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Hilfe bei Alzheimer

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  • Hilfe bei Alzheimer

    Hallo,
    bin neu hier und komme gleich mit einem Problem.
    Meine Papa ist 67J.und hat Alzheimer, wahrscheinlich schon seit 3-4 Jahren, aber erst seit gut 2Jahren diagnostiziert. Anfangs lief auch alles soweit gut, er vergaß zwar vieles aber er war gut zu händeln. Dazu bekam er Aricept 10mg. Seit ca.7Monaten wird alles schlimmer. Er ist sehr unruhig, vergisst nochmehr als vorher, erkennt meine Mutter nichtmehr als Ehefrau,sondern als Fremde bzw. er verwechselt sie immer als seine Ex-freundin (meine Eltern sind seit 40J.verheiratet). Das Problem jetzt: er wurde handgreiflich, packte sie an den Armen und wollte sie aus dem haus werfen... Nun habe ich meiner Mama geraten, wenn so etwas nochmal passiert, dann sollte sie einfach gehen und eine runde spazieren gehen...Was gäbe es noch für Möglichkeiten, solche Situationen zu umgehen? Und auch die Unruhe etwas einzudämmen??
    lg N8schwester


  • Re: Hilfe bei Alzheimer


    Hallo N8schwester,

    lesen Sie doch bitte zunächst meine 2 Berichte auf der ersten Seite.
    Gegen die (wahnhafte) Unruhe kann man etwas tun !
    LG
    Ischwalm

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    • Re: Hilfe bei Alzheimer


      Sehr geehrte N8schwester,

      auf den Seiten www.alzheimerforum.de und www.deutschealzheimer.de finden Sie Tipps zum Umgang mit schwierigen Verhaltensweisen von Demenzpatienten.
      Grundsätzlich sollte bei Ihrem Vater geklärt werden, ob die derzeitige Therapie mit Aricept weiter beibehalten werden sollte. Sofern es unter der Therapie zu einem deutlichen Fortschreiten kommen, wäre ein Wechsel des Präparates zu diskutieren. Ist Ihr Vater in Behandlung bei einem Gerontopsychiater, Nervenarzt oder Neurologen? Wenn nicht sollte ein solcher zur Behandlungsplanung hinzugezogen werden. Alternativ könnte sich Ihr Vater auch in einer Gedächtnissprechstunde vorstellen. Adressen finden sie ebenfalls auf den oben erwähnten Seiten.

      Mit freundlichen Grüßen,

      Spruth

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      • Re: Hilfe bei Alzheimer


        Hallo,
        meine Mutti hat am Anfang ihrer Erkrankung Aricept bekommen. Sie hat aber auch alle Nebenwirkungen mitbekommen.Lesen Sie mal den Beipackzettel sie werden erschrecken.
        Das das Medikament Ihrem Vati nicht mehr hilft sehen sie selber. Es sollte schnellstens abgesetzt werden.Sprechen sie bitte mit dem behandelnen Arzt, der es verschrieben hat und bitte lesen sie den Beipackzettel unter Nebenwirkungen.Ihr Vati braucht Liebe und Zuneigung, sicher ist das nicht leicht für Sie und Ihrer Mutti, ich spreche aus Erfahrung.Tabletten sind die schlechteste Lösung. Die Nebenwirkungen von Beruhigungsmittel haben bei Alzheimerpatienten große Wirkung wie zum Beispiel Angst,Wesensveränderungen,Wahnvorstellungen und und und. Agressivität ist meist auch ein Ausdruck von Angst. Ihr Vati würde sich sicher nicht so verhalten,wenn er gesund wäre.Ich wünsche Ihnen und Ihrer Mutti viel Kraft und ich verstehe sie auch, aber Ihr Vati ist völlig hilflos
        Liebe Grüsse
        Heidrun Hoffie-Maresch

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        • Re: Hilfe bei Alzheimer


          Liebe Mitglieder/-innen im Forum,

          solche einseitigen Empfehlungen bitte mit Vorsicht lesen.
          Die Medikation im Laufe einer Demenz muss immer
          angeglichen werden. Liebe und Zuneigung sind sehr
          wichtig! Medikamente einfach abzusetzen gefährlich ohne
          fachärztliche Rücksprache. Fachkompetenz ist niemals
          einseitig, verteufeln der " notwendigen " medikamentösen
          Hilfen
          bei Veränderungen der Hirnstruktur, einfach nur
          dumm!
          LG
          Ischwalm

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          • Re: Hilfe bei Alzheimer


            Hallo,
            bei meinem Dad wurde jetzt die Medikation geändert.
            Remenyl morgens, Melperon25mg mittags, abends und zur Nacht 50mg. Dazu Risperidon morgens und abends 50mg.

