Zimtschnecken in einer Pfanne.
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Vegane Apfel-Zimtschnecken

Zimtschnecken schmecken tierisch lecker und verströmen in der ganzen Küche einen verführerischen Duft. Ob nachmittags zum Kaffee, als Nachtisch oder sogar zum Frühstück: Der schwedische Klassiker aus Hefeteig hat Suchtpotenzial. Unser Rezept kommt ohne tierische Produkte aus und lässt sich leicht zubereiten.

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern geprüft.

Zutaten

⌛ 30 Minuten (Zubereitungszeit)

Für etwa 12 Stück:

Hefeteig:

  • 250 g Dinkel- oder Weizenmehl
  • 100 g pflanzliche Milch (z. B. Hafer- oder Mandelmilch)
  • 50 g Ahornsirup
  • 10 g frische Hefe
  • 50 g Kokosöl, flüssig

Tipp: Dieses Grundrezept eignet sich auch prima für andere Kuchen oder Gebäcke auf Hefeteigbasis.

Füllung:

  • 2 große Äpfel
  • 3 EL Haselnüsse, gemahlen
  • 2 EL Kokosblütenzucker
  • 3 TL Ceylon-Zimt
  • 1 EL Kokosöl, flüssig

Guss:

  • 30 g Ahornsirup
  • 50 g Mandelmus
  • 2 EL Wasser

Tipp: Für eine zuckerarme Variante einfach den Kokosblütenzucker durch Süßstoff oder Zuckeraustauschstoff ersetzen. Mehr Informationen zu alternativen Süßungsmitteln finden Sie hier.

Außerdem:

  • Backpapier
  • Nudelholz
  • Auflaufform

Zubereitung

Hefeteig:

  1. Die pflanzliche Milch auf niedriger Stufe erhitzen, bis sie lauwarm ist. Achtung: Die Milch darf auf keinen Fall zu heiß werden, da die Hefe sonst zerstört wird.
  2. Die lauwarme Milch in eine Rührschüssel füllen und Hefe sowie den Ahornsirup (oder ein alternatives Süßungsmittel) hinzugeben. Alles so lange verrühren, bis sich die Hefe vollständig auflöst.
  3. Mehl und Kokosöl ebenfalls dazugeben. Nun werden alle Zutaten zu einem Teig geknetet. Nicht wundern: Der Teig wird relativ fest. Das ist wichtig, damit er sich später gut ausrollen lässt.
  4. Jetzt muss der Teig ruhen. Dazu die Schüssel mit einem Küchentuch abdecken und an einem warmen Ort gehen lassen. Nach etwa einer Stunde hat sich das Volumen des Hefeteigs etwa verdoppelt. Erst dann kann er weiterverarbeitet werden.

Anmerkung: Alternativ können Sie den Hefeteig auch am Vortag zubereiten und über Nacht kaltstellen, anstatt ihn bei Wärme eine Stunde gehen zu lassen. So lässt er sich am nächsten Tag ideal weiterverarbeiten.

Füllung:

  1. Backpapier zurechtlegen und mit etwas Mehl bestäuben. Nun wird der Teig (circa 1 cm dick) zu einem Rechteck ausgerollt.
  2. Kokosöl im Topf erwärmen und den gesamten Teig damit bestreichen. Kokosblütenzucker und Zimt miteinander vermischen und beides gleichmäßig auf dem Teig verteilen. Äpfel in sehr kleine Stücke schneiden und zusammen mit den gemahlenen Haselnüssen ebenfalls über den Teig streuen. Teig vorsichtig zusammenrollen.
  3. Nun wird die Rolle in 12 Teile geschnitten. Die einzelnen Schnecken flach in die Auflaufform legen und im Ofen auf mittlerer Schiene (170 Grad Umluft) für 25 Minuten backen lassen.
  4. Während die Zimtschnecken im Ofen backen, können Sie den Guss zubereiten. Hierzu den Ahornsirup (oder ein alternatives Süßungsmittel) mit Wasser und Mandelmus vermischen.
  5. Zimtschnecken aus dem Ofen holen und sofort mit dem Guss bestreichen. Am besten schmeckt das Gebäck ofenfrisch und lauwarm. Guten Appetit!

Ist Zimt gesund?

Zimt hat grundsätzlich den Ruf, eine gesundheitsfördernde Wirkung zu haben. Das stimmt auch, zumindest teilweise. Man muss nämlich zwischen zwei Sorten Zimt unterscheiden: Ceylon-Zimt und Cassia-Zimt.

Cassia-Zimt enthält eine deutlich höhere Menge des gesundheitsschädlichen Stoffs Cumarin. Dabei handelt es sich um einen Duft- und Aromastoff, der in viele Pflanzen steckt – etwa in Waldmeister, Steinkleekraut, Tonka-Bohnen und eben in Zimt.

Onmeda-Lesetipp: Cumarin – Vorsicht Zimt?

In geringen Maßen ist Zimt unbedenklich. Über seine Wirkung bei einem täglichen Verzehr fehlen allerdings aussagekräftige Daten. Bislang ist nämlich nicht bewiesen, ob und in welchem Maß sich ein übermäßiger Verzehr von Cassia-Zimt negativ auf die Gesundheit auswirkt. Fest steht nur, dass der Stoff in einigen Medikamente enthalten ist und in dieser Form Leberschäden hervorrufen kann. Ein Gesundheitsrisiko durch Zimt kann also nicht ausgeschlossen werden. Deshalb empfiehlt das Bundesinstitut für Risikobewertung, eine tägliche Dosis von 2 Gramm Cassia-Zimt (etwa ein gestrichener Teelöffel) nicht zu überschreiten.

Achtung: Häufig finden sich keinerlei Angaben auf dem Etikett des Zimt-Produkts. Dann handelt es sich meist um Cassia-Zimt. Hier können auch Preis und Herkunft Aufschluss geben: Das vergleichsweise preiswerte Cassia-Zimt stammt meist aus Südchina oder Indonesien, während Ceylon-Zimt überwiegend aus Sri Lanka, Brasilien, Südindien oder Madagaskar kommt.