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  • Hilfe

    Hallo! Bei meiner Mutter wurde 2006 eine Demenz festgestellt. Der Neurologe konnte jedoch keine Aussage machen, ob es sich um Alzheimer oder einer Altersdemenz handelt. Bei weiteren Nachfragen von mir und meinen Schwestern wurde wir abgeblockt und zuletzt als hysterisch bezeichnet. Sie bekam das Medikament Aricept. Vor einem halben Jahr wurde das Medikament eingestellt, da die Leberwerte meiner Mutter schlecht waren. Der Hausarzt meinte wir stellen das Medikament ein, da es sowieso nichts gebracht hat(ich kann nicht beurteilen, ob das Medikament etwas gebracht hat, da ich nicht weiß, wie die Krankeit verlaufen wäre ohne dieses Medikament, aber die Leberwerte sind nach Einstellung des Medikamentes besser geworden). Der Zustand meiner Mutter hat sich in letzter Zeit wesentlich verschlechtert (Unruhezustände, starke Wortfindungsstörungen, Inkontinenz, das Essverhalten). Ich weiß nicht was ich tun soll. Kann mir jemand einen Rat geben?

  • Re: Hilfe


    Unbedingt zu einem anderen Arzt gehen!, auch wenn dieser ggf. etwas weiter weg liegt.
    Ansonsten z.B. hier im Forum recherchieren, und sich an örtliche Alzheimergesellschaften wenden, evtl. auch Angehörigenkontakte herstellen. Sie könnten den Arzt natürlich auch zur Rede stellen, welche weitere Vorgehensweise er vorschlägt, sollte er eine weitere Behandlung verweigern, muss er Gründe angeben.
    Leider gehen viele Medikamente auf die Leber, ist also gut wenn dies weiter beobachtet wird. Evtl. hilft genügend Flüssigkeit und für die Leber auch Kaffee, außerdem viel Bewegung!
    Welche Medikamente evtl. helfen könnten, ist eine Geschichte für sich. Da Ihre Mutter aber sowieso ärztlich betreut werden muss, am besten erstmal einen richtigen Arzt finden, der Ihre Mutter nicht gleich aufgibt und auch Sie als Angehörige ausreichend informiert. Wenn noch nicht gemacht, unbedingt die gesetzliche Betreuung regeln, damit jemand das Recht hat auch die medizinischen Sachen für Ihre Mutter zu regeln.
    Im übrigen wird oftmals nicht zwischen einer Altersdemenz und Alzheimer unterschieden, auch nicht bei der Medikation, ob das richtig oder falsch ist kann ich schwer beurteilen, bin selber Tochter eines Vaters, dessen Demenzform noch nicht wirklich gesichert ist.
    Alles Gute, Flieder

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    • Re: Hilfe


      Hallo Flieder, vielen Dank für Ihre Ratschläg. Ich werde auf jeden Fall den Arzt wechseln. Ich kann mir nicht erklären, weshalb unser Hausarzt keine Alternative angeboten hat. Ich hätte noch eine Frage an Sie, haben Sie Erfahrungen mit dem Medikament Aricept oder mit dem Exelonpflaster gemacht? Für eine Antwort wäre ich Ihnen dankbar.

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      • Re: Hilfe


        Hallo Juli 5 , möchte ih´nen nur kurz ein paaa zeilen schreiben was das exelonpflaster angeht , hatte es auch schon ins forum geschrieben , wo leider keine antwort kam , aber nun denn .
        also mein vater ist auch an demenz erkrankt , ich war am verzweifeln , wusste nicht ein noch aus , dann aber las ich von dem pflaster , sprach die neurologin darauf an , die das auch meinem vater verordnete ..........ich kann nur sagen , es war wie ein wunder , er konnte wieder besser sprechen , war nicht mehr so agressiv , die unruhe war soweit weg , auch bis heute ist die unruhe die er jede nacht hatte, so gut wie weg .
        er bekommt noch zusätzlich seroquell , zur beruhigung , das klappt soweit sehr gut , natürlich kommen immer mal wieder tage , da ist man am boden .............aber wie schon gesagt , das sind sehr wenige.

