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Zuhause oder Altersheim...

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  • Zuhause oder Altersheim...

    Guten Tag,

    Ich stehe vor einer schweren Entscheidung! Es ist jetzt soweit, dass mein Vater alleine nicht mehr zurecht kommt. Ich weiß nicht wie ich damit umgehen soll. Habe mir oft die Frage gestellt, ob ich ihn zuhause selber pflegen oder in ein Altersheim bringen soll. Ich weiß nicht ob es schaffe das alles unter einen Hut zu kriegen, aber andererseits will ich das meinem Vater nicht antuen!!! Ich kann das einfach nicht... Ich kann dann nachts wahrscheinlich nicht mehr richtig schlafen! Ich habe mich nun etwas schlau gemacht und ein paar gute Pflegebetten gefunden. Careshop bietet echt gute Pflegebetten an, so wie ich das gesehen habe.... Ich denke das ist die Mindestvoraussetzung um ordentlich Pflegen zu können....Hat jemand schon Erfahrungen mit diesen oder ähnlichen Betten gemacht? dann bitte posten, weil ich Hilfe gerade gebrauchen kann.

  • Re: Zuhause oder Altersheim...


    Pflegebetten werden von der Krankenkasse gestellt. Das heißt, der Arzt rezeptiert ein Pflegebett, die Krankenkasse stellt eines zur Verfügung.

    Zur Pflege in einer Pflegeeinrichtung oder zu Hause möchte ich eines zu bedenken geben. Ich stelle immer wieder fest, dass die Leute ihre Angehörigen dann in eine Pflegeeinrichtung geben, wenn sie selbst körperlich und nervlich total fertig sind. Oftmals sind schon ganze Familien zerrüttet und es bestehen Aggressionen gegenüber dem zu Pflegenden, bis man die Entscheidung trifft. Es ist ganz wichtig, sich selbst klar zu machen, ob man imstande ist, die Pflege zu leisten. Ich habe vor jedem Hochachtung, der die Pflege zu Hause vernünftig leisten kann. Häufig, besonders wenn die Angehörigen berufstätig sind, ist das aber einfach nicht so.

    Nicht alles was in der Presse über Pflegeheime gesagt wird, entspricht auch der Realität. Wenn Sie sich irgendwann dazu durchringen sollten oder müssten, Ihren Vater in eine Pflegeeinrichtung zu geben, dann schauen Sie sich die doch einfach vorher genau an.

    Liebe Grüße
    Beate Ullmann

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    • Re: Zuhause oder Altersheim...


      Einmal aus der jüngsten Praxis:

      War unsere erste Mieterin mit dem HInweis, schwieriger Charakter und kam aus einem 1200 Bewohner-Pflegeheim mit dem Hinweis, dass sie dort nicht gepflegt wird.

      Seit knapp 2 Jahre bei uns in der Haus- und Wohngemeinschaft, Pflegestufe 2, Betreuungspauschale Demenz, Rollstuhl. Die Schwiegertochter übernahm die täglich Pflege außer Wochenende/Feiertage (ansonsten ambulanter Pflegedienst). Das Haus wurde umgebaut und Sohn/Schwiegetochter wollten die Mutter nach Hause holen. Begründung: sie soll die restlichen Tage ihres Lebensabends noch im Kreise der Familie verbringen können.

      Die Mieterin war wirklich schwierig und nicht unbedingt für eine Wohngemeinschaft förderlich. Aber - wir kamen wirklich miteinander aus.Sie saß im Kreise der übrigen WG-Mitglieder und sang auch mit; machte beim Gedächtnistraining mit, nahm an Gesprächen teil etc - eigentlich vom Kopf her noch agil - das Sehvermögen war leider stark eingeschränkt.

      Auszug Ende Juli diesen Jahres. Nach 6 Wochen - Einweisung in ein Krankenhaus - angeblich war der Hausarzt am Ende seines Lanteins. Angeblich war die Frau nicht mehr ansprechbar, nur noch hysterisch. Realität war: Sohn mt Ehefrau waren mit den Nerven völlig am Boden und brauchten eine Auszeit für eine gute Woche. Diagnose Krankenhaus: die Patientin hat mittlere Demenz, ansonsten gesund (93 Jahre) und eben alt. Keine Änderung der Medikamentengabe.

      Seit Anfang Oktober ist sie jetzt im Pflegeheim. Sie ist jetzt dort, wo sie nie hin wollte. Sohn/Schiwegertochter sind reif für eine psychiatrische Behandlung.

      Die Schwiegertochter reagierte einmal mit gegenüber: Wo ist ihr Idealismus geblieben - ist das reale Leben jetzt bei Ihnen angekommen? - (Hatte mit erlaubt den Hinweis zu geben, dass ein tägliches Klingeln von bis zu 40mal schon abartig ist.)

      So muss es nicht wirklich immer gehen - aber Empathie und vielleicht auch Sparen sind nicht immer der richtige Ratgeber.

