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Es geht so schnell vorran...

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  • Re: Es geht so schnell vorran...


    Wir halten alle die Daumen und hoffen, dass Ihr Papa den Klinikaufenthalt gut übersteht und in dem neuen Heim ein wenig auflebt. Alles erdenklich Gute wünscht Leona )

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    • Re: Es geht so schnell vorran...


      Papa hat Fieber bekommen und seine Entzündungswerte sind wieder hochgegangen. Die Ärztin sagte mir heute, das sich an seinem Zustand nichts geändert hätte. Er schläft nach wie vor die ganze Zeit und ist sehr unruhig. Stöhnt und ...ich weiß nicht, wie ich das beschreiben soll. Wenn ich Rückenschmerzen habe und liege, dann drücke ich immer den Rücken durch. versteht ihr, was ich meine? Das macht er die ganze Zeit. Ist aber nicht ansprechbar und reagiert nicht.Ich habe sie dann auch gefragt, ob es ihrer Meinung nach , rein theoretisch sein könnte, das mein Vater einen unbemerkten Schlaganfall gehabt haben könnte. Sie sagte, das wäre möglich. Ändern, könnte man jetzt allerdings nichts mehr. Für eine Therapie wäre es dann schon zu spät. Man könnte es wahrscheinlich auch noch durch ein MRT feststellen, was aber, außer der unangenehmen Untersuchung und der Gewissheit, ob oder ob nicht, nichts ändern.In dem Fall werde ich es nicht veranlassen. Ich würde meinem Vater damit nichts gutes tun.Es ist echt zum kotzen...sorry...

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      • Re: Es geht so schnell vorran...


        Hallo HWPapa,
        ein MRT ist eigentlich keine so schlimme Prozedur - meine Mutter muss dies regelmäßig wegen einer Gehirnzyste machen lassen. - Das Fieber kann verschiedene Ursachen haben - nicht zuletzt könnte sich Ihr Vater - geschwächt wie er ist - einen sogenannten Krankenhauskeim zugezogen haben. Wie wird behandelt? Antibiotika? Dass er so ruhig ist, könnte an entsprechenden Medikamenten liegen. Haben Sie das mal erfragt?
        Insgesamt ist die Situation nicht gut und eher beunruhigend. Das hat sicher auch die Ärztin gesagt. Wie immer Sie sich den Ausgang wünschen - ich denke an Sie. Lieben Gruß, Leona

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        • Re: Es geht so schnell vorran...


          Papa wird heut Nachmittag, nach der Dialyse aus dem Krankenhaus entlassen. Seine Werte sind soweit wieder normal.Aber sein Zustand ansonsten hat sich nicht verändert. (://)

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          • Re: Es geht so schnell vorran...


            Hallo,
            kann es denn nicht sein, dass der schlechte Zustand immer noch vom Vergiftungszustand des Körpers herrührt? Auch wenn die Werte nun wieder normal sind, der Körper muss sich bestimmt erst erholen. Was wird denn jetzt weiterhin getan? Was sagen die Ärzte?
            Herzliche Grüße, Flieder

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            • Re: Es geht so schnell vorran...


              Hallo H.W.Papa,
              ich denke - wie Flieder - dass es eine Zeit braucht, bis sich der Körper eines alten Menschen überhaupt wieder erholt. Krankenhausaufenthalte sind immer Stress für Demenzpatienten, auch wenn die medizinische Versorgung gut und notwendig ist. Es kommt jetzt sehr auf die nachfolgende Pflege an - davon wird abhängen, ob Ihr Vater sich ein wenig erholt oder nicht.
              Er kommt doch jetzt in das neue Pflegeheim? Da wäre es wichtig, dass besonders in der Anfangsphase sehr häufig ein Familienmitglied anwesend ist und die Pflegekräfte und die Leitung über die Besonderheiten informiert. Ihr Vater selbst kann das ja nicht mehr.
              Ich halte Ihnen ganz fest die Daumen, dass es ein bisschen bergauf geht.
              Mit den besten Wünschen
              Leona

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              • Re: Es geht so schnell vorran...


