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Früherkennungstests

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  • Früherkennungstests

    Demenz: Gute Möglichkeiten der Verbesserung durch Medikamente

    Die Krankheitssymptome bei Alzheimer-Demenz können um so besser positiv
    beeinflusst werden, je früher die Krankheit erkannt wird. Es gibt gute medikamentöse
    Therapiemöglichkeiten, die zu einem frühen Zeitpunkt sehr vielversprechend eingesetzt werden können. Dafür ist es aber wichtig, die Diagnose in einem relativ frühen
    Stadium zu sichern.
    Unterstützt durch nichtmedikamentöse Therapien hat der Betroffene dann gute
    Möglichkeiten, über einen längeren Zeitraum noch vieles selbst zu entscheiden und
    selbständig am Alltagsleben teilzuhaben.

    ----------------Nutzen Sie die Früherkennungs-Tests-----------------

    Früherkennungstests sind ein gutes Instrument, einen Anfangsverdacht auf
    Alzheimer-Demenz verdichten zu können. Wichtig ist es, dass die Ergebnisse dann
    so schnell wie möglich mit dem behandelnden Arzt besprochen werden.

    Im Alter kann die geistige Leistungsfähigkeit nachlassen. Das kann sich im Denken,
    in der Stimmung und am Verhalten bemerkbar machen. Entfallen Ihnen immer
    häufiger wichtige Termine? Oder finden Sie sich an altbekannten Orten nicht mehr
    zurecht? Vergessen Sie häufiger etwas?

    GEHEN SIE in eine Gedächtnisambulanz zur TESTUNG!

    Ingo Schwalm FKP


  • Re: Früherkennungstests


    Lieber Ingo,
    viele Betroffene und auch Angehörige verwechseln Antidementiva mit Neuroleptika. Es wäre gut, wenn Du diese beiden Arzneimittelgruppen nochmal deutlich voneinander abgrenzen könntest. Mir ist es oft passiert, dass betroffene Angehörige - befragt - antworteten, dass der kranke Angehörige doch Medikamente gegen die Demenz bekomme und wenn ich weiterfragte, erfuhr ich, dass es sich um Melperon oder Risperdal handelte, also ganz und gar nicht mit der direkten Behandlung der Demenz zu tun hatte.

    Es ist immer noch zu wenig bekannt, dass es Cholinesterasehemmer und Glutamatantagonisten gibt, geschweige denn, was sich dahinter verbirgt.

    Hier wäre Aufklärung gut.
    Gerade gestern habe ich es wieder erlebt, dass eine Angehörige jammerte, dass ihre Mutter 9 verschiedene Medikamente erhielte und dass sie "dieses" Ebixa jetzt mal absetzen möchte, da es bei fortgeschrittenem Alzheimer doch sowieso nicht mehr helfe...

    Also genau verkehrt herum - Ebixa wird doch genau da eingesetzt!
    Unter den anderen Medis waren allein 3 Beruhigungsmittel (Neuroleptika).
    Die Frau ist nun mehrmals schlimm gestürzt und hat sich in sehr kurzer Zeit stark verschlechtert.

    Es wäre gut, wenn Du - Ingo - einmal genauer zu den Antidementiva berichtest.
    LG Leona

    Kommentar


    • Re: Früherkennungstests


      Hallo Leona, Hallo Ingo,

      dazu wäre m.E. ein gesonderter Thread zu empfehlen etwa unter dem schlichten Titel "Medikamente bei Demenz". Man kann dann durch Zitat des entspr. innerforentechnischen Links immer wieder darauf verweisen. Ein Klick und schon ist man da. Das ist auch sinnvoll für Deine - Ingo - Basistexte.

      Kurz zur Sache hier sekundiert:

      Antidementiva:

      Medikamente gegen demenziellen Erkrankungen, die bestimmte Botenstoffe (Neuromodulatoren bzw. transmitter) verstärken oder abgeschwächt zur Wirkung bringen und somit die noch verbliebenen Kapazitäten besser nutzen, was den Effekt hat, die schwere Pflegebedürfigkeit u.U. um Jahre hinauszuzögern (falls sehr frühe Diagnosen vorliegen und unmittelbar nach der Diagnosestelung mit der Medikation begonnen wird). Beispiele: Reminyl, Aricept, Axura, Ebixa, usw.

