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Lungenfibrose mit 49 Jahren?

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  • Lungenfibrose mit 49 Jahren?

    Guten Tag,
    durch ein Thoraxröntgen auf Grund eines Hautkrebes, der nicht gestreut hat, wurde folgender Zufallsbefund festgestellt:
    Pulmonale Lungenzeichnung
    Zwerchfellbögen sind glatt begrenzt. Sinus sind frei. Das Herz ist linksventrikulär betont.
    Vermehrte Lungenzeichnung parahilär und parakardial beidseitig. Vermehrte interstitielle Lungenzeichnung. Chronische Bronchitis.

    Ich bin männlich, Nichtraucher und bin auch keinen schädlichen Belastungen im Beruf ausgesetzt. Ein Lungenfunktionstest ergab die Auffälligkeit, dass ich wohl ein Lungenvolumen von nur 3.2 Liter habe. Ich habe keine Luftnot im Ruhezustand und kaum bei Belastung, wobei ich denke, dass unter Belastung "ein außer Atem sein" völlig normal ist, zumal ich etwas übergewichtig bin und kaum Sport treibe.
    Wie ist der o.g. Befund einzuschätzen?
    Sollte ich der Sache weiter nachgehen?
    Vielen Dank für die Antworten.
    LG


  • Re: Lungenfibrose mit 49 Jahren?

    Hallo,

    eine konventionell radiologische Untersuchung mittels eines Röntgen des Thorax ist gerade hinsichtlich Frage Lungenfibrose nur der erste Schritt zur Diagnose.
    Lungenfunktionsdiagnostisch äussert sich eine Lungenfibrose in einer verminderten Vitalkapazität. Durch die verminderte Vitalkapazität kann auch das Lungenvolumen dann reduziert sein. Hierfür gibt es dann einen s.g. Quotienten aus Vitalkapazität und der s.g. FEV1.
    Weiterführende Untersuchungen sind eine Diffusionsmessung, womit der Gasaustausch getestet wird und die Messung des Sauerstoffpartialdrucks im Blut.
    Diese Untersuchungen werden vom Lungenfacharzt durchgeführt.
    Auskultatorisch findet sich bei einer aber meist schon etwas höher gradigen Lungenfibrose ein s.g. feines Fibroseknistern. Endgültige Klärung kann aber nur mittels einer Computertomographie erfolgen.
    Es gibt viele verschiedene Arten von Lungenfibrosen (postinfektiöse Lungenfibrosen, Fibrosen durch äussere Kontaktstoffe, Chemo- oder Strahlentherapien, durch allergische Stoffe, etc.).
    Häufig sind die Lungenfibrosen aber s.g. idiopatische Lungenfibrosen, bei denen die Ursache nicht geklärt werden kann.
    Falls durch eine Computertomographie sich eine Lungenfibrose bestätigen sollte, sind zur evtl. Entscheidung für eine Therapieform weitere Untersuchungen notwendig in Form von Probeentnahmen mittels einer Bronchoskopie (Lungenspiegelung) oder durch minimale Eingriffe von aussen.

    Mit freundlichen Grüssen

    Thomas Hagen

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    • Re: Lungenfibrose mit 49 Jahren?

      Sehr geehrter Herr Hagen,

      vielen Dank für Ihre ausführliche Beantwortung. Ich habe in 4 Wochen einen Termin beim Lungenfacharzt und hoffe, dass sich die Diagnose einer Fibrose nicht erhärtet.
      Wie bereits erwähnt, bemerke ich keine Einschränkungen in meiner Vitalität, war nie Raucher und zu keiner Zeit schädlichen Stoffen ausgesetzt.

      Mit freundlichen Grüßen

      Kommentar


      • Re: Lungenfibrose mit 49 Jahren?