      Dies ist ein sehr krasses Beispiel - aber in diesem Jahr habe ich davon vier weitere Erlebnisse gehabt, die dann im Pflegeheim (vorher hier als Probewohnen / betreuter Urlaub) und sich "freiwillig" für ein Verbleiben in der WG hätten sich entscheiden können. Die Nachfolgegeneration war leider dann doch recht schnell überfordert - die gesetzliche Betreuung griff dann sehr schnell und regelte den Rest. Alle vier hatten ein "soooo schönes Zuhause und so liebe Angehörige" .............. Ergebnis: Pflegeheim, weil die Angehörigen nicht entscheiden können.

      Dies ist hier die andere Seite der Medaille - wir sind als Kinder schon in der Pflicht, für eine akzeptable Lebensqualität zu sorgen - auch gegen den Willen der Eltern, wenn sie dies nicht mehr entscheiden können. Unsere Überforderung kann nicht bedeuten, dass die Eltern dann in einem Pflegeheim müssen.

      Wer selbst die Pflege übernehmen will, sollte zumindest die Ausbildung (ist hier möglich) bei den Krankenkassen in Anspruch nehmen - es kostet nichts und hilft. Weiterhin schon mal für eine Auszeit vorsorgen - Verhinderungspflege / Kurzzeitpflege sowie Betruungspauschale wären hier die Stichworte.

      Jeder der Angehörigen - so jetzt bei unserem ersten Adventsfest - würde gern Vater oder Mutter selbst versorgen - wenn sie es könnten. Gemeinsam ist allen: ein Heim kommt überhaupt nicht für Mutter/Vater in Frage.

      Vielleicht schon mal vorab informieren - möglicherweise gibt in örtlicher Näher vergleichbare Angebote wie unsere Wohngemeinschaft für Menschen mit demenziellen Einschränkungen - hier unsere internet-adresse:
      http://www.senioren-wohngemeinschaft-eitorf.de

      Ich wünsche Ihnen, dass Sie es schaffen -- sorgen Sie aber für sich selbst vor.

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      • Re: Zuhause oder Altersheim...


        Hallo,
        bevor du dich auf die Suche nach Pflegebetten machst solltest du gute ambulante Pflegedienste suchen.
        ich selbst habe mich vor kurzem entschieden meine Mutter nicht in ein Pflegeheim zu schicken, sondern sie von zu Hause aus zu pflegen. Dies ist aber nicht leicht! Ich bin glücklich darum einen guten Pflegedienst gefunden zu haben, der mich immer unterstützt, wenn es nötig ist. Wenn du einen guten Dienst gefunden hast, dann kannst du dort auch jederzeit nachfragen, was du alles für deinen Vater benötigst! Die empfehlen dir ein gutes Bett, etc.

        Ich hoffe das hilft etwas!
        Beste Grüße!

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        • Re: Zuhause oder Altersheim...


          Hallo,
          es ist immer schwer seine Eltern in ein Pflegeheim zu schicken. Aber seine Eltern zu Hause zu pflegen ist dann doch eine sehr große Belastung für die ganze Familie sicherlich ist es schön ihn um sich zu haben aber doch dann kann es doch immer passieren das man mehr zeit mit der Pflege verbingt als mit allem anderen. Vielleicht gucken Sie sich mal bei ein paar Pflegeeinrichtungen um und entscheiden dann was sie amchen wollen.

          Senoirengerechts Wohnen sollte bei der Entscheidung an erster Stelle stehen. Ich drücke Ihnen die Daumen.

          LG

          LG

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          • Re: Zuhause oder Altersheim...


            In den Diskussionen muss man feststellen, dass stets von Pflegeheimen gesprochen wird - und dann noch ein "gutes" Pflegeheim suchen. Ich kann auf nahezu 20 Jahre Bausanierung in Alten- / Pflegeheime und Wohnheime für behinderte Menschen zurückblicken und konnte somit Einblicke gewinnen, die sicherlich kein möglicher, zukünftiger Bewohner je haben wird.
            Jedenfalls haben diese Kenntnisse nach meinem Arbeitsunfall dazu geführt, mir "mein eigenes Heim" in Form einer Senioren-Wohngemeinschaft zu realisieren (es drohte Querschnittslähmung). Heute ist dank hervorragender OP-Technik wieder alles in Ordnung - nur mein bisheriges Berufsfeld hat sich geändert - die Führung einer Seniorenwohngemeinschaft. Dies scheint meiner Frau und mir ganz gut zu gelingen, denn RTL hat unsere Haus- und Wohngemeinschaft als ein positives Beispiel für eine Wohngemeinschaft mit in die Dokumentation zur Pflegeversicherungsreform aufgenommen.
            Vermutlich dürfte ab nächstes Jahr sich "Eigeninitiative" wirklich in Form von Lebensqualität lohnen.
            Sicherlich ist eine Wohngemeinschaft - betreutes Wohnen als Stichwort hier - nicht immer die Lösung. Insbesondere bei demenziellen Einschränkungen ist diese Wohnform ganz eindeutig die bessere Alternative zu einem Pflegeheim.

