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Asthma und ACOS

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  • Asthma und ACOS

    Sehr geehrter Experte,

    wie unterscheidet man schweres Asthma von ACOS (Mischform Asthma und COPD)? Ist die Unterscheidung für die Therapie relevant?
    Ich bekomme als schwere Asthmatikerin in letzter Zeit immer mehr COPD-Medikamente aufgeschrieben (Daxas, Bretaris, …) Ich sollte sagen, dass ich seit meinem 17. Lebensjahr Asthma habe und noch nie geraucht habe.
    Trotzdem habe ich oft den Eindruck gehabt, dass man bei manchen schweren Asthmatikern keinen so großen Unterschied zur COPD mehr sieht. Aus meinen Klinikaufenthalten kenne ich viele andere schwere bis therapieresistente Asthmatiker.

    Viele Grüße

  • Re: Asthma und ACOS

    Hallo,

    Asthma und COPD sind , wie ihnen bekannt ist, 2 grundsätzlich unterschiedliche Lungenerkrankungen. Die Unterschiede machen sich grundsätzlich in ihrer Ursache, ihrer Entzündungsreaktion und ihrem Ansprechen auf Korison bemerkbar.

    In der Therapie unterschieden sich beide Krankheiten nach Leitlinien im Wesentlich in der Gabe von Kortikoidsprays.
    Bei Asthmatikern ist dies grundsätzlich immer zur Basistherapie dazugehörend, während COPD Patienten meist nicht davon profitieren.

    Jedoch sind die beiden Krankenheit nicht immer klar zu differenzieren.
    Ein Asthma schützt nicht davor später auch an einer COPD zu erkranken. Hier für kann es vielfältige Ursachen haben. Hauptgrund ist sicher das Rauchen aber auch immer wiederkehrende Infekte und in Folge Schädigungen der Lunge können zu einer COPD führen. Dies ist sicher dann häufiger bei schweren Asthmatikern der Fall.
    Umgekehrt können auch COPD Patienten an Allergien und evtl. zusätzlich an asthmatischen Beschwerden leiden.

    Liegt bei solchen Patienten eine Mischform beider Erkrankungen vor, so bezeichnet man diese Mischform als ACOS (Asthma-COPD Overlap Syndrom). Eine klare Definition hierfür gibt es noch nicht.
    In der Regel sind diese Patienten älter als 40, da eine COPD in jüngeren Jahren eher selten auftritt.

    Therapeutisch greift man normalerweise Anfangs auf eine klassiche Asthma-Therapie mit Kortikoidspray und atemwegserweiterendem Betasympatomimetikum zurück. Im Verlauf kann es durch eine weitere Verschlechterung bzw. zur Stabilisierung, ausgelöst durch die COPD, zum zusätzlichen Einsatz von z.B. langwirksamem Anticholinergikum kommen, welches normalerweise bei COPD Patienten zum Einsatz kommt.
    Hier gibt es dann auch die Möglichkeit des Einsatzes eines Triple-Sprays.

    Mit freundlichen Grüssen

    Dipl. med. Thomas Hagen

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    • Re: Asthma und ACOS

      Sehr geehrter Herr Doktor,

      in dem Bericht der Uniklinik steht die Diagnose "schweres Asthma", aber mir ist trotzdem aufgefallen, dass es immer mehr COPD-Medikamente mit der Zeit werden. Ich denke die vielen Infekte und die Neigung zu Lungenentzündungen hat bei der Verschlechterung eine große Rolle gespielt.
      Ich habe auch seltsamerweise eine Asthmaform mit 17 Jahren bekommen, die eigentlich eher bei älteren Erwachsenen auftreten soll (intrinsic Asthma). Das Asthma kam damals ganz plötzlich nach einem heftigen Infekt ohne jemals vorher Probleme gehabt zu haben. Kommt das nichtallergische Asthma immer so plötzlich?
      Mein Prof. sagte, dass bei reiner COPD das inhalative Kortison hauptsächlich bei Betroffenen mit häufigen Exacerbationen (hoffe ich schreibe das richtig) verschrieben wird. Verbessert das inhalative Kortison bei "COPDlern" die Neigung zu Verschlechterungen?
      Ich werde das Lungen-CT machen lassen, um zu schauen, ob etwas auffällt. Ich hoffe, dass mein Lungenarzt nicht recht mit den Bronchiektasen hat, aber die Zunahme an Auswurf und die häufigen Infekte würde es erklären.