                Hallo...
                nein, ich und auch die Ärztin meint, das die "alten" Medikamente durch die Dialyse schon längst rausgespült wurden. Und da mein Paps ja schon vor dem Krankenhausaufenthalt in soeinem schlechten Zustand war, kann es ja auch nicht von der für ihn sicher sehr anstrengenden Zeit im Krankenhaus kommen. Er ist leider immer noch nicht im Heim angekommen. Die Dialyse hat sich etwas verzögert und nun warten die im KH auf einen freien Krankenwagen. Auf jeden Fall fahre ich heut noch hin. Ich werde benachrichtigt, wenn er dort los fährt. Die Fahrt dauert so ca. 35 - bis 45 min.Und da er ja nun ganz in meiner Nähe ist8 5 min. mit dem Auto) werde ich sicher sehr oft dort sein. So traurig es ist, es könnte ja jedesmal das letztemal sein.....(::I)

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                • Re: Es geht so schnell vorran...


                  Papa ist gestern abend kurz nach sieben endlich im neuen Heim angekommen. Da er um viertel vor sechs ( die Ärztin sagte mir vormittags, das er so zwischen 16 und 17 Uhr dort ankommen würde) immer noch nicht im Heim war, habe ich nochmal im KH angerufen. Und das war auch gut so. Obwohl ich morgens noch der Ärztin die neue Adresse gegeben hatte , hatten die dort wieder das alte Heim auf dem Transportschein.Die hatten versucht im heim anzurufen, um ihnen zu sagen, das sie nun losfahren würden. Ein Glück war die Nummer nicht richtig. Nur so haben wir den Fehler bemerkt, sonst wäre mein Vater unnötig hin und her transportiert worden. Ich fasse es nicht, wie die Menschen zuhören!
                  Er ist nun im richtigen Heim. Ich war schon vor ihm da, weil ich noch einiges mit dem Pflegepersonal klären wollte. Als die Sani´s mit ihm reinkamen, war ich sehr erschüttert. Er lag total zusammengekauert, nur mit einem Op- Hemdchen bekleidet ( obwohl er Sachen dort hatte) jammernt auf der Trage. Das KH war wohl auch nicht das tollste. Er hat wieder überall gerötete bzw. leicht wunde Stellen. Die eine alte riesen Wunde ist wieder mit Pflaster abgedeckt. Die Mundhygiene wurde anscheinend überhaupt nicht durchgeführt, sogar die Lippen sind total spröde und gerissen. Im Mund schein schon ein Pilz zu sein. Heute morgen wird sich der zukünftig zuständige Arzt meinen Vater genauer ansehen und weitere Maßnahmen anordnen. Er schien mehr Schmerzen zu haben, als vor dem Krankenhaus Aufenthalt.Und Temperatur hatte er auch wieder. Die Sanitäter haben das schon im Krankenhaus ( wo er schon auf dem Flur stand! ) bemerkt , aber die Schwestern sagten nur, er würde immer schwitzen und wäre immer so warm. Im Heim dann 38, 3 . Ich bin echt am verzweifeln. Warum läuft überall was schief. Kann mein Vater nichtmal irgendwo behandelt werden, wie ein lebender Mensch? Mit Würde und Gefühl? Er hat mich angesehen , hatte eine längere Zeit die Augen auf.Ich weiß nicht, ob ich mir das eingebildet habe, aber ich habe ein flehen gesehen. Hilf mir, bitte hilf mir doch....(::I).Wie , Papa , wie kann ich dir helfen???Wenn ich das wüßte, ich würde es sofort tun...Niemals, hätte mein Vater so leben ( ist das noch eins?) wollen.Gleich kommt meine Schwester und dann fahren wir zusammen ins Heim.

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                  • Re: Es geht so schnell vorran...


                    Hallo H.W.Papa,

                    Ihr Vater wird die Verlegung als stressig empfunden haben, dazu das Fieber und vielleicht auch weitere Schmerzen.

