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Traumatisches Delirium

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  • Traumatisches Delirium

    Vielen lieben Dank für Ihre tollen Beiträge, sie haben mir sehr geholfen.
    Nachdem ich im Krankenhaus sehr unangenehm war wurde ein Neurologe zugezogen. Diagnose traumatisches Delirium nach
    Pneumonie (unter uns gesagt ich denke auch nach Atosil)
    meine Mutter ist geistig voll ansprechbar. hat keine Gedächtnislücken, weiss alles wie vorher auch.
    Allerdings das Delirium ist noch vorhanden mit dem Bedürfnis sich bei allem entschuldigen zu müssen, oder in allem ein Problem zu sehen wo keines ist. ebenso sind noch Angstträume vorhanden, die nur schwer über den Tag verarbeitet werden können.
    Wenn man sie ablenkt reagiert sie mit lachen und normal.
    die Einweisung in eine Psychiatrie lehne ich voll ab.
    Weiss jemand einen Rat wie lange sowas anhalten kann ??????
    Muss das unbedingt behandelt werden oder kann oder wird es sich von selber wieder einstellen.
    Heute ist ein allergischer Ausschlag im Gesicht und Halbereich dazugekommen. Denke auch eine Reaktion auf die Medikamente.

    Freue mich schon auf die Antworten, vielen Dank Eva


  • Re: Traumatisches Delirium


    Die Pneunomie kann die Ursache des Delirs sein.

    Eine medikamentöse Behandlung dieses Zustandes nur dann, wenn es unvermeidbar ist, auf keinen Fall überdosieren!

    Zunächst muss natürlich die Entzündung behandelt und ausgeheilt werden.

    Behandlung des Delirs:

    Orientierungshilfe, Bereichspflege, ruhige Umgebung,
    Schlafhygiene: am Tag viel natürliche Lichtzufuhr und Aktivitäten, am Abend Ruhe, abgedunkelte Umgebung, nachts warmes Getränk und beruhigende Musik

    Ausgleich von Mangelernährung und Flüssigleitsverlusten, Mineralstoff und Vitaminzufuhr

    Miteinbeziehung von Angehörigen, vertrauten Bezugspersonen (bereits stationär, später dann ambulant)

    Geeignete Medikamente sind Dipiperon oder Eunerpan - sie wirken beruhigend, kaum antipsychotisch und stellen den Tag-Nacht-Rhytmus wieder her (Dosierung: z.B. Eunerpan: morgens 0, mittags 0 gegen abend 5 und zur Nacht 10 ml)

    Der Verlauf führt bei guter Behandlung im Allg. zügig zur Genesung.

    Kommentar


    • Re: Traumatisches Delirium


      Hallo Eva,
      allergische Hauterscheinungen gehören durchaus zum Nebenwirkungsspektrum von Atosil.
      Ich kann nur noch einmal warnen vor dem großzügigen Gebrauch von Neuroleptika! ironheart meint es sicher gut - aber ich kriege tiefe Falten auf der Stirn, wenn ich das lese.
      Eunerpan und Dipiperon sind, genau wie Atosil, niederpotente Neuroleptika und wirken in ähnlicher Weise und erzeugen somit auch dieselben Wirkungen und Nebenwirkungen. Dann kann man gleich bei Atosil bleiben.
      Weitere bekannte Präparate dieser Art sind: Protactyl, Neurocil, Truxal, Melleril.
      Nebenwirkungen sind u.a.: Mundtrockenheit, Schwitzen, Sehstörungen, Zittern, Kreislaufbeschwerden, Herzrhythmusstörungen, Blutbildveränderungen, Depression, in hoher Dosierung Störungen der Gesichtsmuskulatur, Gewichtszunahme.
      Hinzu kommt, was bei alten Menschen ganz besonders schlimm ist: Aufgrund der langen Wirkdauer kommt es zum sogenannten "Hangover" am nächsten Tag - die fortgesetzte, extreme Müdigkeit. Die Patienten werden gangunsicher, alle Reaktionen sind verlangsamt, sie sind extrem sturzgefährdet. So mancher alte Mensch verdankt seinen Oberschenkelhalsbruch diesen "Juwelen" der Pharmaindustrie.
      5 ml abend + 10 ml zur Nacht sind m.E. viel zuviel! Meine Mutter war (mit 81 Jahren) schon bei 5 ml Eunerpan zur Nacht "platt"! Alte Menschen haben einen stark verlangsamten Stoffwechsel, sprich: Der Wirkstoff verbleibt viel länger im Körper als bei einem jungen Menschen. Das hat zur Folge, daß sich jedesmal, wenn man die nächste Dosis des Mittels zuführt, mehr und mehr davon im Körper anreichert - die Wirkung potenziert sich.
      Um also Stürze zu verhindern, müßte strengstens darauf geachtet werden, daß der Betreffende nicht aufsteht - was ja in Kliniken und Heimen dann gerne zur mechanischen Fixierung führt. Sei es durch Angurten, sei es durch Bettgitter oder Sitzen im Pflegestuhl mit Stecktisch.
      Bei meiner Mutter glaubte man auch, das Problem im Griff zu haben. Sie kletterte unter der Einwirkung von Haldol in der Klinik über die Bettgitter hinweg, fiel tief (da die Betten ja stets sehr hoch gestellt sind) und brach sich den Oberschenkelhals. Mir kann niemand mehr den Einsatz von Neuroleptika bei alten Menschen (dement oder gesund, spielt keine Rolle) schmackhaft machen.
      Was Jetti zum Durchgangssyndrom schreibt, klingt absolut vernünftig, dem kann ich nur voll und ganz zustimmen! Es bedarf hier einer sehr intensiven psychosozialen Zuwendung, um dieses Syndrom aufzufangen. Es gibt mittlerweile Kliniken, die das sogenannte "Rooming-in" anbieten, also die Aufnahme eines Angehörigen, der Tag und Nacht beim patienten bleibt, um die Entstehung dieser Symptomatik von vornherein zu verhindern. Am besten wäre wohl wirklich, wie Jetti sagt, wenn nachts jemand bei Ihrer Mutter bleiben könnte. Mit Psychopharmaka draufhauen und/oder festbinden kann man - klar. Dann ist schnell Ruhe. Es bewirkt aber nur, daß die Symptome rein äußerlich verschwinden, der Betroffene jedoch innerlich leidet. Ich kenne Menschen, die monatelang Neuroleptika nehmen mußten - die sagen übereinstimmend, es sei grausig, im eigenen Körper eingesperrt zu sein - das sei eine chemische Zwangsjacke.
      Petra H.

      Kommentar


      • Re: Traumatisches Delirium


        Bitte genau hinschauen:

        "*Eine medikamentöse Behandlung dieses Zustandes nur dann, wenn es* **unvermeidbar** *ist*"

        okay?

