Raclette: Gesunde Rezepttipps
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Gesundes Raclette: 7 Tipps für ein leichtes Silvestermenü

Silvester steht vor der Tür. Zum Jahresende darf bei vielen das traditionelle Raclette nicht fehlen. Das Schweizer Nationalgericht besteht vor allem aus Kartoffeln und viel Käse – nicht gerade ein leichtes Essen. Geht das nicht auch kalorienärmer? Hier kommen sieben Tipps für ein gesundes Raclette.

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Mediziner*innen geprüft.

Wie (un)gesund ist Raclette?

Kartoffeln, Fleisch, Sauce und das Ganze mit einer dicken Scheibe Käse überbacken: So sieht bei vielen das typische Raclette aus. Oft werden die kleinen Pfännchen über Stunden hinweg immer wieder neu befüllt und in den Tischofen geschoben. Da verliert man schnell den Überblick.

Raclette hat den Vorteil, dass es sich beliebig abwandeln lässt. Ob vegan, vegetarisch oder doch mit Fleisch: Menschen mit verschiedenen Essensvorlieben kommen hier auf ihre Kosten.

Das gilt auch für diejenigen, die fettiges Essen nicht gut vertragen oder grundsätzlich ein paar Kalorien einsparen möchten. Das beliebte Silvestermenü kann nämlich auch sehr gesund und nahrhaft sein. Wir verraten Ihnen sieben Ideen für eine "Light-Version" des Schweizer Klassikers.

Alternativen für Raclette-Käse

Raclette ohne Käse? Für viele undenkbar. Immerhin handelt es sich dabei um eine der Hauptzutaten des Silvestergerichts. Charakteristisch für den klassischen Raclettekäse ist sein herzhafter Geschmack. Außerdem lässt er sich gut schmelzen – nicht zuletzt wegen seines hohen Fettgehalts von rund 48 Prozent.

Wer nicht auf den würzigen Raclettekäse verzichten mag, kann einfach etwas weniger Käse pro Pfännchen verwenden. Tipp: Kaufen Sie den Käse als Stück. So können Sie ihn selbst in (dünnere) Scheiben schneiden.

Wer fettigen Käse nicht gut verträgt, kann den Raclettekäse durch eine leichtere Alternative austauschen. Viele fettarme Käsesorten, etwa Harzer Roller (10 % Fett), eignen sich allerdings kaum zum Überbacken, da sie nicht gut schmelzen. Stattdessen können Sie Feta, Light-Mozzarella oder Skyrella (Skyr in Mozzarella-Form) verwenden.

Zum Vergleich: 100 Gramm Raclettekäse enthält rund 345 Kilokalorien, während dieselbe Menge Light-Mozzarella etwa 245 kcal liefert – also rund 100 g weniger.

Raclette-Käse: Vegane Alternativen

Wer vegan lebt, muss beim Raclette nicht auf das Überbacken verzichten. Mittlerweile gibt es in vielen Supermärkten rein pflanzliche Käse-Alternativen zu kaufen. Diese schmelzen zwar nicht so gut, sind herkömmlichen Käsesorten geschmacklich aber durchaus ähnlich.

In wenigen Minuten lässt sich auch selbst ein veganes Käserezept anrühren. Dazu folgende Zutaten vermischen:

  • 40 ml Wasser
  • 40 g weißes Mandelmus
  • 1 EL Hefeflocken
  • etwas Salz

Die fertige Käsemasse einfach wie normalen Käse über das Pfännchen geben.

Saucen: Lieber selber machen

Für viele darf eine leckere Sauce im Pfännchen nicht fehlen. Neben dem Käse handelt es sich hierbei oft um die eigentliche Kalorienbombe beim Raclette. Beliebt sind beispielsweise fertige Rahmsaucen oder Crème fraîche.

Um einige Kalorien einzusparen, hilft es schon, die Sauce selbst anzurühren. Eine leichte Joghurtsauce lässt sich in kurzer Zeit zubereiten. Hierzu brauchen Sie lediglich folgende Zutaten:

  • 300 g Naturjoghurt
  • 2 EL Zitronensaft
  • 1 EL Olivenöl
  • 3 Knoblauchzehen
  • frische Kräuter (z. B. Schnittlauch, Basilikum, Minze oder Petersilie)
  • Salz und Pfeffer nach Belieben

Auch Guacamole, Hummus oder andere Gemüsedips eignen sich gut als Saucen-Alternative.

