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Mini Mental Status

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  • Mini Mental Status

    Ich habe zwei Fragen:

    1) Bei meinem Vater wurde im April 2005 ein MMS von 15 festgestellt, durch einen Neurologen, gibt es eine Faustregel oder wissenschaftliche Litartur, wie viel sein MMS im März oder in Februar 2005 hatte?

    2) Können traumatische Ereignisse, Tod der Ehefrau, den MMS in einem Monat um 5 Punkte absenken lassen?


  • Re: Mini Mental Status


    Hallo Walter,
    wie ein MMS Ihres Vaters vor April 2005 ausgesehen hätte, kann man im Nachhinein nicht mehr klären. Der Patient erhält für jede erfolgreiche Antwort einen Punkt. Am Ende werden die Punkte zusammengezählt. Die Skala der Bewertung reicht von 0 bis 30.

    Hat ein Probant weniger als 25 Punkte, könnte eine krankhafte Beeinträchtigung vorliegen.
    Unter 20 Punkten ist eine leichte bis mittlere Demenz zu vermuten, unter 10 Punkten spricht man von einer schweren Form der Demenz.

    Das Testergebnis kann natürlich durch Nervosität und Befangenheit beeinträchtigt werden.
    Ebenso ist darauf zu achten, dass der Patient gut sieht und hört (Brille/ Hörgerät), sonst kann auch dies zu falschen Resultaten führen.

    Traumatische Ereignisse können meines Erachtens alle möglichen krankhaften Symptome hervorrufen. Sehr häufig kommt eine Demenz nach dem Tod des Lebenspartners erst richtig heraus. Dies war auch im Falle meines Vaters so. Auch ich konnte mir die massive Veränderung von "einem Tag auf den anderen" nicht wirklich erklären.

    Wichtig ist, dass Ihr Vater eine Behandlung mit adäquaten Medikamenten erhält.
    Wichtige Infos finden Sie auch unter www.deutsche-alzheimer.de und www.alzheimerforum.de

    Herzlichst
    Leona

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    • Re: Mini Mental Status


      Sehr geehrter Walter,

      Zu 1.: eine Faustregel ganz allgemein gibt es nicht, da der kognitive Verlauf entscheidend von der Grunderkrankung abhängt. So kann es innerhalb von 3 Monaten eine Verschlechterung von 30 auf 0 Punkte aber auch eine identische Verbesserung geben. Bei der Alzheimer-erkrankung geht man von einer Verschlechterung von im Mittel 3 Punkten pro Jahr aus, sofern die Patienten unbehandelt sind. Auch hier gibt es aber erheblich 1. interindividuelle (zwischen verschiedenen Patienten) und 2. intraindividuelle (bei einem einzelnen Patienten) Schwankungen, die von vielen Faktoren (Infekt, Depression, Flüssigkeitszufuhr, Wetter,...) abhängen.
      Zu 2.: Ja.

      Mit freundlichen Grüßen,

      Spruth

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