        Kommentar



        • Re: Traumatisches Delirium


          Hallo,
          das mit dem Delirium nach Pneumonie ist interessant, wenn ich das so sagen darf; natürlich schlimm für Sie. Erfreulich, dass es ihr wieder besser geht. Sie muss sicherlich weiter beobachtet werden, aber ob weitere Medikamente notwendig sind, sollte ein Arzt entscheiden. Ich persönlich würde eine Psychiatrie nicht bevorzugen, nur wenn es nicht anders geht. Wenn sich aber die Nerven nicht beruhigen lassen, dann ist es zum nächsten Delir auch nicht mehr weit. Interessant fand ich die Diagnose, weil mein Vater, leider dement, auch schon lange eine chronische Pneumonie (bakterielle) hat die immer wieder leicht ausbricht, um die sich wenig Ärzte scherten. Mein Vater hatte auch ein Delir, aber zuvor schon jahrelang unter Depris, Panik etc. gelitten, aber das Delir kam trotzdem sehr plötzlich, über ein paar Wochen hinweg. Ehrlich gesagt könnte ich jetzt nicht mal sagen, ob er nicht in einem Dauerdelir lebt, die Vermutung habe ich seitdem. Es hält sich nur in Grenzen, da er Medikamente (und auch Baldrian) erhält.
          Übrigens hat mein Vater von den Medikamenten auch Ausschläge bzw. sogar Schuppenflechte.
          Bin gespannt, ob Ihnen konkret jemand sagen kann, wie der Verlauf nach so kurzen, heftigen Deliren ist
          Alles Gute für Sie, Flieder

          Kommentar


          • Re: Traumatisches Delirium


            Es geht ihr jeden Tag besser, spricht wieder mit Leuten, heute haben wir sie aus dem Krankenhaus in eine Kurzzeitpflege.
            Natürlich wieder eine fremde Umgebung nicht so gut, aber sie kannte das Pflegheim.
            Kaum da traf sie Bekannte war ganz in ihrem Element, komandierte auch schon wieder fleissig rum , wenn das so weiter geht, bald ganz die Alte.
            Was lernen wir daraus Atosil ist ein Mistzeug mach die fertigen Leute reif für die Insel,
            Warum muss jeder älter Mensch sediert werden - nur dass das Personal seine Ruhe hat schon traurig in Deutschland

            Eva.

            Kommentar


            • Re: Traumatisches Delirium


              Selbstverständlich ist Atosil ein Mistzeug!

              Denn wenn es unvermeidbar sein sollte, wäre die echte Zwangsjacke und die Verletzungsichere Gummizelle weitaus angenehmer!

              Diese üblen Psychopharmaka und all der andere Pharmadreck, ausnahmslos Teufelszeug.

              Damals ging es auch ohne diesen Mist, natürlicher eben!

              Kommentar



              • Re: Traumatisches Delirium


                Liebe Eva,
                ich hätte gerne früher auf diese tolle Nachricht ragiert, aber ich kam übers Wochenende nicht mit meinem User hier rein, irgendein technisches Problem - jetzt geht's wieder. Herzlichen Dank auch für die Privatnachrichten, die Sie mir gesendet haben! Ich gratuliere ganz herzlich zu diesem Erfolg!! Jetzt mal kräftig durchatmen! Ich wünsche Ihnen und Ihrer Mutter alles, alles Gute!
                Petra H.

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                • Re: Traumatisches Delirium


                  Sehr geehrte Eva Maria,

                  ich freue mich über die positive Entwicklung bei Ihrer Mutter. Ob bei ihr ein bisher nicht auffällig gewordenes dementielles Syndrom vorliegt, vermag ich über das Internet nicht zu beurteilen. Wie zuvor aber schon richtig bemerkt wurde, fordert die Diagnose einer Demenz eine Dauer der Symptome von mindestens 6 Monaten. Auch die spontane Besserung spricht dagegen und für ein Delir als Ursache der Veränderungen. Der weitere Verlauf wird näheren Aufschluß bringen. Sollten Hirnleistungsstörungen fortbestehen empfehle ich eine nochmalige (ambulante) Abklärung.
                  Ein Delir kann bei älteren Menschen leicht auftreten und verschiedene Ursachen haben. Einige davon wurden bereits von anderen Forenteilnehmern berichtet. Es gehören neben Flüssigkeitsmangel (Exsikkose) als häufigster Ursache auch Infekte und Medikamentennebenwirkungen dazu. Die Therapie der Wahl besteht daher in einer Behandlung des Grundleidens, häufig reicht schon ein Ausgleich des Flüssigkeitshaushalts oder, wie möglicherweise im Falle Ihrer Mutter, eine antibiotische Behandlung. Ggfs. sollte in solchen Fällen auch eine neuroleptische Behandlung erwogen werden, sofern die Patienten entweder unter sehr starken psychotischen Symptomen leiden oder nicht ausreichend schnell auf die Grundbehandlung ansprechen. Wichtig ist dabei zum einen die Wahl des Präparates, da sich die verschiedenen Wirkstoffe in ihren Nebenwirkungen z.T. erheblich unterscheiden und die Dosis, die bei älteren und insbesondere auch bei dementen Patienten meist deutlich unterhalb der „normalen“ Dosis liegen sollte. Außerdem sollte klar sein, daß die allerwenigsten Patienten eine neuroleptische Dauermedikation benötigen und somit im Verlauf bald eine Dosisreduktion mit dem Ziel des Ausschleichens oder ein Auslaßversuch unternommen werden sollte.
                  Der Sinn einer derartigen Behandlung liegt dabei nicht darin, "den Patienten ruhig zu stellen", wie dies hier in verschiedenen Beiträgen anklang, sondern ihn von seinen Symptomen zu befreien bzw. diese zu mildern. Diese können in Wahnvorstellungen bestehen, d.h. z.B. darin, daß die Patienten davon überzeugt sind, daß man sie umbringen oder ihnen sonst irgendwie schaden will oder auch in Halluzinationen, die verständlicherweise z.T. erhebliche Ängste mit sich führen können. In diesem Zusammenhang kann ich auch die Äußerungen von Ironheart „Denn wenn es unvermeidbar sein sollte, wäre die echte Zwangsjacke und die verletzungsichere Gummizelle weitaus angenehmer!“ weder nachvollziehen noch unterstützen. Weder „Gummizelle“ noch „Zwangsjacke“ helfen gegen eine Psychose und dürften Ängste eher verstärken als bekämpfen. Ich hoffe, diese Anmerkung entsprang einem Impuls und stellt keine reflektierte Meinung dar, was ich aber ohnehin nicht glaube, da sie einem seiner vorherigen Beiträge inhaltlich erheblich widerspricht („Geeignete Medikamente sind Dipiperon oder Eunerpan“ <--> „Diese üblen Psychopharmaka und all der andere Pharmadreck, ausnahmslos Teufelszeug“).
                  Lassen Sie mich darüber hinaus anmerken, wie entsetzt ich darüber bin, wie viele Angehörige offentsichtlich schlechte Erfahrungen mit psychiatrischen Einrichtungen gemacht haben. Ich hoffe, daß es sich dabei um Ausnahmen handelt und die, die das Gefühl hatten, ihren Angehörigen sei in einer Gerontopsychiatrie geholfen haben dies einfach nur nicht schreiben.
                  Als nicht akzeptabel möchte ich in jedem Fall aber Äußerungen wie „Warum muss jeder älter Mensch sediert werden - nur dass das Personal seine Ruhe hat schon traurig in Deutschland“ oder „Üblicherweise verstärken sich die Symptome nachts noch, die Schwestern packen den Patienten gerne mal in ein Kämmerchen (gerne auch ans Bett gebunden), weil er stört.“ widersprechen, die eine verallgemeindernde Diffamierung einer Berufsgruppe darstellen, die es ohnehin schon nicht leicht hat. Ich kenne verschiedene Einrichtungen und viele Krankenschwestern und Pfleger, die in ihrem Beruf eine Berufung sehen und deren Handeln durch höchste sittliche und moralische Grundsätze bestimmt wird. Ich kann und will nicht unwidersprochen stehen lassen, daß es sich bei diesen um besonders rühmliche Ausnahmen ihrer Berufsgruppe handeln soll.

