Eine Frau steht in der Küche und trinkt ein Glas Leitungswasser.
© Getty Images

Arterienverkalkung durch kalkhaltiges Wasser?

Bei Menschen mit Arterienverkalkung sind die Arterien durch Ablagerungen aus Blutfetten, Blutgerinnseln, Bindegewebe und Kalk verengt. Kann kalkhaltiges Leitungswasser zur "Verkalkung" beitragen?

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern geprüft.

Kalkhaltiges Wasser: Trinken oder verzichten?

In vielen Regionen Deutschlands ist das Leitungswasser hart, also sehr kalkhaltig. Aber fördert kalkhaltiges Wasser tatsächlich auch eine Arterienverkalkung (Arteriosklerose)? Die beruhigende Antwort lautet nein. Wer zuhause kalkhaltiges Leitungswasser hat, kann dieses unbesorgt trinken und muss keine Angst um seine Gefäße haben.

In gewisser Weise ist hartes, kalkreiches Leitungswasser sogar gesünder. Denn es enthält große Mengen Calcium und kann so dazu beitragen, den täglichen Bedarf an diesem Mineralstoff zu decken.

Verschiedene Studien untersuchten, ob hartes Wasser möglicherweise schlecht fürs Herz ist beziehungsweise Herz-Kreislauf-Erkrankungen fördert. Das ließ sich bislang jedoch nicht bestätigen.

Andere Studien zeigen sogar, dass eine hohe Calciumaufnahme über Nahrungsmittel und Trinkwasser auf lange Sicht das Risiko für eine Arterienverkalkung senken kann. Wer jedoch auf Dauer hochdosiertes Calcium über Nahrungsergänzungsmittel einnimmt, scheint dagegen ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu haben.

Eine Arterienverkalkung entsteht anders

Bei einer Arteriosklerose sind die Kalkablagerungen an den Gefäßwänden eine Folge der Erkrankung und nicht der Auslöser. Bis die Ablagerungen in den Gefäßen zu Symptomen führen, können Jahre bis Jahrzehnte vergehen. In Deutschland gelten Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die als Folge einer Arterienverkalkung entstehen, mit zu den häufigsten Todesursachen.

Tipps gegen Arteriosklerose

Einer Arterienverkalkung und möglichen Folgen können Sie mit dem richtigen Lebensstil weitgehend vorbeugen: