    Hildegard

  • Re: Röcheln beim Atmen


    Liebe Hildegard,

    ja, man ist immer verblüfft, welche große Rolle das Trinken spielt. Ihr Beitrag ist auch eine Ermutigung, bei unseren Angehörigen gut darauf zu achten. Natürlich ist es sinnvoll, abzuklären, wie viel der einzelne wirklich braucht. Bei meiner Mutter sind knapp 1-1,5 Liter Wasser plus die 0,5, die im Essen enthalten sind, offensichtlich gut ausreichend.

    Vielleicht sollten Sie beim Krankenhaus oder Hausarzt nachfragen, ob das Röcheln mit der Herzinsuffizienz zu tun hat. Es gibt da wohl unterschiedliche Möglichkeiten, ob das links- oder rechts- oder beidseitig ist.
    Frage ist auch, ob es eine Verschleimung ist oder Atemprobleme. Zuviel Milchprodukte können auch zu mehr Verschleimung führen.

    LG und viel Kraft bei der Betreuung,
    Eva Franziska



    .................................................. .................................................. .................................................. .................................................. ..................................... Mein Steckbrief (Stand Januar 2012): Mutter, 88, betreut von mir (Tochter), 54, selbstständig. Keine weiteren Verwandten; Wohnen im selben Haus; Schweregrad: Mittleres Stadium; Verstärkte Auffälligkeiten seit zirka 2006 nach Narkose wegen Arm-OP. Therapie nach Diagnose seit August 2009: Citalopram 20mg, Aricept 5mg, 1x/Woche Krankengymnastik wegen Gang-Ataxie; 1x/Woche tiergestützte Ergotherapie mit Hirnleistungstraining; 1x/Woche Begeitung bei kurzen Spaziergängen mit Gesprächaustausch (diese Dame begeleitet meine Mutter auch zur Physiotherapie und singt oft danach noch mit ihr). Ich versuche hauptsächlich mit Hilfe integrativer Validation (Nicole Richard) die Grundstimmung zu stabilisieren.

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    • Re: Röcheln beim Atmen


      Hallo Hildegard,

      auch ich pflege - ganz alleine - meine an Alzheimer erkrankte Mutter (80).
      Sie befindet sich im sogenannten Endstadium.
      Ich pflege sie nun schon seit über drei Jahren - seit über drei Jahren liegt sie im Bett, vorher ist sie noch rumgelaufen und hat allerhand angestellt. Auch da habe ich sie schon betreut.
      Nun aber zum Problem Röcheln.
      1. kann es daran liegen, daß sie zuviel Flüssigkeit bekommt, dann kann es zum Röcheln kommen, weil der Körper und das Herz mit dieser Menge nicht zurechtkommen und dadurch erschwert arbeiten. Dann kommt es zur Verschleimung. Wenn dies bei meiner Mutter auftritt, schäumt sie manchmal regelrecht aus dem Mund. Eine Abhilfe hierfür kann man auch erreichen, wenn man den Hauptanteil der zugebenen Flüssigkeitsmenge bis zum späten Nachmittag - so ungefähr 18 Uhr - gibt. Dann ist die Verarbeitung nicht mehr so eine große Anstrengung, weil der Körper beim Schlafen ja auf Sparflamme umschaltet.
      2. kann es an einer Überschleimung der Bronchien kommen. Dann steht der Schleim oben an der Luftröhre und beim Atmen vibriert der Schleim und dadurch erfolgt das Röcheln. Das ist aber vollkommen unbedenklich.
      3. kann es, - wie es bereits hier auch ein anderes Forumsmitglied erklärt hat - an der Ernährung liegen. Milch, Schokolade und Nahrung mit Milchanteilen und auch wenn Säfte zu dick sind, verursachen eine Verschleimung.

