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Es geht so schnell vorran...

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  • Re: Es geht so schnell vorran...


    Hallo,

    das ist echt fies.
    Ich bin Einzelkind, das heißt alles bleibt an uns hängen. Mit 33 ist das irgendwie nicht das, was ich mir gewünscht habe. Unsere kleine ist 2,5 und hat seitdem sie auf der Welt ist diese ganze Sch... mit meinem Vater und meiner Mutter mitbekommen. Das tut mir so leid. Ich möchte nicht, daß sie einen Knacks abkriegt. Sie ist so lieb, aber man merkt, daß es ihr nicht gut tut. Es ist eben so das ganez Paket (Papa weg,
    Mama Alzheimer, keiner hilft, keine zeit.

    Wir haben seit 3 Jahren keinen Urlaub gemacht.
    Es ist zum Davonrennen...



    Ich heiße Michael.

    Viele Grüße
    Micha

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    • Re: Es geht so schnell vorran...


      Meine kleine Enkeltochter 3 Jahre alt, hat auch die ganze Krankheit meines vor 17 Tagen verstorbenen Mannes voll mit bekommen. Es hat ihr in k e i n e r Weise geschadet. Man hat ihr erklärt, dass es auch viele kranke Menschen gibt und der Opa nun mal krank sei. Sie hat den Opa jedes Mal ganz vorsichtig und liebevoll gestreichelt. Über Opa`s Maskengesicht huschte dann ein lächeln. Auch bei den Trauerfeierlichkeiten war sie dabei. Heute erzählt sie, der hellste Stern am Himmel ist mein Opa.Sie ist unser kleines unbeschwertes Mädchen geblieben.

      ulla

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      • Re: Es geht so schnell vorran...


        Liebe Ulla, das finde ich ganz wunderbar, was Sie da sagen. Unseren Enkeln haben wir ja auch die Krankheit erklärt und sie sind lieb zum Opa, obwohl der dann leider nicht lächelt. Aber der Umgang mit dem Tod und wie die Erinnerung über den hellen Stern wachgehalten wird, das finde ich sehr bemerkenswert und ich denke, das hilft Ihnen auch mit dem Verlust umzugehen. Da kann man dankbar sein für diesen kleinen Sonnenschein in schweren Tagen. Viele Grüsse Preston

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        • Re: Es geht so schnell vorran...


          Hallo Ulla,

          das finde ich auch sehr schön.
          Schön, daß es ihr nicht geschadet hat. Das mit dem Stern ist auch sehr süß.
          Unsere Kleine wird auch bald 3, hat nu aber leider vor 2 Jahren ihren Opa auf tragische Weise verloren (meinen Vater, ist jetzt ihr Schutzengel, sie hängt sehr an ihm) dadurch sind wir adhoc unter größtem Stress zu meiner Mutter gezogen, cachdem die Kleine 6 monate alt war und mussten das Haus für 2 Familien umbauen (auch eine Menge Stress) und direkt nach dem Tod des Opas stellte sich heraus, daß meine Mutter Alzheimer im fortgeschrittenen Stadium hat. Alzheimer war wohl auch der Grund, warum meine Mutter nicht einen tag nach dem Tod meines vaters alleine bleiben konnte. Sie wäre durchgedreht. Und das ist für UNS eine verdammt nervenaufreibende Sache. Und niemand hilft, denn die Familie ist recht klein. Alles in Allem ein ziemlich großer Mist. Und das bekommt unsere Tochter auf jeden Fall zu spüren, weil WIR eben auch mit den Nerven am Ende sind. Ich kann nur hoffen, daß sie dadurch nichts zurückbehält.

          Grüße
          Michael

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          • Re: Es geht so schnell vorran...


