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Pflegeheime und Demenz - Erfahrungen

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  • Re: Pflegeheime und Demenz - Erfahrungen


    Liebe Leona,
    das ist so traurig. Wie gerne möchte man helfen. Ich stelle es mir sehr schmerzhaft vor, die Fürsorge an andere abgeben zu müssen, von denen man nicht sicher sein kann, dass sie es gut machen. Ich wünsche Ihnen, dass Sie trotz allem zwischendurch in innerer Verbundenheit mit Ihrem Vater zusammen sein können und das letzte Stück des Weges mit ihm auch ruhige Phasen erleben können. Auch wenn er sich nicht mehr äußern kann, so wird es es doch sicher spüren.
    Hier sind bestimmt einige mit ihren Gedanken bei Ihnen.
    Liebe Grüße,
    Eva Franziska

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    • Re: Pflegeheime und Demenz - Erfahrungen


      Vater ist tot.
      Gestorben am 26.Februar 2010 um 14.40 Uhr.
      Ich kann noch nicht darüber schreiben.
      Ich habe eine schwere Lungenentzündung, kein Antibiotikum schlägt an - ich bin Allergikerin und vertrage nicht alles.
      Alles steht momentan still - Vaters Trauerfeier musste verschoben werden. Traurige Tage.
      Leona

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      • Re: Pflegeheime und Demenz - Erfahrungen


        Liebe Leona!

        Es tut mir sehr leid und ich möchte Dir hiermit mein aufrichtiges Beileid ausdrücken. Ich verstehe, daß Du momentan nicht darüber schreiben möchtest. Werde bald gesund!

        In Gottes Händen liegt Anfang und Ende.
        Anna A

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        • Re: Pflegeheime und Demenz - Erfahrungen


          Liebe Leona,

          nach so langem Kampf, nun sich doch trennen zu müssen und so vieles, was Sie sicher noch aufwühlt, das ist schwer zu verkraften. Der Körper fordert jetzt seine Ruhe. Ich hoffe, Sie finden einen Weg, vielleicht auch eine Kur. Jetzt beginnt das Frühjahr, manchmal verstärkt es sogar den Schmerz, wenn es innen dunkel ist und draußen hell, doch andererseits zeigt es Ihnen, dass alles im Leben enthalten ist, das Sterben und auch das Neuwerden.

          Ich denke, Sie haben das Äußerste für Ihren Vater getan, er wird es empfunden haben und die Erlebnisse haben Sie lebensreifer gemacht. Das geht nicht verloren, sondern hat einen Sinn.

          Die Trauer ist ganz wichtig und braucht seine Zeit. Mögen viele, auch gute, Erinnerungen Ihnen bleiben und mögen Sie bald einmal aufatmen können.

          Wünsche Ihnen alles Gute,
          Eva Franziska

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          • Re: Pflegeheime und Demenz - Erfahrungen


            Liebe Leona....

            ich möchte dir mein aufrichtigstes Beileid aussprechen. Ich weiß, das es sehr, sehr schwer für dich und auch deine Familie ist.Du hast dein möglichstes getan und er wird dir dafür immer dankbar sein.Er wird immer bei dir sein.Ich weiß noch, wie es mir ging, nachdem mein Papa uns verlassen hat und verstehe daher sehr gut, das du noch nicht darüber schreiben kannst. Lass dir Zeit. Denk jetzt erstmal an dich und werde wieder gesund.Dein Papa hat es überstanden, ich weiß, das klingt abgedroschen, aber du weißt hoffentlich, wie ich das meine.Ich kann mich leider nicht so gut ausdrücken. Ich bin in Gedanken bei dir....und du weißt, das du mir jederzeit privat schreiben kannst, wenn du das Bedürfnis hast.

            Ich schicke dir ein grosses Kraftpaket und nehm dich ganz fest in den Arm.
            traurige Grüsse Heike

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            • Re: Pflegeheime und Demenz - Erfahrungen


              Ach Leona,

              mein tiefstes Mitgefühl. Bitte, bitte werden Sie ganz schnell wieder gesund. Das würde er ja nicht wollen, dass Sie sich so sehr grämen.

              Marge

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              • Re: Pflegeheime und Demenz - Erfahrungen


                Liebe Leona,

                meine ganz besonders herzliche Anteilnahme!! Meine Gedanken begleiten Dich...