                  Mit freundlichen Grüssen,

                  Spruth

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                  • Re: Traumatisches Delirium


                    Nachtrag:
                    Ich habe mir soeben noch einmal den Beitrag von ironheart durchgelesen und bin mir beim zweiten Mal lesen sicher, daß er oder sie ihn ironisch meinte.
                    Wenn dies so ist, streichen Sie bitte gedanklich den Absatz zu seinem Beitrag aus meiner vorangegangenen Antwort.

                    Mit freundlichen Grüssen,

                    Spruth

                    Kommentar



                    • Re: Traumatisches Delirium


                      Lieber Herr Dr. Spruth,
                      ich bin auch erschüttert, wenn so viele beschreiben wie schlecht Ihr Angehörigen behandelt werden, und glaube auch dass es viele gute Spezialstationen gibt, wie auch viele relativ gute Heime. Im übrigen glaube ich aber, dass die meisten die negatives zu berichten hatten, nicht von Geronto-psychiatrischen Fachstationen gesprochen haben, sondern entweder von anderen Krankenhäusern in denen diese altenspezifischen Problematiken nicht richtig behandelt werden, oder von schlecht geführten Heimen. Ich persönlich bin heilfroh, dass mein Vater in einer guten Station gelandet war, als es notwendig war ihn dort behandeln zu lassen, und habe das auch in meinen Beiträgen so rüber gebracht; habe vor allem die Pfleger/-innen so gelobt, wie menschlich und weise sie mit den Patienten umgegangen sind. Ich denke auch, dass es in den Heimen viel engagiertes Personal gibt, und auch sicherlich gut ausgebildet, die wissen dass es keine wirkliche Lösung ist Menschen mit psychischen Problemen nur ruhig zu stellen.
                      Und sie haben natürlich recht dass die Antipsychotika, Neuroleptika etc. da sind, um den Patienten in erster Linie zu helfen, indem diese angstlösend sind und gegen Halluzinationen helfen (sollen). Aber ich vermute schon, dass manchmal zu schnell in diese Schublade gegriffen wird, oder zu stark, oder falsch angewendet.
                      In unserem Fall ist das nicht im Krankenhaus passiert, sondern die niedergelassenen Ärzte waren alle ganz schnell mit Melperon und Risperdal dabei. Also, mal abgesehen davon, dass bei meinem Vater ein Antipsychotikum leider nötig ist, waren die der Ansicht wenn der Vater dann noch unruhig oder ängstlich ist, dann soll ich doch mal mein Baldrian wieder in meine Schublade stecken und diesen "harmlosen" Melperonsaft geben.
                      Und wenn der Angehörige immer noch "komisch" ist, dann einfach die Dosis erhöhen. Das mit dem Eindruck "ins Kämmerchen sperren, oder sogar festschnallen" ist auch nicht ganz von der Hand zu weisen, aber leider nachvollziehbar.... was passiert denn auf einer Station, wenn 3 Pfleger oder Schwestern Dienst haben, Bettgeh-Zeit ist, d.h. sich um alle gekümmert werden muss auf den Zimmern, und 1 oder 2 Patienten völlig am Ausflippen sind, oder Dauerschrei-Patienten? Die mischen ja die ganze Station auf ggf. Also auch ich habe das "live" gesehen, dass Patienten in ganz schlimmen Zuständen auf Beobachtungsstationen angeschnallt im Bett waren und geschrien haben, oder weil sie nicht mehr zu beruhigen waren stärkere Mittel erhalten haben. Das ist auf einer psychiatrischen Station auch unvermeidbar, wo die Patienten sind damit man langsam langsam die richtige Medikation findet. D.h. natürlich ist es ein guter Rat, auf eine derartige Station zu gehen, wenn es nicht zu vermeiden ist, aber man darf auch nicht vergessen, dass die Patienten auch dadurch traumatisiert werden, durch die Vorgänge dort und das dort drin eingesperrt sein, das geht gar nicht anders.
                      Dass aber in Heimen etc. zur "Beruhigung der Lage", und nicht zur Beobachtung, zu schnell solch starke Medikamente gegeben werden, ist nicht erfreulich. Sicherlich haben das Pflegepersonal oder aber auch die behandelnden Ärzte nichts böses im Sinn... sondern "verrohen" vielleicht zu leicht durch all die Umstände. Alles in allem muss man aber betonen, welch wertvolle Arbeit das Personal leistet, das sich tagtäglich um Mitmenschen kümmert, um die sich in der Gesellschaft die Angehörigen nicht mehr kümmern können durch die Gesellschaftsstruktur, oder viele einfach gar nicht kümmern wollen; und meistens noch ein Lächeln zu Verschenken haben!
                      Aber dennoch ist es gut, wenn über all das geredet wird, denn immer noch ist es ein "beschwiegenes Gebiet" für die meisten Menschen; psychische Krankheiten an sich, aber auch z.B. Psychiatrien. Gerade weil man viel hört, aber nicht im Einzelfall darüber redet; da wird nur hinter der Hand gemunkelt "schlimm, wirklich schlimm". Wenn man sich mal ansieht, wieviele Menschen aber einmal in ihrem Leben in solch einer Einrichtung eine Phase ihres Lebens verbringen müssen, dann sollte man über deren Ängste und Sorgen offen sprechen, und nicht nur hoffen dass man selber da nicht mal hin muss. Man kann so sogar eher Ängste nehmen und vielleicht auch Verständnis erzeugen, warum im schlimmsten Fall Menschen sogar mal angeschnallt werden; und gleichzeitig durch Offenlegung Mißbrauch verhindern.
                      Für mich war es auf alle Fälle eine Erfahrung, die vielen Stunden die ich auf der Geronto-Psychiatrie verbracht habe, und sie haben mir eigentlich eher Ängste genommen.
                      Was mir eher Angst macht sind die Aussagen, die ich später dann bekommen habe, nämlich dass es eigentlich kein freies Bett mehr gibt....
                      Herzliche Grüße, Flieder

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                      • Re: Traumatisches Delirium


                        Als Erstes mal vielen Dank für die Zuschriften.

                        Nun zu meiner Mutter.
                        Nach 10 Tagen Krankenhausaufenthalt wurde sie in die Kurzzeitpflege 2 Wochen übergeben in vollem geistigen Zustand.