      Viele Grüße und vielen Dank

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      • Re: Asthma und ACOS

        • Hallo alle zusammen,

          Mir wurde Ende August ein "ACOS diagnostiziert,
          ,
          Aber von Anfang an:
          Bis März 2018 kerngesund, Nichtraucher, sportlich trotz etwas Übergewicht, selten etwas Heuschnupfen, vor 20 Jahren mal etwas Refluxkrankheit, Herpes Zoster im Kopfbereich ...

          Dann: Influenza Typ B - leider wohl etwas verschleppt und arbeitsbedingt nicht richtig auskuriert. April/Mai: etwas Schwäche, manchmal etwas Luftnot. Hatte eine Bronchitis vermutet, da meine Büronachbarin eine hatte und mich stets anhustete. Selbst hatte ich zu diesem Zeitpunkt aber keinen Husten mehr. Wurde abgehört + Lungenröntgen Anfang Juni: Alles i.O. Ab Ende Mai begann dann schleichend ein erhöhter Speichelfluss (zuerst nur nach Essen oder trinken, dann immer). Dieser wurde immer mehr und schaumiger, später zäh. Darüberhinaus hatte ich immer mal kalte Schweißattacken (meist nachts), diverse Muskeln wurden taub, brennende Schmerzen im Rücken nachts etc... Habe div. Ärzte kontaktiert - es hieß entweder... ist noch die Grippe oder man untersuchte das Herz - war i.O.,letztlich Pneumologe Ende August. Diagnose: ACOS (Asthma-COPD-Overlap-Syndrom).
          Muss dazu sagen: konnta da schon wegen des Schleims nicht richtig ins Gerät pusten, daher FEV1 nur 79%.
          Keine weitere Erklärung: Sprays verschrieben. Wusste bis dato gar nicht, was COPD ist: Nach Recherche:Verwunderung: Hatte nie Asthma oder geraucht, beruflich bin ich Kaufmann - daher Besuch Lungentag Anfang September: COPD-Referent: Sie haben kein COPD! Sollte aber wegen der Nachtschweißattacken ins Krankenhaus gehen. Foster-Spray habe ich nach Rücksprache mit dem Pneumologe erstmal abgestetzt, da Stimme nach 2 Tagen weg (geht als Großhandelsverkäufer nicht)- sollte mich im Oktober wieder melden.
          Habe mir dann Zweit-& Drittmeinung geholt. Immer FEV1 über 100%.,
          d.h. COPD wenig wahrscheinlich. Wegen der anderen Probleme Mitte September Krankenhaus:
          große axiale Hernie + chronische Rachenentzündung.
          Ende September Wurzelbehandlung mit Durchstoß zur Kieferhöhle.
          Es lief in den Folgetagen (Wochenende) mehrfach grüngelbe Flüssigkeit aus der Nase. Am Montag wollte ich dann eigentlich zum Zahnarzt, aber:
          Blut im Auswurf auf Arbeit:daher pneum. Abtlg.Krankenhaus- FEV1:110%, Bronchioskopie: leichte chron.Bronchitis+Asthma.
          Sollte Soledum nehmen. Habe ich auch kurzzeitig gemacht. Schleimmenge wuchs aber auf 25Pck.Tempo/Tag - ging auf Arbeit nicht.
          Daher wieder Pneumologe: Novopulmon-Spray.
          Danach wieder Zahnarzt: 2 Wochen Amoxicillin. Schleim wieder weiß, aber ab nun teilweise so dick, dass er nur noch irgendwie bis zum Kehlkopf lief, dort stört und seitdem von mir irgendwie mit dem Gaumen/Kehlkopf"weggezogen" wird. Seit diesem Zeitpunkt begann ich auch, Schleim hinter der Nase zu haben, was mich aber Anfangs nicht störte, "zog ich 1-2 täglich nach unten und schluckte es weg.
          Anfang November : chron. Kehlkopfentzündung + Zungengrundsoor (hatte das Spray eigentlich korrekt vor dem Essen mit nachfolgender Mundpflege genommen). Bis zu diesem Tag war mein Mundraum incl. Zunge aber völlig i.O. Dann: Verordnung Moronal/Ampho-Moronal: 6Wochen: da lt.HNO-Ärztin noch immer da!. Dadurch Zunge & kompletten Mundraum völlig entzündet. Habe nun so etwas wie eine Haarzunge (kein Pilz auf der Zunge - 3 x geprüft). Habe 6 Ärzte div. Richtungen befragt - alle waren entsetzt - keiner weiß, was das ist.
          Da der Schleim mittlerweile so omnipräsent war, dass ich meinen vor 30Jahren von mir mitgegründeten Stammtisch nicht mehr besuchen konnte, suchte ich nach weiteren Ursachen: 24h ph-metrie scheiterte, da die Speiseröhre auch nach dem 4. Versuch nicht bereit war, den Schlauch zu akzeptieren. Machte dann einen Privat-Termin beim Chefarzt des hiesigen HNO-Krankenhauses wg. einer 48h-ph-metrie am Rachen.
