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Pflege zu Hause

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  • Pflege zu Hause

    Hallo Zusammen,

    meine Mutter, 85 Jahre, lebt seitdem ich verwitwet bin bei mir und meinen Kindern.
    Mittlerweile ist sie dialysepflichtig und es geht ihr altersbedingt logischerweise nicht mehr so gut.
    Ich bin berufstätig und versorge Sie soweit wie möglich und helfe ihr bei für uns Jüngere noch einfachen Tätigkeiten. (Einiges macht sie noch selbst, bei vielen Dingen benötigt sie Hilfe).
    Jetzt hat uns unsere Hausarzt dazugeraten Pflegegeld zu beantragen und die Gutachterin vom MDK kommt demnächst.
    Meine Kinder und ich wechseln uns in der Pflege und im Helfen ab.
    Meine Frage ist, ob meine Mutter überhaupt eine Chance hat Pflegegeld zu bekommen, da ich arbeiten gehe und sie dann bis die Kinder aus der Schule kommen allein zu Hause ist?
    Hat jemand vielleicht Erfahrungswerte und kann uns auch sagen, worauf wir achten müssen?
    Über den einen oder anderen Ratschlag würden wir uns freuen.
    Vielen Dank im Voraus
    Grüße
    Suma
    (8))


  • Re: Pflege zu Hause


    Hallo User,

    beginnen Sie bitte schnellstmöglichst mit einem "Pflegetagebuch". Dort führen Sie detailliert auf, wann und wie lange Sie Ihrer Mutter eine Hilfe zukommen lassen. Lassen Sie keine noch so kleine Tätigkeit aus. Die Pflegestufe wird nach einem Minutensystem errechnet. Dies bedeutet für die Pflegestufe 1, dass im Durchschnitt täglich mindestens 90 Minuten Hilfe geleistet werden muss. Davon müssen mindestens 46 Minuten auf zwei oder mehr Verrichtungen der Grundpflege entfallen. Beispiel: Sie helfen Ihrer Mutter beim täglichen An- und Auskleiden und unterstützen sie bei der Morgentoilette, in dem Sie ihr z.B. den Rücken waschen. Zusätzlich leisten Sie dreimal in der Woche Hilfstellung beim Baden usw.
    Bitten Sie den zuständigen Hausarzt in einem kurzen Bericht die Pflegebedürftigkeit Ihrer Mutter zu erläutern.

    Mit freundlichen Grüßen
    Vera Reinsfelder

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    • Re: Pflege zu Hause


      Vielen Dank Fr. Reinsfelder, da gibt es soviel, das beachtet werden muss.
      Kann ich denn auch meine Kinder (18 und 15 Jahre, die durchaus mithelfen ihre Omi zu versorgen mitrechnen?

      Gruß
      Rina (Suma)
      ($))

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      • Re: Pflege zu Hause


        Hallo Rina,

        bei dem Pflegetagebuch müssen Sie nicht die Namen der Betroffenen Helfer aufgeführen, die Beschreibung der Tätigkeit ist ausreichend.

        Mit freundlichen Grüßen
        Vera Reinsfelder

        Kommentar



        • Re: Pflege zu Hause


          Hallo Fr. Reinsfelder,

          nochmal Danke für Ihre Antwort.

          Mit freundlichen Grüßen
          Rina

          (8))

          Kommentar


          • Re: Pflege zu Hause


            Hallo Rina,habe meine Mutter 7 Jahre gepflegt. Ähnliche Situation wie bei Dir. Das Pflegetagebuch ist außerordentlich wichtig. Alles aufschreiben und auch was sie vielleicht noch selber kann, was letztendlich du aber überprüfen mußt.Wenn sie zur Dialyse muß vielleicht 3 mal in der Woche, bedeutet das für dich sowieso einen erhöhten Pflegeaufwand. Sie muß dafür fertig gemacht werden ( Essen, Kleidung,zusätzliche Arztbesuche usw.)Rat gibt es vielleicht bei den Schulungen der ambulanten Pflegedienste. Liebe Grüße und nicht den Mut verlieren, wir haben alle nur die eine Mutter

            Kommentar


            • Re: Pflege zu Hause


              Brauche Hilfe,
              meine Eltern, beide über 70 benötigen immer mehr Hilfe im Haushalt, beim Einkaufen, bei der Postbearbeitung und Behördenangelegenheiten.
              Ich habe gehört, für solche Leistungen soll es Pflegegeld geben. Wer kann mir dazu antworten.(:\\)