                        Meine geforderte AbschlußUntersuchung im Krankenhaus auf neurologischer Basis ergab keine Demenz.
                        Sondern einwandfrei ein Delirium.
                        Ich bin selber Arzthelferin und weiss sehr wohl, dass auch Flüssigkeitsverlust und schwere Infekte Delirium auslösen können.
                        Aber zu dem Fall hier möchte ich anmerken, dass meine Mutter erst nach einigen Infusionen und mit Sicherheit erst nach Gabe von Atosil (Nach Einsicht meinerseits in die Patientenakte) auftrat.
                        Ausserdem habe ich mit einigen Leuten gesprochen die Ihre Angehörigen ebenso zurück bekamen, da das sedieren in diesem Krankenhaus anscheinend ab einer Altersgruppe von 70 als normal erachtet wird.
                        Auch die Aussage ich sollte sie, da sie hochgradig Demenz sei, ohne eine Untersuchung anzuberaumen, erst auf mein Drängen hin, finde ich mehr als eine Frechheit.

                        Jedenfalls befindet sich meine Mutter im Moment wieder zuhause in ihrer eigenen Wohnung, kocht selbst, wäscht selbst, es geht zwar noch etwas langsam aber nach dem Ganzen kein Wunder !!!!!!!!!!!!!!!
                        Sie sagt heute noch sie wäre auf dem Trip gewesen.
                        Übrigens ist sie geistig voll gesund und ich hoffe nur, dass sich sowas in dem Krankenhaus nicht mehr ereigenen wird, jedenfalls bei meiner Mutter werde ich sicher dafür Sorgen.

                        Was ich auch noch anmerken muss, wir wissen alle dass die Gesundheitsreform nicht einfach ist, weder für die Ärzte noch das Personal. es ist Mangel hinten und vorne, aber ich denke
                        einfach Pat. mit Psychopharmaka zu betäuben dass sie ruhig gestellt sind ist nicht der richtige Weg.
                        Es heisst doch immer zum Wohle des Patienten, nur wenn man mit einem Virus ins Krankenhaus kommt und als Demenzpstientin in die Psychiatrie entlassen wird finde ich das wirklich eine Riesenschweinerei.
                        Und Verständnis dafür kann ich wenig aufbringen.
                        Ich hoffe nur bei mir selbst, wenn ich mal ins Krankenhaus muss, dass ich jemand habe, der mir mal zur Seite steht oder noch besser, daß ich mich selbst wehren kann.

                        Vielen Dank nochmals und liebe Grüße Eva

                        Kommentar


                        • Warum wird denn so viel sediert ?


                          Liebe Eva Maria,

                          Es ist verruflich, immer wieder von älteren Patienten zu hören die in Altersheimen und in Krankenhäusern tag ein und Tag aus sediert worden sind.Und warum werden Sie meisten dieser Senioren sediert? damit man sich weniger mit Ihnen beschäftigen muß und mit weniger Pflegepersonal auskommen kann.

                          Aber was brauchen Senioren mit Alzheimer Ansätzen ?
                          Sie brauchen eine dynamische Patienten orientierte holistische Behandlung, die Ihrem Krankeitsbild entspricht und keine 0815 Psychopharmaka.

                          Wie alle Med-Insider wissen, Drogen alleine sind nicht die Antwort für einen umfassende Behandlung von Alzheimer. Wir brauchen mehr spezial Senioren Pflegedörfer Wohngemeinschaften usw. für unsere lieben Senioren und sehr wichtig wir brauchen mehr klinische Pflegeplätze in ganz Europa und mehr spezifische Forschung.

                          ... und hoffentlich eines Tages viele COLLAGENTHERAPIE CENTER in ganz Europe.


                          Es grüßt

                          Alfons

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                          • Re: Traumatisches Delirium


                            Liebe Eva!
                            Wie schön! Wie wunderbar! Ich freue mich so für Sie und Ihre Mutter!
                            Und ein dickes Lob für Ihre deutlichen Worte. Ich kann jedes einzelne davon nur unterstreichen. Ich schreibe in einem weiteren Beitrag gleich noch mehr dazu.
                            Herzliche Grüße,
                            Petra H.

                            Kommentar


                            • Re: Traumatisches Delirium


                              Hallo zusammen!

                              Ich möchte noch einige Bemerkungen anschließen, weil sowohl aus dem Kommentar von Dr.Spruth als auch aus den Bemerkungen von Flieder so ein bißchen die Ansicht durchscheint, der Mißbrauch von Medikamenten an alten Menschen sei ein Einzelfall. Dies ist leider nicht so, und es wird Zeit, daß sich hier ein Bewußtseinswandel in der Öffentlichkeit vollzieht.

                              Herr Dr. Spruth, Sie schreiben, daß der Sinn einer Behandlung mit Neuroleptika nicht darin liegt, den Patienten ruhigzustellen. Das mag aus Ihrer Sicht so sein. Dennoch wird es in pflegerischen Kreisen durchaus als praktisch angesehen, daß Neuroleptika und Benzodiazepine eine mehr oder weniger stark sedierende Wirkung besitzen. Wenn dies in Ihrer Klinik nicht der Fall sein sollte, dann beglückwünsche ich Sie zu Ihrem Arbeitsumfeld und alle Patienten zu diesem Personal.

                              Ich selbst habe bei meiner damals 82jährigen, demenzkranken, Mutter sogar in einer Klinik für geriatrische Rehabilitation erlebt, daß sedierende Mittel gegeben wurden - und zwar Risperdal und Eunerpan in Kombination. Dies nach einer beidseitigen Hüftoperation mit Gelenkersatz und in einer Phase, da sie dringend rehabilitierungsbedürftig war. Stattdessen wurde sie sediert und nach 5 Tagen aus der Reha entfernt mit der Bemerkung, sie sei nicht rehafähig und man habe einen Kurzzeitpflegeplatz besorgt, damit ich einen Heimplatz für sie organisieren könne. Sie bekam sogar 'Absencen' von der Medikamentenkombination, die der Chefarzt lediglich mit Valproinsäure bekämpfen wollte, anstatt die Dosis zu verringern. Andere Ärzte waren später gottseidank so einsichtig, dies zu tun - jedoch erst, nachdem meine Mutter derart am Boden und ausgetrocknet war, daß sie überhaupt nicht mehr gehen und nicht mehr selbständig essen konnte. Sie hatte "Hangover" bis in die Mittagsstunden. Jemand, der nach einer Hüft-OP dringend remobilisiert werden mußte!
                              Just dieselbe Klinik, die die Mittel verordnete, setzt sich andererseits für die Sturzprävention bei alten Menschen ein und erarbeitet hierfür neue Konzepte. Die Verabreichung von Psychopharmaka steht allerdings in krassem Widerspruch dazu.
                              Meine Mutter lebt bis heute zuhause und erhält von mir die Betreuung, die sie braucht - im Sinne einer aktivierenden Pflege - und bekommt keinerlei Psychopharmaka. Sie spricht oft wirr und hat auch Halluzinationen, das ist wahr. Aber zum einen leidet sie offenbar nicht darunter, sondern wirkt munter und vergnügt. Zum anderen - nachdem ich diese Erfahrungen machen mußte, verspüre ich absolut keine Lust mehr, sie 4 Wochen lang in eine Gerontopsychiatrie zu geben, wo sie "medikamentös eingestellt" wird. Obgleich ich von anderen Angehörigen darüber auch schon Positives gehört habe.

