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Alzheimer - der finanzielle Ruin?

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  • Alzheimer - der finanzielle Ruin?

    Hallo Zusammen,

    da wir aktuell betroffen sind und leider von sämtlichen Ämtern wie erwartet im Stich gelassen werden, hoffe ich nun vielleicht hier Rat zu bekommen und freue mich auch, wenn ihr mir einfach eure Erfahrungen mitteilt (8))

    Ihr müsst euch vorstellen euer Partner erkrankt während seiner beruflichen Selbständikeit an Alzheimer, völlig unerwartet und viel zu jung und muss daher sein Geschäft aufgeben. Ihr seid somit Alleinverdiener.

    Die Krankheit schreitet voran und der Patient muss irgendwann tagsüber betreut werden. Ihr habt "Gott sei Dank" noch eine Arbeit und geht dieser täglich nach, um die Miete zu bezahlen, Lebensmittel zu kaufen, ja einfach um zu leben.

    Nun ist der Fall eingetreten, dass euer Partner tagsüber nicht mehr alleine bleiben kann. Ihr könnt aber eure Arbeit nicht so ohne Weiteres kündigen, denn wovon sollt ihr dann leben...von Harz4? ... Dies würde bedeuten: ein Minimum an Existenz! ... ein Umzug in eine neue Wohnung, in eine fremde Umgebung... und das mit einem Alzeihmerpatienten?!

    Nein, das ist einfach undenkbar. Es muss einen anderen Weg geben!

    Aber was bleibt noch?

    Natürlich gibt es sehr gute Pflegeeinrichtungen, die eine Tagespflege problemlos sicher stellen könnten. So wäre auch gewährleistet, dass die Arbeitsstelle nicht in Gefahr ist und der Lebensstandart beibehalten werden könnte...

    Aber wer bitteschön kann diese Einrichtungen bezahlen???

    Ein normal verdienender Mensch hat monatlich ca. 2000 Euro netto zur Verfügung. Von diesem Geld gehen sämtliche monatlichen Aufwendungen, wie Miete, Auto, Strom, Telefon, Steuern, Versicherung, Lebensmittel usw. ab.

    EINE TAGESPFLEGE KOSTET ABER MONATLICH GUTE 1200 EURO!!!

    Natürlich gibt es die gesetzliche Pflegeversicherung...

    - und jetzt wird mich jeder Betroffene verstehen -

    ... dann versucht doch mal bitte, eine Pflegestufe für einen Alzheimerpatienten zu bekommen, der sich noch alleine waschen und anziehen kann?? Dass er trotzdem eine Gefahr für sich und andere darstellt ist überhaupt nicht von Interesse!

    Ohne Pflegestufe keine Kostenübernahme für eine Tagespflege!

    Was gibt es für Möglichkeiten?

    Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht?

    Ich bin über alle Zuschriften dankbar!

    Lieben Gruß
    Jeany


  • Re: Alzheimer - der finanzielle Ruin?


    Hallo Jeany
    ich habe dir über "Privatnachricht" geschrieben!

    Grüsse
    Rosenmädchen

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    • Re: Alzheimer - der finanzielle Ruin?


      Hallo Jeany,

      ich fühle mit dir, denn es geht mir fast wie dir!
      Nur ist es meine Mutter die betroffen ist. Sicher nicht so schlimm wie mit einem Ehemann!

      Ich suche auch gerade nach Möglichkeiten eine Pflege zu finanzieren. Meine Mutter kann nichts mehr. Nur ihren Toilettengang noch. Dieser ist auch nicht immer so nett.
      Eine neue Pflegestufe erhalten wir auch nicht. Obgleich wir sie in allen Dingen drei mal am Tag versorgen. Die Kasse denkt es ist wichtiger den Betroffenen zu kämmen und zu waschen, doch 40 Minuten jemanden das essen einzureden ist nicht wichtig.

      Unsere Lieben müssen gut richen und gekämmt sein aber der Aufwand um sie zu bewegen etwas zu Essen ist nicht wichtig, dieser wird nicht bezahlt. Bekannt ist auch bei den Kassen, sie würden am gedeckten Tisch verhungern.

      Wir Angehörigen müssen uns unbedingt zusammen tun, denn der zeitliche Aufwand ist viel höher als bei anderen zu pflegenden Personen.

      Ich bin wirklich "fertig mit den Nerven"!
      Mein Sohn ist 13 und brauch mich auch.

      Übrigens suche ich eine Hilfe privat, denn diese ist noch zu bezahlen. Einen Pflegedienst kann ich auch nicht finanieren.