          Ging aber auch nicht wg. der Rachenentzündung. Er meinte aber, meine Nasenatmung wäre wohl nicht optimal, da irgendwelche Nasenmuscheln in die Nase ragten. Hatte aber bis dato super Luft (wohne am Berg, kam problemlos 500m mit 10% Steigung mit Nasenatmung zurecht).
          Nichtsdestotrotz ließ ich mich zu einer Nasenlaserung überreden. Nun:
          gelaserte Seite: vielleicht noch 60%, die andere Seite: fast gar keine Luft mehr. Aber noch schlimmer: nach 4 Gegenmeinungen zum Thema COPD aber Unmengen Schleim und inzwischen schrecklichsten Kehlkopfschmerzen - Besuch einer renommierten Lungenklinik Mitte Januar: hingefahren bin ich mit Unmengen Schleim, aber ohne seit April 2018 auch nur 1x gehustet oder geräuspert zu haben, keine Atemnot, die Lunge machte keine Geräusche - Bronchien waren lt. Ultraschall vom November aber völlig verschleimt.
          Resultat: Lungenröntgen noch immer gut, FEV1 noch 100% (aber stetig fallend seit September 115%), keine Obstruktion. Beim Asthma-Test kam mir wieder ein Schleimpfropf in die Quere, daher beim entscheidenden Test mit Sultanol nicht voll reingepustet/ Ergebnis hier verfälscht. Auf dem Papier nun kein Asthma. Pricktest: nun auf wirklich ALLES massivst allergisch (war den ganzen Sommer ohne Probleme im Garten (mit Katze)-komisch. Schlimm ist nun: Seit dem Tag der Bronchioskopie (14.1.) geht es vollends bergab. Ab dem Abend diese Tages begann ich massiv zwangszuräuspern. Die Nase läuft nun (postnasal) rund um die Uhr wie ein Wasserfall. Die zäheren Bestandteile hängen fest, sauge ich herab. Nachts strahlt der Schmerz aus (Ohren klacken, seit damals nun Dauerrauschen im Ohr). Zudem huste und räuspere ich nun auch Schleim aus dem Kehlkopf (zwischen den Stimmlippen) heraus. Dieser ist glasig mit großen Blasen. Der Andere Schleim ist nun völlig verändert. Zwar noch immer entweder Schaumig - weiß - oder glasig-transparent, aber nicht mehr homogen, teilweise extrem klebrig. Schmeckt völlig abnorm wie geronnes Eiweiß - mir wird davon ständig schlecht.Grausam!
          Übrigens hat der Hämatologe zwischenzeitlich einen IgG-3-Subklassenmangel festgestellt, zudem ist IGE erhöht, aber das nur am Rande. Dass ich mit diesem abstrusen Verlauf schon längst den Psycho-Stempel trage, versteht sich von selbst. Werde inzwischen aber wirklich verrückt. Der Schleim ist rund um die Uhr da, der normale Speichel wird nicht mehr produziert - habe ständig diese zähe Masse im Mundraum und am Kehlkopf oder hinter der Nase. Nehme natürlich für die Nase auch Kortisonspray - erfolglos. Das Allerschlimmste ist aber dieser unsägliche Dauerschmerz am Kehlkopf, da ich nun mittlerweile mehrere 1000x am Tag damit Schleim ziehe, wird es immer schlimmer. Tue ich dies nicht, muss ich räuspern. Auch nicht besser. Wenn ich ihn nicht hinter der Nase hervorziehe, drückt er in Richtung Nasennebenhöhlen. die möchte ich gern noch außen vor halten. Übrigens: Anfang Dezember CT NNH: leichte Schwellung im Bereich cavum nasi. Wie es jetzt aussieht, weiß ich nicht. Vergleichs-CT in der Lungenklinik war vor der Bronchioskopie und dem danach völlig ausser Kontrolle geratenen Nasenschleimfluss.
          Kann deshalb nachts nun überhaupt nicht mehr schlafen. Zudem habe ich Angst, dass Teile davon in die Bronchien laufen.
          Wegen des Lungenschleims wäre wohl nun die letzte Chance, den Übergang zur COPD zu verhindern, indem man den Schleim entfernte, aber es gibt ja leider nur Schleimlöser. Der Auslöser - das Enzym MAPK13 - ist zwar seit 2012 bekannt, man ist aber noch immer am Forschen - aussichtslos! Bin völlig am Ende!
          Musste bereits meinen Job aufgeben, mein geliebtes englisches Auto verkaufen, kann nirgends mehr hin, sitze nur noch auf dem Sofa und schleime rund um die Uhr vor mich hin. Dabei war ich der unternehmungslustigste Mensch, leidenschaftlicher Hobbykoch, Konzertgänger mit einer lieben Frau, Familie,vielen wirklich guten Freunden... Alles dahin, nur wegen 24h Dauerschleim.