      Es folgen die eigentlichen Psychopharmaka, derern Einsatz m.E. immer nur dann sinnvoll ist, wenn andere - z.B. gesprächstherapeutische - Ansätze keine Wirkung zeigen und starke Akutsituatonen oder andere gravierende Probleme vorliegen.

      Antipsychotika:

      Medikamante gegen Psychosen bzw. psychotische Erscheinungen auch bei nicht direkt psychotischen Erkrankungen. Man unterscheidet niedrig- und hochpotente sowie atypische und anticholinerge Neuroleptika. Beispiele: Haloperidol, Risperidon, usw. Bei Demenzerkrankungen sollten ausschließlich atypische nicht anticholinerge Substanzen wie z.B. Risperidon in möglichst niedriger Dosis (Demenzkranke sind i.d.R. keine Psychotiker) zum Einsatz kommen.

      Anxiolytika und Sedativa:

      Anxiolytisch bedeutet angstreduzierend, Sedieren bedeutet Beruhigen. Hier kommen ggf. Diazepam (Valium), Bromazepam, Lorazepam (Tavor) oder andere Benzodiazepine BEFRISTET (wg. Abhängigkeitspotential - bei längerer Einahme aus medizinischen Gründen muss ausgeschlichen werden wegen Krampfgefahren) zum Einsatz. Aber auch Neuroleptika und bestimmte Antidepressiva können sedierend wirken.

      Antidepressiva:

      Medikamente gegen Depressionen. Auch hier gibt es mehrere Mittel, die dem jeweiligen Depressionstyp entsprechen. Beispiel sind Mirtazapin, Trevilor, usw. Bei Selbstmordgefahr ist die Gabe bestimmter Antidepressiva mit Benzodiazepinen zu kombinieren, da sonst wegen der früher als die antidepressive Wirkung einsetzende Antriebssteigerung, die Umsetzung der Selbstmordgedanken drohen kann.

      Antiepileptika:

      Valproat kann von den gegen Epilapsie eingesetzen Medikamenten auch zur Stimmungsstabilisation eingesetzt werden (gegen bipolare Erscheinungsbilder).

      Hypnotika:

      Das sind reine Schlafmittel wie Chloralhydrat oder Abkömmlinge der Barbitursäure wie Evipan. Aber auch Sedativa können hier kurzfristig eingesetzt werden wie z.B. Halcion, Noctamid, usw.

      WICHTIG! Ausschließlich der kompetente Arzt kann bestimmen, wann, wie und in welcher Dosis welches dieser starken Medikamente sinnvoll eingesetzt werden kann! Experimente mit diesen Medikamenten (z.B. vom Nachbarn mal kurz "leihen" oder eigenmächtiges Absetzen bzw. Dosisveränderungen) sind grob fahrlässig und können sogar lebensbedrohlich werden.

      Das kann man alles sehr schön ausweiten mit den wichtigsten Neben- und Wechselwirkungen, usw.

      It´s Your turn, dear Ingo, if You want.

      LG
      Egon

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      • Re: Früherkennungstests


        Push vor!

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        • Re: Früherkennungstests


          Hallo,
          zur Vor-Information:
          In Kürze wird es einen neuen Demenz-Test geben.
          Dieser soll aussagekräftiger als die bekannten Testungen sein.
          Er wird wohl von der Firma Merz vorgestellt werden und nennt sich:
          ROSA
          LG
          Ischwalm

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          • Re: Früherkennungstests


            Lieber Ingo,
            halte uns auf dem Laufenden! Weißt du schon Genaueres über den Test? Gruß Leona

            Kommentar


            • Re: Früherkennungstests


              Hallo,
              natürlich informiere ich über den neuen Test, wenn ich eingeführt wurde und die notwendigen Informationen bekomme.
              LG

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