                Ich bin schon lange nicht mehr in diesem Forum unterwegs, verfolge nur noch Deinen Thread ... mein Gott, was habt Ihr beide nicht alles gemeinsam durchmachen müssen. Du hast Dir wirklich nichts vorzuwerfen, Du hast Übermenschliches getan!
                Ich hoffe, daß er friedlich gehen durfte.
                Nun bist Du auch noch gesundheitlich schwer angeschlagen. Ich wünsche Dir alle Kraft dieser Welt und alles Liebe für Deine Zukunft! Ich hoffe, daß Du Dich von diesen Jahren der Belastung gut erholen wirst und wieder Freude am Leben hast.

                "Der Tod ist nichts,
                ich bin nur in das Zimmer nebenan gegangen.
                Ich bin ich, ihr seid ihr.
                Das, was ich für euch war, bin ich immer noch.
                Gebt mir den Namen, den ihr mir immer gegeben habt.
                Sprecht mit mir, wie ihr es immer getan habt.
                Gebraucht keine andere Redeweise,
                seid nicht feierlich oder traurig.
                Lacht weiterhin über das,
                worüber wir gemeinsam gelacht haben.
                Betet, lacht, denkt an mich,
                betet für mich,
                damit mein Name ausgesprochen wird,
                so wie es immer war,
                ohne irgendeine besondere Betonung,
                ohne die Spur eines Schattens.
                Das Leben bedeutet das, was es immer war.
                Der Faden ist nicht durchschnitten.
                Weshalb soll ich nicht mehr in euren Gedanken sein,
                nur weil ich nicht mehr in eurem Blickfeld bin?
                Ich bin nicht weit weg,
                nur auf der anderen Seite des Weges."

                (Henry Scott Holland (1847-1918)

                Sei ganz herzlich umarmt
                von
                Petra H.

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                • Re: Pflegeheime und Demenz - Erfahrungen


                  Liebe Leona , mein herzliches Mitgefühl und ir gesundheitlich alles Gute. Vielleicht wäre eine Kur jetzt imm Frühjahr mal notwendig.

                  Hier im Forum waren Sie immer mit liebevollen Ratschlägen und Hilfestellungen da , das war sehr wohltuend.

                  Alles Gute und liebe grüße
                  Wunneke

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                  • Re: Pflegeheime und Demenz - Erfahrungen


                    Liebe Leona ,ich möchte Ihnen und Ihrem Sohn mein aufrichtiges Mitgefühl aussprechen. Sie haben Ihrem Vater alles an Liebe und Kraft gegeben , er war bestimmt sehr stolz auf seine Tochter! Ich wünsche Ihnen gute Besserung und für den letzten Weg viel Kraft.
                    Alles Liebe , Kondor

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                    • Re: Pflegeheime und Demenz - Erfahrungen


                      Liebe Leona,
                      ich hab leider erst jetzt deine traurige Nachricht gelesen. Mein herzlichstes Beileid, Du weißt ich und viele andere sind mit Dir. Habe tatsächlich letzte Woche sehr intensiv an Dich/Euch gedacht. Ich hoffe nun vor allem auch sehr, dass Du Dich in der Zwischenzeit von der Lungenentzündung wieder einigermaßen erholt hast.
                      In Gedenken an Deinen Vater und Euch verbleibe ich mit Dich wärmenden Grüßen und werde mich per PN melden
                      Deine Flieder

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                      • Re: Pflegeheime und Demenz - Erfahrungen


                        Ich danke allen, die mir geschrieben haben, für die tröstenden Worte. Vaters Trauerfeier konnte noch immer nicht stattfinden, da mein Gesundheitszustand dramatisch schlecht ist. Ich hoffe, dass ich mich mittelfristig wieder erhole - aber ich bin sehr niedergeschlagen. Der neue Termin für die Trauerfeierlichkeiten ist auf den 8.April 2010 gelegt worden. Haltet mir die Daumen, dass es mir bis dahin besser geht. Ich liege nun schon seit Ende Februar im Bett.

                        Sobald ich kann, werde ich mich hier im Forum wieder regelmäßig beteiligen. Allen meine besten Wünsche, viel Kraft und Mut!

                        Leona

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                        • Re: Pflegeheime und Demenz - Erfahrungen


                          Liebe Leona...