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        • Re: Asthma und ACOS

          Hallo Rover,

          schön, dass Du Dich meldest.
          Das klingt nach keiner guten Krankengeschichte. Ich kann Dir nur einige Tipps geben im Umgang mit dem Auswurf. Also ich habe sehr starken Husten schon seit Jahren. Bei akuten Infektphasen war auch schon tropfenweise Blut dabei, aber ich glaube das kommt einfach von der vielen starken Husterei bei mir.
          Da ich auch vermehrt Auswurf habe seit einigen Jahren inhaliere ich Kochsalzlösung (MukoClear 3%). Das mache ich oft morgens, wenn ich von der Liegerei zu bin mit Schleim. Stehe dann auf, inhaliere, versuche den Schleim locker langsam abzuhusten. Gleichzeitig gibt es Atemtherapiegeräte, die einem beim lockern des Schleims helfen wie der RC-Cornet Plus. Da ich oft enge Bronchien habe, inhaliere ich morgens Salbutamol über den Vernebler und dann ist der Husten auch nicht so krampfartig sondern "lockerer" (und ich komme dann besser die Treppe hoch).
          Was auch hilft ist sich Atemtherapie beim Arzt verschreiben zu lassen. Es gibt extra Physiotherapeuten, die auf Menschen mit Atemwegserkrankungen spezialisiert sind.
          Also COPD ist durch eine nicht reversible Atemwegsverengung gekennzeichnet soweit ich weiß.
          Es kann auch passieren bei starker Atemwegsverengung, dass die Obstruktion nur teilweise reversibel (umkehrbar) ist. So ging es mir schon.

          Ich habe leider auch die Erfahrung gemacht, dass bei mir die Lungenprobleme über die Jahre nicht gerade besser werden, aber man muss immer positiv denken und darf nicht aufgeben. Ich habe schon sehr viel erlebt durch meine Krankheiten von jung auf. Beruflich hat auch vieles nicht geklappt wegen meiner Krankheiten.
          Ich habe den Eindruck es sind bei mir die häufigen Infekte, die die Bronchien immer empfindlicher machen gegenüber Reizen (z.B.Atemnot bei parfümierter Person) und auch irgendwie dafür sorgen, dass der Auswurf im Gegensatz zu früher bei mir nicht mehr wirklich verschwindet.

          Viele Grüße

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