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Erfahrung mit GPS Armband

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  • Erfahrung mit GPS Armband

    Die letzten Beitträge zu diesem Thema sind schon fast ein Jahr alt. Hat inzwischen jemand Erfahrungen mit solch einem Armband gemacht? Seit meine Frau (68, Alzheimer seit 2 - 3 Jahren) im November mal von Mitternacht bis 10 Uhr morgens (trotz polizeilicher Suche) unterwegs war, kann ich nicht mehr ruhig schlafen. Auch tagsüber wäre es praktisch, wenn ich mal kurz alleine weg könnte ohne gleich für Betreuung sorgen zu müssen.

    BeiGoogle habe ich etwas über ein italienisches GPS Band gelesen (2008 für ca 1100 Euro). Auch die Kanadier sollen planen solche Bänder (erprobt mit Gefangenen!) für Alzheime Patienten anzuwenden.

    Wie gesagt, ich möchte es auch probieren, würde aber gern von jemand der es angewandt hat, hören wie gut oder schlecht das funktioniert.

    Gerd W

  • Re: Erfahrung mit GPS Armband


    Lieber Gerd W,

    auf der Suche nach einem Heimplatz für meine Mutter habe ich von einer Einrichtung gehört, in der die Patienten kleine Armbänder tragen, wie in diesen all-inclusive-Urlauben, die dann piepen, wenn derjenige durch die Haustür, also auf die Straße, entschwinden möchte - nur dann. Ich weiß nicht, ob das das Gleiche ist, was Sie meinen, aber wenn Sie möchten kann ich mich erkundigen, da eine Freundin von mir dort arbeitet.

    Es gibt Gegenstimmen die behaupten, das wäre bereits eine "Fixierung" und verboten. (?) Ich persönlich dachte im ersten Moment "bevor meine Mutter vor ein Auto läuft oder erfriert.... doch eine gute Idee". Habe aber noch nicht wirklich drüber nachgedacht. Vielleicht werde ich hier jetzt auch gleich gesteinigt.

    Ihnen alles Gute und viel Geduld.
    Gruß - Marge

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    • Re: Erfahrung mit GPS Armband


      Liebe Marge,

      vielen Dank für den Hinweis, aber das piepende Band würde ich wohl nachts nicht hören. Wichtiger ist mir eine Kombination aus Band und "Navi", auf dem ich jeweils den Standort feststellen kann. Bei der Stichwortsuche bei Google fand ich Hinweise auf Hersteller solcher Dinge in Kanada/Spanien und Italien, würde aber natürlich gern wissen ob jemand Erfahrungen damit hat.

      Die Alzheimer Gesellschaft konnte mir auch nicht helfen.

      Im übrigen finde ich dieses Forum ganz prima und lese häufig darin wenn meine Frau in der Tagesbetreuung ist. Es ist allerdings auch beängstigend was da wohl alles auf mich zukommt.

      Auf jeden Fall will ich meine Aktivitäten (Gesangverein, Schwimmen etc.) beibehalten und nutze dafür die Angebote der lokalen Alzheimer Gruppe zur stundenweisen Betreuung.

      Gruß - Gerd W

      Kommentar


      • Re: Erfahrung mit GPS Armband


        Lieber Gerd W,

        ich schiebe diesen Beitrag nochmal nach oben. Könnte ja sein, dass inzwischen doch jemand Erfahrungen gesammelt hat. Oder Sie vielleicht sogar ?

        Gruß - Marge





        __________________________________________________ __________________
        Mein Steckbrief (Stand Apr 2010): Mutter (82) wird betreut von Ehemann (82) und mir (Tochter 54), vollzeitberufstätig. Erste Hirnleistungsstörungen diagnostiziert in 1994. Im März 09 als "mittelschwere" Altersdemenz eingestuft. Medikamente in 2009: 1 x wöchentlich Imap-Spritze, morgens und abends eine Piracetam Tablette. Seit Jan 10: Axura 5 mg morgens. Mit Axura deutliche Verbesserung in Wahrnehmung und Wortfindung. Wir werden wieder mit unseren richtigen Namen angesprochen, auch wenn sie nicht weiß, wer wir sind. Sie formuliert ab und zu wieder ganze Sätze, wenn auch kurze. Seit März 10 wieder mehr Stimmungsschwankungen, Weinen, Angst. Es kommen Rückenschmerzen und dadurch eingeschränkte Beweglichkeit hinzu. Ab 23.03. Fentanyl-Pflaster. Am 28.03. 10 Tage Krankenhaus wegen starker Durchfälle. Ab 06.04. auf mehrmaliges Anraten des Neurologen auf die geronto-psych. Abtlg. Dort bekommt sie Solian. Am 20.04. Seniorenheim. Im Moment nur noch Solian, nachts Pipamperonsaft, sonst keine Medikamente.