        nur nicht aufgegeben , immer wieder nachfragen bei den ärzten , nur so kommt man weiter .
        viel kraft und liebe grüsse

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        • Re: Hilfe


          Hallo Juli,
          ich möchte mich pupperl anschließen und in Ihrem Fall das Exelonpflaster empfehlen. Es ist verträglicher als die oralen Antidementiva und ist offenbar sehr wirksam. Sie können sich und Ihrer Mutter zwei weitere Jahre schenken. Achten Sie unbedingt auf ausreichend Flüssigkeitszufuhr und auf viel Bewegung an frischer Luft. Leider sind viele Ärzte keine große Hilfe bei der Behandlung Demenzkranker. Versuchen Sie einen neurologischen Facharzt zu bekommen oder noch besser wäre der Besuch einer Gedächtnissprechstunde an einer Uniklinik. Auf den Seiten

          www.deutsche-alzheimer.de
          www.alzheimerforum.de

          finden Sie auch diesbezüglich wichtige Hinweise.
          Meine besten Wünsche, Leona

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          • Re: Hilfe


            Hallo Pupperl, vielen lieben Dank für ihren Ratschläge, ich werde nicht aufgeben und einen Neurologen auf das Pflaster ansprechen. Ich wünsche ihnen auch viel Kraft

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            • Re: Hilfe


              Hallo Leona, ich möchte mich auch bei ihnen für die Ratschläge bedanken und werde sie befolgen. Ihnen auch die besten Wünsche.

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              • Re: Hilfe


                Sehr geehrte/r Juli5,

                Aricept bei steigenden Leberwerten unter der Therapie abzusetzen war die richtige Entscheidung, keine Alternative auszuprobieren nicht. Während Aricept und Reminyl einen Stoffwechselweg nehmen, der die Leber miteinbezieht, wird Exelon v.a. über die Niere ausgeschieden. Aus diesem Grund stellt es in dem Fall Ihrer Mutter eine mögliche Alternative dar, die Sie mit dem behandelnden Arzt diskutieren sollten. Das gleiche gilt im Übrigen für den Umstand, daß Aricept möglicherweise keine Wirkung gezeigt hat. Daß ein Acetylcholinesterasehemmer nicht gewirkt hat, bedeutet nicht zwangsläufig, daß dies für die anderen ebenfalls gilt. Leona schrieb Ihnen bereits Links, unter denen Sie Adressen von Gedächtnissprechstunden finden. Ich empfehle Ihnen, eine solche mit Ihrer Mutter aufzusuchen.

                Mit freundlichen Grüßen,

                Spruth

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                • Re: Hilfe


                  Sehr geehrter Herr Dr. Spruth,

                  vielen Dank für Ihre Antwort. Ich war mit meiner Mutter vor zwei Wochen bei einer Gedächtnissprechstunde und die Ärztin hat uns das Medikament Axura empfohlen. Wir hoffen nun, dass es bei meiner Mutter eine Wikung zeigt und keine Nebenwirkungen auftreten.

                  Mit freundlichen Grüßen

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                  • Re: Hilfe


                    Sehr geehrter Herr Dr. Spruth,

                    wie schon berichtet, wurde meiner Mutter das Medikament Axura empfohlen (Gedächtnissprechstunde). Bei einer Blutabnahme bei ihrem Hausarzt wurde nun festgestellt, dass sich die Leberwerte wieder erhöht haben. Wir wissen nun nicht, ob wir das Medikament wieder absetzen sollen bzw. so einfach absetzen dürfen. Für eine Antwort wäre ich Ihnen sehr dankbar.
                    Mit freundlichen Grüßen

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