Onmeda.de Logo

Sodbrennen – Tipps für die Ernährung

Letzte Änderung:
Verfasst von Dr. rer. nat. Geraldine Nagel • Medizinredakteurin

Ein brennendes Gefühl im Oberbauch, hinter dem Brustbein und manchmal auch im Hals – Sodbrennen ist unangenehm. Während manche Menschen nur hin und wieder Sodbrennen haben, sind andere regelmäßig davon betroffen.

Überblick

Da der Magen nach dem Verzehr bestimmter Nahrungsmittel vermehrt Magensäure produziert, tritt Sodbrennen bei vielen nach dem Essen auf. Auch Alkohol führt zu mehr Magensäure – und zur Erschlaffung des unteren Speiseröhren-Schließmuskels, der normalerweise verhindert, dass Magensäure in die Speiseröhre gelangt. Insbesondere üppige Mahlzeiten, fettes Essen, aber auch Getränke wie Kaffee können zu Sodbrennen führen. Wer bei Sodbrennen auf die richtige Ernährung achtet, kann Auftreten und Stärke des brennenden Gefühls aber oft schon auf einfache Weise verringern.

Das können Sie tun

Bei Sodbrennen lassen sich die Beschwerden oft schon mit der richtigen Ernährung lindern. Achten Sie bei Ihrer Ernährung auf folgende Tipps:

Wenn Sie bereits wissen, auf welche Lebensmittel Sie regelmäßig mit Sodbrennen reagieren, sollten Sie diese meiden. Wer dies noch herausfinden möchte, kann über einen Zeitraum von mehreren Wochen ein Sodbrennen-Tagebuch führen. Notieren Sie hier, wann das Sodbrennen auftritt und was Sie zuvor gegessen und getrunken haben. Halten Sie auch fest, wenn Sie vielleicht gerade viel Stress haben oder sehr in Eile waren. So lässt sich relativ rasch feststellen, ob das Sodbrennen immer nach bestimmten Nahrungsmitteln oder in bestimmten Situationen auftritt. Auf diese Weise können Sie Auslöser für das Sodbrennen erkennen und diese vermeiden.

Bei Übergewicht hilft es oft schon, dieses zu verringern, um Sodbrennen seltener auftreten zu lassen. Denn bei Übergewichtigen gelangt durch den verstärkten Druck auf den Magen häufig ein Teil des sauren Mageninhalts in die Speiseröhre.

Bei sehr häufigem Sodbrennen reichen jedoch oft nicht aus, nur auf die Ernährung zu achten – hier ist eine Abklärung durch den Arzt zu empfehlen.

Weitere Informationen

Onmeda-Lesetipps:

Quellen:

Online-Informationen des Pschyrembel: www.pschyrembel.de (Stand: 2015)

Ernährungsumstellung. Online-Informationen des aid-Infodiensts: www.was-wir-essen.de (Stand: 5.1.2012)

Suter, P.M.: Checkliste Ernährung. Thieme, Stuttgart 2008

Schauder, P., Ollenschläger, G.: Ernährungsmedizin. Urban & Fischer, München 2006

Letzte inhaltliche Prüfung: 24.06.2015
Letzte Änderung: 29.07.2015