                              Ich habe seit diesen Ereignissen vor 2 Jahren sehr viel Wissen über die Thematik gesammelt. Ich bin Mitglied in mehreren Foren und Alzheimergesellschaften. Ich kenne sehr viele Geschichten von Demenzkranken und ihren Angehörigen. Und, glauben Sie mir, es sind keine Einzelfälle. Sowohl in Kliniken als auch in Heimen ist die Verordnungsrate von Psychopharmaka viel zu hoch und auch die Dosierungen werden nicht dem Metabolismus eines alten Menschen entsprechend angepaßt. Da geschieht sehr viel Unrecht.

                              Ich will hier gar nicht gegen das Pflegepersonal wettern, es gibt sehr viele engagierte Menschen - ich selbst habe genügend kennengelernt, die selbst verzweifelt sind über die Situation - es gibt aber auch ebenso schwarze Schafe darunter. Für die engagierten, die Hilfe suchen, weil sie die Zustände nicht ertragen, gibt es anonyme Internetforen oder die Anlaufstelle des Vereins Integrationsförderung e.V. von Claus Fussek in München. Was man dort hört und liest, ist einfach widerwärtig.

                              Wogegen ich mich wehre, ist die Verharmlosung der Neuroleptisierung. Teilweise scheinen auch die professionell Pflegenden so eine Art Tunnelblick zu entwickeln. Sobald man mit einem Dementen konfrontiert wird, steht das Urteil fest: 'Der braucht was zur Nacht, der braucht was gegen Halluzinationen, der muß zuhause eingesperrt werden, und am besten gleich ins Heim'. Und dann gibt es das Säftchen zur Nacht. Meist Haldol (also gleich eines der stärksten Mittel überhaupt) oder Melperon oder Ähnliches. Aus eigener Erfahrung kann ich Ihnen sagen: Meine Mutter kann aggressiv werden, sie kann auch nachts einmal sehr unruhig sein - aber sehr oft schläft sie durch. Ich habe keine wirklich gravierenden Probleme. Es hängt auch immer ein Stück weit davon ab, wie ich auf sie zugehe. Ob ich selbst hektisch bin oder ausgeglichen und ruhig. Und einige Heime gehen inzwischen auch den Weg ohne Neuroleptika. Weil sie begriffen haben, daß der Kranke psychosoziale Betreuung benötigt. Das Problem ist, daß die alten Leute oft mit einer entsprechenden Medikation aus der Klinik ins Heim durchgereicht werden - und dort muß sich erst einmal jemand finden, der die Vernunft besitzt, mal näher hinzusehen. Der schiefe Gang, der trübe Blick - das ist doch so normal in den Heimen, daß niemand mehr Notiz davon nimmt!
                              Zum anderen - aus Ihren Antworten, Herr Dr.Spruth, hört man vielfach heraus, daß Sie eher vorsichtig sind und abwägen, was den Einsatz solcher Medikamente angeht. Das finde ich prima. Leider gibt es jedoch viele Ärztekollegen, die sehr viel lockerer mit so etwas umgehen. Man kann heutzutage wirklich froh sein, wenn man einen Hausarzt findet, der tatsächlich Verständnis für einen Demenzkranken aufbringt und auch mit Medikamenten vorsichtig agiert. Meist ist das jemand, der selbst einen Fall in der Familie hatte.

                              Übrigens bedarf es nicht unbedingt eines Neuroleptikums, um einem Dementen den rest zu geben, wie ich jüngst erfahren mußte. Es genügt schon ein Diuretikum. Dieses wurde bei meiner Mutter angesetzt aufgrund kleinerer Ödeme um die Knöchel und erhöhtem Blutdruck. Als ihre Dauermüdigkeit immer schlimmer wurde und ihre geistige Leistungsfähigkeit auf den Nullpunkt sank (sie konnte sich, obwohl erst in Pflegestufe 1, nicht einmal mehr ein Brötchen selbst schmieren), hat die Hausärztin das Mittel abgesetzt. Der Blutdruck pendelt jetzt zwischen normalem und mäßig erhöhtem Niveau. Auch so ein Kapitel. Viele Ärzte glauben, zwangsläufig medikamentös eingreifen zu müssen und berücksichtigen dabei nicht, daß der alte Mensch evtl. eine höheres Blutdruckniveau benötigt, um sich gut zu fühlen. Meine Mutter lebt förmlich auf, es geht ihr sehr gut - abgesehen von ihrer Demenz. Sie wirkt viel lebhafter und munterer. Dies gilt sicher nicht für stark schlaganfallgefährdete Patienten oder solche mit extrem hohem Blutdruck - verstehen Sie mich da bitte nicht falsch. Ich würde mir nur etwas mehr Sorgfalt und maßvolleres Handeln bei so manchem Arzt wünschen. Die Senioren bedürfen hier, wie auch Kinder, besonderer Aufmerksamkeit und Obhut.

                              Grüße,
                              Petra H.

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                              • Re: Warum wird denn so viel sediert ?


                                Bravo bravo bravo, der Meinung bin ich ganz !!!!!!!!!!!!!!!

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                                • Re: Warum wird denn so viel sediert ?


                                  Hallo Eva Maria,

                                  Ich freue mich das Sie mir zustimmen ....

                                  Liebe Grüße

                                  Alfons
                                  -------

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                                  • Re: Traumatisches Delirium


                                    Liebe petra h,
                                    Sie sprechen mir aus dem Herzen! Danke für Ihren engagierten Beitrag. Ich teile Ihre Beobachtungen und muss Ihnen in allen Punkten Recht geben. Ich fühle mich allerdings macht- und ratlos angesichts des pflegerischen Fatalismus in Senioreneinrichtungen. Auch was die hausärztliche Betreuung angeht,müsste sehr viel mehr Aufklärung hinsichtlich der Wirkung von Neuroleptika (verlängerte Halbwertzeiten etc.) auf den Metabolismus alter Menschen statt finden. Ich erlebe immer wieder, dass im Pflegebereich über Melperon und Risperidon wie über Smarties gesprochen wird - als wäre da gar nichts dabei - "sind doch ganz leichte Mittelchen".
                                    Wie könnte man hier eine Änderung im Denken und Verhalten erreichen? Sicher wäre es anders, wenn jeder, der solche Mittel gibt, sie auch einmal selbst einnehmen müsste (man denke an Hahnemann, der alle Arzneimittelprüfungen an sich selbst durchführte - das nenne ich Konsequenz!). Mir ist klar, dass ich hier einen ketzerischen Beitrag schreibe - aber letztlich sollte doch gelten: Was du nicht willst dass man dir tu, das füg auch keinem andern zu!
                                    In diesem Sinne
                                    Leona

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                                    • Re: Traumatisches Delirium


                                      Herr Dr. Spruth, von mir stammt der Satz vom "Kämmerchen(gerne auch ans Bett gebunden)", meine Bemerkung war nicht diffamierend gemeint, es war etwas flapsig ausgedrückt und ich meinte es nicht wörtlich, dass gerne fixiert und weggeschoben wird, damit würde ich ja unterstellen, dass das Pflegepersonal Freude daran hat, gar sadistisch wäre. Im Gegenteil, ich schätze die Arbeit des Pflegepersonals sehr hoch.