                          ich hoffe wirklichs ehr für dich, daß du bald wieder fit bist und die Trauerfeier für deinen Vater stattfinden kann. Obwohl das auch nochmal ein schwerer Gang für dich sein wird. Ich wünsche dir wirklich alles, alles gute.....

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                          • Re: Pflegeheime und Demenz - Erfahrungen


                            Liebe leona,
                            nach meinem ersten Stöbern hier im Forum muss ich sagen, dass Sie schon so vielen Leuten Rat und Trost gespendet haben. Nun möchte ich auch Ihnen einmal virtuell auf die Schulter klopfen - Sie haben viel geleistet und haben sich ein wenig Ruhe und Erholung verdient. Ich wünsche Ihnen Kraft und Zuversicht für die Zukunft und dass auch wieder hellere Tage kommen. LG Lydia

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                            • Re: Pflegeheime und Demenz - Erfahrungen


                              Liebe Lydia,
                              danke für Ihr Mitgefühl und für Ihr Lob - das tut gut.
                              Inzwischen geht es mir wieder besser, langsam, ganz langsam kommt die Lebensenergie zurück und ich bin auch wieder regelmäßg hier im Forum. Allerdings vermisse ich einige alte Mitstreiter wie EgonMartin und Rosenmädchen und viele andere. Insgesamt ist es ruhiger hier geworden - aber das kann sich ja jederzeit wieder ändern.
                              Herzlichst Leona

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                              • Re: Pflegeheime und Demenz - Erfahrungen


                                Liebe Leona...

                                es freut mich, daß es dir langsam wieder etwas besser geht....Ich schaue auch öfter wieder im Forum vorbei, allerdings fällt es mir doch oft noch schwer, die richtigen Worte zu finden. Dann überlege ich lange und wenn ich dann etwas geschrieben habe, denke ich, das es doch nicht passt und lösche es wieder....
                                Bei mir geht es auch bergauf. Ich denke sehr oft an meinen Papa und manchmal überkommt mich auch noch das Gefühl, daß es doch nicht sein kann, daß er einfahc nichtmehr da ist...Ich denke, so geht es dir und auch vielen anderen hier auch...
                                Liebe Grüsse Heike

                                Kommentar


                                • Re: Pflegeheime und Demenz - Erfahrungen


                                  Nach langer Zeit will ich nun doch wieder einmal eine Nachricht im Forum hinterlassen. Ich habe immer mal wieder die neuen Beiträge gelesen, festgestellt, dass viele neue Namen/Betroffene hier sind. Der alte Kreis hat sich gelichtet - ich finde kaum noch einen der alten Mitstreiter. Ich kann es verstehen. Ich selbst wollte aktiv dabei bleiben, aber wenn einen der Tod des betroffenen Kranken einholt, folgt meist die große eigene Erschöpfung, die man sich dann endlich gestatten darf. Und - man spürt, dass man einen Abstand braucht und nicht - wie vielleicht geplant - durchstarten kann. Ich wünsche allen Betroffenen hier im Forum viel Kraft und will versuchen, wieder aktiver mitzuschreiben. Ich bedauere sehr, dass unser Experte Dr.Spruth nicht mehr hier ist. Er war so verständnisvoll und so hilfreich mit seinem großen Fachwissen. Es wäre wünschenswert, wieder einen Fachmann dabei zu haben. Leona

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                                  • Re: Pflegeheime und Demenz - Erfahrungen


                                    Hi Leona,
                                    :-)
                                    schön, von Ihnen zu hören. Durch Sie und Egon Martin wurde ich damals neugierig auf das Forum. Habe öfter an Sie beide gedacht.
                                    Hoffe, Sie sind zu Kräften gekommen. Wir sind sicher alle froh, wenn Sie uns ab und zu mit einem Tipp zur Seite stehen wollen.
                                    LG, Eva Franziska

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                                    • Re: Pflegeheime und Demenz - Erfahrungen


                                      Hallo Eva Franziska -
                                      wie ich erfreut feststellen durfte, haben Sie EgonMartin und mich mit Erfolg abgelöst und unterstützen die betroffenen Angehörigen mit Ihrer Erfahrung und Ihrem Wissen. Ich denke, es ist ohne Dr.Spruth schwerer geworden, denn er war insbesondere was die Medikation angeht, immer eine entscheidende und wichtige Instanz. Soweit ich kann, stehe ich gerne zur Verfügung und berichte von meinen Erfahrungen.