      Ich habe daselbe Problem bei meiner Mutter. Sie war eine starke Raucherin und hat deshalb immer eine starke Verschleimung. Sie bekommt jeden Tag 600mg AccAkut. Wenn solche Arzneien verabreicht werden sollen, dann ist es besser, diese bis zum Mittag geben, weil ansonsten der Körper dies ja auch noch in der Nacht verarbeiten muß. Denn wenn das Mittel wirkt, muß derjenige ja dann auch husten. Und dies ist nachts nicht so gut, wenn der Patient dann dabei schläft.
      Ich klopfe ihr auch mehrmals am Tag - so zwei- bis dreimal - leicht den oberen Rücken und den Brustkorb ab. Das soll das Abhusten des Schleimes erleichtern bzw. auch anregen.
      Ebenso reinige ich ihr dann den Mund und erreiche damit meistens den Schleim, der das Röcheln verursacht.

      Wenn dieses Problem beim Liegen auftritt, hilft es auch mal, wenn man den Kranken aufsetzt.
      Also keine Gedanken machen, wenn es durch die Verschleimung kommt.

      Kommt es durch zuviel Trinken, die Flüssigkeitsmenge mal herabsetzen und schauen, ob das Röcheln aufhört.
      Dann aber auch bei normalen Tagen - besondere wären: zu heiß, vielleicht ein Infekt, nach schwitzen oder Durchfall - diese verringerte Menge beibehalten.
      Aber auch immer der Ärztin/dem Arzt diese Situation schildern und auch dann sagen, was man dagegen getan hat.
      Und immer wieder beim Arztbesuch um Abhorchung bitten.

      Meiner Mutter reicht ein täglicher Flüssigkeitsbedarf incl. Nahrung 1 1/2 Liter - also 1500ml.
      Wenn sie zur Verstopfung neigt, dann auch mal etwas mehr Wasser oder Tee - auch auf Tees achten, manche können auch Verstopfung verursachen - und etwas weniger feste Nahrung.
      Um gleichzeitig den Hals vor dem Verrauen durch das Husten zu schützen oder zu heilen ist Salbeitee oder Tees, die Salbei enthalten, sehr gut.

      Aber auch wir "Normalen" trinken nicht jeden Tag auf den Milliliter genau die Flüssigkeitsmenge, die wir normalerweise brauchen.

      Ich hoffe, ich konnte ein wenig helfen und auch ein wenig Mut machen, damit die Sorgen etwas weniger werden.

      lg Ellen Maria

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      • Re: Röcheln beim Atmen


        Liebe Frau Maria Ellen!

        Vielen Dank für Ihre Antwort!
        Ja, alles was Sie schreiben kann sein, die vielen Milchprodukte, die ich meiner Mutter gebe, die Säfte und vielleicht zu viel Flüssigkeit. Aber diese braucht sie ja, damit das Blut dünn bleibt. Unser neuer Hausarzt (wir haben ihn jetzt gewechselt, nachdem der alte gesagt hat:" was wollen Sie denn, noch in diesem Alter?") hat jetzt einen neuen Sirup verschrieben, sie hat eine unglaubliche Schleimbildung. Sie spuckt ihn ab und dann geht es wieder besser. Doch das Röcheln bleibt. Vor dem Schlafengehen reibe ich ihr auch den Rücken ein mit Franzbranntwein und klopfe den Rücken von unten nach oben ab. Da scheint sie auch wieder besser atmen zu können und sie kann gut schlafen.Ansonsten geht es meiner Mutter gut
        Was mich noch interessieren würde, ist, was Sie so kochen. Meine Mutter ißt fast nur noch Kartoffelbrei mit Soße zu Mittag sonst nichts mehr. Ich möchte ihr natürlich auch gerne mal was anderes kochen, damit sie nicht immer das Gleiche schmecken muß. Aber wenn es keine Soße ist, dann ißt sie nichts. Früher hat sie auch gerne mal Milchreis. Natürlich wechsle ich die Soßen ab und mache auch mal saueres Fleisch, mit Essig. Ich probiere am Sonntag Kartoffelknödel selbst gemacht.
        Auf eine Antwort würde ich mich sehr freuen

        liebe Grüße an Alle und an Sie, liebe Frau Ellen Maria

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        • Re: Röcheln beim Atmen


          Liebe Frau Eva Franziska!