                                      Meine Erfahrungen sind aus dem Allgemeinkrankenhaus, wir gingen ja auch in diesem Thread von einem akut eingetretenen Zustand nach der Lungenentzündung aus, bei uns waren es Operationen, einmal eine kleinere und eine große mehrstündige BauchOP.

                                      Ich war bei meiner Mutter als Begleitperson mit im Krankenhaus und habe das Durchgangssyndrom (oder traumatisches Delirium oder postoperative Psychose, wie immer es korrekt heissen mag) hautnah miterlebt. Ich muss sagen es war schon sehr heftig. Wäre ich nicht dabeigewesen, hätte man auf jeden Fall medikamentös oder mechanisch fixieren müssen.
                                      Es ist für das Pflegepersonal gar nicht möglich, die ganze Nacht am Bett zu sitzen. Ich bekam etwa 30 Minuten lang Unterstützung, aber sie endete recht abrupt, als meine Mutter mit Beschimpfungen und Beleidigungen anfing und tätliche Angriffe erfolgten, man glaubt ja nicht was ein 90jähriges frisch operiertes kleines 47kg schweres Mütterchen mit großer Bauchwunde für Kräfte aufbringt um Knüffe zu verteilen und sich zu wehren. Das ist ja genau auch das Dilemma, dass die Patienten nicht dankbar Hilfe annehmen, es ist gar nicht ungewöhnlich, dass sie sich recht unbeliebt machen mit ihren Ausfällen und, irgendwie ja verständlich, dadurch auch mal etwas schroff behandelt werden.
                                      Wir geübten Pflegenden wissen das schon eher wegzustecken, meistens jedenfalls, dem Pflegepersonal im Krankenhaus gestehe ich durchaus zu, dass es mehr Schwierigkeiten damit hat.

                                      In einem Forum für Pflegeberufe habe ich diesen Beitrag gefunden, er drückt recht klar aus, was die Probleme sind, Zitat:
                                      ...Es nervt, es macht ratlos und manchmal auch verdammt sauer. Ich bin auch immer wieder tüchtig erstaunt darüber, wie lange Menschen ohne Schlaf auskommen können, wenn sie tage-und nächtelang da herumtoben und wieviele Medikamente sie in dieser Phase wegstecken. Ich bin eine trainierte und kräftige Frau und ich bin mir sicher, daß mich die Hälfte der gegebenen Substanzen eines Nachtdienstes eine Woche schlafen ließen. Es tut mir für die PatientInnen auch oftmals sehr leid, wenn klar zu erkennen ist, daß die einfach eine Scheiß-Angst vor uns haben. Das empfinden glaube ich auch viele als Kränkung, "ich will dem nix böses und der tritt nach mir und tafelt mir eine!" Ich denke, wenn man sich eine eingefangen hat, ist auch Ende der Fahnenstange. Da kann man dann eigentlich nur noch gehen... [Zitatende]

                                      Ich saß also die ganze Nacht am Bett, als ich morgens dann aus Erschöpfunf für 10 Minuten eingenickt bin, ich dachte, Mutter wäre nun ruhiger und würde einschlafen, riss sie sich alle Verbände und Schläuche weg. Wir, der Pfleger von der Frühschicht und ich, haben dann besprochen was nun zu tun sei. Ich war total erschöpft und brauchte dringend eine Mütze Schlaf, ich hatte die Nacht ununterbrochen mit Körperkontakt, reden, singen, vorbeten, Hände festhalten, beruhigen, streicheln, halten, bitten und betteln und auch mal heulen verbracht, ununterbrochen mit vielleicht 2x30 Sekunden Toilettenpause, ich war wirklich am Ende meiner Kraft.
                                      Ich war inzwischen reif fürs Fixieren, ich sah keine andere Möglichkeit. Mechanisch oder medikamentös? Ich hatte mich von unserem Neurologen vorher beraten lassen und zur Beruhigung Melperon in niedrigster Dosierung langsam eingeschlichen. Dosis erhöhen? Haldol?
                                      Ich bin dem Pfleger dankbar für seine klare Aussage: wenn man die Fesseln löst, dann sind sie weg. So haben wir es gemacht und zwei Stunden später war der Spuk erstmal vorbei und die Fixierung wieder weg und mein Mütterchen konnte sich tagsüber etwas erholen und war gar nicht so schlecht drauf.

                                      Auch die nächste Nacht war heftig, aber es war schon milder, die folgenden Nächte waren unruhig und anstrengend, aber es war gut machbar und ich konnte auch mal halbstundenweise schlafen, jedoch ohne meine ununterbrochene Anwesenheit wäre es recht gefährlich für meine Mutter gewesen, man hätte sie zum eigenen Schutz fixieren müssen. Nach einer Woche waren nur noch mehrmalige nächtliche Wanderungen notwendig um die Unruhe zu mildern, nach 10 Tagen war es ziemlich vorbei und ich habe das Melperon langsam ausgeschlichen. Übrig blieb eine erhebliche Verstärkung der Demenz. Nach 2 Monaten hatte sich das aber gut erholt und nach 4 Monaten war der MMST um 9 Punkte gestiegen, gegenüber dem Test 2 Wochen nach der OP. Und gegenüber einem Jahr vorher um 3 Punkte. Selbst wenn man den Test nur als Anhaltspunkt sieht, es entspricht meiner gefühlten Einschätzung.

                                      Ich scheine nun alles ganz richtig gemacht zu haben um die doch sehr riskante Operation nicht zum Fiasko werden zu lassen. Ich habe mich vorher informiert und mir Gedanken gemacht. Im Krankenhaus hat man akzeptiert, dass ich mich um die "Kopfmedikamente" kümmere und ich habe entschieden Melperon zu geben und schnell wieder abzusetzen und dass kein Haldol oä gegeben wird.

                                      Gut und schön, aber was passiert mit Patienten, die nicht diesen vollen Einsatz der Angehörigen erwarten können? Denn nicht jeder Pflegende kann oder will sich so einsetzen und nicht jeder hat die Erfahrung gemacht, dass es notwendig ist. Aus verschiedenen Gründen ist es, so wie wir es gemacht haben, ja doch eher ein Einzelfall.
                                      Warum bereitet man sich im Krankenhaus nicht besser darauf vor, offenbar ist bei Patienten mit Demenz, mit hohem Alter und mit bereits vorher erlittenem Durchgangssyndrom das Risiko doch sehr hoch. Kein Arzt hat mal nachgefragt, kein Pfleger war auf die Situation vorbereitet, keine hilfreichen Tipps, kein guter Rat, keine Hilfe, als wäre es, genau wie für mich, das erste Mal.
                                      Vom zweimaligen Durchgangssyndrom steht in Arztbriefen bei uns nichts, es scheint als pflegerisches Problem gesehen zu werden, hat mit dem akuten Fall nichts zu tun, andere Baustelle. Wir Angehörigen wurden beim ersten Mal, bei der kleinen OP, nicht informiert, das "Problem" verschwiegen bzw verschleiert. Warum spricht man nicht darüber, als wäre es etwas Peinliches. Oder ist es der Umgang mit dieser Erscheinung, der peinlich ist? Meine Mutter wurde damals vorzeitig entlassen, wahrheitswidrig "auf Wunsch der Angehörigen". Im Klartext, man wollte sie loswerden und übergab mir eine völlig desorientiere Frau.