                                      Was die "Kräfte" angeht, so muss man immer wieder feststellen, dass jeder schicksalshaften Herausforderung schnell eine neue folgt...zumindest ist es bei mir so.

                                      Gerne wüsste ich, wie es EgonMartin inzwischen geht. Vielleicht nehme ich einmal privaten Kontakt auf. Er war gesundheitlich auch ziemlich angeschlagen und hatte ebenfalls für beide Elternteile Verantwortung zu tragen.

                                      Ihnen für Ihr Engagement herzlichen Dank. Ich bin sicher, Sie können vielen Mitgliedern des Forums mit Wissen und Trost weiterhelfen. Leona

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                                      • Re: Pflegeheime und Demenz - Erfahrungen


                                        Liebe Leona,

                                        es tut mir wirklich leid, dass Sie nicht zur Ruhe kommen.

                                        Alles hat so viele Facetten und hat man eine Sache einigermaßen gelernt, kommt die nächste Anforderung. Mit dem Alter häuft es sich ja. Ich denke manchmal darüber nach, was ich von der vorherigen Generation so mitbekommen habe. Und da erinnere ich mich an eine Zeit, als meine Mutter und die Nachbarn, ebenso wie wir heute zu kämpfen hatten: die Eltern wurden alt und krank, die eigene Gesundheit wurde brüchig, im Freundeskreis häuften sich die Krankheiten und Krisen. Um die 70 herum, trat dann etwas Ruhe ein und ich erlebte hier fast dieses Bilderbuch-Rentnerdasein in der Nachbarschaft.
                                        Vielleicht hatten die dann auch gelernt, besser mit Schicksalsschlägen umzugehen.

                                        Na ja, ich schweife ab. Was ich sagen will ist, ich bin doch hoffnungsvoll, dass noch ruhigere Zeiten kommen. Man verändert sich ja auch und freut sich an Kleinigkeiten, die einem früher unwichtig waren. Das Wesentliche ist oft sehr verborgen, aber umso wertvoller.

                                        Wünsche Ihnen von Herzen, dass Sie trotz allem solche Momente erleben dürfen.

                                        LG, Eva Franziska

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                                        • Re: Pflegeheime und Demenz - Erfahrungen


                                          Hallo Leona,
                                          ich hoffe, daß es Dir wieder etwas besser geht. Ich selbst hatte jetzt eine lange Phase, in der es mir nicht gut ging. Die Pflege meiner Mutter zuhause wurde immer intensiver, ich stand praktisch kurz vor dem Burnout. Ich habe es dann aber geschafft, sie im November 2011 in einem wunderbaren Pflegeheim unterzubringen, in dem sie vorbildlich gepflegt wird und wo es ihr wirklich gut geht.
                                          Seither habe ich mich ein wenig erholt. Mein Leben verläuft aber leider nach wie vor nicht in normalen Bahnen, weil es meiner Mutter gesundheitlich zunehmend schlechter geht. Es sind in der letzten Zeit massive Schluckstörungen aufgetreten, einmal hat sie aspiriert und eine Lungenentzündung davongetragen. Diese hat sie stark geschwächt überstanden, jedoch mußte ich ihr dann schweren Herzens eine PEG legen lassen - obwohl ich eigentlich kein Freund davon bin. Diese hat sie nun seit ca. 3 Wochen, und es geht ihr einigermaßen gut damit. Ein weiteres Problem sind jedoch chronische Schmerzen (vermutlich bedingt durch ihre Osteoporose), für die der behandelnde Hausarzt gerade nach der optimalen Schmerztherapie sucht. Es ist nicht einfach. Sie sitzt nur noch wenige Stunden im Rolli. Dabei jammert sie meist, hat die Augen geschlossen und verkrampft Arme und Hände. Liegt sie im Bett, wirkt sie entspannter und schläft viel. Sprechen kann sie nicht mehr, sie kann sich nur über Gestik und Mimik äußern. Ansonsten ist sie durch die Nahrungs- und Flüssigkeitsgabe mittels PEG wieder etwas mehr zu Kräften gekommen und das Schlucken klappt wieder etwas besser. Die Pflegekräfte versuchen, ihr nach Möglichkeit auch auf normalem Weg Nahrung und angedickte Getränke zu geben. Also auch das gibt es - Heime und Pfleger, die sich kümmern und eine PEG nicht nur als pflegeerleichternde Maßnahme betrachten. Ich bin sehr froh darüber, daß es auch solche Einrichtungen gibt. Gespräche mit Heim- und Pflegedienstleitung sind stets willkommen und man versucht immer, auf die Bedürfnisse und Wünsche von Bewhnern und Angehörigen einzugehen. Das Engagement der Pflegekräfte ist sehr hoch.
                                          Grüße an alle,
                                          Petra H.

