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Wohngemeinschaft für Demenzkranke

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  • Wohngemeinschaft für Demenzkranke

    Hallo,
    ich möchte mal wieder kurz etwas Positives berichten.
    Meine Mutter hatte gestern ihren 80sten Geburtstag, den wir in der Wohngemeinschaft bei Kaffe und Kuchen und einem Gläschen Sekt an dem hübsch dekorierten Tisch gefeiert haben. Leider konnte von der großen Verwandtschaft meiner Mutter keiner kommen. Viele sind halt selbst schon alt und krank. Aber wahrscheinlich wäre noch mehr Tubel wohl eher auch negativ gewesen. Ich hatte schon das Gefühl, dass es auch so schon sehr irritierend für Mama war.

    Dafür hat sie viel Post bekommen und die Pflegekräfte hatten meine Mutter und die anderen Damen schick frisiert und fein gemacht. Als ich ankam kramte Mama in dem großen Posthaufen und irgendwie hat sie wohl schon mitbekommen, dass für sie ein besonderer Tag war.
    Da meine Mutter immer das Bedürfnis hat irgendwie herumzuräumen war das beim Kaffeetrinken schon etwas schwierig, weil sie dauernd die Teller abräumen wollte oder irgendwie ständig versuchte im Kuchen herumzumatschen.

    Alles in allem war es ein wirklich schöner Nachmittag und meine Mutter hat sogar öfter richtig zusammenhängende und verständliche Sätze gesprochen.

    Ich lese auch immer die schlimmen Schilderungen von Leona zu der WG, in der ihr Vater lebt und das tut mir immer sehr sehr leid. Vielleicht sollten die WG-Bewohner bzw. deren Betreuer darüber nachdenken den betreuenden Pflegedienst zu wechseln. So eine WG funktioniert ja anders als ein Heim. Es gibt da eigentlich keine Leitung, sondern die Bewohner bestellen einen Pflegedienst nach ihrer Wahl. Unsere WG hängt an einem eingetragenen Verein, der Demenzinitiative Oberberg e.V. und da gibt es einen Vorstand
    Es gibt da wohl auch große Unterschiede. Ich muss zu "unserer" WG sagen, dass ich eigentlich bis auf Kleinigkeiten wirklich sehr zufrieden bin. Sehr liebevolles und motiviertes Personal, für die die Arbeit mehr als nur ein Job ist. Die Wohnung ist auf einer Ebene. Bewohner die noch aktiver sind werden sogar zu ihren Hobbis (z.B. Musik machen) gefahren. Alle sehen gepflegt aus und werden gut umsorgt. Und das ganze ist immer noch preiswerter als der Heimplatz den meine Mutter bei Pflegestufe II vorher hatte.

    Liebe Grüße von Adelheid

  • Re: Wohngemeinschaft für Demenzkranke


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    • Re: Wohngemeinschaft für Demenzkranke


      Hallo Adelheid,ich freue mich sehr so positiv über eine WG zu hörn,denn meistens herrschen katasrophalische Zustände.Ich hoffe da viele diesen Beitrag lesen und davon profitieren können.Meine Frage an Sie ist,ob sie schon einmal von einer WG gehört haben,wo man als Angehöriger mit leben kann.Mein Mann ist noch sehr jung(48J) und ich bin leider in letzter Zeit körperlich nicht so fit und dadurch wird die Versorgung im Moment etwas schwierig.Wir haben jetzt erst Pflegestufe beantragt und aus diesem Grund werden auch noch keine Kosten übernommen.Muß selbst wieder wegen einer Op in die Klinik und bekomm keine Haushaltshilfe.Falls Sie von einer WG wissen die Ehepaare betreut,wäre ich Ihnen dankbar wenn Sie es mir mitteilen würden.Ich wünsch Ihnen alles Gute und Grüße Sie herzlichst Marie

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      • Re: Wohngemeinschaft für Demenzkranke


        Hallo Marie,
        ich verstehe Ihren Wunsch, mit Ihrem Mann weiter zusammen leben zu wollen.
        Da ich Ihre Frage leider nicht beantworten kann, habe ich Sie mal dem Mann gestellt, der sich "unsere" WG ausgedacht hat und das ist seine Antwort:



        "Damit bin ich dann auch schon bei der Beantwortung auf die Frage des Forum-Teilnehmers;
        > eine solche WG ist mir leider nicht bekannt;
        > meine Überlegung wäre, dass man Gleichgesinnte suchen sollte mit dem Ziel einer solchen WG Gründung;
        > Einige laufende Wohngemeinschaften bieten, wie auch wir, gerne auf Wunsch Doppelzimmer oder nach kleinem Umbau zwei Zimmer mit direktem Zugang; hier scheitert es jedoch meist an den Kosten, da oft eine vorhandene Pflegestufe sowie Anteilig die Betreuungskosten berechnet werden müssten, da jede WG auf eine bestimmt Bewohnerzahl hin sich rechnen muss;
        in unserem Falle ist weiterhin eine vorhandene Demenz in Zukunft ärztlich oder vom MDK zu bestätigen (Diagnose Demenz); was im vorliegen Falle, da Unterstützung durch das Sozialamt (Ergänzende Hilfe zur Pflege)beantragt würde (schließe ich aus fehlende finanzielle Hilfe Haushalt)für den Ehepartner nicht übernommen würde.
        > leider ist gute Pflege nicht immer zu bezahlen, oft trifft es die Schwachsten; wir tun unser Bestes."



        Ich weiß ja leider auch nicht in welcher Ecke Deutschland Sie leben. Falls Interesse besteht, sich mit obigem Herrn mal zu unterhalten, gebe ich Ihnen gerne die notwendigen Daten.

        Wie gesagt, ich habe den Eindruck, dass es meiner Mutter wirklich gut geht. Sie lächelt meist und scheint ganz zufrieden. Ihre Ausdrucksfähigkeit ist besser geworden und auch nachts gibt es wohl keine größeren Probleme. Meine Mutter ist schon im fortgeschrittenem Stadium der Alzheimer Demenz. Sie hat inzwischen all ihre Fähigkeiten verloren und kann sich wirklich an nichts und niemanden erinnern. Ich weiß nicht, wie es ihrem Mann geht, aber auf Dauer werden Sie schon Hilfe benötgen - da bin ich sicher.

        Ich wünsche Ihnen alles Gute und ich finde es ganz furchtbar, dass Ihr Mann in so jungen Jahren an so einer Krankheit leidet.

        Liebe Grüße von
        Adelheid

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