            Ich würde meinen Vater gern eine tagespflege ermöglichen, aber wie bringe ich ihn dazu, das einfach mal anzuschauen. Zwingen will ich ihn ja nicht, aber einen Versuch unternehmen, wäre evtl. sinnvoll. Ich kann ihn ja nicht ins Auto packen und vor die Tür fahren, so nach dem Motto: Hier sollst du hingehen. Wenn ich ihm das versuche zu erklären, was ich damit bezwecken will, wird er aggressiv

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            • Re: Hilfe bei Alzheimer


              HalloN8schwester,

              Bie der Medikation Risperdal (Wirkstoff Risperidon) meinen Sie bestimmt statt
              50mg morgens und abends, - 0,5 mg- ! Normal wird erst mit o,5 mg Risperdal
              begonnen und auf evtl. 2 x 0,5 mg aufdosiert. Der Körper benötigt in der Regel
              einige Tage sich an das Medikament zu gewöhnen, es ist aber relativ gut verträglich.
              Messen Sie regelmäßig den Blutdruck beim Vater? Achten Sie auf eine Untergrenze
              von 90/60. Bei einem solchen Wert sollte man kein niederpotentes Neuroleptika
              ( Melperon ) geben.
              Versuchen Sie immer weiter den Vater in eine Tagespflege zugeben ( alle Tricks sind erlaubt).
              Nehmen Sie mit der Tagespflege Kontakt auf und lasssen Sie sich beraten, denn die
              haben diese Erfahrungen schon häufig gemacht.
              Lesen Sie bitte " Die Grundlagen der Demenzbehandlung".
              LG
              Ischwalm

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              • Re: Hilfe bei Alzheimer


                Hallo,
                der Blutdruck ist gut bei meinem Vater.
                Die Medikation von Risperidon war von mir falsch dargestellt. Angefangen hat er Anfangs des jahres mit 0,25mg morgens. Und jetzt soll er es 2 mal bekommen, jeweils 0,5mg.
                Ich verstehe nur nicht, warum mein Vater nicht schläft, weder tagsüber noch nachts. Er legt sich zwar ins Bett, aber nach 2Std. ist Ende und er geistert durchs haus. Ich meine, er bekommt Melperon z.Nacht, man hat es mit Schlafmitteln probiert.
                Selbst tagsüber, wenn man ihmsagt er soll sich hinlegen, nach 5min. ist er wieder unterwegs.
                Dazu kommen auch noch Wahnvorstellungen. Ich weiß nicht, ob man ihn mal ins Krankenhaus einweisen soll.
                Das mit der tagespflege, irgendwie fehlt mir die Umsetzung. Ich kann ja nicht sagen: Wir schauen uns das mal an und so. Da fehlt mir irgendwie das Anfangen

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                • Re: Hilfe bei Alzheimer


                  Hallo,

                  Risperdalerhöhung auf ein vernünftige Dosis bei "Wahnvorstellungen" ist in dem Fall
                  sicher eine Notwendigkeit. Eine Besserung "bei gesicherter Medikamenteneinnahme"
                  muss sich aber auch einstellen. Einige Tage Geduld sind jedoch erforderlich.
                  Bitte auf jeden Fall Kontakt mit der Tagesstätte aufnehmen und mit dem Vater ( nur zum Kaffee )
                  einfach hinfahren.
                  Wenn das Melperon gegen Unruhe und/oder gestörtem Schlaf nicht ausreichen wirkt,sollte
                  dies mit einem Facharzt besprochen werden. Medikamente können nur wirksam sein, wenn auch genügend Flüssigkeit aufgenommen wird!
                  Flüssigkeit ist das allerbeste Medikament. 2 Liter täglich sind erforderlich. Ausnahmen
                  gelten nur für Menschen mit bekannter Herzschwäche ( dann müssen 1 bis 1,5 Liter
                  ausreichen).
                  Regelmäßige RR-Konntollen sind bei Neuroleptika immer erforderlich.
                  LG
                  Ischwalm

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                  • Re: Hilfe bei Alzheimer


                    Lieber Ingo,
                    bitte erkläre doch was unter RR-Kontrollen zu verstehen ist, weil wir auch viele Laien im Forum haben, die nicht aus medizinischen/pflegerischen Berufen kommen!
                    Danke!

                    Leona

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                    • Re: Hilfe bei Alzheimer


                      Hallo Leona,

                      Entschuldigung. RR = Blutdruckmessung.
                      RR siehe auch: Grundlagen der Demenzbehandlung.
                      Die Notwendigkeit wird leider oft unterschätzt!

                      LG
                      Ischwalm

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                      • Re: Hilfe bei Alzheimer


                        Hallo,
                        also trinken ist nicht das Problem, er schafft so 2l, auch mehr.
                        Blutdruck liegt immer so zwischen 120/130 zu 70/80.

                        Wir werden noch bis Ende nächster Woche warten müssen, dann möchte der Neurologe nochmal wissen wie es aussieht.

                        Ich dachte ja auch, dass der Blutzucker nicht normal ist, da er auch Diabetiker ist, aber die werte sind relativ, laut Hausarzt normal

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