                    Ich gehe davon aus, das seine Wunden ordentlich versorgt werden, das Fieber gesenkt und die Schmerzen betäubt werden. Sinnvoll wäre m.E. ein leicht euphorisierendes Schmerzmittel. Ich verstehe sowieso nicht diese Zurückhaltung bei Opioiden oder ähnlichem in derart schweren Fällen, während man Antidepressiva und Antipsychotika weit kritikloser verordnet. (Gegen etwaige Atemdepressionen gibt es was und gegen Verstopfungen auch - Nebenwirkungen bei Opioiden). Fordern Sie ggf. Palliativmedikation.

                    LG
                    Egon

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                    • Re: Es geht so schnell vorran...


                      Liebe HWPapa,
                      was Sie schildern ist einfach nur unendlich traurig und beschämend für unsere Gesellschaft - für uns alle. Ein einst gutes Gesundheits- und Pflegesystem ist zu einer verkommenen, unmenschlichen Pflegewüste geworden. Und was noch schlimmer ist - meistens liegt es am Geld! Denn es gibt Häuser, in denen anders gearbeitet wird.

                      Ich kann nur immer wiederholen: wir werden alle einmal alt - schneller als uns lieb ist und wenn weiter weggeschaut wird und keine Lobby für Menschen, die ihren Beitrag für die Gesellschaft geleistet haben und alt geworden sind, da ist - dann wird sich auch weiter nichts verbessern, eher im Gegenteil.

                      Man erkennt den Wert einer Gesellschaft daran, wie sie mit ihren Schwächsten umgeht - also mit Kindern und mit alten Menschen. Und da kann man wirklich nur sagen: armes Deutschland.

                      Hoffentlich geht es in dem neuen Heim wenigstens besser zu - ich wünsche es Ihnen und Ihrem Vater so sehr. Berichten Sie uns weiter.
                      Mit einem lieben Gruß
                      Leona

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                      • Re: Es geht so schnell vorran...


                        Ich komme gerade wieder von meinem Vater. Der Betreuer war heut auch da. Er hat gesagt, er hätte schon fast ein schlechtes Gewissen, weil er den Umzug nicht schon früher durchgeführt hat. Ich hätt ihm eine knallen können. Das nutzt meinem Vater jetzt nichts mehr. Wie lange habe ich immer und immer wieder gesagt, mein Vater muss da weg. Er hat immer nur gesagt, mal sehen,wir müssen mal schauen, mal abwarten......Bis mir irgendwann der Kragen geplatzt ist und ich gesagt habe, nein wir warten nichtmehr. Er muss da weg. Nicht noch mehr qualen.....
                        Papa geht es nicht gut und mir auch nicht. Ich habe heute vormittag heulend an seinem Bett gesessen. Mir ist das ganze Leben mit ihm noch mal durch den Kopf geschossen. Wie er immer im Türrahmen zur Küche lehnte und uns an der Nase oder in den Haaren gezupft hat, um uns zu ärgern. Wie er uns geneckt hat.....Manchesmal hätte ich ihn erschlagen können, weil er so egoistisch war. Oft hat er gemotzt, weil ihm irgendwas nicht gepasst hat...Und jetzt? Jetzt vermisse ich dieses früher so gehasste" Ruhe, ich will das da hören " obwohl nur Werbung im Fernseh lief...Ich vermisse einfach meinem Vater...egal wie er war, er ist mein Paps....ich will ihn nicht so leiden sehen....Ich kann ihn nicht so leiden sehen...( mIr laufen schon wieder die Tränen)
                        Ein kleines bisschen beruhigt es mich, daß in dem neuen Heim wirklich alles besser zu sein scheint. Die sind dort alle ganz lieb, kümmern sich auch rührend um die Bewohner. Eine Schmerztherapie ist schon angeordnet, Ich hoffe, es war nicht nur der erste Eindruck...
                        Sorgen mache ich mir auch um meine Ma. sie scheint den ernst der Lage noch nicht erfasst zu haben. Ich werde mich an den Hospizverein hier wenden. die arbeiten ja auch mit den Angehörigen. Vielleicht können die meiner Mutter schonend beibringen, daß es Papa schlechter geht , als sie denkt. Ich habe das Gefühl sie glaubt an Wunder, das mein Papa wieder laufen , reden und scherze machen wird....