            Hallo Michael...

            ich kenne das leider nur zu gut. Bevor meine Schwiegerma letztes Jahr gestorben ist, war sie vorher ja schon zwei Jahre krank (inoperabeler Gehirntumor), habe ich mich fast allein um sie gekümmert. Wir haben versucht ( zumindest haben wir das gedacht) unserer kleinen , damals knapp 6 Jahre alt, gerecht zu werden. Leider haben wir erfahren müssen, daß es nicht so war. Sie litt extrem, zeigte es durch extreme Verhaltensauffälligkeit. Wir mussten! uns professionelle Hilfe holen, weil unsere Nerven auch total am Ende waren. Durch diese Hilfe haben wir aber einen guten und schnellen Weg gefunden, wieder ein normales Leben zu führen.
            Auch für meine Kleine sind Oma und Opa jetzt Sterne, die hell für uns leuchten und unsere Schutzengel.

            @ ulla und preston...


            es ist schön, daß eure Kleinen Mäuse es unbeschadet überstanden haben. Vielleicht ist es auch noch das sehr junge Alter....Beim Tod meines Vaters , bzw. schon in der Zeit seiner Krankheit haben wir vieles im zusammenhang mit unseren Kindern anders gemacht. Wir kannten ja unsere Fehler und haben daraus so gut es ging gelernt....

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            • Re: Es geht so schnell vorran...


              Hallo ihr Lieben...

              ich war jetzt längere Zeit nicht hier und wollte mich mal wieder melden. So langsam kehrt bei uns der Alltag wieder ein. Gestern wurde Pap´s Grabanlage gemacht, heute muss ich nur noch bepflanzen. Es tut immer noch sehr weh und mir persönlich geht es auch immer noch schlecht. Ich kann immer noch nicht glauben, das es ihn, meinen Papa, nichtmehr gibt.( Ausser natürlich, ganz fest, in unseren Herzen. ) Am Samstag ist meine Schwester zum zweitenmal Mama geworden und ich durfte dabei sein. Es war ein schöner Moment , aber auch wehmütig.Wie schön wäre es gewesen, wenn Papa es noch miterlebt hätte?! Allerdings bin ich mir sicher, das er da war...Als Schutzengel...

              Dafür danke ich dir nochmal Paps..(:0)

              Ich habe das Gefühl, das das Leben für alle anderen wieder so weitergeht , wie vorher. Man bermerkt kaum Trauer und ich habe das Gefühl, manchmal nicht normal zu sein, weil es mir immer noch so sehr wehtut, wenn ich an ihn denke.
              Ich denke oft an euch...und hoffe, das euch allen den Umständen entsprechend gut geht....Allerdings bin ich mit meiner Trauer an einem anderen Ort besser aufgehoben.


              Liebe Grüsse
              Heike

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              • Re: Es geht so schnell vorran...


                hallo mein sohn 22 jahre hat chorea huntington er hat es von seinem vater geerbt .ich hoffe nicht ,das ich den ausbruch miterleben mus wer kann mir mehr dazu schreiben bin für jede hilfe dankbar danke lg Ramona

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                • Re: Es geht so schnell vorran...


                  Liebe Ramona,
                  im Anhang an das Thema "Es geht so schnell voran" ist Ihre Frage nicht gut aufgehoben. Besser ist, Sie eröffnen ein neues Thema "Chorea Huntington - Bitte um Hilfe!" Dann werden sich ggf. mehr Betroffene melden. Versuchen Sie es!

                  Lieben Gruß
                  Leona

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                  • Re: Es geht so schnell vorran...


                    Hallo, H.W.Papa,
                    ich möchte mich zu diesem Thema auch einmal äußern. Mein Mann
                    (65) ist seit 2 Jahren an Alzheimer erkrankt. Wir hatten noch
                    2 gute Jahre, bis er an Weihnachten 2009 anfing, wirres Zeug zu reden und kaum noch verständlich sprechen konnte. Nach einem Krankenhausaufenthalt ist er jetzt als Pflegefall nach Hause gekommen. Wir sind entsetzt, wie schnell er sich verändert hat.
                    Er ist jetzt inkontinent und kaum noch ansprechbar. Auch hat sich sein Körper total verändert, man sieht förmlich den Verfall.
                    Wir sind sehr traurig darüber.

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                    • Re: Es geht so schnell vorran...


