Proteinriegel mit Nüssen und Schokolade
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Schnell & gesund: Proteinriegel selber machen

Wer Lust auf einen gesunden Snack hat, greift gerne zum Proteinriegel. Auf den ersten Blick scheint man seinem Körper damit etwas Gutes zu tun. Schaut man sich die Nährwerte genauer an, fällt aber auf: Viele der Riegel enthalten eine Menge Zucker. Mit diesem Rezept können Sie Ihren eigenen Powersnack herstellen – in wenigen Minuten und ganz ohne Backen.

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern geprüft.

Zutaten

⌛ 10 Minuten

Für etwa 10 Riegel:

  • 100 Gramm (g) Haferflocken
  • 20 g Mehl (z. B. Dinkelvollkornmehl)
  • 50 g Proteinpulver (z. B. Vanille)
  • 150 g Datteln
  • 120 Milliliter (ml) Wasser
  • 1 EL braunes oder weißes Mandelmus
  • 50 g Nüsse (z. B. Macadamianüsse, Haselnüsse oder Cashewkerne)
  • Je nach Vorliebe etwas Vanillearoma und Schokodrops

Außerdem:

  • eine leistungsstarke Küchenmaschine

Zubereitung

  1. Alle Zutaten bis auf die Nüsse und Schokodrops in die Küchenmaschine geben und so lange mixen, bis eine gleichmäßige Masse entsteht. Wenn Ihnen die Masse zu dick- oder dünnflüssig vorkommt, geben Sie einfach noch etwas Wasser oder Mehl dazu.
  2. Nüsse ebenfalls dazugeben und erneut mixen – allerdings nur kurz, damit die Nüsse nicht komplett püriert werden, sondern grobe Stückchen zurückbleiben.
  3. Riegelmasse auf einem Backpapier verteilen und, wenn Sie mögen, Schokodrops darauf verteilen.
  4. Nun wandert das Backpapier mit der Riegelmasse für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank.
  5. Wenn die Masse hart ist, kann sie in Riegel geschnitten werden. Schon sind die Proteinsnacks fertig und bereit zum Verzehr.

Tipp: Bewahren Sie die Riegel am besten im Kühlschrank auf. So bleibt die Konsistenz fest und die Riegel halten sich länger.

Ein Riegel enthält etwa 148 Kilokalorien und 17 g Eiweiß.

Sind Proteinriegel gesund?

Proteinriegel haben den Ruf als gesunden Powersnack vor dem Sport. Hersteller vermarkten die Fitnessprodukte so geschickt, dass man sie kaum als eine Süßigkeit einstufen würde.

Viele Proteinriegel stellen sich aber als Mogelpackung heraus: Die Nährwerttabelle ist oft sehr lang und alles andere als "clean". Inhaltsstoffe wie Zucker und künstliche Aromen sorgen dafür, dass die Riegel wie eine Süßigkeit schmecken – und leider auch ähnlich kalorienreich sind.

Auch Proteinriegel sind Süßigkeiten

Zwar wird den Produkten Eiweiß hinzugefügt. Das macht die Riegel aber nicht automatisch gesund, wenn ansonsten hauptsächlich Zucker drin steckt. Hier sollte man sich nicht täuschen lassen. Die Aufschrift "Ohne Zuckerzusatz" bedeutet nicht etwa, dass ein Produkt kein Zucker enthält, sondern nur, dass keine Einfach- oder Zweifachzucker zugesetzt wurden.

Viele Inhaltsstoffe enthalten aber von Natur aus Zucker. Darauf muss laut des Deutschen Lebensmittelverbandes nicht explizit hingewiesen werden, was den Herstellern einen großen Spielraum ermöglicht.

Erhöhter Proteingehalt? Genau hinschauen

Zudem lohnt es sich, bei der Angabe des Proteingehalts ganz genau hinzuschauen. Denn oft gilt diese nicht für einen Riegel sondern für 100 g. Wenn auf der Verpackung "Mit 30 g Protein" steht, klingt das erst einmal viel. Ein Riegel wiegt aber in der Regel nur 45 bis 75 g. Tatsächlich ist der Eiweißgehalt also nur rund halb so hoch.

Lesetipp: Lebensmittel mit Proteinzusatz – Einfach nur Abzocke?

Trotzdem gibt es auch Proteinriegel mit vergleichsweise guten Nährwerten und gesunden Inhaltsstoffen. Um den Körper nach dem Training mit Eiweiß und Kohlenhydraten zu versorgen, können sie durchaus ihren Zweck erfüllen. Dennoch sollte man immer im Hinterkopf behalten, dass es sich dabei immer noch um Süßigkeiten handelt.

Als Alternative für einen schnellen Snack nach dem Training bietet sich zum Beispiel eine Schüssel Magerquark mit Nüssen und einer Banane an. Diese Kombination ist sehr sättigend und Sie können Zucker und einige Kalorien einsparen. Und ganz nebenbei schonen Sie damit auch Ihren Geldbeutel.