          Vielen Dank für Ihre Antwort. Meiner Mutter geht es gut, obwohl die Verschleimung groß ist. Sie spuckt aber sehr viel ab.Sie ist wieder auf dem Damm, nachdem sie im Krankenhaus war, ich habe auch den Hausarzt gewechselt. Ich habe eine weitere Dame organisiert, die noch einmal in der Woche kommt zum Gesprächsaustausch, singen und so weiter.

          liebe Grüße und viel Mut und Kraft

          Hildegard Bergbauer

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          • Re: Röcheln beim Atmen


            Hallo Hildegard,

            meine Mutter hat eine Magensonde, die ich allerdings nicht als Lebensverlängerung, sondern als Hilfsmittel sehe. Da ja eine Mahlzeit oft drei Stunden eingenommen hat, sind Ärzte und ich übereingekommen, daß dies das beste für uns beide ist.
            So nun aber zur Frage, was sie noch isst.
            Ich gebe zusätzlich zur Sondennahrung, die ich dann allerdings verringere, ihr u.a. Babygläschen, da ist dann auch alles drin.
            Dann kommt es noch darauf an, was ich für mich koche. Sie kann allerdings nur noch Brei richtig Essen. Bei Flüssigkeit verschluckt sie sich. Das ist aber ein Teil der Alzheimer Erkrankung.
            Wenn ich aus dem Garten dann ernte, gibt es alles mögliche an Obst und Gemüse - natürlich dann alles püriert. Gibt es Erdbeeren mit etwas Sahne, kommt immer ein Schmatzen rüber. Naja, wie kleine Kinder es auch machen, wenn es ihnen schmeckt.
            Ansonsten gebe ich ihr aus einem Kinderbecher - wegen Schnabel - oder aus einer Spritze auch alles Flüssige wie Tee, Saft, Kaffee (ohne Milch).
            Manchmal lutscht sie auch etwas Eis oder ein ganz kleines Stück Schokolade. Kommt darauf an, wie verschleimt sie ist.
            Ich habe schon bemerkt, wenn etwas ihr nicht passt oder sie sich nicht richtig wohlfühlt, verschleimt sie auch mehr. Es scheint also auch etwas seelisches damit zu tun haben, wie schwer die Verschleimung ist.
            Was ich auch noch mache ist, - am Anfang mit Wick, mittlerweile hole ich mir die markteigenen Einreibemittel - ihr ein mit diesem Mittel eingeschmiertes Küchentuch auf die Brust zu legen.
            Mein Rat, nicht direkt auf die Haut auftragen, denn mit der Zeit greift es die Haut an. Deshalb zwischen ein auf zweimal gefaltetes Küchentuch auftragen und dann auflegen.
            Über den Tag lasse ich sie mehrmals auf einem Teelöffel oder Spatel aufgetragenen Honig ablutschen.
            Vielleicht - auch wenn es gegen Ihren Geschmack geht - geben Sie Ihrer Mutter einfach immer etwas Soße zu jedem essen, wenn sie es so dann ißt.
            Es ist leider so, daß man Alzheimer Erkrankten wennmöglich immer ihren Willen lassen sollte, auch wenn es gegen unseren eigenen Strich geht.
            Man kann diese Erkrankten nicht umerziehen. Ich mußte dies auch erst lernen.
            Meine Mutter ist nun seit fast zwei Jahren auf dem selben Stand. Nach Auskunft der Amtsärztin im Februar 2008 hat sie die Erkrankung mindestens schon seit 5 bis 8 Jahren gehabt. Kommt auch mit meinen Feststellungen hin. Auch im Nachhinein fällt dann einem manches auf, was man dann dieser Krankheit zuschreiben kann. Und dann stimmt diese Aussage wirklich, denn in 2002 hatte ich zum ersten Mal ihren Hausarzt darauf angesprochen. Aber nur eine ganz empörende Aussage erhalten, die lautete: Geht mich nichts an, ist Familiensache.
            Die Sonde hat sie im Dezember 2008 bekommen.

            Ich hoffe, ich konnte wieder etwas helfen.
            Wenn noch weiterer Bedarf an Auskunft besteht, immer fragen.
            Ich kann zwar nicht versprechen, daß es immer zeitnah eine Antwort gibt, aber ich bekomme ja Nachricht in mein Postfach und dann ist dies das Erste, was ich dann machen werde, versuchen wieder weiterzuhelfen.

