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Erkältung mit psychischer Atemnot

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  • Erkältung mit psychischer Atemnot

    Guten Morgen, ich habe ein sehr belastendes Problem. Meine Lunge war schon immer meine Schwachstelle. Ich hatte als Kind Asthma - dann war es eine Zeit lang besser und es hieß, es wäre nur noch eine Überempfindlichkeit der Bronchien. Letzte Woche bekam ich plötzlich eine Erkältung und meine Lunge reagierte extrem. Ich huste wie verrückt und bin völlig verschleimt. Am Montag war ich dann beim Lungenarzt. Er hat mir eine Stoßtherapie mit Prednisolon empfohlen und außerdem inhaliere ich ich Rollenium (Kortison). Schleimlöser etc. habe ich natürlich auch. Was mich aber richtig fertig macht ist diese Atemnot. Ich hatte heute Nacht vor lauter Atemnot und Panik den ärztlichen Bereitschaftsdienst da. Die Sauerstoffsättigung war bei 99 - also keine echte Atemnot für den Körper. Er sprach von einer Art Angstreaktion, durch die dann eine Überatmung entsteht - ein Teufelskreis also. Er gab mir für heute Nacht eine Tavor, damit ich mich mal entspannen und auch schlafen kann. Heute früh ging es aber schon wieder in die gleiche Richtung.. ich habe das Gefühl nicht richtig Luft zu bekommen. Eigentlich finde ich nicht dass es rein psychisch sein kann, schließlich habe ich wirklich eine Erkältung. Meine Lunge rasselt und pfeift und das belastet mich sehr. Meine Lunge ist eben meine Schwachstelle und ich mache mir da immer große Sorgen.

    Deshalb zwei Fragen:
    1. Wie schnell kann die Kortison Stoßtherapie Wirkung zeigen, damit der Husten und das schwere atmen aufhören?
    2. Was kann man gegen die Ängste machen? Ich weiß zwar, dass mein Körper sich nicht in Gefahr befindet, aber das Gefühl ist grausam. Ich möchte eigentlich jetzt nicht Psychopharmaka nehmen, da ich ja sonst mit diesen Ängsten nie konfrontiert bin.

    Liebe Grüße und Vielen Dank

  • Re: Erkältung mit psychischer Atemnot

    Hallo,

    der Wirkeintritt von Kortison oral, d.h. die Stoßtherapie, findet in der Regel sehr schnell statt und Sie sollten schon nach kurzer Zeit eine Verbesserung spüren.
    Die inhalative Wirkung vom Rollenium tritt erst vollständig nach ca. 2 Wochen ein.
    Falls bei Ihnen zusätzlich zur Entzündung noch ein Bronchospasmus eintritt, besteht evtl. die Möglichkeit, dass Ihr Lungenarzt Ihnen noch ein kurzwirksames atemwegserweiterndes Medikament verordnet (Notfallspray mit Wirkstoff z.B. Salbutamol). Dies ist jedoch im Ermessen des behandelnden Arztes, da es auch hier zu Nebenwirkungen (gesteigerte Nervosität, Zittern) kommen kann.

    Gegen Ihre Ängste können Sie versuchen Atemübungen zu machen wie z.B. die Lippenbremse wenn Sie das Gefühl haben schlecht Luft zu bekommen. Versuchen Sie auch z.B. beim Einatmen bis eins und beim Ausatmen im gleichen Takt bis 2 oder 3 zu zählen. Auch das beruhigt die Atmung. Yogaübungen sind ebenfalls hilfreich.

    Mit freundlichen Grüssen

    Dipl. med. Thomas Hagen

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