Eine andere Möglichkeit ist, die Sauce wegzulassen. Der Käse sorgt in der Regel dafür, dass das Pfännchen auch ohne Sauce sehr intensiv schmeckt. Alternativ können Sie einfach verschiedene Gewürze auf den Tisch stellen. Neben Salz und Pfeffer eignet sich hier zum Beispiel auch

  • Paprikapulver,
  • Chili,
  • Curry,
  • Kurkuma,
  • Oregano,
  • Thymian sowie
  • Knoblauch- und Zwiebelraspeln.

Fettarmes Fleisch verwenden

Salami, Kochschinken, Speckwürfel: So sieht bei vielen das typische Raclette-Fleisch aus. Wer in diesem Jahr auf fettige Produkte verzichten möchte, kann stattdessen auf magere Fleischsorten wie Hähnchen oder Pute zurückgreifen. Auch kleingeschnittenes Rindfleisch eignet sich gut für das Raclette-Pfännchen.

Tipp: Achten Sie darauf, das Fleisch gut durchzubraten. Wer Sorge hat, dass das Fleisch im Pfännchen nicht richtig gar wird, kann es auch einfach schon vorher in der Pfanne anbraten. Viele Raclette-Geräte verfügen auch über einen Grill.

Neben Fleisch können auch Fisch und Meeresfrüchte wie Lachs, Thunfisch, Muscheln und Garnelen leckere und nährstoffreiche Raclette-Zutaten sein.

Gesunde vegetarische Raclette-Zutaten

Beim Raclette lohnt es sich, über den Tellerrand zu schauen und sich auch an andere Zutaten als Kartoffeln, Fleisch und Käse zu wagen. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Folgende pflanzliche Lebensmittel eignen sich besonders gut für Raclette.

Gemüse

  • Tomaten (frisch oder getrocknet)
  • Paprika
  • Kohl (z. B. Brokkoli, Blumenkohl, Weiß- oder Rotkohl)
  • Spinat
  • Mais
  • geraspeltes Wurzelgemüse (z. B. Möhren, Petersilien- oder Schwarzwurzel)
  • Lauch/Lauchzwiebeln
  • rote oder weiße Zwiebeln (zu Würfeln oder Ringen geschnitten)
  • Kürbis (am besten vorgekocht)
  • Zucchini und Aubergine
  • Gewürzgurken und Silberzwiebeln
  • Rote Beete

Pilze

  • Champignons
  • Steinpilze
  • Pfifferlinge

Obst

  • Ananas
  • Preiselbeeren
  • Mangos
  • Feigen
  • Birnen
  • Äpfel

Gesunde Beilagen

Als klassische Beilage wird häufig Baguette gereicht – meist aus Weißmehl. Das Getreideprodukt enthält jedoch kaum Nährstoffe, dafür aber viele Kohlenhydrate in Form von Zucker.

Wie wäre es also stattdessen mit einem Vollkornbaguette? Auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt, möglichst die Vollkornvariante zu bevorzugen. Denn Vollkornprodukte liefern wichtige Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Zudem enthalten sie viele Ballaststoffe, was für eine längere Sättigung sorgt.

Neben Brot gibt es viele weitere leckere Beilagen, etwa Salate, Rohkost mit Quark oder Ofengemüse. 

Gesunde Toppings für das Pfännchen

Als kleines Extra kann das Raclette-Pfännchen mit verschiedenen Toppings abgerundet werden. Diese sorgen nicht nur für eine gesunde Nährstoffvielfalt, sondern auch für eine dekorative Abwechslung auf dem Teller. Besonders nährstoffreich sind beispielsweise:

  • Nüsse und Samen, z. B. Sonnenblumen- und Kürbiskerne, Cashewkerne, Leinsamen und Sesam,
  • frische Kräuter wie Schnittlauch, Basilikum, Minze, Petersilie, Rosmarin oder Thymian.

Intuitiv essen und auf den Körper hören

Bei einem geselligen Racletteabend spielt das Essen zwar eine große Rolle – aber eben nicht nur. Ein gemeinsames Dinner am Silvesterabend bedeutet auch, in einer gemütlichen Runde zusammenzusitzen und das Jahr Revue passieren zu lassen.

Für einige kann es zu einer echten Herausforderung werden, über Stunden hinweg all die leckeren Zutaten vor sich zu sehen, und nicht ein Pfännchen nach dem nächsten zu überbacken. Versuchen Sie in diesem Jahr, beim Essen in sich hineinzuhören und auf die Signale Ihres Körpers zu achten. Wenn Sie bewusst genießen, merken Sie vielleicht eher, wann das Sättigungsgefühl eintritt und können eine Pause einlegen. Denn gerade fettiges Essen mit viel Käse kann den Magen schnell überfordern.