      Es gibt noch die Möglichkeit über kirchliche Einrichtungen etwas zu tun. Wende dich doch an solch eine. Keine Tagespflege, sondern nur ein Treffen, welches sogar mit einem Fahrdienst verbunden sein kann. Schöpfe alle sozialen Anbieter. Vielleicht gibt es solche bei dir.
      Hier bin ich gerade am Ball!

      Würdest du mir bitte sagen wie alt dein Mann ist?
      Denn er scheint doch noch jung zu sein. Gibt es andere Wege für ihn?

      Liebe Grüße
      .. ich bin bei dir

      Brita

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      • Re: Alzheimer - der finanzielle Ruin?


        Liebe Jeany, so ist es, diese Krankheit (eigentlich nicht nur diese) verändert ein ganzes Leben. Familär wie finanziell....
        Ich muss allerdings sagen, du sprichst von Summen, die liegen für mich zwischen Gut und Böse...wohl dem, wer von Summen in diesem Ausmaß reden kann.
        Hat der Medizinische Dienst die I. Pflegestufe abgelehnt, hast du die Möglichkeit des Widerrufs...mach es! Ansonsten wiederhole nach einigen Wochen diese Prozedur noch einmal.
        Das mit dem Pflegeheim ist so, ich bezahle für meinen Mann, dessen Rente die Heimkosten nicht deckt, dazu. Beantrage ich Sozialhilfe, wird dieses, soweit Grund und Boden vorhanden, ins Grundbuch eingetragen....man könnte ja damit leben aber was ist, wenn mein Mann stirbt (mein Mann befindet sich, wenn man bei Alzheimer von Stufen sprechen darf, in der letzten Stufe)? Dann nämlich kommt das Sozialamt und fordert sein Recht! Diese ins Grundbuch eigetragene Schuld muß zurückbezahlt werden, was heissen würde ich muss verkaufen oder einen Kredit aufnehmen, um die Sozialhilfe für meinen Mann zu begleichen...
        liebe Grüße
        Arielle

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        • Re: Alzheimer - der finanzielle Ruin?


          Liebe Brita, ich weiss, kein besonders guter hilfreicher Rat von mir aber man kann diese Tagespflege auch tageweise in Anspruch nehmen. Nicht die ganze Woche, aber was ist mit den anderen Tagen......Wenn du zu haus bist, hilft es dir bei der Entlastung, nur,wenn du arbeiten gehst, nützt dir dieser Rat auch nichts....ich weiss aber man sucht eben nach Lösungen....
          lieben Gruß
          Arielle

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          • Re: Alzheimer - der finanzielle Ruin?


            Hallo Jeany,
            Lege unbedingt Widerspruch gegen die Entscheidung beim Medizinischen Dienst ein. Nimm einen neuen Anlauf - das ist zwar ärgerlich, aber nur so kommst Du weiter. Bei einer Alzheimer Erkrankung im 1.Stadium sollte Dir eigentlich die Pflegestufe 1 zustehen.Viel Glück! Leona

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            • Re: Alzheimer - der finanzielle Ruin?


              Hi Arille,

              sicher ist vieles krumm, doch was denkst du zu tun?
              Ich denke eine private Versorgung wäre gut und billiger. Es gibt Vereine, die Kirche ist auch´gut dabei. Brinde dich vielleicht in der Kirchenarbeit ein?! Ist auch eine Entspannung!

              Es ist schade, so wenig von den Teilnehmern dieser Seiten zu wissen, dann könnte viel mehr getan werden, auch was die Bezahlung für die Pflege betrifft!

              Ich weiß nich wie ich weiter komme, doch ohne Infos von euch geht es auch nur bedingt.

              Frohe Ostern

              Brita

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              • Re: Alzheimer - der finanzielle Ruin?


                Liebe Brita, ich danke für deine Zeilen.
                Was verstehst du unter private Vorsorge? Ich denke mal, dass sich ein jeder in irgend einer Art und Weise so gut, wie möglich, für die Zukunft absichert. Diese Absicherung ist aber nicht unendlich, irgendwann ist auch dieses Mittel der Absicherung aufgebraucht. Unterbreite mir doch bitte mal deine Vorstellungen der Absicherung. Eine weitere Frage, was könnte viel mehr getan werden, wenn 'man' mehr von den Forumteilnehmern wüsste. Meinst du, man könnte sich über Preise der Pflegeheime informieren? Schreib mal richtig, was du meinst.
                Ich lese gleich noch einmal deine älteren Nachrichten durch, um mir ein Bild von deiner Situation zu machen....
                erst einmal liebe Grüße von
                Arielle

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                • Re: Alzheimer - der finanzielle Ruin?


                  Danke Dir, war auch auf dem Weg, muß nur noch geschrieben werden.

                  LG Brita

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