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Backmischung "Plantbreak": Was taugt der Selfmade-Riegel?

Letzte Änderung:
Autor*in: Brit Weirich, Volontärin

Vegan, fettarm und reich an Protein: Die Backmischung "Plantbreak" vereint angeblich alles, was man sich als figur- und umweltbewusster Sportler von einem Fitnessriegel wünscht. Wie gut sind die Riegel wirklich? Und ganz wichtig: Schmecken sie auch?

Überblick

Proteinriegel sind teuer. Fitnessbegeisterte und Ernährungsbewusste kaufen sie dennoch – in der Hoffnung, ihrem Körper damit etwas Gutes zu tun. Dabei sind die Riegel, die zurzeit auf dem Markt sind, bei weitem nicht so gut, wie die Hersteller versprechen. Dieser Meinung ist jedenfalls Max Rongen, einer der jüngsten Teilnehmer der VOX-Sendung "Die Höhle der Löwen".

Um das zu ändern, hat der gerade einmal 18 Jahre alte Fitnessberater selbst einen Eiweißriegel entwickelt. Besser gesagt: Eine Eiweißriegel-Backmischung, aus der man angeblich in kurzer Zeit ohne großen Aufwand vegane, gesunde und bezahlbare Proteinriegel herstellen kann. Plantbreak heißt das neue Fitness-Produkt, das es online zu kaufen gibt. Lohnt sich der Kauf? Meine Erfahrungen:

Anleitung: So funktioniert's

Die Backmischungen gibt es nicht im Einzelhandel zu kaufen, sondern nur online. Wählen kann der Kunde zwischen den Sorten "Protein –fruchtig" und "Genuss – kernig & würzig". Der Inhalt der Dose wird mit einem halben Liter Wasser und einer zerdrückten Banane vermischt, und schon ist der Teig bereit für die Form. Wer keine Riegel-Backform aus Silikon besitzt, kann diese mitbestellen. Die Backform von Plantbreak bietet Platz für 12 Riegel.

Bevor sie für 60 Minuten bei 160 Grad Umluft in den Ofen geschoben wird, kann der Teig noch individuell garniert werden. Ich entscheide mich für Mandeln, Leinsamen und Haferflocken.

Was taugt der Riegel?

Nachdem die Riegel abgekühlt sind, lassen sie sich problemlos aus der Silikonform befreien. Etwas zu dick sind sie geworden, und die Konsistenz erinnert eher an Kuchen. Beim nächsten Mal werde ich wohl nur halb so viel Teig in die Form geben. Geschmacklich bin ich aber durchaus angetan.

Was mir besonders gefällt: Die Riegel sind nicht zu süß und die Sauerkirschen verleihen dem Teig eine fluffige, saftige Konsistenz. Auch meine Mitbewohnerinnen durften kosten – und waren ebenfalls positiv überrascht. Dass der Riegel vegan und frei von künstlichen Zusätzen ist, gibt uns zusätzlich ein gutes Gefühl.

Aber kommen wir zum Nährwertcheck.

Nährwerte Pro 100 Gramm Pro Riegel (51 Gramm)
Brennwert 367 kcal 123 kcal
Fett 9,5 g 2,8 g
Kohlenhydrate 52,4 g 17,9 g
davon Zucker 11,1 g 2,6 g
Ballaststoffe 13,4 g 4,0 g

Mit 123 Kalorien liegt der Riegel im Vergleich mit herkömmlichen Fitnessriegeln tatsächlich im unteren Bereich. Fettarm und zuckerarm – das unterschreibe ich. Das große Defizit der Backmischung liegt aber im Eiweißgehalt: Gerade einmal 4,6 Gramm Protein stecken in einem Riegel. Ganz schön wenig dafür, dass Plantbreak das Produkt gerade mit diesem Inhaltsstoff bewirbt.

Der Vorteil ist aber: Man kann den Teig nach Belieben erweitern. Wem der Eiweißgehalt zu niedrig ist, fügt also einfach ein wenig mehr Wasser und pflanzliches Proteinpulver hinzu.

Einen Minuspunkt gibt es von mir für die kleine (wenn auch sehr ansprechend designte) Verpackung. Nach nur einem Backvorgang direkt wieder neu bestellen? Das ist weder gut für die Umwelt, noch für mein Portemonnaie. Das DIY-Set ist nämlich nicht gerade ein Schnäppchen. Mit Silikonform zahle ich 16,99 Euro, ohne 7,97 Euro. Geht das nicht kostengünstiger?

DIY: Backmischung selbst herstellen

Da die Zutaten auf der Verpackung angegeben sind, lässt sich die Backmischung recht einfach selbst zusammenstellen.

Zutaten des Riegels "Protein  fruchtig":

Abgesehen vom Sonnenblumenprotein finde ich alles im Drogeriemarkt. Das Protein – das teuerste der Produkte – erwerbe ich in einem Geschäft für Sportlernahrung. Die Mengen, die ich für insgesamt 28,79 Euro kaufe, reichen umgerechnet für 17 Backmischungen. Das bedeutet:

Was man natürlich bedenken muss: Da ich die Mengenverhältnisse nicht kannte, musste ich schätzen. Daher weichen die Nährwerte meiner selbstgemachten Mischung womöglich von denen der fertigen Mischung ab.

Mein Fazit

Ob selbst zusammengestellt oder gekauft: Die Idee hinter Plantbreak finde ich toll. Der Aufwand ist gering und das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen. Wer Wert auf natürliche Inhaltsstoffe legt und genau wissen will, was ein solches Produkt enthält, fährt mit dieser Backmischung sicherlich gut. Dass der Riegel auch für Veganer geeignet ist, gibt ebenfalls einen Pluspunkt. Die Silikonform werde ich sicherlich häufiger benutzen, und mir auf Grundlage der Plantbreak-Zutaten verschiedene Rezepte überlegen. Daumen hoch!