Selbstgemachte Schokoriegel auf einem weißen Teller.
© Getty Images

Vegan und zuckerarm: Bounty-Riegel selber machen

Gesunde Schokoriegel? Das klingt erst einmal paradox. Viele sind kritisch, wenn es um kalorienarme Alternativen geht. Unser Bounty-Rezept schmeckt aber mindestens genauso gut wie das Original und ist noch dazu vegan und proteinreich. Aber probieren Sie selbst.

Zutaten

⌛ 10 Minuten (plus Gefrierzeit)

Zutaten (für 20 Riegel):

  • 200 ml Kokosmilch
  • 200 Zartbitterschokolade (vegan)
  • 200 g Kokosflocken
  • 50 g veganes Proteinpulver (z.B. Vanille, Schokolade oder Kokos)
  • Süßungsmittel nach Bedarf (z.B. Flavdrops)

Zum Vergleich:

Das originale Bounty in der normalen Größe (57 Gramm) enthält 278 Kilokalorien. Im Vergleich dazu kommt der selbstgemachte Riegel auf gerade einmal 173 Kilokalorien.

Video: 5 Regeln für eine gesunde Ernährung

Zubereitung

  1. Kokosmilch mit Kokosraspeln in einer Schale gut miteinander verrühren. Proteinpulver und Süßungsmittel dazugeben.
  2. Anschließend wandert die Kokosmasse erst einmal in die Tiefkühltruhe. Nach circa 30 Minuten sollte die Masse ausgehärtet sein.
  3. Die harte Kokosmasse zu kleinen Riegeln formen. Zartbitterschokolade in einem Wasserbad erhitzen und über die Riegel geben.
  4. Nun wandern die Riegel wieder in die Tiefkühltruhe. Wenn der Schokoüberzug ausgehärtet ist, sind die Riegel essbereit.

Tipp: Im Kühlschrank halten sich die Riegel etwa eine Woche lang. Sie können die Bountys aber auch in der Tiefkühltruhe aufbewahren. Dann sind sie entsprechend länger haltbar und der Snack erinnert ein bisschen an die Eisvariante, die es von Bounty gibt.

Kokosprodukte in der Kritik

Vor einiger Zeit geriet die thailändische Kokosnussindustrie in die öffentliche Kritik: Ermittler von PETA Asien entdeckten, dass Affen auf Farmen in Thailand für die Kokosnussernte eingesetzt werden. Die Affen leben dort angekettet und werden mit fragwürdigen Methoden darauf trainiert, Kokosnüsse zu pflücken. Diese werden aus Thailand in die ganze Welt exportiert und beispielsweise zu Kokosmilch und Kokosöl weiterverarbeitet.

In anderen Anbaugebieten – wie Brasilien, Kolumbien und Hawaii – werden laut PETA zur Ernte offenbar keine Tiere eingesetzt.

Tierleidfreie Kokosprodukte: So können Sie sichergehen

Vorab ist wichtig zu wissen, dass unverarbeitete Kokosprodukte wie ganze Früchte oder Kokosnusswasser meist nicht betroffen sind. Hierzu werden nämlich unreife Früchte verwendet, die zu fest am Strang hängen, als dass die kleinen Affen sie pflücken könnten.

Bei verarbeiteten Produkten, für die reife Früchte benötigt werden, sieht dies hingegen anders aus. Einige Supermärkte in Deutschland – und auch in anderen Ländern wie Großbritannien, den Niederlanden und der USA – haben laut eigener Aussage bereits Maßnahmen ergriffen und entsprechende Produkte aus dem Sortiment genommen.

Wer sichergehen will, dass er tierleidfreie Produkte kauft, kann als Orientierungshilfe verstärkt auf den Preis achten. Laut PETA werden Affen vor allem für billige Kokosprodukte eingesetzt. Auch Bio- oder Fairtrade-Siegel sind ein Zeichen für tierleidfreie Produkte. Wer es ganz genau wissen will, sollte aber direkt beim Händler oder Hersteller nachfragen.