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        • Re: Erfahrung mit GPS Armband


          Liebe Marge,

          ja, ich habe vor kurzem so ein Gerät (Navi mit dazugehörender Armbanduhr) aus Sevilla (Spanien) erhalten, bin aber noch in der Testphase.
          Leider ist das Armband der Uhr doch etwas unförmiger/klobiger als ein normales Armband, so dass meine Frau es nicht ständig tragen mag. Außerdem hatte ich beim Testen (z.B. wenn sie zu Hause oder in der Tagesbetreuung war) schon einige Male falsche Anzeigen, z.B. bis zu 2 km Abweichungen, die im Ernstfall das Auffinden schwierig machen würden.

          Ich werde weiter berichten. Details über das Gerät findet man unter www.keruve.com/2010.

          Viele Grüße

          Gerd W

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          • Re: Erfahrung mit GPS Armband


            Ich habe ja versprochen weiter zu berichten. Bis Ende Juli hat mir das Gerät die Möglichkeit gegeben, wöchentlich mehrmals meine Frau für einige Zeit allein zu Haus zu lassen, ohne im Falle eines Weglaufens ihrerseits gleich wieder die Polizei rufen zu müssen.

            Dann erlitt meine Frau Anfang August einen schweren Schlaganfall und auch eine sofortige Lyse im Krankenhaus konnte eine Lähmung der rechten Körperhälfte sowie des Sprachzentrums nicht verhindern. Nach 2 Wochen im Krankenhaus - erst im Koma auf der Intensivstation, dann in der Schlaganfallstation (Stroke Unit), weiteren 2 Wochen in einer Kurzzeitpflege und 3 Wochen Reha in einem 65 km entfernten Krankenhaus wo ich sie jeden Tag besuchte, ist sie seit Ende September in dem 2 km entfernten Pflegeheim, in dem sie vorher schon 9 Monate lang 4 mal wöchentlich zur Tagesbetreuung in einer Alzheimer-Gruppe war.

            Sie kann weiterhin teilweise in dieser Gruppe mitmachen (vor allem wenn Singen auf dem Plan steht, was besser geht als normales Sprechen). Ansonsten rollt sie mit dem Rollstuhl durch die Räume (leider auch Privaträume anderer Patienten), den sie relativ geschickt mit linker Hand und linkem Fuß bewegt und steuert.

            Das GPS Gerät brauche ich nun nicht mehr. Wenn jemand starkes Interesse daran hat, kann er sich mit mir in Verbindung setzen.

            Viele Grüße an das Forum, dessen Beiträge ich weiterhin mit Interesse verfolge.

            Gerd W

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            • Re: Erfahrung mit GPS Armband


              Lieber Gerd W,

              das ist ja wirklich traurig, was Sie und Ihre Frau durchmachen mußten und müssen. Aber offensichtlich hat sie sich dort ja schon etwas eingelebt und Sie haben das Richtige und Bestmögliche getan.

              Ich hätte dieses Gerät gerne ausprobiert. Das Heim hatte jedoch von Anfang an ein GPS abgelehnt und sie kann dort überall herumlaufen, vom Dach bis zum Keller. Sie tut dies auch, vorzugsweise ebenfalls in den Zimmern der anderen Bewohner. Ist eben viel spannender.

              Sie ist zwar 2 x weggelaufen, aber das ist auch schon wieder lange her. Inzwischen ist sie nicht mehr so flink und ich hoffe, es passiert nicht mehr.

              Weiterhin alles Gute, viel Kraft und noch viele schöne Momente,

              Gruß - Marge

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              • Re: Erfahrung mit GPS Armband


                Hallo lieber Gerd W,

                gerade wurde im Rahmen der Kölner Demenzwochen das AMI System zur Ortung vorgestellt. Mittels Handy kann man übers Internet den Standort der Person abrufen.
                Es handelt sich um einen Chip, der z.B. im Schuh untergebracht werden kann oder in einem Band um den Arm.
                Ist wohl aber noch nicht im Handel.
                Hier der Kontakt zur Uni Siegen:
                http://ami.wineme.fb5.uni-siegen.de/?id=kontakt

                VG, Eva Franziska





                .................................................. .................................................. .................................................. .................................................. ..................................... Mein Steckbrief (Stand September 2010): Mutter, 86, betreut von mir (Tochter), 52, selbstständig. Keine weiteren Verwandten; Wohnen im selben Haus; Schweregrad: Anfang mittleres Stadium; Verstärkte Auffälligkeiten seit zirka 2006 nach Narkose wegen Arm-OP. Therapie nach Diagnose seit August 2009: Citalopram 20mg, Aricept 5mg, 2x/Woche Krankengymnastik wegen Gang-Ataxie; 1x/Woche tiergestützte Ergotherapie mit Hirnleistungstraining; 1x/Woche Begeitung bei kurzen Spaziergängen mit Gesprächaustausch (diese Dame begeleitet meine Mutter auch zur Physiotherapie und singt oft danach noch mit ihr). Ich versuche hauptsächlich mit Hilfe integrativer Validation (Nicole Richard) die Grundstimmung zu stabilisieren.

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