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Hohe Zuckerwerte

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  • Hohe Zuckerwerte

    Hallo zusammen,

    mein Vater ist leider ja nun auch Dement. Interessanterweise hängt die Stärke seiner Verwirrtheit mit seinem Zuckerwert zusammen.

    Das heißt aber nicht, der Zuckerwert im Griff, Vater geht es gut. Nein leider nicht.

    Er ist am Besten beisammen, wenn der Zuckerwert zwischen 400 und 600 liegt. Dann versteht er vieles und lässt sich führen. Aber das kann doch nicht gesund sein!! Mein Vater ist erst 73 und bis auf die Diabetis gesund.

    Heute abend haben wir einen Termin bei der Betreuungsstelle. Wir möchten u.a. auch die Betreuung für seine Gesundheit übernehmen. Aber was tut ihm selber wirklich gut??

    Er war im Krankenhaus, Zuckerwerte okay, aber sehr verwirrt. Hilfe!!?? Was kann man, sollte man hier tun? Kann mir jemand weiterhelfen?

    Liebe Grüße

    Lisa


  • Re: Hohe Zuckerwerte


    Liebe Lisa, Es kann sein bei sehr hohen Zuckerwerten daß Dein vater dann verwirrt ist.
    Du schreibst als Dein Vater im Krankenhaus war ,waren die Werte ok ?? Ich würde Dir unbedingt mal vorschlagen, mal zu einem Diabetologen zu gehen. Denn das muß unbedingt behandelt werden. Da muß mal ein HBA1C Wert gemacht werden. Das ist ein Wert ,der alle 1/4 Jahr gemacht wird um zu sehen wie der Zucker eingestellt ist. Denn Dein Vater hat ja ,wie Du Du geschrieben hast enorm hohe Werte gehabt.
    Vielleicht hilft Dir das etwas weiter.
    Wunneke

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    • Re: Hohe Zuckerwerte


      Hallo Wunneke,

      danke für Deine Antwort. Nein - der Punkt ist, wenn seine Zuckerwerte sich zwischen 400 und 500 einpendeln, ist er am fittesten.

      Dieser Langzeitwert von dem Du gesprochen hast liegt bei 11.

      Das Problem ist auch nicht die Insulingabe, sonern sein massloses Essen von Süßigkeiten, fetter Wurst ohne Brot und Käse auf der Faust. Das können wir kaum reglementieren.

      Wir waren gestern bei der Pflegschaftstelle in unserer Stadt. Dort wurde die Betreuungsverfügung von 2001 für bindet gesehen. Wir "dürfen" uns also jetzt kümmern.

      Aber wie wir den Kühlschrank kontrollieren können wußte sie auch nicht. Sie sagte nur, bei einer Heimunterbringung wird dieses Problem nicht gelöst. Er würde laufen gehen und sich innerhalb seines Taschengeldes neu eindecken.

      Man ist das alles schwer - jetzt haben wir auf jeden Fall die Verantwortung"!

      Liebe Grüße

      Lisa

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      • Re: Hohe Zuckerwerte


        Liebe Lisa, ich habe seit 29 Jahren Diabetes und weiß wovon ich rede. Wenn Dein Vater den Heißhunger auf Süßes hat kommt das vom hohen Zucker. Darum kann ich nur wieder Dir wärmstens empfehlen einen Diabetologen aufzusuchen. Ein HBA1C Wert ist VIEL ZU HOCH !!
        ER müßte,wenn er gut eingestellt wäre unter 7 liegen. Ich würde mit ihm mal einen Diabetologen aufsuchen,,. Er müßte dringend geschult werden und richtig eingestellt werden.
        Wenn der Zucker dann runter geht hat er auch nicht mehr den Heißhunger auf Süßes.
        Natürlich müßte auch eine Ernährungsberaterin dazugezogen werden. Wenn er Übergewicht
        hat sollte natürlich fettarm gegesen werden,viel gemüse und Obst.
        Versuch das vielleicht mal ,Du wirst sehen,daß es etwas bringt. Vielleicht muß er auch auf Insulin eingestellt werden., aber das muß der Arzt dann entscheiden.
        Liebe grüße ,ich halt Dir den Daumen
        Wunneke

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        • Re: Hohe Zuckerwerte


          Hallo Wunneke,

          danke für Deine Mühe.

          Er sprtzt ja schon. Aber er ist Dement !!! Da kann man keine Schule oder Einstellung mehr machen. Außerdem lebt er in seiner Wohnung und daher können wir auch keine Kontrolle der Lebensmittel vornehmen. Er ist nicht übergewichtigt und ansonsten ganz gesund.

