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Mit Demenz ins Krankenhaus?

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  • Mit Demenz ins Krankenhaus?

    Meine Mutter (69) hat Demenz und Psychose in den letzten Monaten hat sich Ihr Zustand extrem verschlechtert. Sie will nicht mehr laufen, schläft nur, schreit und brüllt Leute an und jetzt will sie nicht einmal mehr in den Gemeinschaftsraum. Momentan werden Medikamente ausprobiert doch heute wurde mir gesagt das eine Einweisung in ein psychiatrische klinik bevorsteht (zur bedikamenten Behandlung) und dringend notig sei. Ich weiss aus andern Fällen das Ortswechsel extreme Verschlechterungen zur Folge haben können. Das alles macht mir grosse Angst und es tut so schrecklich weh einen geliebten Menschen so zu sehen. Ich will natürlichdsa sich ihr Zustand so schnell als möglich bessert, wäre ein Krankenhausaufenthalt also ratsam? und Hilft es meiner Mutter wenn ich mit ihr ins Krankenhaus gehe und bei ihr bin über die Wochen die so eine Behandlung dauert? Damit sie nicht alles vertraute verliert?

    Ich bin für jeden Rat dankbar :I


  • Re: Mit Demenz ins Krankenhaus?


    Du bist das beste auch bekannteste Sprachrohr deiner Mutter.Wenn es dir möglich ist, sei ihr Begleiter. Sprich es mit der Krankenkasse deiner Mutter ab. Sie ist ohne dich hilflos. Keiner kann ihre und deine Wünsche, Vorstellungen, Ratschläge, Wissen gegenüber den Ärzten, Pflegepersonal so gut vertreten wie du.
    Du würdest ja auch kein Kleinkind alleine dem unvertrauten fremden Klinikablauf aussetzen.
    Meine Erfahrungen vor einem Vierteljahr waren diesbezüglich sehr positiv sowohl von Seiten des zust#ndigen Neurologen, der aufgrund des Krankheitsbildes sehr aufgeschlossen und wohlwollend war als auch des Pflegepersonals, die dies als Entlastung empfanden. Ich würde es jederzeit wieder so händeln.
    Mama wäre gnadenlos überfordert von der neuen Situation gewesen und alles andere als kooperativ.
    Es ist so schon alles schwierig genug.

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    • Re: Mit Demenz ins Krankenhaus?


      Vielen dank NANE1, das hilft mir schon mal.

      Warum soll ich es denn mit dr Krankenkasse absprechen?

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      • Re: Mit Demenz ins Krankenhaus?


        In unserem Fall wars nach vorheriger Rücksprache und Kostenübernahmezusicherung so, daß der zuständige Kostenträger also die Krankenkasse bei dieser schweren
        Krankheit Demenz sämtliche Kosten wie Übernachtung im 2-Bett-Begleitzimmer und Verköstigung übernommen hat.
        Allerdings hat vorher der behandelnde Neurologe dies als notwendig gegenüber der Kasse ärztlicherseits begründet.
        Bei einem vorhersehbaren Aufenthalt also alles vorher regeln.
        Bei uns wars zwar damals eine Notfall-Einweisung. Mit einem Telefonat mit der Krankenkasse wurde dies alles geklärt.
        Hartnäckig bleiben.
        Mama hätte den Krankenhausablauf komplett zerlegt. Gut, daß so kompetente und wissende Leute vor Ort waren. Man kann es den Bediensteten auch nicht verübeln. Sie können sich wirklich aus personellen und zeitlichen und organisatorischen Gründen nicht kümmern und unsere Lieben sind halt hilflos ohne Ende.

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        • Re: Mit Demenz ins Krankenhaus?


          Liebe Inge2011,
          soweit ich die Krankheit bisher kennengelernt habe, erschient es mir auf jeden Fall ratsam, sie ins Krankenhaus zu begleiten, wenn das möglich ist. Ich könnte mir auch denken, dass es trotz der Strapatze auch für Sie besser ist - sonst ist man sicher ständig in Sorge.
          Meine Mutter ist zwar noch im früherem Stadtium, aber jeglicher Druck oder Verunsicherung macht sie völlig hilflos, während sie, wenn sie z.B. eine gleichbleibende gute Stimmungslage vermittelt bekommt, viel mehr kann. Ich bin sehr überzeugt, dass der vertraute Halt extrem viel bewirkt. Sie sollten aber auch darauf achten, sich selbst gut zu versorgen.
          Vielleicht können sie sich ein wenig ausrüsten z.B. mit Musik, Liedern zum gemeinsamen Singen, humorvolle Geschichten, ein paar Fotos usw., womit sie dort gemeinsame Zeit verbringen können.
          Außerdem schauen sie hinter die Kulissen, können lernen, was ihre Mutter braucht und so eventuell das betreuende Heim besser unterstützen.
          Ich fände es ganz toll, wenn es klappt und wünsche Ihnen alles alles Gute und viel Kraft für die Zeit.
          LG, Eva Franziska



