Eine Schüssel Edamame mit Salz
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Wie gesund sind Edamame?

Für Japaner sind Edamame ungefähr so trendy wie für Deutsche Kartoffeln. Doch da die grünen Bohnen hierzulande neu auf dem Markt sind, gelten sie als exotische Delikatesse. Was genau steckt eigentlich in Edamame? Sind sie wirklich ein Superfood?

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Mediziner*innen geprüft.

Was steckt drin?

Bis vor ein paar Jahren konnte niemand ihren Namen aussprechen, ohne versehentlich Edamer zu sagen. Zu kaufen gab es sie nur im Asia-Supermarkt. Mittlerweile findet man Edamame in vielen großen Supermärkten. Entweder mit Schote in der Tiefkühlabteilung oder geschält in Dosen oder Tüten im Konservenregal.

Außerdem zählen Edamame zu den Standard-Zutaten jeder Bowl (Hipster-Wort für gemischten Salat, der ungemischt serviert wird, weil das stylischer aussieht). Angeblich sind die salzigen Bohnen aus Japan nämlich nicht nur lecker, sondern ein Superfood, das viele Nährstoffe und wenig Kalorien liefert. Stimmt das?

Edamame sind Sojabohnen, die unreif geerntet werden. Sie zählen wie Bohnen, Erbsen und Kichererbsen zu den Hülsenfrüchten und haben ähnliche gesundheitliche Vorzüge: Ihr Kaloriengehalt ist mit 125 Kilokalorien pro 100 Gramm ebenfalls niedrig. Trotzdem sättigen sie gut, weil sie reich an Ballaststoffen sind.

Darüber hinaus sind Edamame eine gute Quelle für

Im Vergleich zu anderen veganen Lebensmitteln enthalten Edamame (und Sojabohnen allgemein) besonders wertvolles Protein. Proteine bestehen aus verschiedenen Bausteinen, sogenannten Aminosäuren. Der menschliche Körper braucht verschiedene Aminosäuren, um gesund zu bleiben. Viele pflanzliche Lebensmittel – etwa Kartoffeln, Getreide und auch Bohnen, Erbsen und Kichererbsen – liefern nur einige dieser lebensnotwendigen Aminosäuren. In Edamame hingegen stecken alle Aminosäuren, die der Körper benötigt.

All das macht Edamame tatsächlich zu einem gesunden Lebensmittel. Ihr vielleicht einziges Manko ist der Salzgehalt, der zumindest bei geschälten und fertig zubereiteten Edamame recht hoch ist. Wer die Bohnen tiefgefroren in Schoten kauft und selbst kocht, kann aber selbst bestimmen, wie viel Salz er hinzugibt.

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Edamame zubereiten: So geht's

Genau wie Bohnen und Erbsen kann man sie nicht roh essen, sondern nur in gekochter Form. Kauft man sie gefroren und ungeschält, muss man sie vor dem Verzehr etwa fünf bis acht Minuten in Salzwasser garen.

Dann pult man sie entweder aus der Schote und gibt sie als Zutat in den Salat oder einen asiatischen Eintopf. Oder man serviert sie traditionell ungeschält, so wie es in Japan üblich ist. Die Gäste müssen sie dann mit den Zähnen aus der Schote ziehen. (Empfehlenswert, wenn es Gäste sind, mit denen man sich eigentlich nicht so gerne unterhält.)

Wichtig: Der Umwelt zuliebe sollte man beim Kauf auf die Herkunft der Bohnen achten. Edamame werden vor allem in Japan angebaut. Die Transportwege sind entsprechend lang. Inzwischen haben aber einige Firmen begonnen, die Bohnen in Europa anzubauen. Dazu zählen etwa die Unternehmen Ardo und Demeter.