            Im Moment ist es halt so zeitnah gewesen, weil ich gerade wieder eine unheimliche Schwitzattacke hatte (ich habe Krebs und das sind Nebenwirkungen der Behandlung) und dann kann ich nicht mit meiner Mutter arbeiten. Ich fordere sie jeden Tag aufs Neue.
            Gerade kurz vorher habe ich den Rollstuhl bereitgestellt. So wie jetzt das Wasser durchgelaufen ist, wird gepflegt und für ein paar Stunden in den Stuhl gesetzt, da sie im Sitzen immer klarer ist, als wenn sie im Bett liegt.

            lg
            EllenMaria

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            • Re: Röcheln beim Atmen


              Liebe Frau Ellen Maria!

              Vielen Dank für Ihre mail mit Ihren guten Tips. Das mit dem Wick werde ich auch probieren. Vielleicht ist Tiger Balm auch nicht schlecht.
              Schade, daß Sie selbst nicht so gesund sind. Wie alt sind Sie? Vielleicht wird es auch wieder besser, man muß nur daran glauben. Viel macht die Ernährung aus.Ich lebe sehr mit der Ernährung nach Oshawa. Er sagt: Du bist was Du ißt. Ich war auch schon einmal sehr schwer krank, als junge Frau, ich habe alles überstanden, ich habe längere Zeit nur braunen Reis gegessen, bald ging es mir wieder gut. Schauen Sie mal im Intenet, nach Oshawas Ernährungslehre.
              Seit 5 Jahren bin ich Vegetarier. Es geht mir bestens. Ich habe viel Energie und Freude. Ich fühle mich leicht und beweglich. Ich bin schon 61, arbeite aber immer noch als selbstständige Künstlerin und Unternehmerin. Ich arbeite viel und sehr gerne.
              Meine Mama wird heuer 97, sie ist noch ganz fit.Z um Gehen freilich nimmt sie Wägelchen oder den Gehstock. Wir machen jeden Tag Gymnastik im Sitzen oder ich stütze sie. Danach fühlt sie sich gut und ich kann es sofort sehen. Auch geistig scheint es dann viel besser zu fließen.Vielleicht könnten Sie das mit Ihrer Mutter auch machen, es gibt ganz leichte übungen im Sitzen, so Arme hoch, Kopf kreisen, Schultern kreisen, rückwärts schauen und die Handgelenke und Fu´gelenke bewegen, auch die Finger, faust machen, Trockenschwimmübungen und boxen. Wir tanzen auch zusammen und singen, ich spiele dann Gitarre.Ich weiß nicht ob meine Mama Alzheimer hat. Ich denke, es ist einfach die altersbedingte Vergeßlichkeit. Sie spielt noch Karten und kann sich gut an alles erinnern. Sie schwindelt auch und passt auf was gezählt wird und passt auf was ich mache. Es ist ihr wichtig, daß sie gewinnt. Bei uns läuft alles sehr gut, davon abgesehen, daß meine beiden Schwestern sich überhaupt nicht um meine Mutter kümmern, auch der Enkel nicht. Sonst wäre es natürlich viel leichter, bekäme sie Besuch und hätte sie Gesprächspartner. Aber so ist es nicht ganz einfach. Ich gehe jeden Tag ins Geschäft, ab spätem Vormittag oder Mittag und komme dann erst am Abend wieder zurück. Dann ist Mama oft schon im Bett. Unsere Haushaltshilfe ist schon älter und sie spricht nach über 2 Jahren immer noch kein deutsch. Sie will es einfach nicht lernen, mit der Mama spricht sie also nicht. obwohl es das Fernsehen gibt und ich einen Kurs gekauft habe und ich auch mit ihr spreche auf deutsch. Von Anfang an habe ich polnisch gelernt, weil es mich nervte, daß ich die Anweisungen nicht geben konnte. Mittlerweile kann ich mich so einigermaßen verständigen, gibt es aber Probleme und muß es schnell gehen, ist es sehr anstrengend für mich.
              Probieren Sie mal die Ernährungslehre von Oshawa für sich selbst. Kostet nicht viel und ist auch gar nicht anstrengend.
              Und schreiben Sie doch dann wie es ist.
              Ich freue mich sehr auf eine Antwort von Ihnen.

              Recht liebe Grüße und viel Kraft und frischen Mut

              Hildegard Bergbauer

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