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                                          • Re: Pflegeheime und Demenz - Erfahrungen


                                            Hallo Petra,
                                            ich freue mich für Sie und für Ihre Mutter, dass Sie ein Haus gefunden haben, in dem gute Arbeit geleistet wird. Ich wünsche Ihnen auch weiterhin Kraft und Zuversicht, dies alles durchzustehen. Herzlichst...Leona

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                                            • Re: Pflegeheime und Demenz - Erfahrungen


                                              Nachdem meine Erfahrungen mit Pflegeeinrichtungen sehr niederschmetternd waren, würde es mich interessieren, wie die Lage derzeit bei anderen Betroffenen ist. Am 26.Februar 2013 war Vaters dritter Todestag - ich bin über die schlimme Zeit - es waren 5 Jahre - immer noch nicht hinweg. Im Heim habe ich Vater allerdings nur 7 Monate gelassen, da sich sein Zustand dort drastisch und irreparabel verschlechterte. Die Einzelheiten kann man hier im Thread nachlesen. Inzwischen erlebe ich im Bekanntenkreis immer wieder neue Desaster. Für betroffene Angehörige, die die Pflege nicht selbst - oder ab einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr selbst - übernehmen können, wären Hinweise auf "gute und bezahlbare" Einrichtungen sehr wichtig, für die Erkrankten sogar noch mehr. Sinnvoll wäre eine regionale Zuordnung. Vielleicht könnten wir so etwas auf die Beine stellen? Gruß an alle und Kraft und Zuversicht!

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                                              • Re: Pflegeheime und Demenz - Erfahrungen


                                                Gute Idee,

                                                hier im Forum kann man dann ja auch noch weitere Fragen stellen. Ich denke auch, man sollte nur die Heime besprechen, bei denen man hinter den Kulissen, umfangreiche, gute Erfahrungen gemacht hat.

                                                Ob sich da viele finden?
                                                Wäre schön.

                                                LG, Eva Franziska

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                                                • Re: Pflegeheime und Demenz - Erfahrungen


                                                  Hallo,
                                                  in einemanderen thread hatte ich die Gründung privater WGs als gedanklicher Ansatz zur Diskussion gestellt. Leider erfolglos.
                                                  Andererseits häufen sich hier im Umkreis (Rhein-Sieg-Kreis = bei Bonn bzw um Bonn herum) die Nachfragen - wie geht das?
                                                  In kurzen Worten der Ansatz aufgrund der aktuellen Pflegereform:
                                                  Angehörige oder Betroffene (3 bis 6 Personen) gründen eine WG. Die Angehörigen können sich in abwechselnder Folge die Pflege teilen, soweit diese nicht durch eine externe, angestellte Fachkraft erledigt wird (Pflege und Hauswirtschaft etc..).
                                                  Die Kosten:
                                                  Miete einschl. Mietnebenkosten / alternativ ein EFH
                                                  40 Stundenkraft - 1500 € Monatsgehalt oder höher (regional unterschiedlich)
                                                  abzüglich bei 5 zu Pflegenden mit PS I = 1000 €
                                                  verbleiben 500,-- € plus Arbeitgeberanteile zur SV, BG etc (ca. 400 €)
                                                  restlicher Aufwand = 900 € geteilt von 5 Parteien = 180,-- € pro Partei

                                                  Kosten für den haushalt - wir kommen mit 200/Person gut aus

                                                  macht 380 € plus WSarmmiete pro zu Pflegenden und Monat in der Summe.
                                                  Dieses grobe Strickmuster läßt sich betriebswirtschaftlich noch "feintunen".
                                                  Die Umbaukosten bei 5 Personen können mit bis zu 20.000 € von der Pflegekasse mit gefördert werden.

