Man sieht ein Glas Wasser, Kapseln und ein Pulver auf einem Messlöffel.
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Kieselerde: Macht sie Haut, Haare und Nägel schöner?

Kieselerde nehmen viele Menschen täglich als Nahrungsergänzungsmittel zu sich. Sie erhoffen sich davon schönes, glänzendes Haar und gesunde, feste Nägel. Auch die Haut soll davon profitieren. Doch ist das wirklich so? Erfahren Sie mehr über die Wirkung von Kieselerde und ob Risiken bei der Einnahme bestehen.

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern geprüft.

Was bringt Kieselerde?

Wer Kieselerde als Nahrungsergänzungsmittel kauft, erhält fein gemahlene Mineralien oder Sedimente aus dem Meer in Form von Pulver, Kapseln oder Tabletten. Die genaue Zusammensetzung kann je nach Produkt variieren. Allen gemein ist jedoch, dass sie einen hohen Gehalt an Silizium haben.

Dieser hohe Siliziumgehalt ist es, der sich positiv auf den Körper auswirken soll. Angeblich hilft die Einnahme von Kieselerde nicht nur gegen brüchige Haare und Nägel, sondern soll auch zu strafferer Haut beitragen, indem sie das Bindegewebe stärkt. Sicher belegt sind diese Effekte jedoch nicht.

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Wie viel Silizium braucht der Körper?

Der Mineralstoff SiliziumSilizium zählt zu den Spurenelementen. Er kommt im gesamten Körper vor, wenn auch nur in geringen Mengen. In Haaren, Nägeln, Knochen und Zahnschmelz findet man etwas mehr davon.

Im Unterschied zu anderen Mineralstoffen stuft man Silizium jedoch als nicht essenziell ein, also als nicht lebensnotwendig. Welche Rolle das Spurenelement genau im Körper spielt oder ob ein Mangel Symptome hervorruft, lässt sich zurzeit nicht sicher sagen.

Wie hoch der tägliche Bedarf an Silizium ist, weiß man ebenfalls nicht genau. Man schätzt jedoch, dass der Tagesbedarf bei etwa 10 bis 25 Milligramm liegt.

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Besser als Kieselerde: Gesund und ausgewogen ernähren

Braucht man Kieselerde als Nahrungsergänzungsmittel für Haut und Haare? Wahrscheinlich wohl eher nicht. Denn Silizium ist Bestandteil vieler Nahrungsmittel. Wir nehmen es täglich mit Essen und Getränken auf.

Vor allem pflanzliche Nahrungsmittel enthalten viel Silizium. Als siliziumreich gelten insbesondere Getreide (wie Hafer, Gersten, Weizen und Reis) und Getreideprodukte (wie Brot). Obst und Gemüse sowie Fleisch und Milchprodukten enthalten ebenfalls Silizium. Nennenswerte Mengen finden sich etwa in Kartoffeln, Paprika oder Spinat.

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Auch Leitungswasser oder Mineralwasser enthält Silizium, allerdings in geringeren Mengen. Siliziumverbindungen aus Flüssigkeiten kann der Körper dafür aber besser aufnehmen. Einen beachtlichen Siliziumanteil hat übrigens Bier, da es unter anderem aus Gerste hergestellt wird.

Bei ausgewogener Ernährung besteht in der Regel kein Grund, zusätzlich Kieselerde für Haut und Haare einzunehmen. Manche Kieselerde-Produkte enthalten zudem Blei in gesundheitsbedenklichen Mengen. Das kann insbesondere bei langjähriger Einnahme kritisch sein. Wer Kieselerde regelmäßig einnehmen möchte, sollte sicherheitshalber den Hersteller nach Auswertungen zu Schmermetallbelastung fragen.