Wilde Kräuter wie Rosmarin und Petersilie auf blauem Untergrund.
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Wildkräuteröl selber machen

Löwenzahn, Sauerampfer, Brennnessel: Sommerzeit ist Kräuterzeit. Wiesen, Wälder und vielleicht sogar der eigene Garten bieten oft eine große Vielfalt an essbaren Pflanzen und Kräutern, aus denen Sie Ihr eigenes Speiseöl herstellen können.

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Mediziner*innen geprüft.

Zutaten

⌛ 30 Minuten (plus Zeit zum Trocknen und Ziehen)

Für zwei Flaschen:

  • Löwenzahn (die jungen, zarten Triebe der Pflanze)
  • Sauerampfer
  • Brennnesseln
  • Salbeiblätter
  • Brombeerblätter
  • Schafgarbe (Blätter)
  • Giersch

Außerdem:

  • 2 Liter geschmacksneutrales, kaltgepresstes Öl (z.B. Raps-, Distel-, oder Maiskeimöl)
  • Glasflasche mit Schraubverschluss

Video: 5 Regeln für eine gesunde Ernährung

Zubereitung

  1. Die Kräuter von den Stielen trennen, säubern, und anschließend gut trocken tupfen. Nun folgt die eigentliche Trocknungsphase. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten, besonders schonend ist das Trocknen an der Luft. Dazu werden die Kräuter für 2 bis 3 Tage in Bündeln kopfüber in einen staubfreien Raum gehängt. Wer einen Dörrapparat hat, kann diesen Prozess beschleunigen.
  2. Die getrockneten Kräuter jeweils in zwei Flaschen geben und mit Öl auffüllen. Die Flaschen sollten trocken sein, da sich Öl und Wasser nicht vertragen. Am besten eignen sich Flaschen mit weitem Flaschenhals. Alternativ kann ein Trichter beim Befüllen helfen. Das Öl sollte die Kräuter komplett bedecken. Nur so kann das Öl die Kräuter haltbar machen.
  3. Das Öl muss nun für etwa zwei Wochen durchziehen, damit sich der Geschmack der Kräuter entfalten kann.
  4. Nach dem ersten Öffnen filtrieren Sie das Öl und entfernen die Kräuter. Auf diese Weise ist das Öl mehrere Monate lang haltbar.

Die Kräuter können natürlich nach Herzenslust variiert werden. Bei Bedarf können Sie auch Knoblauch, Zitrone oder Chili hinzugeben. Das Wildkräueröl eignet sich ideal für Salatdressings aller Art, kann aber auch gut zu Brot gegessen werden.

Tipp: Auf unserem Partnerportal Wildkräuter_sammeln finden Sie viele hilfreiche Informationen rund um das Thema Wildkräuter. Hier erfahren Sie nicht nur, wann welche Kräuter geerntet werden können, sondern auch wo sie vorkommen und wie sie am besten verarbeitet werden.

Gut zu wissen

Obwohl Fette nicht mehr als 30 Prozent der täglichen Kalorienaufnahme ausmachen sollten, sind sie für den Körper lebensnotwendig. Dabei kommt es vor allem auf die Auswahl der richtigen Fette und Öle an. Pflanzliche Fette haben gegenüber tierischen Fetten einige Vorteile:

  • Entscheidend ist der Anteil ungesättigter Fettsäuren. Pflanzliche Öle enthalten mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Diese haben eine gesundheitsfördernde Wirkung, da sie den Cholesterinspiegel senken und sich günstig auf die Blutfettwerte und die Zellfunktion auswirken.
  • Pflanzliche Öle enthalten viel Vitamin E, das die Zellen vor freien Radikalen schützt und Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen kann.
  • Tierische Fette enthalten mehr gesättigte Fettsäuren und können sich somit nachteilig auf die Gesundheit auswirken. Der Körper lagert tierische Fette häufig direkt in das Fettgewebe ein. Zudem erhöhen gesättigte Fettsäuren die Blutfette und lassen den Cholesterinspiegel ansteigen, was sich wieder negative auf unser Herz-Kreislaufsystem auswirken und Übergewicht begünstigen kann.