          Stell Dir einen Pubertierenden vor, dem Du verbietest an den Computer zu gehen! Dann hast Du in etwa die Situation bei uns vor Augen. Klar versuchen wir den Zucker zu kontrollieren. Aber ohne die Nahrungskontrolle sind wir machtlos.

          Hat noch jemand einen praktischen Tipp der Kontrolle bei einem Dementen?

          Liebe Grüße

          Lisa

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          • Re: Hohe Zuckerwerte


            Hallo Welute,

            leider schreibst du nicht, wie weit die Demenz fortgeschritten ist, aber da er sich noch selbst versorgt, ist wohl erst das Anfangsstadium erreicht. Vielleicht kannst du versuchen ihn ganz langsam umzustellen, anstatt Süßigkeiten Obst, etc. Zum Beispiel wenn du ihn besuchen kommst auf einen Apfel einladen etc. Vielleicht ist er doch noch so verständig und erkennt mit Hilfe von Fachärzten wenigstens etwas die Ernährung umzustellen. Sollte das nicht klappen muß das Essen kontrolliert werden. Da führt dann kein Weg vorbei. Vielleicht kannst du auch regelmäßig mit ihn kochen oder für ihn kochen.
            Ich wünsche Dir viel Glück

            Liebe Grüße
            Bettina

            Kommentar


            • Re: Hohe Zuckerwerte


              Hallo Bettina,

              die Stufe seiner Demenz kenne ich nicht. Also er wohnt in seiner Wohnung bei uns im Haus.

              Sobald wir das Thema Essen, egal wie liebevoll oder streng, ansprechen, wird er agressiv. Er behauptet er ist nichts Süßes. Und wenn wir den Kühlschrank öffnen und darin die Sachen zeigen, hat sie ihm natürlich einer reingelegt.

              Theoretisch muss er die Wohnung abgeben und sich von uns versorgen lassen. Und obwohl wir jetzt die Pflegschaft haben, ist dies sehr schwierig.In der Pflegestelle konnte man mir auch keinen Rat geben.

              Man weiß was für ihn gut ist und kann es doch nicht machen. Das ist frustierend!!!

              Nächste Woche habe ich einen Termin beim Arzt. Vielleicht hat der noch eine Idee. Wir werden dann wohl auch eine Pflegedienst mit der Versorgung (Spritzen) beauftragen. Vielleicht kommt der besser an ihn ran. Ich bin ja nur die Tochter ...

              Kommentar



              • Re: Hohe Zuckerwerte


                hallo, ich kenne das problem nur zu gut. mein mann ist mittlerweile in der geschlossenen dementenabteilung eines heimes. diabetiker mit 2x spritzen. er hat früher immer gegessen was er wollte, getrunken ebenso und dann gespritzt wie er dachte, mal mehr, mal weniger. ich bin die jahre über verzweifelt. er bekam teure fortbildungen, kuren, alle hilfestellungen, aber es kam nix an- essen, schön fett und ungesund, hatte immer den selben stellenwert behalten. ich wurde immer zorniger und habe irgendwann resigniert und nur noch zugeschaut. die böse alte, die nur zu faul zum essen ist, wie ich mir anhören musste.jetzt ist er dement, im heim und da er nicht mehr reinschieben kann wie bisher sind auf einmal die zuckerwerte bilderbuchreif. zu spät- tragisch. irgendwann ist jeder selbst für sich verantwortlich. das ohnmächtige zuschauen macht einen wahnsinnig. selbstmord mit messer und gabel ist bei uns erlaubt, geräte abschalten bei todkranken nicht.
                viele nerven und alles gute malima

                Kommentar


                • Re: Hohe Zuckerwerte


                  Hallo Malima55,

                  ja ich kann Dich gut verstehen. Man ist so hilflos. Und die Umgebung versteht nix, macht uns aber verantwortlich.

                  Mal schauen was der Arzt sagt. Und ob eine externe Kraft (Pflegekraft fürs Spritzen) mehr erreicht.

                  Danke für Deinen Beitrag

                  Liebe Grüße

                  Lisa

                  Kommentar


                  • Re: Hohe Zuckerwerte


                    früher hat mein mann gegessen was und wann er wollte...dann spritz ich halt mehr... als dann die demenz schon präsent war, wir aber noch garnix geschnallt hatten, dass er diese krankheit auch noch hat, kaufte er beim metzger wurst, pfundweise feinschmeckersalate, brotaufstriche usw ein. die vergass er dann in unseren verschiedenen kühlschränken im betrieb und kaufte wieder ein. da bei meinem mann die demenz mit aggression einhergeht, war reden nicht möglich. ich musste mir dumme sprüche anhören, sollte gefälligst mehr mitessen, damit das zeug nicht immer kaputtgeht...es war für mich der horror, wenn er abends vor dem fernseher einen pfundbecher frischkäse mit dem suppenlöffel vertilgte um dann hinterher mit bier nachspülte. einwände wurden ausfällig beschimpft oder er verliess den raum.
                    was willst du da machen. manche demente sind lammfromm, die lassen sich vielleicht ablenken oder bekehren, aber diese variante ist der reinste psychoterror.