                      Hallo soya..
                      das mit ihrem Mann tut mir sehr leid.
                      Bei meinem Papa konnte man auch sehr schnell den körperlichen Verfall sehen. Allerdings hatten wir ja leider nicht die Möglichkeit ihn zuhause zu pflegen. Die unfähigen Pfleger in dem Heim, in dem mein Pap´s bis kurz vor seinem Tot war, haben ihm dann den Rest gegeben. Leider hatte er ja auch noch einen Oberschenkelhalsbruch( der drei tage unentdeckt blieb!) und ab dem Tag hat mein Papa seine Augen niemehr geöffnet, ausser einen Tag, bevor er für immer eingeschlafen ist. Ich saß an seinem Bett und er hat sich von mir verabschiedet.
                      Alzheimer ist eine ganz schlimme und gemeine Krankheit.Ich wünsche ihnen die nötige Kraft und das Durchhaltevermögen, ihren Mann noch solange es geht( vielleicht ja auch bis zum schluss) zuhause behalten können...

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                      • Re: Es geht so schnell vorran...


                        Hallo ihr Lieben...
                        lange war isch schon nicht hier. Ich gehör ja eigentlich auch nichtmehr in diese Reihe.

                        Am vergangenem Samstag war schon der erste Todestag meines Papa´s. Ich habe lange Angst vor diesem Tag gehabt. Diese Angst hat sich auch bestätigt. Mir ging es schon ein paar Tage vorher nicht gut. Andauernd musste ich weinen. Immer wieder an diesen tag vor 1 Jahr denken. Und als dann der Samstag kam, ging es mir richtig schlecht. Ich wachte morgens weinend auf und ging abends weinend ins Bett. Ich musste arbeiten, was mir sehr schwer fiel.Dann erzählte mir auch noch eine Kundin, von ihrem an Alzheimer erkrankten Vater, dem es auch nicht gut geht. Na toll, das war es dann erstmal mit meiner Beherrschung. Ich musste erstmal nach hinten gehen und mir die Tränen wieder wegdrücken...
                        Es ist auch nach 1nem Jahr nicht leicht für uns. Er fehlt uns, auch wenn wir natürlich wissen, das es für ihn einen Erlösung war.

                        Ich drücke euch alle....und schicke euch soviel Kraft, wie ich abgeben kann.

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                        • Re: Es geht so schnell vorran...


                          Liebe H.W-Papa,

                          ich kann Dich so gut verstehen. Mir geht es nicht viel anders. Jeder Gang zum Friedhof zieht mich wieder tief hinunter und ich leide dauerhaft an Schlaflosigkeit, Albträumen und Depressionen. Es ist schwer, all das Vergangene zu verarbeiten und noch schwerer, den geliebten Menschen loszulassen, auch wenn er noch so krank war. Bei mir ist es nun 4 Monate her, dass Vater gegangen ist. Ich denke auch immer häufiger über meinen eigenen Lebensabend nach und da ist eine große Angst, die aus all den Erfahrungen der letzten 5 Jahre resultiert. Man kann nur hoffen, dass sich die düsteren Wolken irgendwann lichten und man wieder froher in die Zukunft blicken kann.

                          Dir und allen anderen Betroffenen einen herzlichen Gruß. Leona

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                          • Re: Es geht so schnell vorran...


                            Hallo an Alle....


                            längere Zeit war ich nicht hier, aber ich habe euch nicht vergessen...Ich denke immer noch oft an alle, die die mir damals so beigestanden haben.
                            Nun steht uns wieder ein schlinmer Tag bevor. Am 17.11 würde mein Papa seinen 70ten Geburtstag feiern....Aber anstatt ihm eine große Feier zu geben, können wir ihm nur ein Herz aus Rosen bringen und traurig an seinem Grab stehen....Er fehlt uns immer noch so sehr...

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                            • Re: Es geht so schnell vorran...


                              Schön wieder einmal von dir zu lesen. Ich kann dich so gut verstehen. Mir geht es ganz genauso - ich komme einfach nicht darüber hinweg. Jeder Gang auf den Friedhof endet in Tränen.
                              Aber es ist ja auch noch nicht mal ein Jahr vorbei. Mein Vater wäre im August 85 geworden.

                              Ich bin in Gedanken bei dir.
                              Viel Kraft und hoffentlich bald wieder Sonne im Herzen wünscht
                              Leona

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