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Was tun mit meinem Opa?

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  • Was tun mit meinem Opa?

    Hallo, wir haben nachfolgende Probleme mit meinem Opa und wissen nicht was wir tun können.
    Mein Opa ist 79 Jahre alt und wird seit er vor ca. 2 Jahren ein Blutgerinnsel im Kopf hatte immer schwieriger. Er wird gegenüber uns (Seiner Familie) immer feindseliger, beschimpft uns wir würden Ihn beklauen. Wenn er irgendwo anrufen will und es nicht funktioniert weil er mal wieder die Zahlen verwechselt hat beschimpft er uns wir hätten sein Telefon manipuliert. Er hat in seinem Haus jetzt auch noch die Schlösser tauschen lassen, damit wir keine Schlüssel mehr haben -> mit dem Erfolg, dass er natürlich jetzt öfters den Schlüsseldienst benötigt wenn er mal wieder seine Hausschlüssel vergessen hat. Wir haben vor längerer Zeit seine Landwirtschaft übernommen mit allen Fahrzeugen. Auch hier werden wir mittlerweile beschimpft wir hätten Ihm alles weggenommen, er glaubt nicht mal seiner eigenen Unterschrift auf den damals ausgestellten Dokumenten. Letzte Woche kam dann sogar das schreiben eines Rechtsanwaltes das wir sein Grundstück nicht mehr betreten dürfen und wir „seinen“ Traktor sabotiert hätten inkl. Schadensersatzforderung???!!??? Was das allerschlimmste für uns ist, mein Opa fährt noch Auto. Wir hören von allen Seiten wir sollen ihn nicht mehr fahren lassen, einfacher gesagt als getan! Hören tut er nicht auf uns, wenn wir das Auto manipulieren ist das Sachbeschädigung, an die Schlüssel kommen wir nicht ran. Da sein Auto auch immer „Bunter“ wird (Wir vermuten von dem Kontakt mit anderen Autos) haben wir Angst das er irgendwann sich oder andere Verletzt. Sein Hausarzt kann, laut seiner Aussage, nichts unternehmen obwohl er meinen Opa schon mehrere male vor die Türe gesetzt hat („Er sei so Aggressiv, wir sollen uns mehr um Ihn kümmern“) Das nächste Problem ist, mein Opa ist hinter Frauen her, er hat schon sämtliche Witwen in unserem Ort Geld angeboten wenn Sie zu Ihm ziehen, peinlich für unsere Familie! Jetzt hat er irgendwo her die tel. Nummer von einer Agentur die Polinnen vermittelt. Er kaufe sich jetzt eine Frau und würde diese Heiraten damit Sie hier bleiben kann… Meine Mutter hat schon viele Jahre “MS“ was die Lage nicht gerade vereinfacht. Hat jemand einen Rat??? Danke, Martin


  • Re: Was tun mit meinem Opa?


    hallo martin,

    "Sein Hausarzt kann, laut seiner Aussage, nichts unternehmen obwohl er meinen Opa schon mehrere male vor die Türe gesetzt hat („Er sei so Aggressiv, wir sollen uns mehr um Ihn kümmern“)"

    versteh ich das richtig, der arzt hat den opa rausgeworfen?

    das kanns ja wohl nicht sein!!! unglaublich...

    meiner meinung nach ist hier dringend ärztliche hilfe erforderlich. ich denke ein neurologe ist vielleicht geeigneter als ein "normaler" hausarzt.

    evtl. ist auch eine betreuung sinnvoll. denn die aktionen des opas sind ja teilweise abenteuerlich. da muss man ihn ja vor sich selbst schützen. zum thema betreuung hier mal im forum suchen oder googeln.

    tja, die sache mit dem auto... da hab ich auch keinen rat. schlüssel wegnehmen und augen zu und durch. rechtlich ist da glaub ich nix zu machen.

    alles gute katja

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    • Re: Was tun mit meinem Opa?


      Hallo Katja, Du hast das richtig verstanden der Arzt hat meinen Opa wirklich rausgeworfen. Er hat Ihn zwar immer wieder als Patient genommen da mein Opa bei seinem nächsten Arztbesuch wieder "normal" war, aber um das eigentliche Krankheitsbild kümmert er sich nicht. Wir können unseren Opa leider nicht zum Neurologen schicken da er ja nicht auf uns hört! Sein Hausarzt kooperiert leider auch nicht mit uns, da wir vor vielen Jahren diesen Verlassen haben und zu einem kompetenteren Arzt gegangen sind (mein Opa leider nicht), Danke Martin

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      • Re: Was tun mit meinem Opa?