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                        • Re: Es geht so schnell vorran...


                          Hallo W.W.Papa,

                          "Ich habe das Gefühl sie glaubt an Wunder, das mein Papa wieder laufen , reden und scherze machen wird...."

                          Das denke ich auch immer mal wieder über meine Mutter. Immer wieder will sie mit Vater sprechen, als sei er noch der Alte. Aber die Versuche, die alte Realität wieder herzustellen, scheitern.

                          Ich denke aber auch, dass es sehr viel schwerer ist, sich nach fast 60 Ehejahren auf die sich immer mehr ändernde Persönlichkeit Vaters richtig einzugehen, als aus einer entfernteren Position. Hinzu kommen diese, im Laufe der Zeit immer selteneren Phasen von Normalität, in der Vater wieder manches erkennt - bis zum nächsten Eintauchen in seine Welt, die nicht die unsere ist. Diese "gesunderen" Phasen nähren m.E. immer wieder eine verzweifelte Hoffnung auf Besserung und machen es m.E. besonders den Lebenspartneren sehr schwer, die ganze Tragweite der Krankheit zu akzeptieren. Meine Mutter macht immer noch alles selber, obwohl ihr schon seit Monaten ein Pflegedienst zusteht. Morgen fahre ich wieder für einige Wochen zu meinen Eltern um zu helfen - aber eine professionelle Pflegekraft bin ich ja auch nicht.

                          LG
                          Egon-Martin

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                          • Re: Es geht so schnell vorran...


                            Hallo Egon,
                            ich wünsche dir eine gute Zeit bei den Eltern - vielleicht habt ihr doch ein paar schöne Momente. Und ich vermisse deine Beiträge schon jetzt schmerzlich...aber du kommst ja wieder! Kraft und Gelassenheit sind weitere Wünsche,die ich dir mit auf den Weg gebe.
                            Alles Liebe, Leona

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                            • Re: Es geht so schnell vorran...


                              Hallo H.W.Papa,
                              Sie haben einen großen Schritt geschafft - Sie haben Ihren Vater in einem besseren Haus untergebracht und das gegen so manchen Widerstand, der sich Ihnen entgegen stellte. Jetzt dürfen Sie auch einmal einen Moment durchatmen und ein wenig stolz auf sich sein.
                              Wie es weitergehen wird - die Zukunft wird es zeigen. Wir hoffen alle mit Ihnen, dass es doch wieder ein klein wenig besser wird - wenn auch keine Wunder zu erwarten sind.

                              Die Erinnerungen, die an Ihnen vorüberziehen, kenne ich nur zu gut und sie sind immer von Tränen begleitet. Es ist unsagbar schmerzhaft, die guten Tage ziehen lassen zu müssen und die Krankheit mit ihren grauenvollen Folgen zu akzeptieren. Ich habe schon so manche Nacht durchgeweint! Wie oft habe ich gedacht, hätte ich doch dies und jenes schriftlich oder bildlich festgehalten - nun ist es zu spät, um Fragen zu stellen. Ganz häufig sehe ich auch meinen noch vor 5 Jahren so rüstigen und immer hilfsbereiten Vater vor mir - immer in Sorge um mich, dass es mir ja auch gut gehe...natürlich gab es im Laufe des Lebens auch Konfliktsituationen, doch sie schrumpfen zu Nichts zusammen, angesichts der Schwere der jetzigen Situation.

                              Es ist ein langes, schmerzvolles Abschiednehmen und Loslassen-müssen. Der einzige Trost, den ich Ihnen spenden kann, ist die Tatsache, dass Sie nicht alleine sind mit Ihrem Schmerz - dass wir das hier alle durchmachen, dass wir alle dieses schwere Schicksal teilen. Und - dass wir mit Ihnen fühlen und wissen, was in Ihnen vorgeht.
                              Lassen Sie den Schmerz raus - aber bleiben Sie tapfer.
                              Wir sind Ihnen alle nah.
                              Mit einer herzlichen Umarmung,
                              Ihre Leona

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                              • Re: Es geht so schnell vorran...