                                      Tatsache ist, man kann den Patienten in so einem Zustand nicht alleine lasse, selbst dann nicht, wenn es nicht so heftig ist, wie es bei uns war. Es genügt nicht, alle halbe Stunde mal einen Blick ins Zimmer zu werfen, ich sehe schon die Notwendigkeit der medikamentösen und mechanische Fixierung, der Patient verletzt sich sonst. In einem Mehrbettzimmer stört er tatsächlich die Mitpatienten erheblich, die brauchen ihre Nachtruhe auch dringend.
                                      Weil ich weiss, wie so eine Nacht verlaufen kann, sehe ich die Fixierung als normal und vielleicht auch notwendig an, wahrscheinlich üblich, was soll man denn sonst tun? Es sei denn, es gibt eine 1:1 Betreuung. Die darf aber nicht abhängig sein von liebenden Angehörigen, denn was passiert mit den Patienten, bei denen niemand ist? Mir scheint, dass das Pflegepersonal mit dem Problem alleine gelassen wird und wirklich gar nicht anders kann als mit Vollfixierung und Haldol zu reagieren.

                                      Ich will den meisten Pflegekräften hohe sittliche und moralische Grundsätze nicht abstreiten, gesundheitspolitische oder verwaltungstechnische Ungereimtheiten muss sich kein Pfleger auf die Rechnung setzen lassen.
                                      Doch bei den vielen Berichten, dass demenzerkrankte Angehörige nach wenigen Tagen Krankenhausaufenthalt total "abgeschossen" zurückkehren, sich kaum auf den Beinen halten können, inkontinent sind und nicht mehr wissen, wo oben und unten ist, muss man wohl annehmen, dass etliche Fehler in der Anwendung und Dosierung von sedierenden Medikamenten gemacht werden, dass die Sorgfalt mit solchen Medikamenten die Sie als Facharzt und die ich als aufmerksame und sorgende Angehörige walten lassen, nicht unbedingt bei allen Pflegekräften gegeben ist, sei es aus Unwissenheit oder auch aus Zeitnot.
                                      Aufklärung tut not.

                                      lg
                                      Jetti

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                                      • Re: Traumatisches Delirium


                                        Liebe Leona!

                                        Vielen Dank für Ihren Kommentar, habe mich sehr gefreut. Es ist schön zu wissen, daß immer mehr Menschen so denken. Leider muß ich gestehen, daß ich Ihren Thread "Pflegeheime und Demenz - Erfahrungen" bis dato nicht wirklich gelesen hatte. Jetzt habe ich mir aber mal die Zeit genommen und mich durchgewühlt.

                                        Da muß ich erst einmal tief durchschnaufen. Als erstes: Hut ab und alle Achtung vor Ihrem Engagement; da haben Sie ganz schön Rückgrat und Courage gezeigt und sich prima für Ihren Vater eingesetzt. Sicher ist es jetzt wieder ziemlich viel Aufwand, ihn in die WG zu bekommen und es bedeutet auch finanziellen Aufwand durch die Doppelbelastung - aber ich denke, das ist eine sehr gute Lösung. Ich habe über die Demenz-WGs bislang nur Gutes gehört und wenn meine Mutter einmal nicht mehr zuhause gepflegt werden kann (derzeit geht das noch mit Hilfen und weil ich einen Heimarbeitsplatz habe und nur 50% meiner Zeit im Büro verbringen muß), dann kommt für mich nur ein alternatives Pflegekonzept in Frage, wie z.B. eine WG. Heim möglichst nicht. Es gibt sicherlich ein paar gute, aber die sind total überlaufen. In einem guten Heim bei uns in der Nähe besteht eine Wartezeit von 2 Jahren.
                                        Vieles von dem, was Sie in Ihrem Thread geschildert haben, kommt mir so schrecklich vertraut vor. Da kommt man zu Besuch und findet seinen Angehörigen sediert vor. In einer Klinik ist es mir mal passiert, da kam ich morgens um 10:30 Uhr an und meine Mutter sollte zum Ultraschall. Sie hing schnarchend im Rollstuhl und war nicht wachzubekommen. Dabei hatten die Schwestern ihr am Abend vorher nur eine Tavor gegeben. Soso. Also haben sie mich zur Untersuchung losgeschickt. Die untersuchende Ärztin hat böse geschimpft, wie man einen Patienten in einen solchen Zustand versetzen könne!
                                        Seitdem weiß ich - wenn meine Mutter so auf dem Zahnfleisch daherkommt, dann ist irgendetwas Medikamentös gedreht worden. Das können, wie ich erwähnte, aber auch Diuretika sein; denn Flüssigkeitsmangel ist für Demenzkranke eine Katastrophe.

                                        Am Wohnort meiner Mutter wird das Altenheim gerade umgebaut. Ich hatte es vor anderthalb Jahren einmal besichtigt. Damals sagte man mir, alles sei prima, man sei vorsichtig mit Neuroleptika und verwende bei Fluchtgefahr eine moderne Methode, einen Chip am Fuß, der an der Tür einen Alarm auslöse, wenn der Heimbewohner das Gebäude verlassen wolle. Dann werde er sanft zurückbegleitet. Naja.
                                        Die Fläche wird jetzt erweitert und es soll ein Mehrgenerationenhaus entstehen und sogar Kurzzeitpflegeplätze und eine Tagespflege. Die hatte man bisher nicht.
                                        Allerdings ist der Demenzbereich nicht vom Umbau betroffen. Die Hausärztin geht dort ein und aus und erzählte mir neulich, daß ihr die hohe Fluktuation beim Personal immer mehr auffällt (vor kurzem hat die Heimleitung gewechselt) und daß der Krankheitsstand auffallend hoch sei. Neulich, als sie dort war, sei eine Pflegerin mit einer ungelernten Hilfskraft alleine für 2 Etagen zuständig gewesen, weil so viele Mitarbeiter krankgeschrieben waren.
                                        Das sind für mich schon wieder Alarmzeichen. Ich werde das aus der Entfernung beobachten, aber die Skepsis überwiegt.

                                        Übrigens - ich finde Ihre Idee überhaupt nicht ketzerisch, daß Ärzte diese Pillen erst einmal selbst schlucken sollten. Damit wäre vielen geholfen, weil dann die Verordnung von Psychopharmaka viel vorsichtiger erfolgen würde als bisher. Man muß nur einmal einen jungen, psychiatrieerfahrenen Menschen fragen, wie er sich selbst unter der Wirkung dieser Wirkstoffe gefühlt hat. Und wenn man sich dann vorstellt, daß dieselben Medikamente an Demenzkranke verabreicht werden, könnte man die Wände hoch- und runterrennen vor Wut. Wie sagte ein Neurologe mal zu mir: 'Risperdal ist das modernste und nebenwirkungsärmste Medikament seiner Art, das wir haben. Und man muß Ihre Mutter doch führbar machen'.

