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Aricept - Wie kann m. den Pat. überzeugen?

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  • Aricept - Wie kann m. den Pat. überzeugen?

    Hallo,
    bei meinem Vater wurde Alzheimer im Frühstadium festgestellt. Leider möchte er keine Antidementiva, keine ASS (er hat eine 50%ige Stenose) und keine Statine einnehmen. Das wurde ihm eigentlich alles ans Herz gelegt von seiner Neurologin. Am wichtigsten fände sie allerdings das Aricept für ihn.
    Mein Vater hatte schon immer gerade in solchen Dingen seinen eigenen Kopf und lässt sich nicht reinreden; obwohl er über seine Defizite sehr verzweifelt ist und sehr deprimiert ist, möchte er das Medikament nicht nehmen. Er ist schon seit längerem bei einem Heilpraktiker in Behandlung, der sein Blut "verbessern" möchte durch seine Behandlung. :-( Dass der Heilpraktiker ihm bei seiner Erkrankung nicht helfen kann, möchte er nicht hören.
    Er hat Bedenken, dass ihm das Medikament mehr schaden als nutzen wird.
    Hat vielleicht jemand einen Tipp für uns, wie wir ihn doch überzeugen könnten?
    Grüße
    Dani11

  • Re: Aricept - Wie kann m. den Pat. überzeugen?


    Hallo Dani,
    leider schreiben Sie nicht, wie sich die Alzheimer Erkrankung bei Ihrem Vater bemerkbar macht, sprich: welche Ausfälle sind zu beklagen? Offenbar ist Ihr Vater aber noch in der Lage seine Meinung zu sagen und auch durchzusetzen. Grundsätzlich finde ich den Kontakt zu einem Heilpraktiker nicht verkehrt, denn auch die Schulmedizin stößt bei Morbus Alzheimer ganz klar an ihre Grenzen. Vielleicht können Sie Ihren Vater wenigstens vom Nutzen des Aspirins überzeugen und ggf. von einigen sinnvollen Nahrungsergänzungsmitteln wie Folsäure, hochdosiertem Lecithin, Gingko Biloba, Vitaminen der B-Gruppe insbesondere B12, Vitamin E und ggf. Galactose? Die Antidementiva Aricept, Reminyl und Exelon haben natürlich auch alle ihre Nebenwirkungen und wenn Ihr Vater sie ablehnt oder mit Widerwillen einnimmt, sind das sicher keine guten Voraussetzungen. Exelon gibt es aber z.B. auch als täglich zu wechselndes Pflaster. Vielleicht kann er das eher akzeptieren.
    Welche Therapie hat denn der Heilpraktiker vorgeschlagen?
    Es wäre interessant mehr darüber zu erfahren.
    Vielleicht melden Sie sich zu dem Thema noch einmal.

    Herzlichen Gruß, Leona

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    • Re: Aricept - Wie kann m. den Pat. überzeugen?


      Hallo Dani11!

      Mein Gedanke dazu:
      Ihm vielleicht sagen, dass er es ja auch nur mal versuchsweise einnehmen könnte, um Zeit zu gewinnen, da ja viel geforscht wird?
      Es könnte ja sein, dass es in ein oder zwei Jahren eine gezieltere Behandlung gibt. Für die wäre er dann fit genug, weil ja das Antidementiva den Krankheitsprozess solange abmildern oder aufhalten kann.

      Die Antidementiva sind ja keine Option für irgendwann, wenn nichts mehr geht, sondern entfalten ihre Wirkung am besten, je früher sie eingesetzt werden.

      Ihn von dem Heilpraktiker abbringen zu wollen, wird wohl leider nicht gelingen und ihn noch ablehnender machen. Kennen Sie nicht einen Arzt, der das etwas nüchterner sieht und dennoch dieses "charismatische Flair" ausstrahlt, was viele Patienten zum Heilpraktiker hinzieht - nur so eine Idee.
      Wenn er von dem Heilpraktiker nicht abzubringen ist, kann höchstens noch der Placebo-Effekt genutzt werden, weil er meint, etwas Gutes für sich getan zu haben.

      Seine Bedenken, dass ihm das Medikament eher schaden als nutzen könnte, sollte man ganz ernst nehmen und die Bedenken mit der Neurologin zusammen IN RUHE noch einmal durchgehen und abwägen. Es ein paar Wochen lang zu probieren, könnte ja nicht schaden, das sieht er vielleicht ein.

      Alles Gute,
      Eva Franziska

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      • Re: Aricept - Wie kann m. den Pat. überzeugen?


        Sehr geehrte/r Dani11,

        ein gewissenhafter Heilpraktiker kennt seine Grenzen. Können Sie diesen einweihen und versuchen, ihn davon zu überzeugen, Ihrem Vater die Kooperation mit der behandelnden Neurologin zu empfehlen?

        Mit freundlichen Grüßen,

        Spruth

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