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Erkältung und Asthma?

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  • Erkältung und Asthma?

    Sehr geehrtes Onmeda-Team,

    seit Anfang Januar habe ich mit einer Erkältung zu kämpfen. Am Anfang hat diese sich schnell ausgeheilt und auch der Husten mit Auswurf ist verschwunden. Eine Woche später jedoch hatte ich erneut mit den typischen Erkältungssymptomen zu kämpfen. Mit diesen kämpfe ich mich nun seit 1 1/2 Wochen herum. Mann muss jedoch sagen das ich das Gefühl habe es ist besser geworden. Mein Schnupfen macht sich nurnoch selten bemerkbar. Was jedoch bleibt ist mein Husten. Ich huste nicht den ganzen Tag und nachts sowieso nicht. Jedoch huste ich immer wieder Auswurf aus. Dieser ist stark gelblich leicht bräunlich würde ich sagen. Wenn ich stark Ein- und Ausatme hört man beim ausatmen ein rasseln. Bei einem Arzt war ich letze Woche schon. Dieser hat mich abgehört und in den Rachen geschaut. Seine Aussage war: "Es ist eine Erkältung"

    Ich bin 24 Jahre alt, habe Anstrengungsasthma und bin Raucher seit ca 8 Jahren. Leichte Rückenschmerzen habe ich auch diese ´sind aber nicht durchgängig vorhanden und es handelt sich hierbei nicht um einen warnehmbaren Schmerz sondern eher um ein leichten druck. Mein Arzt war da der Meinung das dies Muskelverspannungen sind.

    Da ich leider immer schnell Panik vor irgendwelchen Krankheiten wie beispielsweise Lungenkrebs bekomme habe ich gedacht ich melde mich hier mal bei Ihnen.

    Nun habe ich folgende Fragen:

    1.) Wielange dauert Husten mit Auswurf?
    2.) Da ich Raucher bin könnte es auch COPD sein?
    3.) Im Internet liest man viel über Symptome bei Lungenkrebs wäre dies so eines?
    4.) Ist in meinem Alter Lungenkrebs überhaupt wahrscheinlich?
    5.) Wielange braucht es bis die Erkältung abgeklungen ist?

    Vielen Dank im vorraus für das beantworten meiner Frage.

    Liebe Grüße

    Sascha

  • Re: Erkältung und Asthma?

    Hallo Sascha,

    ich bin schwere Asthmatikerin und habe durch die vielen Infekte erst so richtig schwer Asthma bekommen.
    Ich habe zwar nie geraucht, aber ich kenne Fälle aus unserer Familie, in denen Asthmatiker geraucht haben. Meine Oma hatte von Kindesbeinen an starkes Asthma. Später hat sie trotzdem noch geraucht und dann schließlich eine Mischform aus Asthma und COPD entwickelt, was sehr schlimm war.
    Es wäre sinnvoll nicht mehr zu rauchen. Dann wäre auch Dein Lungenkrebsrisiko in Zukunft geringer.
    Meiner Erfahrung nach können Infekte bei Asthma länger dauern. Es macht häufig Sinn die inhalative Kortisondosis zu erhöhen, wenn man nicht wie ich schon so viel nimmt inclusive Kortisontabletten.

    Ich denke unser Experte kann Dir eine genauere Antwort auf Deine Fragen geben.

    Liebe Grüße

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    • Re: Erkältung und Asthma?

      Hallo,

      erst einmal möchte ich mich Lufti82 anschliessen und dringend empfehlen das Rauchen einzustellen, da dies grundsätzlich aber ganz besonders in Kombination mit dem Asthma gesundheitsschädigend ist.

      Zu ihren Fragen:
      Nun habe ich folgende Fragen:

      Wie lange ein Husten mit Auswurf dauert oder auch eine Erkältung abklingt, kann nicht pauschal gesagt werden. Dies ist abhängig von den Vorerkrankungen, der eigenen Infektanfälligkeit bzw. -abwehr und von den Lebensumständen, also ob man z.B. immer wieder Kontakt zu Kranken hat. Es kann unter Umständen schon mehrere Wochen dauern, bis Husten und Auswurf weg sind. Sollte es länger dauern empfehle ich eine so genannte Sputumuntersuchung (hier gibt der Arzt ihren Auswurf in ein Labor um untersuchen zu lassen ob und welche Bakterien/Keime dort zu finden sind und welche Antibiotika hier ggf. helfen)

      Auch eine beginnende chronische Bronchitis ist möglich beim Raucher. Dies kann jedoch nur vom Lungenfacharzt abgeklärt werden.

      Das gilt ebenso für ihre Angst vor Lungenkrebs. Die Symptome ähneln sehr denen eines anhaltenden Infekts und/oder denen einer COPD. Grundsätzlich besteht besonders für Raucher das Risiko an Lungenkrebs zu erkranken.

      Sollten ihre Beschwerden mehr als 6 Wochen anhalten, empfehle ich die Konsultation eines Lungenfacharztes.
      Ausserdem sollten ihre Asthmamedikamente während eines Infekts in der Dosierung angepasst werden. Auch hierzu sollten sie mit ihrem behandelnden Arzt (Lungenfacharzt) sprechen. Für Asthmatiker empfehle ich hierzu gerne die Teilnahme an einer Patientenschulung, in der solche Anpassungen und Handhabe der Medikation eigenverantwortlich besprochen werden.

      Mit freundlichen Grüssen

      Dipl. med. Thomas Hagen

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