                                        Ich kenne zwei Allgemeinmediziner, die einen Fall von Demenz in der eigenen Familie hatten. Nachdem sie einige Präparate ausprobiert hatten, haben sie alles wieder abgesetzt und nichts mehr gegeben. Ein alter Mensch, so ihre Erkenntnis, soll auch in Ruhe altern dürfen. Und Medikamente geben ist nur dort angebracht, wo wirklich echte Linderung zu erwarten ist und nicht durch gravierende Nebenwirkungen zunichte gemacht werden. Wohl dem Arzt, der zu solcher Erkenntnis gelangt.

                                        Jedenfalls wünsche ich Ihnen und für Ihren Vater alles Gute und viel Kraft und gutes Gelingen bei Ihrem Vorhaben mit dem Umzug. Bitte berichten Sie weiter, ich werde zukünftig gespannt mitlesen, wie es Ihrem Vater dort ergeht. Aber ich bin recht zuversichtlich, daß es - sofern er mit der Gruppe dort zurechtkommt - prima laufen wird.

                                        Liebe Grüße,
                                        Petra H.

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                                        • Re: Warum wird denn so viel sediert ?


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                                          :-)
                                          ich stimme voll und ganz Ihrem Beitrag zu. Die Idee mit den Collagentherapiecentern ist übrigens hochinteressant. Es zeigt, wie bedeutend ein intensives, liebevolles Eingehen auf den Menschen ist. Vor allem finde ich die Erkenntnis ganz wunderbar, daß der von Demenz betroffene nicht mehr als "dement" gesehen wird. So ähnlich versucht es unsere Hausärztin auch zu betrachten. Letzlich bekommen Senioren alle möglichen Erkrankungen. Man hört schlechter, man sieht schlechter, einige haben Herzprobleme, andere bekommen eben Demenz. An irgendetwas sterben wir schließlich alle. Schon das Leben allein führt zum Tode. Also ist das einzig Wichtige, den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen und seine Persönlichkeit zu betrachten und ihn auf seinem Weg zu begleiten.

                                          Jedoch - dies benötigt Zeit, Geduld und ... Nächstenliebe, wie Sie selbst sagen. Besitzen die Menschen denn noch Nächstenliebe? Genau diese Eigenschaften gehen in unserer gewinnsüchtigen Zeit doch allmählich verloren. So zack-zack wie sich Menschen einen Hamburger einwerfen, anstatt ursprüngliche Lebensmittel mit Liebe zuzubereiten, so hopp-hopp geht man mit Menschen um, die nicht ins Leistungsprinzip einer hochgezüchteten Globalisierungsgesellschaft passen.

                                          Zwar beginnt man in den Medien und in der Konsumgüterindustrie, den Senioren zu entdecken. Aber nur den Senioren, der noch leistungsfähig ist. Der Geld ausgibt. Der konsumieren kann. Der Sport treibt und die Fitnesscenter bevölkert. Oder die Unis, um ein spätes Studium zu beginnen. Die Pflegebedürftigen fallen durchs Raster. Sie taugen bestenfalls noch als Objekt der Begierde für Schnabeltassen- und 4-4-Liter-Windel-Produzenten.

                                          Viele Grüße,
                                          Petra H.

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                                          • Re: Traumatisches Delirium


                                            Hallo Jetti!

                                            Wie wahr, wie wahr. Ganz toller Beitrag, danke!

                                            Es ist so - ohne die Angehörigen sind die alten Menschen in der Klinik reichlich aufgeschmissen. Und das Pflegepersonal wird offenbar für den Umgang mit Demenzkranken nicht hinreichend geschult. Ich erlebe das ja sogar beim ambulanten Pflegedienst der Diakonie. Die haben überhaupt keine Ahnung, wie man mit Extremsituationen umzugehen hat. Denn diese Abwehrreaktion - Boxen und Schreien - das ist typisch bei Situationen, die fremd sind, die Angst machen. Das hat meine Mutter auch drauf (und sie wiegt auch nur 49 kg - ich bin ebenso erstaunt, wieviel Kraft so ein kleines Mütterlein entwickeln kann). Und dann merkt man schon, daß einige Schwestern sich systematisch zurückziehen und es dann etwas später vorsichtig nochmals versuchen - andere hingegen wütend werden und schimpfen 'Hab ich das nötig, mich schlagen zu lassen?'. Die haben offensichtlich keine Ahnung und auch kein Verständnis. Es ist auch nicht leicht, klar. Der Pflegeberuf ist ein sehr schwerer, der viel Idealismus erfordert. Ich bewundere die Menschen, die das tun.
                                            Leider ist es jedoch bei den ambulanten Diensten und in den Heimen oft so, daß dort auch Hilfskräfte eingesetzt werden oder das Arbeitsamt Leute aus einer Schnellumschulung dorthin schickt, damit sie nicht mehr als arbeitslos geführt werden. Die machen das nicht aus Berufung, sondern sind frustriert. Und was in denen vorgeht, wenn so ein renitentes Energiebündel in Aktion tritt, kann man sich unschwer vorstellen...

                                            Ich habe meine Mutter damals auch mehrfach am Tag im Krankenhaus besucht, bin ständig zwischen Arbeit und Klinik gependelt, habe auch mal freigenommen. Die Schwestern und Pfleger waren dankbar, daß jemand sich um Mutti kümmerte und sie fütterte oder sie zur Toilette oder zu einer Untersuchung brachte. Das nahm ihnen viel Arbeit ab. Habe dann meinen gesamten Jahresurlaub verpraßt, um sie anschließend zuhause wieder einigermaßen fit zu kriegen. Normalerweise wäre sie ins Heim durchgeschoben worden. Und dieses Schicksal blüht vielen alten Menschen, die eigentlich noch gar nicht ins Heim müßten, die noch gut zuhause pflegbar wären.

                                            Ja, Aufklärung muß her. Das Problem ist jedoch, daß diejenigen, die an der Quelle sitzen - die Pfleger - sich oftmals gar nicht trauen, offen darüber zu sprechen. Aus Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes.

                                            Grüße,
                                            Petra H.

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                                            • Re: Traumatisches Delirium


                                              Sehr geehrte Forenteilnehmer,

                                              ein großer Teil Ihrer Kritik ist grundsätzlich berechtigt, verschiedene Ihrer Ansichten oder Meinungen teile ich nicht.

                                              Ich glaube nicht, daß ich mich zu allem äußern sollte, insbesondere, da hier nunmehr eine Menge unterschiedlicher Themen angeschnitten wurden.

                                              Ich danke Ihnen in jedem Falle für die fruchtbare Diskussion und wünsche mir, daß diese auch weiterhin differenziert bleibt.

                                              Mit freundlichen Grüssen,

                                              Spruth

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                                              • Re: Traumatisches Delirium


                                                Sehr geehrter Herr Dr. Spruth,

                                                Ich wollte nichtt den verdacht entstehenlassen daß ich persönlich kritisieren wollte, noch die Ärtzteschaft.

                                                Meine Kritik war nur an diejenigen mir bekannten Institutionen, die flüssige Beruhigungsmittel in das Mittagsessen der Heiminsassen mischen, ohne jede ärztliche Grundlage und ohne das Einvernehmen der Angehörigen.

                                                Ich hoffe hiermit ein Mißverständnis aus dem Wege geräumt zu haben. Sollte ich dennoch nicht die richtigen Wort gefunden habe, bitte ich um Entschuldigung.

                                                Mit freundlichem Gruß

                                                Alfons

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