                                                  Qintessenz:
                                                  wenn es um die bisherige Sicherung der Lebensqualität geht und dies bei überschaubaren Kosten, gibt es nur diesen Weg der privaten WG.
                                                  Nachteil:
                                                  geplantes Gründungsverfahren und von fast allen älteren Menschen als vorausschauende Handlungsmaxime abgelehnt - ich bin noch nicht so alt - . Folge: Kommt der Tag, dass Betreuung rund um die Uhr notwendig wird, muss man das nehmen, wo noch Platz ist. Letzterer wird knapp und knapper (NRW Stichtag: 1. August 2018 mit drastischer Redurzierung der Plätze). Angehörige denken, dass morgen noch früh genug ist.

                                                  Zu den Heimen:
                                                  Die Qualität ist sehr unterschiedlich; durch 87b-Kräfte ist jedoch eine spürbare Verbesserung feststellbar (ab einer gewissen Größe). Der Schwerpunkt der Aufgabenstellung ist und bleibt die körperliche Pflege und nicht das Ziel der WGs, die soziale Betreuung einer möglichst lange zu erhaltenden Alltagskompetenz.

                                                  Zur Person:
                                                  Habe als Hauptinitiator die Wohngemeinschaft für demente Menschen mit zwei weiteren Familien zusammen initiiert - das war 2008. Heute hat die WG 9 Mitglieder. In der Zeit haben wir alle Höhen und Tiefen durchlaufen. Die Vorteile der WG liegen klar im sozialen, betreuenden Bereich. Eine reine Pflege-WG würde ich nur dann favorisieren, wenn diese auch durch eine Pflegefachkraft mit möglicher Zusatzausbildung Palliativ geführt und initiiert würde. Dies nur mit ambulanten Pflegediensten zu leisten, wird immer unter der Qualität eines jeden Heimes liegen.

                                                  aktuelles Beispiel:
                                                  Verbot im Heim, selbst zu Toilette zu gehen (Sturzgefahr)- muss also Pfleger rufen und darauf warten. Nach einem Jahr deutlich spürbare Mobilitätsverluste bis hin zu Wortfindungsstörungen. Seit Januar bei uns: geht mit Rollator allein auf die Toilette, zieht sich wieder selbst an, deutlich besseres Gangbild (re. Fuß nicht mehr kontrollierbar) und geht weitere Strecken völlig allein und sicher. Macht Seniorensport mit und alle weiteren Angebote bis hin zur Mithilfe beim Tischein-/abdecken. Die Inkontinenz hat übrigens erfreulich nachgelassen.

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                                                  • Re: Pflegeheime und Demenz - Erfahrungen


                                                    Hallo, zusammen,
                                                    nachdem meine Mutter in ein anderes Pflegeheim umgezogen ist (das noch schlechter ist als das vorherige), habe ich mich in unserer Region noch weiter umgesehen. Ich weiß inzwischen, worauf es ankommt, nämlich nicht auf die architektonische Gestaltung, Verkehrsanbindung, Menüauswahl etc., die ja in den MDK-Bewertungen die Punkte für Top-Noten bringen.

                                                    Bisher habe ich noch nichts Gescheites gefunden. Immerhin haben viele der Heime in der MDK-Bewertung von 2012 schlechtere Noten bekommen als vorher. Anscheinend haben die MDKler doch mal ein bisschen genauer hingeguckt, und zwar in den Bereichen, auf die es ankommt.

                                                    Was mich auch wundert, ist, dass offenbar die betreuenden Ärzte die Augen vor Missständen verschließen. Dabei gab es doch bei etlichen Heimen schlechte Noten für die Durchführung ärztlich verordneter Behandlungen, ungenügende Dekubitusprophylaxe und -behandlung. Stört es sie auch nicht, wenn die Bewohner ungepflegt in einem Bett mit den Essensresten vom Vortag liegen?

                                                    Bei meiner Mutter im Heim stellte der Arzt bei einem ohnehin schwerstkranken Patienten eine Lungenentzündung fest, viele andere hatten Fieber, meine Mutter auch. Angeblich hat er bei allen ebenfalls Lungenentzündung diagnostiziert und Penicillin verordnet
                                                    Ich habe meine Mutter daraufhin selbst untersucht und außer leichtem Fieber mit Schwitzen keine Hinweise auf eine Lungenentzündung gefunden. Was ich allerdings festgestellt habe, war eine entzündliche, violette Verfärbung der Unterschenkel mit deutlich hervortretenden Venen. Das hätte böse ausgehen können und keiner hat's bemerkt.
                                                    Kurz: ich war wieder mal bedient.
                                                    LG louisanne

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