        Zum nächsten Amtsgericht gehen und einen Betreuer/Pfleger beantragen. Sie als Verwandte sehen sich nicht für die Betreuung in der Lage.

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        • Re: Was tun mit meinem Opa?


          Sehr geehrter MartinS,

          entschuldigen Sie bitte die späte Antwort.
          Ich schliesse mich Wiborg an. Wenn Sie der Meinung sind, Ihr Opa sei nicht mehr in der Lage die Tragweite seiner Handlungen und Entscheidungen zu überblicken, weil er krank ist, sollten Sie eine Betreuung beim zuständigen Amtsgericht beantragen. Wenn unmittelbare Gefahr im Verzug ist, d.h. daß er sich eigen- oder fremdgefährdend verhält, können Sie den Sozialpsychiatrischen Dienst verständigen. Dieser schickt einen Fachmann zu Ihrem Opa nach Hause, der dort vor Ort überprüft, inwieweit z.B. eine Zwangseinweisung zur Abklärung des Krankheitsbildes erforderlich ist.

          Mit freundlichen Grüssen,

          Spruth

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          • Re: Was tun mit meinem Opa?


            Sehr geehrter Spruth,
            vielen Dank für die Antwort. Wir haben eine Betreuung für meinen Opa beantragt und sind mal gespannt wie lang es dauert bis etwas geschieht.
            Wir wissen momentan nicht ob wir den Sozialpsychiatrischen Dienst verständigen sollen oder nicht. Am einen Tag ist mein Opa einsichtig und er will in ein Wohnheim, das betreutes Wohnen anbietet, gehen. Am anderen Tag ist er Aggressiv, fährt noch Auto (aber wie???) und will nichts von einem Heim wissen. Es fällt uns schwer hier die richtige Entscheidung zu treffen. Wenn der Sozialpsychiatrischen Dienst kommt und mein Opa hat gerade seinen guten Tag, dann stehen wir auch Dumm da.

            Mit freundlichen Grüßen

            MartinS

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            • Re: Was tun mit meinem Opa?


              Hallo MartinS,
              wie sieht die Situation inzwischen aus? Konnte Ihr Großvater einem Neurologen vorgestellt werden?
              Und wie steht es inzwischen mit dem Autofahren?
              Die Idee mit der Polin finde ich gar nicht so abwegig, er muss sie ja nicht gleich heiraten...
              Aber diese Frauen leisten größtenteils gute Arbeit.

              Gruß Leona

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              • Re: Was tun mit meinem Opa?


                Hallo Leona,
                wir haben meinen Opa vor kurzem überredet in einem Heim, mit betreutem Wohnen, probehalber zu Wohnen. In diesem Heim hat er sich dann aber so daneben benommen, dass Ihn der "Hausneurologe" gleich ins Pflegeheim eingewiesen hat (Ausziehen im Speissesal, Aggressives verhalten...) Seit er im Pflegeheim ist und dort regelmäßig seine Tabletten bekommt ist er zwar im großen und ganzen ruhiger geworden, aber er bringt ständig alles durcheinander. Die Schwierigkeit ist, dass er immer Heim will und über Heimweh jammert. Dann beschimpft er uns ab und zu, dass wir nur hinter seinem Geld her sind und Ihn deshalb nicht mit nach Hause nehmen. Uns tut er, wenn er so niedergeschlagen dasitzt, dann schon wieder leid. Vor allem meine Mutter ist dadurch sehr angeschlagen und macht sich sehr starke Gedanken ob wir das richtige getan haben. Sie hat sehr starke Schuldgefühle und macht sich Vorwürfe, obwohl sie mit Ihrer eigene Krankheit (MS) selbst sehr viele Probleme hat. Nach meiner Meinung und nach der Meinung des Arztes und der Pfleger ist es, obwohl mir mein Opa in dem Heim auch leid tut, richtig, in im Heim zu lassen.

                Das Autofahren hat sich somit auch erledigt.

                Viele Grüße, Martin

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