        Da nun mein Termin beim Facharzt leider erst in 4 Wochen ist, habe ich mich über Lungenfibrose informiert. Und das macht mir Angst. Wenn ich Nichtraucher bin und keinen giftigen Stoffen ausgesetzt war und bin, kann es sich ja nur um eine Fibrose mit unbekannter Ursache handeln und die hat nun keine gute Prognose.
        Sind denn 3,2l Lungenvolumen schlecht. Ich merke keine Einschränkungen...

        Mit freundlichen Grüßen

        Kommentar



        • Re: Lungenfibrose mit 49 Jahren?

          Hallo,
          um den Beitrag abzuschließen, kann ich Gutes berichten. Die Untersuchungen in 2017 haben keine weitere Diagnose auf eine Lungenfibrose ergeben. Bei der Nachkontrolle Ende 2019 ist alles okay. selbst die verdächtigen Bilder beim Lungenröntgen haben sich nicht mehr nachweisen lassen. Was das auch immer war, alles wieder i.O.

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          • Re: Lungenfibrose mit 49 Jahren?

            Super, das freut mich zu hören

            Herr Dr. Hagen ist leider nicht mehr zugegen aber er würde sich mit freuen ...

            Danke für die Rückmeldung

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            • Re: Lungenfibrose mit 49 Jahren?

              Hallo,
              leider habe ich heute eine Diagnose erhalten, die mich doch beunruhigt.
              Seid gut einem Jahr habe ich eine wohl chronische Nasennebenhöhlenentzündung und gelgentlichen Husten mit Auswurf. Das Abhören von Bronchien und Lunge haben keine Auffälligkeit ergeben, sodass ich zum Röntgen und daran anschließenden CT der Lunge geschickt wurde. Hier nun der Befund, dass "da was gesehen wurde und auf Grund meiner Vorgeschichte (Hautkrebs) mit einer Lungenspiegelung abgeklärt werden soll". Das verunsichert mich nun sehr. Nach der vollständigen Hautkrebsentfernung 2016, in der bis in gesundes Gewebe operiert wurde und auch Lymphknoten untersucht wurden (nicht befallen), wurde mir gesagt, dass der Krebs nicht weiter gestreut hat. Die Nachsorge in den folgenden Jahren war auch immer ohne weiteren Befund.
              Kann es nun doch sein, dass der Krebs Metastasen in die Lunge gestreut hat?

              MfG

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              • Re: Lungenfibrose mit 49 Jahren?

                Hallo,
                schade das es keine Reaktionen auf meinen Bericht gibt. Ich möchte trotzdem die weitere Vorgehensweise beschreiben.
                Nach erfolgter Lungenspiegelung konnte alles was erreicht wurde, als negativ befunden werden. Ein Rundherd mit einer Größe von 11 x 6.6 mm mit glatter Begrenzung und Nähe am Zwerchfell konnte nicht erreicht werden. Dieser wird nun im Februar im Rahmen eines weiteren CT begutachtet, ob es eine Größenveränderung gibt. Das Abtasten der Lymphknoten war auch negativ, ebendso die Bestimmung des S100 Markers, der normwertig ist. Es gibt nun verschiedene Arztmeinungen zur weiteren Vorgehensweise. Der Lungenfacharzt schlägt eine vollständige Entnahme des Rundherdes vor, minimalinvasiv, wenn er denn erreichbar ist. Ansonsten mit Öffnung des Brustkorbes. Der Hautarzt findet es unwahrscheinlich, dass der 2016 entfernte Hautkrebs im Stadium SSM pT1b bereits Fernmetastasen gebildet hat und empfiehlt eine wieder engmaschige Nachsorge (ich war bereits bei 2 x im Jahr, nun wieder alle 3 Monate). Mein Hausarzt schließt sich dieser Meinung an, zumal in alten Röntgenaufnahmen von 2016 diese Art von Verdichtung auch sichtbar war. Leider ist zu der Zeit kein CT erstellt wurden, was eine Vergleichen mit den neuen CT-Aufnahmen ermöglichen würde.
                Gibt es im Forum keinen Experten, der eine Einschätzung geben könnte?
                MfG

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