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falsche Diagnose möglich bei Test?

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  • falsche Diagnose möglich bei Test?

    EEG in Ordnung, MRT in Ordnung. Hab dem Neurologen meine Beobachtungen über meinen Mann geschildert . Der Arzt hat dann noch einen üblichen Test gemacht. Und uns mitgeteilt, dass mein Mann ( 61 Jahre ) Alzheimer im Anfangsstadium hätte. Und EXELON Pflaster verschrieben. Meine Kinder und ich merken schon seit vielen Monaten, dass etwas mit meinem Mann nicht stimmt und haben die Diagnose angenommen. Jetzt verlangt seine Schwester, dass wir noch einen Experten hinzuziehen ( Memory-Klinik ), weil ihr Mann Alzheimer hatte und zwar in anderer Form als mein Mann. Sie glaubt nicht, dass es Alzheimer ist.
    Kann ein Neurologe sich bei so einem Alzheimer-Test irren???
    Liebe Grüße
    Charly


  • Re: falsche Diagnose möglich bei Test?


    Hallo Charly.Y,
    warum sollten sich Ärzte nicht irren? Bei meiner Mutter hatte der Arzt, zu einer Zeit, als ich schon bemerkte, dass etwas nicht stimmt, geäußert, dass meine Mutter kein Alzheimer oder Demenz hat. Ein Jahr später sah das dann schon anders aus. Also den Besuch einer Memory-Klinik halte ich persönlich für eine gute Idee.
    Liebe Grüße
    Adelheid

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    • Re: falsche Diagnose möglich bei Test?


      Sehr geehrte Charly,

      völlig abwegig, was Ihre Schwägerin annimmt. Ein Arzt, und erst Recht ein Neurologe, irrt sich nie. Grundsätzlich nicht. Das ist vollkommen unmöglich.

      Im Ernst: Durch alle Bereiche der Medizin, unabhängig von der Fachrichtung, nimmt man selbst bei Experten eine Fehlerquote bei der Diagnosestellung von mindestens 5% an.
      Grundsätzlich einmal hat der behandelnde Neurologe Ihres Ehemannes vieles richtig gemacht: Er hat Ihre Bedenken ernst genommen, er hat apparative (ich denke auch Labor-) Untersuchungen vorgenommen, ihn hinsichtlich seiner Hirnleistung getestet und nach Diagnosestellung entsprechend seiner Verdachtsdiagnose nach dem aktuellen medizinischen Wissensstand korrekt behandelt. Ob die Diagnose stimmt vermag ich über das Internet allerdings nicht zu beurteilen.
      Eine zweite Meinung einzuholen schadet letztlich natürlich nicht. Insofern können Sie selbstverständlich eine Gedächtnissprechstunde mit Ihrem Ehemann aufsuchen. Adressen finden Sie im Internet z.B. unter www.deutschealzheimer.de oder www.alzheimerforum.de.

      Mit freundlichen Grüßen,

      Spruth

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      • Re: falsche Diagnose möglich bei Test?


        Wenn Ihr Mann einverstanden ist, können Sie gern noch eine zweite Meinung einholen. Mein Mann - 60 Jahre, Diagnose vor 2 Jahren - wollte das gerne, obwohl ich selbst keinen Zweifel an der Diagnose hatte. Aber mein Mann mag seinen Neurologen nicht, obwohl der alles richtig gemacht hat und meinen Mann zusätzlich zur Bestätigung in die Neurologie eines Krankenhauses überwiesen hatte. Trotzdem waren wir einige Monate später noch in der Uniklinik und dort wurde die MRT und PET mit Tau- und Phosphor-Tau-Bestimmung gemacht (diese Untersuchungen geben zurzeit meines Wissens nach die größtmögliche Sicherheit) mit dem gleichen Ergebnis: Alzheimer-Demenz, leicht fortgeschritten. Ich finde, es spricht nichts gegen den Besuch einer Memory-Klinik oder ähnlichem, wenn das für Ihren Mann okay ist. Allerdings wird ihr Mann vermutlich durch diese ganzen Untersuchungen wieder mit seinen Defiziten konfrontiert werden, das sollte man bedenken. Mein Mann war besonders nach den neuro-psychlogischen Testungen immer ziemlich deprimiert. Die Diagnose anzunehmen und sich darauf einzustellen, ist eine gute Sache - es bleibt einem auch nichts anderes übrig. Die Verläufe der Alzheimer Demenz sind durchaus verschieden. Das konnte ich feststellen seit ich längere Zeit in diesem Forum lese. Bei meinem Mann z.B. funktioniert der Orientierungssinn noch recht gut, während er in anderen Alltagskompetenzen doch inzwischen schon recht große Defizite zeigt, die Gedächtnisprobleme sind extrem.
        LG und viel Kraft
        otti5

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