            Jedenfalls bereut keiner der Angehörigen, sich für diese Wohnform für ihre Eltern resp. Vater / Mutter entschieden zu haben. Jeder der Angehörigen hatte vorher einschlägige Erfahrungen mit den hier in der Nähe befindlichen Heimen. Inzwischen bildet sich das Ganze eher zu einer echten Großfamilie.
            Unsere Wohngemeinschaft zählt übrigens zu der Form der sich selbstverwaltenden und selbstorganiserenden WGs und hat zur Zeit 10 Mietparteien (außer uns). Aufgrund der Nachfrage werden die "letzten" baulichen Reserven realisiert um, noch zwei oder drei MieterInnen aufnehmen zu können. Mehr geht dann aber auch nicht.
            Denke Sie doch mal in Ruhe über solche Angebote nach - vielleicht bietet sich eine derartige Alternative in Ihrer Nähe. Es wird schwer sein, ein entsprechendes Angebot zu finden - es sei denn es wird gerade eine WG gegründet. Die Nachfrage nach dieser Wohnform ist zumindest in den Ballungsräumen sehr hoch - höher als das Angebot.

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            • Re: Zuhause oder Altersheim...


              Zum Thema Betten kann ich dir leider nicht großartig weiterhelfen, aber zum Thema selber pflegen oder ins Heim geben, kann ich ersteres empfehlen. Mein Opa wird auch daheim gepflegt und am Wochenende bin ich mit ihm über einen Berliner Flohmarkt spazieren gegangen. Das hat ihm total gefallen, weil es dort viele alte Sachen gab. Solche Momente mit meinem Opa genieße ich total und kann mir nicht vorstellen, wie es sein würde, wenn ich ihn in Pflege geben würde...

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              • Re: Zuhause oder Altersheim...


                In diesem Zusammenhang kann ich vielleicht noch eine Alternative beisteuern. Es gibt auch die Möglichkeit der 24-Stunden Betreuung. Meistens geschieht das durch osteuropäische freundliche Damen. Meine Mutter hat seit 2 Monaten eine ständige Begleitung, die ihr im besten Sinne nicht mehr von der Seite weicht. Gefunden haben wir die Hilfskraft über UMSORGE. Einfach mal googlen. Wichtig zu erwähnen ist noch, dass man selber der Arbeitgeber ist und die Hilfskraft quasi anstellt. Kosten: ungefähr 1600 Euro. Bei Fragen, einfach fragen :-)

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                • Re: Zuhause oder Altersheim...


                  Ja, das ist immer eine sehr schwere Entscheidung . . . Heutzutage kann man sehr guten und professionellen Pflegendienst finden, der neben dem speziell geschulten Personal die perfekte Essenlieferung bietet.
                  Also, Pflege daheim kann auch gute Lösung sein.

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                  • Re: Zuhause oder Altersheim...



                    Pflege zu Hause oder im Seniorenheim ist keine leichte Entscheidung,

                    die Pflege zuhause nimmt sehr sehr viel Zeit, Geduld und Kraft in Anspruch. Man muß sich darüber im klaren sein was es bedeutet für jemanden 24 Std. da zu sein und die Pflege leisten zu können. Ambulante Pflegedienste können die pflegenden Angehörigen dabei unterstützen.

                    Auch gibt es eine vielzahl von Shop`s die Pflegebedarf und Alltagshilfen verkaufen.

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                    • Re: Zuhause oder Altersheim...

                      Die Frage ob zu Hause oder Altersheim ist zeitlos...auch ich stand vor der Entscheidung und konnte es meinem Vater nicht antun. Ich hab bisher nur negatives gehört. Fehlende Pfleger / fehlendes Essen und keine Hygiene. Ein Alptraum. Ich habe mich für ein Pflegebett entschieden und kann das nur weiterempfehlen. Es gibt viele verschiedene Anbieter, ob Amazon oder andere online Händler. Besonders gefallen hat mir https://www.pflegebetten-24.de/ weil die eine Kaufberatung durchführen. Wenn jemand diesen Beitrag hier findet, wie ich z.B. über Google, dann kann ich nur ein sagen: PFLEGT EURE ELTERN ZUHAUSE! Es ist zwar schwerer, aber ermöglicht euren Eltern ein besseres Leben und das haben sie ja auch für euch gewollt!

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                      • Re: Zuhause oder Altersheim...

                        Eine Pflegekraft zuhause einzustellen ist die beste Lösung. Man kann seinen pflegebedürftigen Angehörigen nichts Besseres bieten. Ich glaube kaum, dass sich irgendjemand darüber freuen würde im hohen Alter ins Pflegeheim umzuziehen.
                        Ich habe Anfang des Jahres eine Pflegerin für meinen Vater gesucht, da er auch nicht ins Heim wollte. Innerhalb kürzester Zeit wurde uns eine Pflegekraft aus Polen vermittelt und zog bei meinem Vater ins Haus. Die Betreuugskräfte verstehen sich sehr gut mit meinem Vater. Ich kann mir außerdem sicher sein, dass sich gut um ihn gekümmert wird und muss nun nicht mehr jeden Tag zu ihm fahren. Mein Vater wirkt auch seit wir die Pflegerin von mecasa angestellt haben aktiver und freut sich über neue Gesellschaft in den eigenen vier Wänden.

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