Mehrere Schalen mit Dips und Aufstrichen auf einem Tisch.
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Gesund durch die Grillsaison: Zwei leckere und schnelle Dips

Die Grillsaison ist voll im Gange. Während Fleisch, Grillkäse und Maiskolben auf dem Rost brutzeln, gibt es doch nichts Besseres, als sich schon mal an den köstlichen Beilagen zu bedienen. Wir verraten Ihnen zwei leckere und vor allem gesunde Grilldips, die gekauften Aufstrichen ganz bestimmt die Show stehlen!

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern geprüft.

Rote Bete-Hummus

⌛ 10 Minuten

Für eine große Schale:

  • 300 g gekochte Kichererbsen
  • 2 Rote Bete-Knollen (vorgekocht)
  • 1 EL Sesammus (Tahin)
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 EL Olivenöl
  • 2 EL Wasser
  • 1 TL Salz
  • 1 Prise Pfeffer
  • Saft einer Zitrone

Zubereitung:

  1. Kichererbsen waschen und abtropfen lassen. Rote Bete in grobe Stücke schneiden.
  2. Die Kichererbsen, Rote Bete und alle anderen Zutaten in einen Mixer geben und so lange pürieren, bis eine cremige Masse entsteht.
  3. Sollte das Hummus noch zu fest sein, können Sie einfach noch einen Schuss Öl oder Wasser hinzugeben.
  4. Tipp: Am Ende kann das Hummus noch mit einigen Kichererbsen oder Kräutern garniert werden.

3 Fakten über Rote Bete

Die Rote Bete ist nicht nur wegen ihres Geschmacks so beliebt. Durch die intensive Farbe kann das runde Wurzelgemüse auch gut zum Einfärben anderer Lebensmittel verwendet werden, wie etwa Pasta-Teig oder Eier. Und damit nicht genug: Auch Textilien lassen sich prima mit Rote Bete färben. Das Ergebnis: ein helles Rosa.

Auch die Blätter sind genießbar

Meist wird nur die Knolle verzehrt. Dabei sind auch die Blätter der Roten Bete nahrhaft und lecker. Da Rote Bete botanisch eng mit Mangold verwandt ist, können die Blätter auf ähnliche Weise zubereitet werden – zum Beispiel im Salat oder als Pesto. Gemüse komplett zu verwerten ist gerade übrigens wieder im Trend. "Leaf to Root" nennt sich diese Bewegung, also "vom Blatt bis zur Wurzel". Und das aus gutem Grund: In Blättern und Schale stecken oft die meisten Nährstoffe.

Video: 5 Regeln für eine gesunde Ernährung

Nitritbelastung: Gefahr für die Gesundheit?

Einige Gemüsesorten, darunter auch Rote Bete, können verhältnismäßig viel Nitrat enthalten. Nitrat kommt praktisch in allen Böden vor und ist gesundheitlich erst einmal unbedenklich. Unter anderem wenn Lebensmittel falsch oder zu lange gelagert werden, kann sich das Nitrat allerdings in Nitrit umwandeln. Nitrite sind giftig und können den Sauerstofftransport des Blutes verhindern. Vor allem Kleinkinder und Säuglinge sind gefährdet, da ihr Körper noch nicht in der Lage ist, gegenzusteuern.

Lesetipp: Hohe Nitratwerte im Grundwasser – Gefahr für die Gesundheit?

Kidneybohnen-Dip

⌛ 10 Minuten

Für eine große Schale:

  • 200 g Kidneybohnen (aus der Dose oder getrocknet)
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1 EL Olivenöl
  • 2 EL Wasser
  • 1 EL Tomatenmark
  • je 1 TL Paprikagewürz und Chilipulver
  • Salz und Pfeffer nach Belieben
  • Einige Stängel frische Petersilie

Übrigens: Trockene Kidneybohnen haben den Nachteil, dass sie vor der eigentlichen Zubereitung sehr lange eingeweicht und anschließend noch gekocht werden müssen. Wem das zuviel Aufwand ist, kann getrost Bohnen aus der Dose verwenden. Tipp: Achten Sie beim Einkaufen auf die Zutatenliste. Oft enthält der Sud nämlich eine Menge Salz oder andere Zusatzstoffe.

Zubereitung:

  1. Kidneybohnen waschen und abtropfen lassen. Knoblauch, Zwiebel und Petersilie kleinschneiden.
  2. Alle Zutaten in einem Mixer so lange pürieren, bis eine gleichmäßige Masse entsteht.
  3. Sollte der Dip noch zu fest sein, können Sie einfach noch einen Schuss Öl oder Wasser hinzugeben.

Lesetipp: So werden Hülsenfrüchte bekömmlicher

3 Fakten über Kidneybohnen

Gute Nachricht für Vegetarier: Hülsenfrüchte wie Kidneybohnen sind gute Eiweißlieferanten. Mit fast 25 Prozent Proteinanteil können sie ohne Weiteres mit Fleisch und Fisch mithalten. Allerdings sind Kidneybohnen mit rund 330 Kalorien pro 100 Gramm recht kalorienreich. Das liegt vor allem daran, dass sie zu fast 70 Prozent aus Kohlenhydraten bestehen.

Ein vielseitiger Mitläufer

Kidneybohnen haben eine Besonderheit: Sie nehmen die Aromen der Zutaten an, mit denen man sie kombiniert. Das macht die kleinen roten Hülsenfrüchte übrigens auch zu einer hervorragenden Backzutat. Ja, richtig gehört: Wer mit gutem Gewissen Naschen will, kann das Mehl einfach gegen Mus aus Kidneybohnen austauschen. "Low-Carb" ist man damit zwar nicht unterwegs, allerdings haben Bohnen deutlich bessere Nährwerte als Weißmehl.

Eine echte Nährwertbombe

Kidneybohnen liefern nicht nur die Vitamine A, E, B1 und B2, sondern auch eine Menge Magnesium, das eine wichtige Rolle für Muskeln, Knochen und Energiestoffwechsel spielt. Außerdem enthalten die Hülsenfrüchte einen hohen Anteil an Beta-Karotin. Das ist ein sekundärer Pflanzenstoff, der das Zellwachstum im Körper steuert und das Immunsystem stärkt.