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          Mein Steckbrief (Stand Januar 2010): Mutter, 86, betreut von mir (Tochter), 52, selbstständig. Keine weiteren Verwandten; Wohnen im selben Haus; Schweregrad: Anfang mittleres Stadium; Verstärkte Auffälligkeiten seit zirka 2006 nach Narkose wegen Arm-OP. Therapie nach Diagnose seit August 2009: Citalopram 20mg, Aricept 5mg, 1-2x/Woche Krankengymnastik wegen Gang-Ataxie; 1x/Woche tiergestützte Ergotherapie mit Hirnleistungstraining; 1x/Woche 2Std. Betreuung (über Betreuungsgeld) durch eine befreundete Ergotherapeutin mit Austausch über verschiedene Lebensthemen. Ich versuche hauptsächlich mit Hilfe integrativer Validation (Nicole Richard) die Grundstimmung zu stabilisieren.

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          • Re: Mit Demenz ins Krankenhaus?


            Vielen Dank Eva Franziska und NANE1,

            eure Ratschläge und Ansichten haben mir sehr weiter geholfen. Ich gehe 100pro mit meiner Mutter ins Krankenhaus oder nehem mir ein Zimmer in der Nähe...und wenn es nur ist um einfach nur da zu sein. ich denke das man in jeglichem Gesundheitsstadium merkt ob man allein ist oder nicht. Ich habe den Neurologen gefragt ob es eine Möglichkeit gibt das ich in dem Krankenhaus schlafen kann um bei meiner Mutter zu sein, seine Antwort war: ¨natürlich nicht, es ist doch kein Hotel" . Er scheint mit dem Zustand meiner Mutter übervordert zu sein. Die Medikamente wurden jetzt noch mal umgestellt. Wenn die nicht anschlagen wird meine Mutter nächste Woche ins Krankenhaus eingewiesen.

            Vielen Dank und ich wünsche euch weiterhin noch alles Gute.
            inge

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            • Re: Mit Demenz ins Krankenhaus?


              Liebe Inge,

              ich bin immer höchst alarmiert, wenn ich lese, Medikamenteneinstellung, neue Medikamente werden ausprobiert... etc. Bitte denken Sie daran, dass die meisten Medikamente Wochen brauchen, um ihre Wirkung zu zeigen, genauso lange dauert es, die "alten" Medikamente wieder loszuwerden. Passen Sie gut auf, daß Ihre Mutter nicht so zugedröhnt wird und Sie sich dann wundern, was plötzlich mit ihr geschieht. Sie ist noch "jung".

              Ich war ebenfalls mit meiner Mutter im Krankenhaus. Die einzig machbare Lösung. Viel Erfolg.

              LG Marge

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              • Re: Mit Demenz ins Krankenhaus?


                Hallo Marge,

                danke für deinen Beitrag, ja mir gefÄllt das ausprobierend er Medikamente auch nicht und versuche so gut wie möglich drauf einzuwirken. Habe sogar veranlasst das der vorherge Arzt und der jetztige Unterlagen austauschen. Habe in anderen Fällen jedoch schon gelesen das nurd as ausproieren von Medikamenten hilft.

                Das Pflege personal achted auch sehr darauf das die Medikamente nicht so schnell gewechselt werden sondern erst wenn sich anch aifbau des Spiegels imer noch keien Wirkung aufgebaut hat und auch dann werden sich "rausgeschlichen" und nicht so ratz fatz abgesetzt.

                Trozallem bin ich, genau wie du, was dieses tema angeht in sehr alamiert. es gefällt mir gar nicht das sie mir sagen sie wissen es auch nicht und Könen nur ausprobieren. Klingt alles ein bischen nach Glücksspiel für mich und verunsichert mich sehr.

                Meine Mutter ist zwar vom alter herr jung und auch Körperlich fit, doch wenn man sie sieht glaubt man kaum das sie erst 69 ist. Sie sieht aus als wäre sie schon 80. Mir wurde damals (vor 5 Jahren) erklárt das sie viel zu früh an Altersdimenz erkrankt ist, etwas das nur selten passiert und wohl durch den hohe Alkoholkonsum mit Tabletten und schweren Lebenssitutaionen verursacht wurde ;(

                iIch gehe 100 pro mit ins Krankenhaus, morgen sagen sie mir bescheid ob es wirklich notwendig ist

                LG
                inge

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