                    Kommentar



                    • Re: Hohe Zuckerwerte


                      ich kann das auch sehr gut,mein Mann ist auch Dement. Da er auch noch Ödeme mit offenen Stellen hat eine Herzschwäche und ein Lungenemphysem. Ich war auch überfordert seine beine immer zu verbinden,nichts machte ich recht wurde auch aggressiv ,was ich früher nie bei ihm kannte und habe mich an einen Pflegedienst gewandt der jetzt jeden morgen kommt und die Beine verbindet.
                      Das zahlt die Krankenkasse. Die kommen auch ev. 3 mal am Tag ,wenn gespritzt werden muß. Außerdem hat mein mann die Pflegestufe 1 be=
                      kommen. Nimm doch solche Hilfen in Anspruch man selber ist dann einfach überfordert . Denn man meint es gut und die wehren sich
                      gegen alles. Ich habe das Problem,daß mein Mann immer seine Entwässerungstabl. nicht nehmen wil.und faucht mich an. Letztlich ist er noch nicht so durcheinander,daß er das nicht mehr kann.Ich habe den Eindruck,daß die demenz auch schubweise vorangeht. Schwiegereltern hatten es beide.Meinem Diabetes tut das auch nicht gut. Ich habe es auch erfahren,daß man von den Ärzten wenig Hilfe bekommt.
                      Also erstmal alles Gute
                      Wunneke

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                      • Re: Hohe Zuckerwerte


                        Sehr geehrte Lisa,

                        leidet Ihr Vater unter einer Alzheimer-Demenz? Wenn ja, so denke ich, da asu Ihren Schilderungen herauszuhören ist, daß die Erkrankung sich nicht mehr in einem Anfangsstadium befindet, daß die Langzeitfolgen eines Diabetes von nachrangiger Bedeutung sind. Wichtig aber ist, daß der Blutzuckerwert nicht in Regionen ansteigt, in denen eine akute Gefahr für Ihren Vater droht, die genannten Werte sind bereits nah an diesem Bereich. Dies kann zum einen versucht werden dadurch zu erreichen, daß die medikamentöse Therapie - wie auch schon von Ihnen geplant - durch einen häuslichen Pflegedienst vorgenommen oder zumindest überwacht wird. Zum anderen könnte man zumindest versuchen, die Art der Süßigkeiten zu beeinflussen. Was würde Ihr Vater tun, wenn Sie ihm Vollkornriegel oder Diabetiker-Schokolade mitbringen würden. Äße er sie zusätzlich oder könnte/würde er dann auf den Einkauf anderer Produkte verzichten?

                        Mit freundlichen Grüssen,

                        Spruth

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                        • Re: Hohe Zuckerwerte


                          Vielen Dank für Ihren Rat.

                          Aber ich antworte deswegen so spät, weil sich bei uns alles überschlagen hat. Mein Vater ist mal wieder schwer gefallen und kam ins Krankenhaus. Dort wurde er genäht und stationät aufgenommen. Von der Chirugie wurde er in die Geriatrie überwiesen.

                          Eigentlich sollten dort noch einige Untersucheungen stattfinden. Aber dann ist er verschwunden. Einige Stunden später hat ihn die Polizei gefunden, er war wieder scher gestürzt. Dann ging alles ganz schnell. Da er immer weg wollte hat man ihn für dacht fixiert.

                          Am nächsten Tag wurde er ins LKH gebracht und ein Richter hat bis zum 26.11.08 einen Beschluß zur abgeschlossenen Unterbringung entschieden.

                          Nach dem die gesundheitlichen Probleme abgeklärt wurden haben wir ihn gestern in ein Pflegeheim, ebenfalls geschlossen, bringen lassen.

                          Im LKH wurde er uns gegenüber sehr agressiv. Er hat uns bei den letzten drei Besuchen rausgeschmiessen.

                          Heute wird mein Mann sich mit der Krankenkasse (beziehungsweise MD) im Heim treffen. Dort wird es dann eine Überprüfung zur Pflegestufe geben. Mal gespannt wie er auf meinen Mann reagiert.

                          Ja - es ist alles super schnell gegangen. Aber die Verantwortung für ihn können wir so nicht mehr übernehmen. Vielleicht ändert sich ja seine Einstellung und wir können ihn noch mal nach Hause holen.

                          Lieben Dank für Ihre/Eure Ratschläge.

                          Lisa

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