                                Es ist jetzt amtlich, ich habe die Betreuung für meinen Papa.
                                Wir haben nun auch eine schwere Entscheidung getroffen. Nachdem ich mit sämtlichen Ärzten von Papa gesprochen habe und mir alle zustimmten, daß mein Papa sich nur noch quält und sie sich auch schon gefragt hatten,warum man einen Menschen so noch am Leben erhalten muss, haben ich zusammen mit meinen Geschwistern und meiner Ma entschieden, alle Lebenserhaltenden Maßnahmen abstellen zu lassen. Auch die Dialyse. (::I) der Arzt braucht noch schriftlich die Einwilligung,um rechtlich abgesichert zu sein und dann werden wir zusammen, den für meinen Papa angenehmsten Weg finden, ihn zu erlösen. Hört sich verdammt kalt an, aber ich weiß im moment nicht, wie ich das ausdrücken kann.Meine Gedanken sind so wirr. ER wird vom Arzt alles bekommen, um keine Schmerzen zu haben . Es ist so ein verdammt scheiß Gefühl, damit über den baldigen Tod meines Vates zu entscheiden, aber ihn so leiden zu sehen, tut noch mehr weh. Die Ärzte stimmen mir auch zu, das er keinerlei Lebensqualität mehr hat. Er liegt im Koma und wird nicht wieder aufwachen.Scheiße.....(sorry) (::I)(::I)(::I)

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                                • Re: Es geht so schnell vorran...


                                  Hallo H.W.Papa,
                                  ich bin im Augenblick etwas sprachlos. Heißt das, Ihr Vater ist in dem neuen Pflegeheim gar nicht erst aufgewacht? Oder ist er noch gar nicht hingekommen? Warum kommt jetzt plötzlich diese Entscheidung - nachdem Sie für das neue Heim gekämpft haben und er die Magensonde noch bekam? Oder bin ich falsch informiert?
                                  Ich muss das erst mal verdauen.
                                  Leona

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                                  • Re: Es geht so schnell vorran...


                                    Hallo Leona...

                                    Papa ist im neuen Heim und er ist nicht wieder wach. Wegen der Sonde : Das hielt ich ja von Anfang an für nicht gut. In das neue Heim soltle mein Vater auf jeden Fall, denn er soll in Würde sterben und nicht verdreckt und qualvoll im alten. Die Ärzte hier sagen, er sei Neurologisch garnichtmehr am leben. Seitdem er hier im Heim ist, war und werde jeden Tag bei ihm sein. Es wird immer schlimmer. Die einzige Reaktion, die noch kommt ist stöhnen vor schmerzen, obwohl er was dagegen bekommt.. Würden sie ihn in dem Zustand noch unnötig leiden lassen wollen? Es gibt keine Hoffnung auf besserung.Ich weiß doch selbst nicht, ist es die richtige Entscheidung oder nicht.Mein Paps war immer ein aktiver Mensch, er hat solange er konnte einen eigenen Schrebergarten bewirtschaftet. War so oft es ging in der Natur und ich kann mir nicht vorstellen, daß es in seinem Sinn ist, so weiter dahin zu vegetieren, denn mehr ist es nicht.Glauben sie mir, die entscheidung ist uns allen nicht leicht gefallen. Und allein der Gedanke tut weh, sehr weh....

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                                    • Re: Es geht so schnell vorran...


                                      Hallo H.W.Papa,
                                      ich fühle mit Ihnen. Auch ich habe am vergangenen Freitag die schwerste Entscheidung meines Lebens getroffen. Habe die Peg für meinen Mann (64) abgelehnt. Es ist die Zeit gekommen, das mein Mann gehen möchte und ich lasse ihn gehen.Es werden sicherlich noch ein paar schwere Tage oder Wochen auf mich zu kommen. Hoffentlich zerbreche ich nicht daran.

                                      Ulla!

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                                      • Re: Es geht so schnell vorran...


                                        Hallo Ulla....

