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Asthma verschlechtert

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  • Asthma verschlechtert

    Guten Tag
    ich suche Hilfe. Super wäre ein Expertentipp, gerne würde ich mich auch mit anderen Betroffenen austauschen.
    Ich bin unzufrieden, mit der Diagnose meines Hausarztes.
    Seit 2012 leide ich unter allergischem Asthma (Frühblühersaison, auch Hausstauballergiker laut Test als Kind aber nie Probleme gehabt).
    Anfang diesen Jahres hatte ich mich bei meiner Nichte vermutlich mit dem RS Virus infiziert. Die Folge war das ich im Februar Bronchitis hatte. Jedoch schon im April holte mich eine 2 Bronchitis ein, diesmal noch schlimmer. Hatte sehr starke Atemnot, die Lungen haben gerasselt und geblubbert bei jeder Atmung, hatte Fieber und natürlich Husten, nochmal 4 Wochen krank. Behandelt wurde die 2te Infektionen letztendlich dann mit Salmeterol 2-0-2 und Budesonid 2-0-2.
    Danach sollte ich die Dosis reduzieren. Nehme seither von beidem 1-0-1 und sollte eigentlich das Budesonid absetzen. Doch immer wenn ich versuche es Auszuschleichen werden die Beschwerden wieder schlimmer. Habe nach wie vor einen Schleim im Hals und muss mich stàndig räuspern und nach wie vor Atemnot und brauche immernoch ab und zu Salbutamol dazu.
    Vor allem nach der täglichen 5ml Kochsalz Inhalation mit einem elektrischen Omron Gerät nehmen die Beschwerden eher zu und oft brauche ich danach mein Salbutamol. Starke Rückenschmerzen hab ich ebenfalls.
    Mein Arzt meint dazu nur „sie haben halt allergisches Asthma, da müssen sie durch“
    hm ok, aber Beschwerden damit habe ich erst seit der Virusinfektion.
    Also was mach ich nun? Termin beim Lungenarzt hab ich im November. Ostheopath auch im November.
    Was tue ich bis dahin? Zu meinem Arzt brauch ich ja wohl nicht gehen, der macht nichts?
    Sind 5ml zu viel? Mach ich was falsch beim inhalieren? Sollte man bei evtl chronischer Bronchitis nicht inhalieren.
    Auch zum Asthma bekomm ich null Beratung beim Arzt. Hier in der Gegend gibts keine Asthmaschulungen oder ähnliches. Kann mir jemand sagen wie er es geschafft hat, sein Asthma in den Griff zu bekommen?

    Danke für Antworten

  • Re: Asthma verschlechtert

    Hallo Ceres,

    ich bin auch Asthmatikerin und bei Asthma ist das inhalative Kortison eigentlich für die Dauertherapie vorgesehen. Ausnahme ist ein sehr leichtes Asthma.
    Das inhalative Kortison macht auch nicht die gleichen Nebenwirkungen wie das orale Cortison, da es viel niedriger dosiert ist und lokal wirkt.
    Zur Unterdrückung der Entzündung in den Bronchien ist das inhalative Kortison z.B. Budesonid wichtig.

    Es gibt Kochsalzlösung, die unterschiedlich hoch dosiert ist. Es gibt z.B. 0,9% und 3% Kochsalzlösung oder mehr für bestimmte Lungenkrankheiten. Bei Asthma können die hohen Dosen, aber meiner Erfahrung nach die Bronchien reizen. Ich inhaliere erst Salbutamol und dann die Kochsalzlösung. Es hilft vor allem beim Abhusten von Schleim und Salbutamol macht vorher die Bronchien weit.

    Liebe Grüße

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    • Re: Asthma verschlechtert

      Hallo,

      hier kann ich mich nur Lufti 82 anschließen. Die Basistherapie für ein Asthma bronchiale besteht auf einem inhalativen Kortisonspray, bei Ihnen das Budesonid. Dieses muss, bis auf wenige rein saisonal allergische leichte Asthmatiker, bei jedem Asthmatiker dauerhaft als Therapie eingesetzt werden. Ein Asthma besteht aus einer chronischen Entzündung, welche durch die Einnahme des Kortisonsprays eingedämmt wird. Hierdurch entsteht beim Patienten die stärkere Verschleimung. Ausserdem kommt es bei akuten Beschwerden zu einer Verkrampfung der Bronchien. Aus diesem Grund gibt es zusätzlich für den Fall von akuten Luftbeschwerden dann noch ein so genanntes Notfallspray, ein kurzwirksames atemwegserweiterndes Beta2Sympatomimetikum, welches schon nach wenigen Minuten zur einer Besserung der Symtome führt.Dies behandelt jedoch nur die Symptome und nicht die Ursache, nämlich die Entzündung.
      In etwas schwereren Fällen kommt dann noch ein langwirksames atemwegserweiterndes Spray hinzu, welches dann 12 Stunden Wirkdauer hat und i.d.R. 2x täglich, jeweils 10 min. vor dem Kortisonspray, eingenommen werden muss.

      Inhalationen bewirken, dass die verstärkte, meist zähe Verschleimung sich löst und nach oben transportiert werden kann.
      Das führt dann leider häufig zu vermehrtem Husten und dieser kann erneute Verkrampfung hervor rufen. In der Regel reicht die Inhalation von 2,5 ml 0,9 % iger Kochsalzlösung 2-3 x täglich. Versuchen Sie sich langsam heranzutasten und nicht zu tief einzuatmen sondern ruhig "normal" zu atmen.

      Asthmaschulungen finden i.d.R. bei Lungenfachärzten statt. Sprechen Sie diesen bei Ihrem Termin darauf an. Bitte klären Sie vor Ihrem Termin beim Facharzt auch, ob und ggf. welche Medikamente Sie im Vorfeld wann absetzen sollten, da ansonsten die Diagnostik durch Medikamenteneinnahme verfälscht werden könnte.

      Mit freundlichen Grüßen

      Dipl. med. Thomas Hagen

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