Ein Käsekuchen ohne Boden mit Himbeeren.
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Low-Carb-Käsekuchen ohne Boden aus nur vier Zutaten

Ein saftiger Käsekuchen lässt sich nicht mit gesunder Ernährung vereinbaren? Von wegen! Dieser Cheesecake ohne Boden schmeckt wie der Klassiker im Café, enthält aber garantiert weniger Kalorien. Das Beste: Sie benötigen gerade einmal vier Zutaten, und die Zubereitung ist kinderleicht. Für den Backvorgang müssen Sie zwar einige Zeit einplanen, dafür lohnt sich das Ergebnis aber umso mehr!

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern geprüft.

Zutaten

⌛ 10 Minuten

Für eine mittelgroße Springform:

  • 800 g Frischkäse
  • 100 g Schmand
  • 4 Eier
  • 140 g Erythrit (Puder)
  • Vanilleextrakt (optional)

Außerdem:

  • Springform (ca. 24 cm)
  • Fett für die Form
  • Alufolie
  • ein hohes Backblech oder eine große Auflaufform

Hinweis: Erythrit kann in größeren Mengen abführend wirken. Sie sollten also besser nicht den ganzen Kuchen auf einmal verspeisen. Mehr wissenswerte Informationen über Zuckerersatzstoffe und alternative Süßungsmittel finden Sie hier:

Birkenzucker, Kokosblütenzucker, Stevia & Co – Sind Süßungsmittel gesünder als Zucker?

Zubereitung

  1. Springform von außen wasserdicht mit Alufolie umwickeln. Alternativ können Sie auch eine wasserdichte Springform benutzen. Anschließend von innen einfetten.
  2. Alle Zutaten in eine Schüssel geben. Mit einem Küchenmixer so lange verrühren, bis eine gleichmäßige Teigmasse entsteht. Tipp: Die niedrigste Stufe verwenden, um Luftbläschen im Teig zu vermeiden. Diese weiten sich beim Backen nämlich aus und steigen nach oben, wodurch die Oberfläche rissig wird.
  3. Teig in die Form geben. Die Springform in das hohe Backblech oder die Auflaufform stellen und das Wasserbad vorbereiten. Dazu wird die Form etwa 2 bis 3 cm hoch mit heißem Wasser befüllt.
  4. Kuchen im Wasserbad zuerst bei 200 Grad (Ober- und Unterhitze) rund 15 Minuten lang im Ofen backen lassen. Anschließend die Gradzahl auf 130 reduzieren und den Kuchen noch einmal 90 Minuten lang backen. Achtung: Den Backofen während der gesamten Backzeit nicht öffnen, damit der Kuchen nicht zusammenfällt.
  5. Kuchen im Ofen abkühlen lassen, optimalerweise zwei bis drei Stunden lang. Anschließend kaltstellen.
  6. Wer mag, kann den Käsekuchen nun noch ein wenig aufpeppen. Als Topping eignen sich zum Beispiel Erdbeeren oder Blaubeeren. Tipp für einen besseren Halt: Beeren pürieren und wie Marmelade auf dem Kuchen verteilen.

Rezept-Tipp: Low-Carb-Eiweißbrötchen

Nährwerte

1 Stück Kuchen (100 g) Kilokalorien Fett Eiweiß Kohlenhydrate
  202 kcal 17,8 g 7 g 3,5 g

Zum Vergleich: Ein klassischer Cheesecake mit raffiniertem Zucker und Boden aus Kekskrümeln kommt auf rund 350 bis 400 Kilokalorien.

Wie wirkt Eiweiß auf unser Sättigungsgefühl?

Mehrere Studien legen nahe, dass eine proteinreiche Ernährung zu einer lang anhaltenden Sättigung führt und damit Heißhunger vorbeugen kann. Das ergab unter anderem eine Untersuchung der Purdue University.

Hier verglichen Wissenschaftler den Sättigungseffekt von einer proteinreichen Ernährung mit dem einer kohlenhydratreichen Ernährung. Die Probanden wurden dazu in zwei Gruppen aufgeteilt: Eine Gruppe bekam über einen Zeitraum von zwölf Wochen täglich drei Mahlzeiten vorgesetzt, die einen Proteinwert von 0,8 Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht enthielten. Diesen Richtwert empfiehlt auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung. Die Kontrollgruppe bekam Mahlzeiten mit der doppelten Menge an Eiweiß. Hinsichtlich der Kalorien unterschieden sich die Mahlzeiten jedoch nicht.

Das Ergebnis: Die Teilnehmer mit der erhöhten Eiweißzufuhr fühlten sich länger satt, hatten weniger Heißhunger und beschäftigten sich auch gedanklich weniger mit Essen als jene, die sich kohlenhydratreicher ernährten. Das ist unter anderem dadurch zu erklären, dass proteinreiche Lebensmittel einen vergleichsweise niedrigen glykämischen Index haben. Dieser gibt den Einfluss eines Nahrungsmittels auf den Blutzucker an. Kohlenhydratreiche Lebensmittel lassen den Blutzucker hingegen schneller ansteigen und anschließend wieder rasch abfallen. Diese starken Schwankungen lösen ein Hungergefühl in uns aus, während eine eiweißreiche Nahrung den Blutzuckerspiegel relativ konstant hält.

Dennoch kann sich zu viel tierisches Protein auch negativ auf die Gesundheit auswirken. So können tierische Produkte wie Eier und Milch für erhöhte Cholesterinwerte sorgen. Das wiederum hebt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Wer sich eiweißreich ernähren will, muss aber nicht zwingend auf tierische Produkte zurückgreifen.

Auch vegane Proteinquellen wie Hülsenfrüchte und Sojaprodukte liefern eine Menge Eiweiß. Zwar sind pflanzliche Proteine für den menschlichen Körper nicht so gut verwertbar wie tierische. Trotzdem können Sie Ihren Eiweißbedarf auch ohne Fisch, Fleisch und Co. problemlos decken, wenn Sie vegane Proteinquellen richtig miteinander kombinieren.

Mehr dazu erfahren Sie hier: Vegane Proteinquellen – Diese Lebensmittel liefern viel Eiweiß

Übrigens: Wenn Sie nicht so viel tierisches Protein im Käsekuchen verwenden möchten, können Sie den Schmand und Frischkäse auch einfach durch pflanzliches Skyr ersetzen.