                                        das tut mir leid. Ich weiß, wie schwer diese Entscheidung ist und ich bin in Gedanken bei ihnen. Ich hoffe, dass das Ende nicht zu lange dauert...und das Leiden ein Ende hat...
                                        Mein Vater hatte heute auch noch Probleme mit Schleim in der Luftröhre. Ich denke auch manchmal , ich kann nicht mehr...aber irgendwie kommt die Kraft wieder hoch , wenn man sie braucht. Ich weiß, sie schaffen das......Für ihren Vater und auch für sich selbst...

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                                        • Re: Es geht so schnell vorran...


                                          Entschuldigung...ich meinte für ihren Mann...Ich bin echt im moment mit meinen Gedanken nicht ganz bei der Sache......

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                                          • Re: Es geht so schnell vorran...


                                            Wir warten noch etwas. Gestern hat mein vater wohl die Augen kurz geöffnet und wohl auch ein paar Worte gesagt. Unverständlich, aber er liegt wohl doch nicht oder nichtmehr im Koma. Ich habe mich deshalb heute nochmal mit dem Arzt bei ihm getroffen und wir haben uns geeinigt, daß wir erstmal die sedierenden Medi´s, die er noch bekommt, absetzen und warten, ob er wieder mehr regungen zeigt. Ausserdem war heute sein Bruder mit Frau bei ihm. Mein Vater und seine Geschwister hatten nie ein enges Verhältnis zueinander. Kein Streit oder so, aber besucht, haben sie sich trotzdem so gut wie nie. Ich fand es aber trotzdem wichtig, sie alle über den Gesundheitszustand meines Vaters zu informieren. Ihm und seiner Frau standen die Tränen in den Augen. Auch sie sagten, das es nicht zu fassen ist, was aus dem einst so grossen, starken Mann geworden ist. Immer wenn ich an seinem Bett sitze, kommen mir Gedanken an früher. Ich bin ja Friseurin und habe ihm immer die Haare geschnitten. Er sagte immer, Du weißt ja, wie immer auf Streichholzlänge ... Wie gern würd ich das jetzt wieder tun....Aber ich werde es wohl nie mehr können. Denn seinen Kopf anheben, bedeutet schmerzen.

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                                            • Re: Es geht so schnell vorran...


                                              Papa hat uns die Entscheidung abgenommen. Er ist heute morgen kurz nach 4 für immer eingeschlafen. Es tut so furchtbar weh. Sicher wussten wir, dass dieser Tag bald kommt, aber so schnell..... Mehr kann ich im moment nicht schreiben. Ich kann es irgendwie noch nicht fassen....

                                              Kommentar


                                              • Re: Es geht so schnell vorran...


                                                Liebe HWPapa,
                                                nach Ihren letzten Berichten habe ich jedesmal wenn ich hier ins Forum kam, mit dieser Nachricht gerechnet. Es tut mir sehr leid, dass Sie Ihren Vater verloren haben - aber sein Leiden hat nun ein Ende. Melden Sie sich, wenn Sie wieder dazu in der Lage sind. Ich denke an Sie. Leona

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                                                • Re: Es geht so schnell vorran...


                                                  Liebe H.W. Papa,
                                                  ich und sicherlich einige andere Forumsteilnehmer, die Ihre Geschichte verfolgt haben, fühlen aufrichtig mit Ihnen. Ihr Vater hat Ihnen viel bedeutet und der einzige Trost ist, dass er jetzt nicht mehr leidet.
                                                  Alles Gute für Sie und Ihre Familie
                                                  Flieder

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                                                  • Re: Es geht so schnell vorran...


                                                    Liebe Papa, der Schmerz ist gross das Elend mitanzusehen, aber der Schmerz ist ebenso gross, wenn man für immer Abschied nehmen muss. Ich denke an Sie und wünsche Ihnen, dass Sie bald zur Ruhe kommen können und die schrecklichen Erlebnisse der letzten Monate nach einiger Zeit Platz geben für die Bilder aus guten Tagen mit Ihrem Paps. Ihr Töchterchen wird Ihnen helfen, das Leben wieder positiv anzugehen. Liebe Grüsse von Preston

                                                    Kommentar