              Kommentar



              • Re: Pflege zu Hause


                Hallo Anna, erstmal vielen Dank für Deine Ermutigung. Wir waren sehr gut vorbereitet (Pflegetagebuch!) und die Mitarbeiterin des medizinischen Dienstes war sehr freundlich.
                Mittlerweile ist die Pflegestufe 1 bewilligt.
                Wie Du Dir sicher denken kannst, hilft das sehr.
                Noch mal Danke an Dich und wie Du schon so richtig geschrieben hast 'Wir haben nur die eine Mutter'.
                (8))
                Liebe Grüße
                Rina

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                • Re: Pflege zu Hause


                  Hallo User,

                  beantragen Sie die Pflegestufe für Ihre Eltern. Anträge gibt es bei der jeweiligen Kranken-bzw. Pflegekasse. Tipps zur Beantragung finden Sie u.a. in meinem Beitrag am 15.08.07 zu diesem Thema.
                  Als Hilfe könnten Sie einen Pflegedienst hinzuziehen, der, falls eine Pflegestufe zugesagt wurde, mit der Pflegekasse direkt bis zu einem gewissen Betrag abrechnen kann.

                  Mit freundlichen Grüßen
                  Vera Reinsfelder

                  Kommentar


                  • Re: Pflege zu Hause


                    Hallo Barnie,

                    versucht auf jeden Fall Pflegegeld bewilligt zu bekommen.
                    Den Antrag und reichlich Infomaterial schickt die Krankenkasse. Nachdem der Antrag ausgefüllt bei der Krankenkasse eingegangen ist setzt sich der medizinische Dienst mit Euch in Verbindung und gibt Euch einen Termin wegen eines Hausbesuchs.
                    Maßgebend für die Höhe der Pflegestufe ist die Zeit, die Du benötigst um Deine Eltern zu Versorgen, auch nicht nur pflegerisch, sondern auch hauswirtschaftlich.
                    Deshalb ist es ratsam ein Pflegetagebuch zuführen.
                    Beispiele und Anleitungen hierzu findest Du im Internet, vielleicht hat auch Euer Hausarzt eine Broschüre.
                    Viel Glück und viele Grüße
                    Suma
                    (8))

                    Kommentar



                    • Re: Pflege zu Hause


                      Hallo Suma , Pflegegeld steht deiner Mutter zu . Gerade weil sie bei vielen dingen hilfe braucht . Und das was noch geht sollte so lange wie möglich erhalten werden .
                      Wünsche viel Glück .
                      LG Djamila

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                      • Re: Pflege zu Hause


                        Sorry, habe eben erst bemerkt, dass der Eintrag von 2007 war. Habe selber Schwiegermutter und Mutter mit gepflegt, kann mir einiges darunter vorstellen. Wenn ich es heute wieder tun sollte, in zwischen leben beide nicht mehr und ich den MDK erwarten soll, würde ich mir CareCloud für 5 Euro / Monat besorgen. Aber damals gab es das noch nicht.

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                        • Re: Pflege zu Hause

                          Hi,
                          wegen dem Pflegegeld kannst du dich bei deiner Versicherung informieren, dann wird sie einer Pflegestufe zugeteilt.
                          Dann würde ich dir aber auch ans Herz legen, dass du dir eine Pflegekraft nach Hause holst, auch wenn es ihr im Moment noch gut geht, das kann sich schnell ändern und so kann sie sich schon daran gewöhnen.
                          LG

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                          • Re: Pflege zu Hause

                            Suma50,
                            um eine Pflegestufe zu bekommen, sind die Tätigkeiten an der Person wichtig. Braucht sie Hilfe bei der Körperpflege, beim Anziehen, Hilfe beim Aufstehen, Hilfe beim Toilettengang und beim Essen. Diese 45 Minuten müssen zusammenkommen. Die 45 Min. um das Umfeld sauber zu machen und zu kochen, die bekommt man immer voll.
                            LG

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                            • Re: Pflege zu Hause

                              Ich kann auch nur aus eigener Erfahrung sagen man soll auch bei der Einstufung der Pflegestufe wenn Arzt und co kommen immer dabei sein, oft versuchen ältere Menschen ihren eigentlichen Zustand besser zu reden als er ist - das ist ja dann eher nachträglich ...

                              Kommentar


                              • Re: Pflege zu Hause

                                Oftmals können Patienten wenn sie geistig noch Fit sind und der MDK zur Prüfung vor der Tür steht aber auch positiv mitwirken. Ich weiß aus verschiedenen Pflegeeinrichtungen das zur Unterstützung der Pflegebedürftigen diese auf die MDK Prüfung "vorbereitet" werden. In den meisten Fällen so, dass sie Ihren Zustand nicht beschönigen sondern eher etwas schlecht reden. Der medizinische Dienst der Krankenkassen versucht ja in der Regel Geld zu sparen in dem sie behaupten das der Bedürftige dies oder jenes noch selber kann...

                                beste Grüße

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